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Showing posts with the label Psychischen Erkrankungen

Die stille Krise unserer Zeit? Psychische Erkrankungen nehmen zu und was wäre zu lernen?

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Psychische Gesundheit ist längst kein Randthema mehr. Sie betrifft Millionen Menschen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Hintergrund. Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung, Traumafolgen und Suchterkrankungen sind keine Einzelfälle. Sie gehören inzwischen zu den großen gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Und viele Menschen haben das Gefühl: Es werden immer mehr. Die Frage ist: Täuscht uns / mich diese Wahrnehmung – oder zeigen die Daten tatsächlich eine Entwicklung? Die Antwort lautet, so denke ich: Beides spielt eine Rolle. Die Daten zeigen tatsächlich, dass psychische Belastungen und psychische Erkrankungen in den vergangenen Jahren zugenommen haben. Gleichzeitig ist aber auch unser Umgang mit psychischer Gesundheit anders geworden: Menschen sprechen offener darüber, suchen häufiger Hilfe und Erkrankungen werden besser erkannt und diagnostiziert. Das bedeutet nicht jede steigende Zahl bedeutet automatisch, dass plötzlich viel mehr Menschen erkranken. Abe...

Q&A – Freiverantwortlichkeit trotz psychischer Erkrankung?

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Welche psychischen Erkrankungen oder Störungen sind im Zusammenhang mit Freiverantwortlichkeit relevant? Immer wieder wird gefragt, welche psychischen Erkrankungen bei der Prüfung der Freiverantwortlichkeit eine Rolle spielen und auch ob es einen Unterschied zwischen einer „psychischen Erkrankung“ und einer „psychischen Störung“ gibt. Der Artikel schließt an früheren Artikel an ... Freiverantwortlichkeit und assistierte Sterbehilfe psychisch Erkrankter Sterbehilfe in Deutschland - Aspekt der Freiverantwortlichkeit Ich möchte nochmals darlegen, dass eine  psychische Erkrankungen weder pauschal als Ausschlussgrund anzusehen ist - noch den Eindruck erweckt, jede Diagnose sei automatisch mit Freiverantwortlichkeit vereinbar. Dieser Artikel ist Teil meiner Q&A Reihe und soll Fragen beantworten wie ... Bedeutet eine psychische Erkrankung automatisch fehlende Freiverantwortlichkeit? Kurz geantwortet: Nein, nicht automatisch, aber ... ! und Macht die Unterscheidung zwischen Erkra...

Q&A - Aspekte (rechtlich / ethisch) für eine verantwortungsvolle Freitodbegleitung

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In den Fragen die ich bekomme geht es wieder und wieder um die elementaren Aspekte und Prinzipien der Sterbebegleitung - hier nun dazu ein weiterer Q&A. Die Begleitung eines Menschen auf dem letzten Weg ist eine der verantwortungsvollsten Aufgaben, denen sich helfende Personen stellen können. Damit eine solche Entscheidung im Einklang mit Selbstbestimmung und rechtlicher Klarheit erfolgen kann, werde ich in diesem Artikel auf fünf Prinzipien eingehen, die Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten Orientierung bieten. Diese Prinzipien und Aspekte stützen sich auf die ethischen und rechtlichen Anforderungen, die das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil zum Recht auf selbstbestimmtes Sterben dargelegt hat. Mein Ziel ist es, mit diesen Prinzipien einen Rahmen und Schutzraum zu schaffen – für jene, die den Weg des Freitod gehen wollen, und für jene, die sie begleiten. Es sind keine gesetzlich festgelegten Vorgaben, doch sie orientieren sich an der Rechtsprechung des Bundesverfassung...

Psychisch erkrankte Menschen mit freiverantwortlichem Sterbewunsch - Ein schwieriger Grenzbereich

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Dies ist ein weiterer Artikel zu psychisch erkrankte Menschen mit freiverantwortlichem Sterbewunsch -    Es ist und wird immer ein schwieriger Grenzweg und Grenzbereich sein. Ein Aspekt, der besondere Aufmerksamkeit verdient, ist der Umgang mit freiverantwortlichen Sterbewünschen bei psychisch erkrankten Menschen. Hier ist vor allem eines gefragt, was immer unbeschreiblich wichtig ist, aber noch um einiges mehr: Zuhören – und zwar genau, sorgfältig und empathisch. Besonders herausfordernd wird es, wenn Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen – etwa chronischen Depressionen, bipolaren Störungen oder komplexen Traumafolgestörungen – über einen längeren Zeitraum hinweg den Wunsch äußern, ihr Leben selbstbestimmt zu beenden. Nicht aus einem impulsiven Moment oder einer akuten Krise heraus, sondern als stabiler, reflektierter Entschluss, dem oft viele Jahre des Leidens und zahlreiche erfolglose Behandlungsversuche vorausgegangen sind. Hier verschwimmen die Grenzen: Wann ...

Sterbehilfe - Herausforderungen - Psychische Störungen

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Im April in Berlin wird nun das Urteil zu Dr. Turowski gesprochen werden. Im Februar endete das Verfahren gegen Dr. Spittler in Essen ( Arzt leistete einem psychisch kranken Mann Sterbehilfe – Urteil: Totschlag in „minderschweren Fall“ ) -  Beide Ärzte kamen vor Gericht, da sie Patienten mit psychischen Krankheiten, die den Wunsch zu sterben begründeten, bei ihrem Tod unterstützten. Beide sollen gegen den Facharztstandard zur Sicherung der Freiverantwortlichkeit verstoßen haben. Im Fall von Spittler, der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie ist, entschied das Gericht, dass die psychische Krankheit Oliver H.'s, dem an Wahnvorstellungen litt, seinen „freien Willen“ aufhob. Daher hätte Spittler ihm keine Infusion zur Verfügung stellen dürfen, die Oliver H., wie das Gesetz es auch vorschreibt, selbst aktiviert, geöffnet hat. Dr. Turowski, 74, steht vor Gericht, weil er einer stark depressiven Patientin half, sich das Leben zu nehmen, ob durch deren Krankheit deren Fähigkeit zum „fr...

Sterbehilfe bei psychisch kranker Studentin - Berlin 2024

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Mit Dr. Turowski (74) muss sich ein weiterer Arzt vor Gericht verantworten. Dr. Turowski überließ einer jungen Frau tödliche Medikamente. Die Studentin litt seit Jahren an schweren Depressionen. Sie nahm sich das Leben. Nun muss sich der Arzt vor dem großen Landgericht Berlin / Schwurgerichtssaal 500 des Berliner Kriminalgerichts verantworten.  Seit dem 20. Februar steht nun Dr. Turowski in Berlin vor Gericht. Ich schreibe oben 'weiterer Arzt' da ja erst kürzlich ein erstes Urteil im Fall von Dr. Spittler in NRW gesprochen wurde. (Siehe: Arzt leistete einem psychisch kranken Mann Sterbehilfe - Totschlag in „minderschweren Fall“ ). Es geht es nun auch in Berlin um eine Anklage wegen Totschlags. Turowski war jahrelang für eine Sterbehilfeorganisation tätig mit dort strengsten Vorsichtsmaßnahmen der DGHS. In der Anklageschrift steht dazu: „Der Angeschuldigte entschied sich bewusst dafür, die von der DGHS aufgestellten Standards zum assistierten Suizid nicht einzuhalten“, damit er...

Arzt leistete einem psychisch kranken Mann Sterbehilfe - Totschlag in „minderschweren Fall“

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Eines vorweg - es ist nur 'Ein Urteil' - ein Urteil eines Essener Schwurgericht, des Landgericht Essen. Es ist ein Urteil was aufzeigt wie gut man seinen Freitod vorbereiten, besprechen, dokumentieren muss um nicht Helfer*innen in Not oder gar in strafrechtliche oder berufsrechtliche Konflikte zu bringen. Das Bild kreierte ich mit dem Gedanken an die römische Juristenweisheit „Vor Gericht und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand“, für mich symbolisiert diese juristische Zitat, die scheinbare Hilflosigkeit im Umgang mit Recht und Gesetz. Der Satz erinnert, wie in diesem Gerichtsverfahren an die menschliche Einflusslosigkeit und dass die See ohne Menschlichkeit und Gnade ist. Die Unwägbarkeiten einer juristischen Auseinandersetzung sind gerade in diesem Fall damit sprichwörtlich geworden. Zum Gerichtsurteil ... Das Gericht kam zu dem Schluss, dass es sich bei der Sterbehilfe um einen Totschlag in mittelbarer Täterschaft, Totschlag in einem minderschweren Fall (§§ 212, 213...