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Fünf Jahre nach der Flut: Bevölkerungsschutz beginnt lange vor der Katastrophe

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Wenn ich heute an die Flutkatastrophe im Juli 2021 denke, denke ich nicht zuerst an Bilder aus den Nachrichten. Ich denke an die Erft. Ich bin in Grevenbroich geboren und aufgewachsen. Die Erft gehört zu meiner Heimat. Auch wenn meine Heimatstadt selbst nicht zu den am stärksten betroffenen Orten gehörte, hat mich die Katastrophe an der Erft tief bewegt. Unstrittig ist, dass die Katastrophe  an der Ahr in jedem Fall jeden bewegt hat. Sie hat uns allen vor Augen geführt, wie schnell sich vermeintliche Sicherheit verändern kann. Vor allem aber hat sie gezeigt, was es zum Schutz der Bevölkerung wirklich braucht und ja es sind auch Fahrzeuge, Einrichtungen, Material und Equipment und auch Gebäude - aber in jedem Fall und für jeden Fall braucht es Menschen. Während der Flut waren es Zehntausende Helferinnen und Helfer, die über Tage und Wochen im Einsatz standen. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdien...

Hitze ist mehr als Wetter – was wir von Europas Hitzeschutz lernen können

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In diesem Artikel möchte ich gerne auf das eingehen, was wir von Europas Umgang mit Hitze lernen können Hitze als Gesundheitskrise verstehen – nicht erst, wenn Rettungsdienste an ihre Grenzen kommen. Die Hitzeperiode Ende Juni 2026 war eine der außergewöhnlichsten der vergangenen Jahre. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) führte sie nach aktuellen Modellschätzungen zu rund 5.100 hitzebedingten Todesfällen in Deutschland. Die tatsächlichen Auswirkungen könnten jedoch noch höher liegen: Das Statistische Bundesamt schätzt für die Kalenderwoche 26 (22.–28. Juni) eine Übersterblichkeit von etwa 6.800 Fällen – also deutlich mehr Todesfälle, als in diesem Zeitraum üblicherweise zu erwarten wären.  Wochenbericht zur Hitzemortalität des RKI   In meinen beiden vergangenen Artikeln habe ich darüber geschrieben, warum mich die aktuellen Außergewöhnlichen Einsatzlagen während der Hitzewelle nachdenklich machen. Nicht die hohen Temperaturen allein beschäftigen mich, sondern das, wa...

Wer Bevölkerungsschutz ernst meint, muss in Menschen investieren

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Im vergangenen Artikel habe ich darüber geschrieben, warum mich die aktuellen Außergewöhnlichen Einsatzlagen während der Hitzewelle nachdenklich machen. Nicht die Hitze selbst hat mich beschäftigt, sondern das, was sie sichtbar gemacht hat:  Ein Gesundheitswesen und ein Bevölkerungsschutz, die vielerorts nur deshalb funktionieren, weil Menschen bereit sind, weit über das normale Maß hinaus Verantwortung zu übernehmen. In diesem zweiten Teil möchte ich den Blick etwas weiter richten. Denn dies alles entsteht nicht erst im Einsatz. Es entsteht lange vorher. In den vergangenen Jahren wurde viel über Bevölkerungsschutz gesprochen – und das ist gut so. Der russische Angriff auf die Ukraine, die Corona-Pandemie, Hochwasser, Waldbrände und die Folgen des Klimawandels haben deutlich gemacht, wie wichtig ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz ist. Es wurde investiert. Und ja es wurden auch neue Fahrzeuge wurden beschafft, Warnsysteme modernisiert, Ausstattung verbessert und Konzepte entwic...

Wenn das Helfen an seine Grenzen kommt

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In den vergangenen Tagen wurde in mehreren Regionen Deutschlands aufgrund der anhaltenden Hitzewelle eine Außergewöhnliche Einsatzlage (AEL) ausgerufen. Ehrenamtliche der Hilfsorganisationen unterstützten Krankenhäuser, Rettungsdienste und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens. Mir sind entsprechende Lagen unter anderem aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen bekannt. Solche Meldungen verschwinden oft schnell wieder aus den Nachrichten. Für viele sind sie kaum mehr als eine Randnotiz. Mich machen sie nachdenklich. Nicht, weil außergewöhnliche Einsatzlagen etwas Neues wären. Sondern weil sie immer häufiger sichtbar machen, was viele Menschen im Gesundheitswesen schon lange erleben: Unsere Systeme funktionieren – aber oft nur noch, weil Menschen weit über das hinausgehen, was eigentlich dauerhaft leistbar ist. Seit meinem 15. Lebensjahr engagiere ich mich im Ehrenamt. Vor rund vierzig Jahren war ich hauptamtlich als Rettungssanitäter tätig. Heute bin ich weiterhin als...

Bevölkerungsschutz stärken heißt auch: das Ehrenamt endlich ernst nehmen

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Mit dem neuen „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ setzt die Bundesregierung den Bevölkerungsschutz und die zivile Verteidigung endlich stärker auf die politische Agenda. Geplant sind Investitionen in moderne Krisenvorsorge, bessere Warnsysteme, Cyberabwehr, Klimaresilienz und die Sicherung kommunaler Versorgung in Krisensituationen. Das ist richtig und notwendig. Denn wer in den vergangenen Jahren Einsätze erlebt hat – sei es bei Hochwasserlagen, Extremwetter, Großschadensereignissen oder in psychosozialen Einsatzsituationen – weiß: Deutschland hat beim Bevölkerungsschutz erheblichen Nachholbedarf. Doch bei aller Diskussion über Technik, Infrastruktur und staatliche Strategien wird oft ein entscheidender Punkt vergessen: Der Bevölkerungsschutz in Deutschland steht und fällt mit dem Ehrenamt.  Dies betone ich , da morgen am 23. Mai 2026 zum ersten Mal ein oder der  Ehrentag stattfinden soll, Artikel folgt asap. Tausende Ehrenamtliche tragen das System Ob DRK, ASB, Johanniter, Mal...

Traumaberatung für Einsatzkräfte: PSNV-E erhält eigene Hilfsnummer - Traumazentrierten Fachberatung

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Die Bedeutung der mentalen Gesundheit für Einsatzkräfte – Ein unverzichtbares Angebot der Traumazentrierten Fachberatung Die Arbeit als Einsatzkraft, sei es im Rettungsdienst, in der Feuerwehr oder bei der Polizei, ist mit außergewöhnlichen physischen und psychischen Belastungen verbunden. Doch wer kümmert sich um die mentale Gesundheit der Helfer selbst? Wer sorgt dafür, dass die Menschen, die tagtäglich in Krisensituationen für andere da sind, auch in schwierigen Momenten Unterstützung erhalten? Eine neue Initiative bietet genau diese Hilfe – und das auf eine Weise, die hoffentlich eine nachhaltige Wirkung hat. Seit Februar 2026 gibt es für Einsatz- und Führungskräfte aller Einsatzorganisationen aber auch für alle Kräfte der PSNV-E und den Fachkräften der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte, ein wichtiges Angebot: die traumazentrierte Fachberatung. In Form einer vertraulichen Sprechzeit können sich Einsatzkräfte nun einmal wöchentlich Unterstützung holen, um über mögli...