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Fachliche Empfehlungen zur Suizidprävention: ein wichtiges Papier, das gehört werden sollte

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Über LinkedIn bin ich auf die „Fachlichen Empfehlungen für eine Verbesserung der Suizidprävention in Deutschland“ aufmerksam geworden, durch Ute Lewitzka , Expertin für Suizidologie und Suizidprävention sowie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Ich habe das Papier mit großem Interesse gelesen – und vor allem mit großer Wertschätzung für die Arbeit der beteiligten Fachleute. Denn dieses Empfehlungspapier macht wieder einmal so deutlich: Suizidprävention ist keine Randaufgabe, kein kurzfristiges Projekt und auch keine rein medizinische Frage. Suizidprävention ist eine gesamtgesellschaftliche, gesundheitspolitische und strukturelle Daueraufgabe. Hinter jedem Suizid stehen nicht nur Zahlen, sondern Menschenleben – und ein großes Umfeld aus Angehörigen, Freund*innen, Kolleg*innen und Helfenden, das häufig langfristig mitbetroffen ist. Das Papier benennt acht zentrale Baustellen, wenn ich mich nicht vertue, sehr klar: Es fordert unter anderem eine bundesweit koordinierte und ...

Fünf Jahre Sommersonnenwende

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Fünf Jahre Sommersonnenwende. Heute vor fünf Jahren wurde meine Frau beigesetzt. Der 21. Juni '21 war kein zufälliges Datum. Sie hatte sich die Sommersonnenwende gewünscht. Den längsten Tag des Jahres. Das Licht. Fünf Jahre sind vergangen. Vieles hat sich verändert. Das Leben ist weitergegangen, wie das Leben es immer tut. Und doch gibt es Tage wie diesen, an denen die Zeit für einen Moment anders fließt. Trauer ist seltsam - Trauer ist normal. Trauer verschwindet nicht einfach. Sie wird nicht irgendwann abgeschlossen, nicht abgelegt wie ein Buch, das man zu Ende gelesen hat. Sie verändert ihre Form. Aus den großen Wellen werden kleine (vielleicht deshalb sitze ich gerne Sonntagmorgens am Rhein und schau den Wellen zu). Aus dem Schmerz, aus der ‚dunklen Wolke‘ werden einzelne Momente, werden Schwaden. Ein Lied. Ein Geruch. Ein Gedanke. Ein Datum im Kalender. Auch nach fünf Jahren gibt es diese kleinen Stücke von Trauer noch. Und das ist in Ordnung. Denn Trauer ist nichts anderes al...

Zwischen Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Verantwortung – Gedanken zur Debatte über Sterbehilfe

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Das Interview in der Frankfurter Rundschau mit Frau Dr. Ute Lewitzka hat mich nachdenklich gemacht. In vielen Punkten kann ich ihren Ausführungen zustimmen. In anderen Punkten sehe ich die Situation anders. Link zu Artikel in der FR vom 19.Juni 2026 ...  Forscherin: „Suizidassistenz droht, zu einer gesellschaftlich akzeptierten Standardlösung zu werden“ Gerade deshalb halte ich eine sachliche Diskussion für wichtig. Die Debatte um Sterbehilfe gehört zu den sensibelsten Themen unserer Zeit. Sie berührt Fragen von Selbstbestimmung, Menschenwürde, Krankheit, Alter, Pflege und gesellschaftlicher Verantwortung. Ein Punkt, bei dem ich Frau Dr. Lewitzka uneingeschränkt zustimme, ist die mangelnde Datenlage. Es ist erstaunlich, dass in Deutschland assistierte Sterbehilfe und andere Formen der Selbsttötung statistisch bislang nicht sauber voneinander getrennt erfasst werden. Wer politische Entscheidungen treffen möchte, braucht belastbare Daten. Ohne eine verlässliche Datengrundlage beweg...

Q&A – Freiverantwortlichkeit trotz psychischer Erkrankung?

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Welche psychischen Erkrankungen oder Störungen sind im Zusammenhang mit Freiverantwortlichkeit relevant? Immer wieder wird gefragt, welche psychischen Erkrankungen bei der Prüfung der Freiverantwortlichkeit eine Rolle spielen und auch ob es einen Unterschied zwischen einer „psychischen Erkrankung“ und einer „psychischen Störung“ gibt. Der Artikel schließt an früheren Artikel an ... Freiverantwortlichkeit und assistierte Sterbehilfe psychisch Erkrankter Sterbehilfe in Deutschland - Aspekt der Freiverantwortlichkeit Ich möchte nochmals darlegen, dass eine  psychische Erkrankungen weder pauschal als Ausschlussgrund anzusehen ist - noch den Eindruck erweckt, jede Diagnose sei automatisch mit Freiverantwortlichkeit vereinbar. Dieser Artikel ist Teil meiner Q&A Reihe und soll Fragen beantworten wie ... Bedeutet eine psychische Erkrankung automatisch fehlende Freiverantwortlichkeit? Kurz geantwortet: Nein, nicht automatisch, aber ... ! und Macht die Unterscheidung zwischen Erkra...

Was macht KI mit uns? Über Veränderung, Identität und Arbeit – was Menschen und Organisationen jetzt brauchen

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In letzter Zeit frage ich mich, überlege ich, was macht KI mit uns? Veränderung, Identität und Arbeit – was Menschen im Leben brauche und was Organisationen jetzt brauchen. Wenn über Künstliche Intelligenz gesprochen wird, drehen sich die Gespräche meist schnell um bekannte Fragen: was sie kann, wie sie Branchen verändert, welche Jobs sie ersetzt oder neu schafft und welche Chancen oder Risiken sie mit sich bringt. Diese Fragen sind berechtigt und wichtig. Je länger ich jedoch die Entwicklung dieser Technologie beobachte – von Machine Learning über Deep Learning bis zur aktuellen Welle generativer KI – desto mehr rückt für mich eine andere Frage in den Vordergrund.  Nicht, was KI für uns tun kann, sondern was sie mit uns macht. Ich stelle diese Frage nicht als Entwickler oder Technologe, sondern auch als Designer, der über Jahrzehnte hinweg beobachtet hat, wie digitale Systeme nicht nur Arbeitsprozesse verändern, sondern auch die gelebte Erfahrung von Arbeit selbst. Und ich stelle ...

The Last Smile

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“The Last Smile” I wanted to hold you, keep you here with me ... but love sometimes means letting go when the one you love has suffered too long. Eleven years of fighting through the storm, through endless nights when nothing felt warm. I held your hand when the darkness came, whispering hope through the tears and the pain. We stood together where the shadows grew, facing every battle that came for me and you. And when the silence finally called your name, you found your peace and escaped the flame. Your final look was not fear, not pain, no more battles, no more chains. A smile on your lips, a peaceful goodbye, your final wish, you chose the time to fly. I wanted to hold you, keep you here with me, to fight one more fight, to make you believe. But love sometimes means letting go when the one you love has suffered too long. I let you go, but I still hold on to the part of me where your love lives on. Time won’t heal what mattered most, it only teaches me how to carry your ghost. I lear...

Fünf Jahre oder etwa 2300 Tage

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Fünf Jahre ... Heute jährt sich der Tod meiner Frau zum fünften Mal. Fünf Jahre sind vergangen. Und doch sind die Erinnerungen an ihre letzten Wochen und Tage lebendig geblieben. Meine Frau litt an einer sehr aggressiven Form der primär progredienten Multiplen Sklerose (PPMS). Als sie 2010 die Diagnose erhielt, wurde ihr schnell klar, dass es für ihre Erkrankung keine Heilung gab. Die verfügbaren Medikamente konnten den Verlauf allenfalls etwas verlangsamen. In ihrem Fall gelang nicht einmal das. Innerhalb weniger Jahre wurde aus einer kerngesunden, aktiven Frau ein Mensch mit schwersten Einschränkungen und schließlich Pflegegrad 5.' Wer sie kannte, wusste, wie schwer dieser Weg für sie war. Sie war immer eine Frau gewesen, die mitten im Leben stand. Mit ihrer Arbeit rund um das Pferd half sie vielen Menschen, einen ganzheitlichen Weg mit ihren Tieren und mit sich selbst zu finden. Sie liebte ihre Arbeit, ihre Selbstständigkeit und ihre Unabhängigkeit. Die Ergotherapeutinnen, Logop...