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A New Year, a New Beginning

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A new year begins  —  not as a clean slate, but as a gentle invitation. An invitation to continue, to breathe, to take one more step forward carrying everything that has shaped us. The past does not vanish at midnight, and the road ahead will not be free of uncertainty. Yet a beginning lives in the courage to move on with hope, even when our hearts are tired. Confidence is not loud. It does not deny pain or promise perfection. It is the quiet knowing that we can face what is real without breaking. It grows slowly—from lived moments, from inner resilience, and from the decision to meet life with honesty instead of fear. To wish for more joy than worry is not to erase our concerns, but to soften their grip. To hope for more sunshine than rain is not to deny the storms, but to trust our ability to endure them. And to choose love over hate is not blindness—it is bravery. It is choosing humanity again and again, even when the world makes it hard. A year filled with light, meaning,...

Patti Smith – eine Inspiration für mentale Stärke und kreative Freiheit

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In unserer hektischen und oft herausfordernden Welt brauchen wir Halt und viele von uns suchen nach Halt, Orientierung und Wegen, mit inneren Unsicherheiten umzugehen. Kunst und Kreativität können dabei wie ein sicherer Hafen wirken – sie schenken Raum für Ausdruck, Reflexion und Heilung – zu mindestens ist dies für mich so. Patti Smith, eine Ikone der Musik- und Kulturszene, verkörpert für mich genau diese Kraft: Patti Smith steht für Authentizität, den Mut zur Verletzlichkeit und die unermüdliche Suche nach Wahrheit – Qualitäten, die gerade im Kontext mentaler Gesundheit unverzichtbar sind. In diesem Artikel möchte ich zeigen, warum Patti Smith für mich eine Wegbegleiterin / einer meiner Role-Models auf dem eigenen, manchmal holprigen Lebensweg war und ist. Vorbild Patti Smith war und ist für mich ein Vorbild. Nicht, weil sie alles im Griff hat – sondern, weil sie nie aufgehört hat, auf der Suche zu sein. In Zeiten, in denen alles wackelt, gibt sie mir Halt. Nicht durch fer...

Zuversicht als Haltung – ein Gedanke zum Jahresende

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Es ist Dezember, und der Blick auf die Welt fühlt sich schwer an. Nachrichtenlagen überlagern sich, Krisen scheinen sich gegenseitig zu verstärken, und vielerorts gewinnen rechtsextreme und faschistische politische Strömungen an Einfluss. Was lange als überwunden galt, tritt wieder offen zutage: die Abwertung von Vielfalt, die Sehnsucht nach einfachen Antworten, die Bereitschaft, Freiheit gegen vermeintliche Sicherheit einzutauschen. In solchen Zeiten ist es nur allzu verständlich, dass viele erschöpft sind und müde werden, dagegenzuhalten. Und doch stellt sich gerade jetzt eine vielleicht unbequeme Frage: Wie bleiben wir innerlich und geistig beweglich, ohne die Realität zu verleugnen – und wie können wir präsent bleiben, für uns selbst und für die Gesellschaft? Der Satz „Wir haben die Pflicht zur Zuversicht.“ wirkt in diesem Zusammenhang zunächst ungewohnt scharf. Giovanni di Lorenzo hat ihn in den vergangenen Jahren immer wieder betont, nicht als moralischen Appell von oben herab, w...

„Grünes Licht“ und der letzte Weg - Zwischen Verantwortung, Mitgefühl und Gesetz

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In diesen Artikel geht es um den Dokumentarfilm  „Grünes Licht“ von Pavel Cuzuioc – den ich mit "Zwischen Verantwortung, Mitgefühl und Gesetz" gelabelt habe - da es in der Doku um Dr. Johann Spittler geht, der wegen seinem Mitgefühl / Mitleid aktuell in Haft ist. Es ist kein leichter Weg, den der Regisseur Pavel Cuzuioc in seinem Dokumentarfilm  „Grünes Licht“  beschreitet. Und es ist erst recht kein leichter Weg für jene Menschen, denen der Film begegnet: Menschen, die seit Jahren mit schwersten körperlichen oder psychischen Erkrankungen leben, deren Leid kaum noch zu ertragen ist und für die jede Hoffnung auf Besserung längst verloren scheint. Im Zentrum des Films steht ein Mann, auf dem für viele dieser Menschen die letzte Hoffnung ruhte  Dr. Johann Spittler . Dr. Spittler führt Gespräche mit Menschen, die einen assistierten Sterbehilfe erwägen oder diesen bereits entschieden haben. In Zusammenarbeit mit Sterbehilfe-Organisationen in der Schweiz un...

„Buchenleben“ von Peter Wohlleben – Eine Einladung zur inneren Ruhe durch die Natur

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In seinem Buch „Buchenleben“ nahm mich Peter Wohlleben mit in die faszinierende Welt der Buchenwälder. Peter Wohlleben ist Förster und Autor vieler guter Bücher über die Natur, den Wald und Bäume. Mit viel Feingefühl und einem tiefen Verständnis für ökologische Zusammenhänge schildert er, wie die Buche als Baum und als Teil eines komplexen Ökosystems funktioniert – und wie wir Menschen davon profitieren können, auf so vielen Ebenen und auch seelisch.  Wohlleben gelingt es, wissenschaftliche Erkenntnisse über Wälder in eine Sprache zu übersetzen, die zugänglich und gleichzeitig poetisch ist. Er erzählt nicht nur von den biologischen Eigenheiten der Buche, sondern zeigt auch, wie Wälder als Lebensgemeinschaften funktionieren – voller Kommunikation, Kooperation und Balance. Besonders spannend ist dabei seine Darstellung, wie sich Bäume gegenseitig unterstützen und wie sensibel sie auf ihre Umwelt reagieren. Für Leser*innen, die sich mit Mental Health beschäftigen, ist „Buchenleben“ we...

Weihnachten, Trauer und leisen Ritualen

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Die Tage rund um Weihnachten werden oft als Zeit der Ruhe, der Nähe und der Hoffnung beschrieben. Für viele Menschen, und auch für Einsatzkräfte, können diese Tage jedoch wie ein Verstärker wirken: für Belastungen, für Verluste, für innere Spannungen, die im Jahresverlauf kurzfristig oder länger getragen wurden, wie ein nicht bemerkter Rucksack. Feiertage unterbrechen Routinen. Sie schaffen Leerstellen, in denen Erinnerungen lauter werden. Das gilt für Trauernde ebenso wie für Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich Verantwortung für andere tragen. Trauer an Feiertagen – normal, nicht pathologisch Gerade frisch aus einem PSNV Ausbildungwoche zurückkommend, und gleich einen Tag darauf hatte ich ein kollegiales Gespräch, schreibe ich nun heute diese 'weihnachtlichen Gedanken' mit einem Schwerpunkt PSNV und Rettungsdienst. Aus psychosozialer Sicht ist es wenig überraschend, dass Trauer sich an Feiertagen intensiviert. Rituale, die früher Halt gegeben haben, fehlen oder schmerzen...

When Christmas Amplifies What We Carry

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The days around Christmas are often described as gentle and hopeful — a season of quiet, closeness, and reassurance. For many people, however — and especially for those working in emergency and care professions — these days can feel less like rest and more like amplification. What has been carried through the year — loss, strain, unresolved grief, inner tension — can suddenly feel heavier, like a backpack we didn’t realize we were wearing until we finally stopped moving. Holidays interrupt routines. They slow the pace. And in that slowing, memories surface. They grow louder. This is true for those who are grieving, and just as true for people who carry responsibility for others — professionally or voluntarily — often without much room for their own needs. Grief During the Holidays Is Human, Not a Disorder I’m writing this shortly after returning from a Psychosocial Emergency Support (PSNV) Training Week , followed by a peer conversation the very next day. These experiences shape my foc...