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4. Juli als Mahnung - Unabhängigkeit, Freiheit, ... ?

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Unabhängigkeit – damals und heute: Gedanken zum 4. Juli Am 4. Juli 1776, vor nahezu 250 Jahren,  wurde in Philadelphia ein Dokument unterzeichnet, das nicht nur den Grundstein für die Vereinigten Staaten von Amerika legte, sondern auch ein epochales Bekenntnis zu Freiheit, Selbstbestimmung und Menschenrechten darstellte: die Unabhängigkeitserklärung. Seither feiern die USA diesen Tag mit Feuerwerk, Patriotismus und dem festen Glauben an die Ideale von Freiheit und Demokratie. Doch während der 4. Juli für viele Amerikaner ein fröhlicher Feiertag ist, lädt er zugleich zur kritischen Reflexion ein – nicht nur über staatliche Souveränität, sondern auch über persönliche und gesellschaftliche Unabhängigkeit. Gerade in einer Zeit, in der Autokratie, Nationalismus und demokratiefeindliche Tendenzen weltweit zunehmen, stellt sich die Frage: Was bedeutet Unabhängigkeit heute – und für wen gilt sie wirklich? Die politische Dimension der Unabhängigkeit Die Vereinigten Staaten wurden in einem A...

Ein Gutes Leben - ein gutes Ableben - "Adieu, man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"

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Heute jährt sich die Beisetzung meiner Frau zum dritten Mal. An ihrem Todestag, in diesem Jahr, schrieb ich über das Recht auf Sterbehilfe versus Anspruch auf Sterbehilfe , etwas was ich mit meiner Frau wieder und wieder diskutierte und viel von ihr lernte. Heute nun möchte ich der Lebensfreude, der Würde, Freiheit, und der Selbstbestimmung eines Jeden Raum geben und mir Gedanken machen. Lebensfreude, Würde, Freiheit, und Selbstbestimmung - alles Aspekte des Lebens, des Älter werden, in der Krankheit und zum Lebensende - sind für mich keine abstrakten Begriffe, sondern Themen, die jeden Menschen betreffen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Hautfarbe. Wer aber wägt ab, wie wägt man ab, auch für sich selbst, wenn es zu Konflikten kommt? Wer entscheidet zum Beispiel, wann die Würde des Ungeborenen anfängt und die des Todkranken endet? Ein Gutes Leben - ein gutes Ableben Ein erfülltes Leben ist, so denke ich,  gekennzeichnet durch starke Verbindungen zu loyalen Freunden, die auch in...

Freiheit des Einzelnen - Gedanken zum Jahrestag von Culloden

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Am Jahrestag der Schlacht von Culloden / Battle of Culloden, heute vor 278 Jahren, am 16 April 1746 ging es um Freiheit. Freiheit „ Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt “, hat der Philosoph Immanuel Kant (1724-1804) einmal gesagt. Der Dichter Matthias Claudius (1740-1815) formuliert es so: „ Die Freiheit besteht darin, dass man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet. “ Zur Freiheit gehört Verantwortung. Der Mensch ist per Definition ein Wesen, das Verantwortung übernimmt, sein Handeln reflektiert und so, wie ich immer hoffe, vor dem Handeln nachdenkt, bevor er etwas tut. Freiheit und Verantwortung gehören deshalb zusammen, weil die Freiheit nie grenzenlos ist.  Die Freiheit existiert also nie absolut. Das gilt auch wenn es den Wunsch eines Freitod und Sterbehilfe geht. Dabei hat der Staat die Aufgabe, die Freiheit aller zu schützen und zugleich den Schutz aller zu gewährleisten. Um die Balance zu wahren, gilt es, folgende Maßstäbe ...