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Frankreich beschließt Gesetz zur Sterbehilfe – Nationalversammlung stimmt mit Mehrheit zu

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Frankreich hat einen historischen Schritt vollzogen. Die französische Nationalversammlung hat das Gesetz zur sogenannten aide à mourir  (Hilfe zum Sterben) mit 295 Ja-Stimmen gegen 232 Nein-Stimmen  verabschiedet. Nachdem sich Nationalversammlung und Senat zuvor nicht auf einen gemeinsamen Text einigen konnten, hatte die Nationalversammlung nach der französischen Verfassung das letzte Wort. Mit dem Beschluss erhält Frankreich erstmals eine gesetzliche Grundlage für die ärztlich begleitete Sterbehilfe. In eng begrenzten Ausnahmefällen soll künftig auch die Verabreichung einer tödlichen Substanz durch medizinisches Personal möglich sein. Damit geht Frankreich in einzelnen Punkten weiter als Deutschland und nähert sich den Regelungen in Belgien und den Niederlanden an. Das Gesetz ist zwar nun parlamentarisch beschlossen, tritt jedoch noch NICHT unmittelbar in Kraft . Zunächst müssen die vorgesehenen formellen Schritte abgeschlossen werden, bevor die neue Regelung tatsächlich ange...

Q&A - Sterbehilfe, Freitod und Selbstbestimmung: Antworten auf mehr als der 15 meistgestellten Fragen

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Seit 2021  begleite ich in meinem Blog Menschen auf ihrem Weg, sich mit Themen rund um Sterbehilfe, Freitod und Selbstbestimmung auseinanderzusetzen. Im Laufe dieser Zeit haben mich zahlreiche Fragen erreicht, real und digital – da einige davon immer wiederkehrend und für viele von großem Interesse sind, habe ich 2024, mit der Beantwortung der meistgestellten Fragen begonnen - die ich über die 4 Jahre gesammelt habe - und in den Q&As kompakt beantworte oder dies so gut wie möglich versuche. In dieser Übersicht habe ich die Blogbeiträge die auf die Fragen eingehen gesammelt und so gut beantworte wie es mir möglich ist - um kompakt, klar und verständlich wie möglich  Betroffenen und  Angehörigen aber auch Interessierten Orientierung zu bieten. Die Kommentarfunktion auf meinem Blog ist für alle offen. Aufgrund der Sensibilität der Themen veröffentliche ich jedoch keine Kommentare - lesen tue ich ich jeden Kommentar. In der Regel beantworte ich Fragen nur so, dass vi...

Wenn Begriffe verschwimmen: Ein neuer Vorstoß zur Sterbehilfe und die problematische Rhetorik dahinter

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Am Mitte Februar wurde in der Stuttgarter - Zeitung ,  von einer fraktionsübergreifende Gruppe berichtet - von Bundestagsabgeordneten die einen neuen Gesetzentwurf zur Regelung der Sterbehilfe vorbereiten will. Öffentlich als zentrale Akteure genannt wurden  Kirsten Kappert-Gonther   und  Ansgar Heveling . Dies sind leider zwei Personen die in den letzte Jahre ausschließlich durch sehr restriktiven und einschneidende  Überlegungen und Äußerungen bekannt sind. Noch liegt kein Gesetzestext vor. Doch bereits die öffentliche Argumentation der Initiatoren wirft Fragen auf – vor allem wegen einer wiederkehrenden begrifflichen Vermischung, die alles andere als harmlos ist. Zwei völlig unterschiedliche Sachverhalte In den öffentlichen Stellungnahmen durch Frau  Kirsten Kappert-Gonther   und  Ansgar Heveling  wird regelmäßig von „Suizidprävention“ gesprochen – und im selben Atemzug von der Notwendigkeit, die assistierte Sterbehilfe stärker zu regulier...

Ein neuer Anlauf für ein Gesetz – und die unbequemen Fragen, die bleiben

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Drei Monate nach meinen Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten zur Neuregelung der Sterbehilfe bewegt sich die politische Landschaft erneut ein wenig. Am 5. November 2025 sprach Lukas Benner von Bündnis 90/Die Grünen bei einer Veranstaltung der Deutschen Krebsgesellschaft über einen neuen Gesetzesvorstoß. Benner betonte, dass die aktuelle Rechtslage zwar existiert – dass die Beihilfe zum frei verantworteten Sterben rechtlich möglich ist – sie sei dennoch nicht richtig , seiner Auffassung nach . Sein Ziel ist ein Gesetz, das Selbstbestimmung am Lebensende schützt , gleichzeitig aber Menschen vor übereilten Entscheidungen bewahrt . Innerhalb einer parlamentarischen Arbeitsgruppe laufen derzeit vertrauliche Gespräche über einen neuen Entwurf, der überparteilich mehrheitsfähig sein soll. Da ist Herr Benner mit mir ein weiten einer Meinung, bzw. ich mit ihm. Ziel muss ein Schutzkonzept, das Menschen vor nicht freiverantwortlichen Sterben, einem Suiziden bewahrt, zugleich aber das vom...

Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten zu einem neuen Anlauf der Sterbehilferegelung

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Einblick nach zwei Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten zu einem neuen Anlauf der Sterbehilferegelung aus der Kalenderwoche 33 2025. Im Juli 2025 berichtete ich über die neue parlamentarische Initiative zur Neuregelung der Sterbehilfe – ein weiterer Versuch, nachdem 2023 zwei konkurrierende Entwürfe im Bundestag gescheitert waren. Inzwischen konkretisiert sich der politische Wille, mit einem überparteilichen, mehrheitsfähigen Gesetzentwurf das Recht auf selbstbestimmtes Sterben gesetzlich abzusichern – ohne eine Rückkehr ins Strafrecht. ( Artikel aus Juli 2025 - Ein neuer Anlauf für ein Gesetz – Hoffnung oder Gefahr für die Selbstbestimmung? ) In zwei Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten unterschiedlicher Parteien fragte ich gezielt nach dem Stand der Initiative. Dabei wurde deutlich, wie intensiv derzeit an einem Kompromiss gearbeitet wird, der sowohl individuelle Autonomie als auch den Schutz vulnerabler Menschen in den Mittelpunkt stellt. In diesem Zusammenhang sprach ich auch ...

Ein neuer Anlauf für ein Gesetz – Hoffnung oder Gefahr für die Selbstbestimmung?

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Nach über fünf Jahre nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, dass das Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe aufhob und das Recht auf selbstbestimmtes Sterben als Grundrecht festschrieb hat, ringt der Bundestag erneut um eine gesetzliche Regelung. 2023 scheiterten zwei konkurrierende Gesetzentwürfe – ein restriktiver Vorschlag aus der Gruppe um Lars Castellucci (SPD) und ein liberaler von Abgeordneten wie Katrin Helling-Plahr (FDP) und Renate Künast (Grüne). Nun will eine neue, parteiübergreifende Initiative – unter anderem mit Lukas Benner (Grüne) und Matthias Mieves (SPD) – einen dritten Versuch unternehmen: Ein einzelner, mehrheitsfähiger Gesetzentwurf soll es diesmal richten. Doch was steht auf dem Spiel – und was haben wir aus dem Scheitern der Vergangenheit gelernt? Zwischen Freiheit und Schutz: Das Spannungsfeld Das Bundesverfassungsgericht hat klar formuliert: Der Staat darf die assistierten Sterbehilfe regulieren, muss es aber nicht. Er darf Verfahren zur ...