Warum es Ärzt*innen oft schwerfällt, über ein selbstbestimmtes Lebensende zu sprechen
In diesem Artikel versuche ich, meine Perspektiven und Erfahrungen darzulegen und zu beschreiben, warum es Ärzt*innen oft schwerfällt, über ein selbstbestimmtes Lebensende zu sprechen. Die Motivation, diesen Text zu schreiben, entstand nach der Lektüre des LinkedIn-Artikels Artikel 'Was lernen Medizinstudierende eigentlich über Suizidalität — und was nicht?' von Ute Lewitzka . Der darin von Prof. Dr. med. habil. Ute Lewitzka referenzierte Artikel in The Lancet Psychiatry: Are you suicidal? war beziehungsweise ist für mich leider nicht zugänglich. Der Umgang mit Suizidalität und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Lebensende ist in der medizinischen Praxis bis heute von Unsicherheit, Zurückhaltung und emotionaler Distanz geprägt. Die Gründe dafür sind nicht nur individueller Natur, sondern liegen ebenso in historischen, ethischen und strukturellen Zusammenhängen. Gesellschaftlicher Hintergrund: Die Wirkung von §217 StGB Die gesellschaftliche Wahrnehmung vo...