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Blaulicht für Blaulicht e.V. – ECHO: Wenn der Einsatz vorbei ist, die Gedanken aber bleiben

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Heute bin ich eher zufällig über Instagram auf den Kölner Verein Blaulicht für Blaulicht e.V. gestoßen. Genauer gesagt auf die Initiative ECHO – Einsatz. Chaos. Hilfe. Ordnung.   Ich habe sofort mir gedacht: Das ist eine Initiative, auf die ich meine Leser gerne aufmerksam machen möchte. Nicht jeder Einsatz endet mit Dienstschluss Ich finde, dieser Satz bringt etwas auf den Punkt, das viele Menschen außerhalb der Blaulichtwelt oft gar nicht wahrnehmen. Ein Einsatz endet vielleicht mit der Rückkehr auf die Wache oder dem Feierabend, dem Ablegen der Dienstkleidung, mit der Dusche ... jede/ jeder hat da seine, so hoffe ich , sein eigenes Ritual –  aber ... Für den Kopf gilt das nicht immer. Es gibt Einsätze, die verarbeitet man problemlos. Andere begleiten einen noch lange. Bilder, Gerüche, Gespräche oder Entscheidungen können plötzlich wieder präsent sein – manchmal erst Stunden oder Tage später, manchmal sogar deutlich später. Das ist kein Zeichen von Schwäche. Es zeigt ...

Fünf Jahre nach der Flut: Bevölkerungsschutz beginnt lange vor der Katastrophe

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Wenn ich heute an die Flutkatastrophe im Juli 2021 denke, denke ich nicht zuerst an Bilder aus den Nachrichten. Ich denke an die Erft. Ich bin in Grevenbroich geboren und aufgewachsen. Die Erft gehört zu meiner Heimat. Auch wenn meine Heimatstadt selbst nicht zu den am stärksten betroffenen Orten gehörte, hat mich die Katastrophe an der Erft tief bewegt. Unstrittig ist, dass die Katastrophe  an der Ahr in jedem Fall jeden bewegt hat. Sie hat uns allen vor Augen geführt, wie schnell sich vermeintliche Sicherheit verändern kann. Vor allem aber hat sie gezeigt, was es zum Schutz der Bevölkerung wirklich braucht und ja es sind auch Fahrzeuge, Einrichtungen, Material und Equipment und auch Gebäude - aber in jedem Fall und für jeden Fall braucht es Menschen. Während der Flut waren es Zehntausende Helferinnen und Helfer, die über Tage und Wochen im Einsatz standen. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdien...

Hitze ist mehr als Wetter – was wir von Europas Hitzeschutz lernen können

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In diesem Artikel möchte ich gerne auf das eingehen, was wir von Europas Umgang mit Hitze lernen können Hitze als Gesundheitskrise verstehen – nicht erst, wenn Rettungsdienste an ihre Grenzen kommen. Die Hitzeperiode Ende Juni 2026 war eine der außergewöhnlichsten der vergangenen Jahre. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) führte sie nach aktuellen Modellschätzungen zu rund 5.100 hitzebedingten Todesfällen in Deutschland. Die tatsächlichen Auswirkungen könnten jedoch noch höher liegen: Das Statistische Bundesamt schätzt für die Kalenderwoche 26 (22.–28. Juni) eine Übersterblichkeit von etwa 6.800 Fällen – also deutlich mehr Todesfälle, als in diesem Zeitraum üblicherweise zu erwarten wären.  Wochenbericht zur Hitzemortalität des RKI   In meinen beiden vergangenen Artikeln habe ich darüber geschrieben, warum mich die aktuellen Außergewöhnlichen Einsatzlagen während der Hitzewelle nachdenklich machen. Nicht die hohen Temperaturen allein beschäftigen mich, sondern das, wa...

Fall eines Berliner Palliativarzt – Klare Abgrenzung zur selbstbestimmten Sterbehilfe ist unverzichtbar

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Der heutige Fall des Berliner Palliativarztes erschüttert mich zutiefst. Das Landgericht Berlin hat einen 41-jährigen Palliativarzt wegen 15-fachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest, ordnete die anschließende Sicherungsverwahrung sowie ein lebenslanges Berufsverbot an und folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ich kann die Worte der Vorsitzenden Richterin nur teilen: Dieser Fall ist unfassbar. Besonders wichtig ist mir eine klare Einordnung: Nach den Feststellungen des Gerichts hat dieser Fall nichts mit Sterbehilfe oder einem selbstbestimmten Lebensende zu tun. Die Richterin machte in ihrer Urteilsbegründung deutlich, dass der Angeklagte nicht aus Mitleid handelte und auch keine – wenn auch falsch verstandene – Sterbehilfe leisten wollte. Vielmehr sei er von einem Gefühl der Macht geleitet gewesen und habe sich als „Herr über Leben und Tod“ aufgespie...

Eine Stimme der Menschlichkeit – Elisabeth Kübler-Ross (8. Juli 1926 – 24. Aug. 2004)

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Am 8. Juli 2026 wäre Elisabeth Kübler-Ross 100 Jahre alt geworden. Für viele Menschen ist sie die Begründerin der modernen Sterbeforschung. Für mich ist sie jedoch weit mehr als das: Sie war eine Frau, die den Mut hatte, dorthin zu schauen, wo andere wegsahen – zu sterbenden Menschen. Heute sprechen wir selbstverständlich über Palliative Care, Hospizarbeit, Patientenautonomie und würdevolle Begleitung am Lebensende. Doch das war nicht immer so. Elisabeth Kübler-Ross gehörte zu den ersten Ärztinnen, die nicht nur Krankheiten behandelten, sondern den Menschen hinter der Diagnose sahen. Sie hörte zu. Sie fragte nach den Ängsten, Hoffnungen und Bedürfnissen Sterbender – zu einer Zeit, in der Sterben in Krankenhäusern häufig hinter verschlossenen Türen stattfand. Ihre berühmten fünf Phasen der Trauer werden bis heute oft zitiert. Leider werden sie manchmal zu stark vereinfacht oder als starres Modell verstanden. Dabei wollte Kübler-Ross nie Menschen in Schubladen stecken. Sie wollte vielmeh...

Before We Judge Medical Aid in Dying, We Should Listen – A Documentary About Life, and Why It Changes the Debate

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A Documentary That Isn't About Dying — It's About Living Sidenote: Below you'll find a German version. Kurze Bemerkung: Weiter unten auch die Deutschen Text Since my wife's assisted death, I have written about medical aid in dying, personal autonomy, and living with a terminal illness. My wife was an equine therapist. For many years, she worked with people, helping them connect with horses. She was also a Centered Riding Instructor, supporting children with disabilities and helping stroke survivors regain confidence and independence. Horses were never just her profession—they were her passion. After eleven years of devastating illness, she eventually lost control of every part of her body. Only the three middle fingers of her left hand could still move slightly on some mornings. Otherwise, she depended entirely on others for every aspect of daily life. Over those eleven years, she gradually lost every ability that makes an independent, self-determined life possible. Her...

Wer Bevölkerungsschutz ernst meint, muss in Menschen investieren

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Im vergangenen Artikel habe ich darüber geschrieben, warum mich die aktuellen Außergewöhnlichen Einsatzlagen während der Hitzewelle nachdenklich machen. Nicht die Hitze selbst hat mich beschäftigt, sondern das, was sie sichtbar gemacht hat:  Ein Gesundheitswesen und ein Bevölkerungsschutz, die vielerorts nur deshalb funktionieren, weil Menschen bereit sind, weit über das normale Maß hinaus Verantwortung zu übernehmen. In diesem zweiten Teil möchte ich den Blick etwas weiter richten. Denn dies alles entsteht nicht erst im Einsatz. Es entsteht lange vorher. In den vergangenen Jahren wurde viel über Bevölkerungsschutz gesprochen – und das ist gut so. Der russische Angriff auf die Ukraine, die Corona-Pandemie, Hochwasser, Waldbrände und die Folgen des Klimawandels haben deutlich gemacht, wie wichtig ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz ist. Es wurde investiert. Und ja es wurden auch neue Fahrzeuge wurden beschafft, Warnsysteme modernisiert, Ausstattung verbessert und Konzepte entwic...