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Mehr Information bedeutet nicht automatisch mehr Selbstbestimmung - Auch nicht bei Sterbehilfe

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In der Psychologie,in Verhaltensforschung, und damit in meinem Tätigkeitsfeld im Beruf der UX- und Customer-Experience-Welt beschäftigen wir uns seit Jahren mit der Frage, wie Menschen zu guten Entscheidungen kommen. Eine Erkenntnis dabei: Mehr Auswahl führt nicht automatisch zu besseren Entscheidungen. Zu viele Optionen können überfordern, Orientierung erschweren und die Entscheidungsfindung sogar behindern. Entscheidend ist nicht allein, welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Entscheidend ist auch, wie sie vermittelt werden und unter welchen Bedingungen Menschen ihre Wahl treffen. Und das ist mir super wichtig - gleich zum Anfang möchte ich wieder auf die Wortwahl eingehen. Wir sollten bedenken das Angebote eine Sache ist. Das Informieren sich von einem Angebot unterscheidet. Und wenn ich wieder an Lars Castellucci und seine Kollegen denke die eine Reaktivierung des §217 StGB anstreben, und diesen §217 StGB auch noch durch eine Einschränkung der Informationsfreiheit erweitern wo...

Vorsorge ist Verantwortung: Warum das digitale Vorsorgeregister ab Oktober 2026 Leben schützt

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Ein Unfall oder eine schwere Krankheit kann den Alltag von heute auf morgen auf den Kopf stellen. Wer entscheidet dann über deine medizinische Behandlung, wenn du es selbst nicht mehr kannst? Sich mit Vollmachten und Verfügungen zu beschäftigen, ist kein düsteres Thema oder ein gedanklicher Abschied, sondern ein zutiefst aufrichtiger Akt der Selbstbestimmung. Wer mitten im Leben klare Verhältnisse schafft, wahrt den eigenen Willen in schweren Krankheitsphasen wie am Lebensende und nimmt Angehörigen in Notfällen eine oft unerträgliche Last ab. Doch die besten Verfügungen nützen wenig, wenn sie im entscheidenden Augenblick unauffindbar in einer Schublade liegen. Die wichtige Neuerung seit dem 1. Oktober 2026 Das Zentrale Vorsorgeregister (ZVR) der Bundesnotarkammer existiert zwar schon seit 2003, war bislang aber lediglich ein Hinweis- und Wegweisersystem (so eine Art „Karteikasten mit Adressen“  und wir wissen alle wie so etwas nach einer Zeit aussieht 😌 ). Gerichte, Ärzte und Kran...

Suizidzahlen 2025 – Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis)

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Die Veröffentlichung der aktuellen Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2025 zeigt eine zutiefst besorgniserregende Entwicklung: Im vergangenen Jahr beendeten  11.334 Menschen  in Deutschland ihr Leben durch einen Suizid.  Statistischen Bundesamtes (Destatis): Zahl der Todesfälle aufgrund von Suizid 2025 gestiegen 9. Oktober 2026 Hinter dieser Zahl stehen 11.334 individuelle Schicksale, unendlicher Schmerz und betroffene Angehörige. Das entspricht einem Anstieg von 9,3 % gegenüber dem Vorjahr (2024: ca. 10.369 Fälle; 2023: 10.300 Fälle) und liegt 15,6 % über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Einsame Suizide: Die amtliche Statistik des Bundesamtes Suizide, absichtliche Selbsttötungen, oft entsprungen aus akuten psychischen Krisen, tiefer Verzweiflung oder unerträglichen Belastungen, gehen uns alle an, es sind oft die die uns in der Familie, im Freundeskreis, im Bekanntenkreis oder als Kolleg*innen nahe sind. Die Daten des Stat...

Wer sind die Menschen, die sich für den Freitod entscheiden – obwohl sie noch Jahre zu leben hätten?

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Ein Blick nach Belgien und eine Reflexion aus deutscher Perspektive Seit 2020 ist in Deutschland – nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts – die Möglichkeit der assistierten Selbstbestimmung am Lebensende wieder rechtlich eröffnet. Seitdem begleitet mich eine Frage, die auch ein aktueller Artikel der Brussels Times aufgreift: Wer sind die Menschen, die Sterbehilfe erwägen und beantragen, obwohl sie eigentlich noch Jahre zu leben hätten? Belgien zeigt eine stille Entwicklung Belgien hat seit 2002 Erfahrung mit gesetzlich geregelter aktiver Sterbehilfe. Der Artikel beleuchtet eine Zahl, die aufhorchen lässt: 2025 betraf fast jeder vierte Fall (24,9 %) Menschen, deren Tod nicht unmittelbar bevorstand. Es sind also nicht nur sterbende Krebspatienten im Endstadium – es sind Menschen mit Polypathologien, mit neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose, mit beginnender Demenz oder psychischem Leid. Die große Mehrheit (73 %) ist über 70 Jahre alt. Manche hätten, rein medizinisch...

Zahlen, die uns angehen - RKI-Daten über seelische Gesundheit

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Der 10. Oktober, der Welttag der seelischen Gesundheit, hat mich in diesem Jahr innehalten lassen. Nicht nur wegen der Gedanken und Impulse, die dieser Tag jedes Jahr mit sich bringt, sondern auch wegen einiger Zahlen, die das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht hat. Zahlen, die zunächst still daherkommen – und doch so laut von dem erzählen, was ich in meiner, was so viele in deren Arbeit täglich erleben. Was die Daten zeigen  –  Eine erhebliche seelische Belastung Das Robert Koch-Institut beobachtet die psychische Gesundheit der Bevölkerung mit unterschiedlichen Datenquellen – unter anderem durch regelmäßige Bevölkerungsbefragungen und durch Auswertungen von Routinedaten aus der medizinischen Versorgung. Das RKI-Panel „Gesundheit in Deutschland“ (aktuell Stand:  23.09.2026)  erhebt dabei unter anderem psychisches Wohlbefinden, depressive und Angstsymptomatik sowie Hilfebedarf aufgrund psychischer Probleme. Die aktuellen Ergebnisse zeigen eine erhebliche p...

10. Oktober – Welttag der seelischen Gesundheit: Warum seelische Erste Hilfe dort anfangen muss, wo das Leben stattfindet

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Der 10. Oktober ist der Welttag der seelischen Gesundheit.   Ein Tag, der jedes Jahr daran erinnern soll, dass psychische Gesundheit kein Randthema ist, sondern ein Grundpfeiler unseres täglichen Zusammenlebens, Arbeitens und Fühlens. Unter dem diesjährigen Motto ... „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt“ ... geht es um weit mehr als um Diagnosen oder Therapieplätze. Es geht darum, wie wir einander begegnen, wie aufmerksam wir im Alltag sind und wie leicht oder schwer wir es Menschen machen, Hilfe zu finden, bevor eine Belastung zur Katastrophe wird. Eine Kultur der Achtsamkeit und Empathie braucht es, sowohl im privaten Umfeld als auch in der Gesellschaft. Dies bedeutet ... Hinschauen: Veränderungen im Verhalten von Mitmenschen wahrnehmen und Anzeichen von psychischem Leiden nicht ignorieren. Zuhören: Betroffenen ohne Vorurteile, Ratschläge oder Bewertung den Raum geben, über ihre Gefühle und Probleme zu sprechen. Nicht tabuisieren: Psy...