Psychosoziale Notfallversorgung in Deutschland: Zwischen föderalem Flickenteppich und notwendiger rechtlicher Gleichstellung
Wenn Menschen Hilfe brauchen, darf die rechtliche Absicherung nicht fehlen. Das glaube ich zutiefst. Schwere Verkehrsunfälle, plötzliche Todesfälle im häuslichen Umfeld, Großbrandlagen oder verheerende Katastrophen wie die Flutkatastrophe im Ahrtal hinterlassen weit mehr als materielle Schäden. Sie bringen Menschen innerhalb kürzester Zeit an die Grenzen ihrer psychischen Belastbarkeit. Angehörige verlieren unerwartet einen geliebten Menschen, Überlebende müssen traumatische Ereignisse verarbeiten und Einsatzkräfte werden mit Bildern und Situationen konfrontiert, die sie oftmals auch lange nach einem Einsatz beschäftigen. Genau hier setzt die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) an. Sie gliedert sich im Wesentlichen in zwei Bereiche: die Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene (PSNV-B) und die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E). PSNV-B richtet sich an Menschen, die unmittelbar oder mittelbar von einem außergewöhnlich belastenden Ereignis betroffen sind...