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Vortragsabend des Arbeitskreises Selbstbestimmtes Sterben Oldenburg mit Dr. Matthias Thöns

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„Dammbruch" und „Normalität" – zwei Begriffe, die Debatten über Freitod und Freitodbegleitung immer wieder dominieren und häufig mehr verschließen als öffnen. Umso wichtiger sind Abende, die genau diesen Fragen mit Expertise und Offenheit begegnen. Dr. Matthias Thöns, Palliativmediziner und Autor des vielbeachteten Buches „Patient ohne Verfügung", war am 12. Oktober 2026 auf Einladung des Arbeitskreises Selbstbestimmtes Sterben Oldenburg zu Gast. Die Resonanz – ein bis auf den letzten Platz besetzter Saal – spricht für sich. Hier sind meine Eindrücke und mein Plädoyer für mehr solcher Räume und damit meine ich nicht nur reale Räume, vielmehr geht es mir um Gedankenräume, Gesellschaftliche Räume mit einer offenen und wertschätzenden Auseinandersetzung, offenheit für andere Lebenskonzepte – und das Sterben und das Lebensende gehört zum Leben wie die Geburt.. Dammbruch und soziale Not: Was ist Lebenswirklichkeit, was Mythos? Matthias Thöns setzte sich in seinem Vortrag kr...

Meilenstein für die Selbstbestimmung: Isle of Man legalisiert die Sterbehilfe

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20. Oktober 2026 –  Während die politische und gesellschaftliche Debatte um ein würdevolles Lebensende in vielen Teilen Europas nach wie vor von Vorbehalten geprägt ist, wird auf den Britischen Inseln erneut Geschichte geschrieben. Mit dem finalen  Royal Assent  – der offiziellen königlichen Zustimmung – ist der  Assisted Dying Act   auf der Isle of Man nun rechtskräftig. Nach der Kanalinsel Jersey ist die Isle of Man damit das zweite britische Krongebiet ( Crown Dependency ), das unheilbar kranken Menschen das Recht auf einen selbstbestimmten Tod einräumt. Die Parlamentsentscheidung hat am 20. Oktober 2026 die königliche Zustimmung ( Royal Assent ) erhalten. Ein historischer Erfolg und zugleich ein zutiefst emotionaler Triumph für all jene Menschen und Initiativen wie  Dignity in Dying , die jahrelang unermüdlich für dieses Grundrecht gekämpft haben. Ein Recht auf Würde – unter strengen und verantwortungsvollen Regeln Das neue Gesetz schafft eine klare, re...

Zwischen Leistungsdruck und Mensch sein – Warum wir mentale Gesundheit neu denken müssen

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Ich versuche mich dem Thema, Psychosoziale Gesundheit und der kollektive Belastungen und Wege aus solchen Krisen heute widmen, im Rahmen meiner Möglichkeit und Erfahrung. Wichtig ist mir ... Wir müssen aufhören, über psychische Gesundheit erst dann zu sprechen, wenn die Seele bereits unter Druck geraten ist. So wie wir zur ärztlichen Vorsorge gehen, bevor Beschwerden entstehen, oder durch Bewegung unser Herz-Kreislauf-System stärken, braucht auch unsere Psyche regelmäßige Aufmerksamkeit, stärkende Routinen und präventive Fürsorge. Nicht erst in der Krise, sondern mitten im Alltag. Aktuell verspüren wir ggf mehr als zuvor Druck von allen Seiten und das dieser wächst Der Oktober rückt weltweit die psychische Gesundheit in den Fokus. Rund um den World Mental Health Day am 10. Oktober , den wir vor wenigen Tagen hatten, geht es um eine Frage, die angesichts der täglichen Herausforderungen immer wichtiger wird: Wie bewahren wir unser seelisches Gleichgewicht in einer Welt, die zunehmend von...

World Restart a Heart Day: Jeder kann ein Leben retten!

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Erste Hilfe du kannst mehr, als du denkst. Ein Sturz zu Hause. Ein Unfall auf dem Weg zur Arbeit. Eine Erkrankung, die plötzlich auftritt – oder eine, die man schon kennt. Notfälle können jeden treffen. In jedem Alter. Überall. Jederzeit. Und in solchen Momenten kann es entscheidend sein, dass jemand in der Nähe weiß, wie Erste Hilfe geht. Der dramatischste Fall ist der plötzliche Herzstillstand. Auch er kommt ohne Vorwarnung – und kann jede und jeden treffen. Dann zählt jede Sekunde: Ohne Sauerstoff nimmt das Gehirn schon nach wenigen Minuten bleibenden Schaden. Nur wenn das Blut weiter fließt, bleibt die Versorgung erhalten. Und genau das kannst du mit einer Herzdruckmassage bewirken. Darum geht es am heutigen World Restart a Heart Day vor allem um ein Thema:  Reanimation. Die wichtigste Botschaft lautet: Du kannst nichts falsch machen – außer nichts zu tun. Du musst kein Profi sein. 3 einfache Schritte genügen. Prüfen → Rufen → Drücken 1. PRÜFEN ( Check ) Reagiert die Person nic...

Mehr Information bedeutet nicht automatisch mehr Selbstbestimmung - Auch nicht bei Sterbehilfe

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In der Psychologie,in Verhaltensforschung, und damit in meinem Tätigkeitsfeld im Beruf der UX- und Customer-Experience-Welt beschäftigen wir uns seit Jahren mit der Frage, wie Menschen zu guten Entscheidungen kommen. Eine Erkenntnis dabei: Mehr Auswahl führt nicht automatisch zu besseren Entscheidungen. Zu viele Optionen können überfordern, Orientierung erschweren und die Entscheidungsfindung sogar behindern. Entscheidend ist nicht allein, welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Entscheidend ist auch, wie sie vermittelt werden und unter welchen Bedingungen Menschen ihre Wahl treffen. Und das ist mir super wichtig - gleich zum Anfang möchte ich wieder auf die Wortwahl eingehen. Wir sollten bedenken das Angebote eine Sache ist. Das Informieren sich von einem Angebot unterscheidet. Und wenn ich wieder an Lars Castellucci und seine Kollegen denke die eine Reaktivierung des §217 StGB anstreben, und diesen §217 StGB auch noch durch eine Einschränkung der Informationsfreiheit erweitern wo...

Vorsorge ist Verantwortung: Warum das digitale Vorsorgeregister ab Oktober 2026 Leben schützt

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Ein Unfall oder eine schwere Krankheit kann den Alltag von heute auf morgen auf den Kopf stellen. Wer entscheidet dann über deine medizinische Behandlung, wenn du es selbst nicht mehr kannst? Sich mit Vollmachten und Verfügungen zu beschäftigen, ist kein düsteres Thema oder ein gedanklicher Abschied, sondern ein zutiefst aufrichtiger Akt der Selbstbestimmung. Wer mitten im Leben klare Verhältnisse schafft, wahrt den eigenen Willen in schweren Krankheitsphasen wie am Lebensende und nimmt Angehörigen in Notfällen eine oft unerträgliche Last ab. Doch die besten Verfügungen nützen wenig, wenn sie im entscheidenden Augenblick unauffindbar in einer Schublade liegen. Die wichtige Neuerung seit dem 1. Oktober 2026 Das Zentrale Vorsorgeregister (ZVR) der Bundesnotarkammer existiert zwar schon seit 2003, war bislang aber lediglich ein Hinweis- und Wegweisersystem (so eine Art „Karteikasten mit Adressen“  und wir wissen alle wie so etwas nach einer Zeit aussieht 😌 ). Gerichte, Ärzte und Kran...