Notfallreform: Gute Ansätze, aber ein ungutes Gefühl bleibt
Ich beschäftige mich mit der aktuellen Notfallreform nicht nur theoretisch. Ich engagiere mich ehrenamtlich als Sanitäter beim DRK und ASB, bin als First Responder in der ASB-Motorradstaffel aktiv und arbeite außerdem in der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) für alle diese Organisationen. Durch diese Tätigkeiten bekomme ich unmittelbar mit, wie wichtig funktionierende Strukturen, ausreichend Personal, gute Zusammenarbeit und eine verlässliche Versorgung sind. Deshalb sehe ich die Reform mit gemischten Gefühlen. Was mich kritisch stimmt Mehr Aufgaben bei ohnehin knappen Ressourcen: Neue Anforderungen an Ärzte, Rettungsdienste und weitere Beteiligte lösen den bestehenden Personal- und Zeitmangel nicht automatisch. Mehr Bürokratie statt mehr Zeit für Menschen: Zusätzliche Dokumentations- und Meldepflichten können wertvolle Zeit kosten, die in der direkten Versorgung fehlt. Die Finanzierung bleibt eine zentrale Frage: Gute Konzepte bringen wenig, wenn Personal, Fahrzeuge, Ausstatt...