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Zahlen und Fakten zur Sterbehilfe – Diagnosen, Beweggründe und internationale Vergleiche 2021–2025

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Ich will erneut auf  die Zahlen und Fakten zur Sterbehilfe eingehen und auch auf  Diagnosen, Beweggründe und internationale Vergleiche.  Ich tue es wie immer mit und nach bestem Gewissen und meinen Möglichkeiten. Mein letzter Artikel dazu war vom   Januar 2025 Persönliche Einordnung:  Mein Verständnis des Sterbewunsches und des Freitods gründet auf einer tiefen Auseinandersetzung mit mir selbst, meiner Definition von Leben, Glück und Leidenschaft – und mit den Möglichkeiten, die ein Mensch am Ende seines Lebens haben sollte. So will ich leben. So ist es für mich in Ordnung zu leben. So kann ich akzeptieren zu leben. So will ich nicht leben, weil es für mich nur noch Existieren wäre. Ausgehend von diesen Fragen wollte ich recherchieren: Wie sehen die Zahlen zur Sterbehilfe in Europa, in den USA – beispielsweise im Bundesstaat Oregon – und in Kanada aus? Welche Diagnosen liegen vor, und welche Gründe nennen Menschen für ihren Sterbewunsch? Die Studien und Berichte...

Plädoyer für ein offenes Gespräch über Sterbewünsche – Was hören wir, wenn jemand sagt: „Ich möchte sterben“?

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Vor wenigen Tagen wurde die neue S2k-Leitlinie „Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz“ veröffentlicht. In meinem Artikel „Zwischen Theorie und Praxis: Mein Blick auf neue Sterbehilfe-Leitlinie“ habe ich meine ersten Eindrücke dazu beschrieben. Die Leitlinie bietet eine wichtige fachliche Orientierung. Doch neben den Kriterien und Verfahren beschäftigt mich eine weitere Frage: Wie begegnen wir einem Menschen, der uns sagt, dass er sterben möchte? Was hören wir in diesem Satz? Und wie können wir einen Sterbewunsch ernst nehmen, ohne eine mögliche akute Suizidgefahr aus dem Blick zu verlieren? Mit diesen Fragen beschäftige ich mich seit vielen Jahren. In diesem Beitrag möchte ich Erfahrungen aus meinen Gesprächen und Begleitungen teilen – und aus dem Austausch mit Ärztinnen, Psychologinnen und Psychotherapeut*innen, die mich zu diesen Themen befragt haben und mit denen ich darüber gesprochen habe. Für viele medizinische und therapeutische Fachkräfte ist der Satz „Ich möchte sterben“...

Zwischen Theorie und Praxis: Mein Blick auf neue Sterbehilfe-Leitlinie

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Ich habe einen Blick und mehr auf die etwa 81 Seiten der neuen Sterbehilfe-Leitlinie getan. Nach dem ich ja schon am Freitag davon berichtet ( Siehe: Erste wissenschaftliche Leitlinie zur Freitodbegleitung in Deutschland ) habe. Das Wochenende war somit mit viel Lesen beschlagnahmt - in weiten Teilen hat es sich gelohnt. Aber ich sehe da Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis. Diese Leitlinien soll eine Empfehlungen zum Umgang mit Anfragen nach  Sterbehilfe sein. Link zur Leitlinie (Veröffentlichung Ende Oktober 2026): Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) (Hrsg.). S2k-Leitlinie Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz, Version 1.0, 22.10.2026, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/096-001    Ganz am Anfang (Seite 16)  ist dieser Text und Schemata zu finden: Im Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz setzt die Beurteilung der Freiverantwortlichkeit eine vorherige Information und Beratung voraus. Im gesamten Prozess muss immer die Möglichkeit besteh...

Des Lebens satt? Warum wir genauer hinschauen – und genauer sprechen – müssen

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Es gibt Sätze, die bleiben. Einer davon stammt aus einem Antrag, den eine Frau an einem Novembermorgen an ihrem Computer tippte: „Ich habe all die Jahre gerne gelebt, das Leben genossen und viel erlebt."  Marion Tiede, seit 37 Jahren im Rollstuhl, formulierte ihren Wunsch nach einer Freitodbegleitung in Worten, die nichts Verzweifeltes haben, sondern etwas zutiefst Bedachtes. Ich habe den SPIEGEL-Artikel von Martin Schlak („Begleiteter Suizid – Des Lebens satt") gelesen. Und wie so oft, wenn ich über dieses Thema schreibe, treibt es mich um. Nicht, weil mir die Fragen fremd wären – sondern weil ich sie aus meiner eigenen Arbeit so gut kenne. Etwas was Wenige überblickt – und ein Weg, den zu wenige kennen Der Artikel beleuchtet die Sterbehilfe und beleuchtet dabei auch 'Ungeregeltes'. Das kann ich nachvollziehen, und ja, auch ich habe auf diesem Blog schon über Regelverstöße berichtet. Mir ist wichtig, möglichst viele Perspektiven auf dem Radar zu haben. Aber eine Sac...

Eine erste wissenschaftliche Leitlinie zur Freitodbegleitung in Deutschland - S2k-Leitlinie „Umgang mit Anfragen nach Assistenz bei der Selbsttötung“

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Wer sich intensiv mit den Themen Lebensende, Selbstbestimmung und Freitod auseinandersetzt, weiß: Die Entscheidung für eine Freitodbegleitung ist niemals ein spontaner Entschluss. Sie steht fast immer am Ende eines langen, schmerzhaften Kampf mit sich selbst, aber auch mit anderen Menschen und oft auch mit Ärzten. Ein langer heftiger Weg, geprägt von Nöten, meist schweren Krankheiten oder einem Zustand, in dem das Leben für die betroffene Person schlicht unerträglich geworden ist. Seit das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben in Deutschland wieder klar verankert ist, war ein zentrales Problem im Versorgungsalltag spürbar: Es fehlte an einem klaren, wissenschaftlich fundierten und ethisch Standards für Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte und Berater, wie sie mit Anfragen nach einer Freitodbegleitung professionell, respektvoll und sicher umgehen sollen. Am Freitag den 22. Oktober 2026 wurde eine fundamentale Lücke geschlossen: Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fac...

Vortragsabend des Arbeitskreises Selbstbestimmtes Sterben Oldenburg mit Dr. Matthias Thöns

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„Dammbruch" und „Normalität" – zwei Begriffe, die Debatten über Freitod und Freitodbegleitung immer wieder dominieren und häufig mehr verschließen als öffnen. Umso wichtiger sind Abende, die genau diesen Fragen mit Expertise und Offenheit begegnen. Dr. Matthias Thöns, Palliativmediziner und Autor des vielbeachteten Buches „Patient ohne Verfügung", war am 12. Oktober 2026 auf Einladung des Arbeitskreises Selbstbestimmtes Sterben Oldenburg zu Gast. Die Resonanz – ein bis auf den letzten Platz besetzter Saal – spricht für sich. Hier sind meine Eindrücke und mein Plädoyer für mehr solcher Räume und damit meine ich nicht nur reale Räume, vielmehr geht es mir um Gedankenräume, Gesellschaftliche Räume mit einer offenen und wertschätzenden Auseinandersetzung, offenheit für andere Lebenskonzepte – und das Sterben und das Lebensende gehört zum Leben wie die Geburt.. Dammbruch und soziale Not: Was ist Lebenswirklichkeit, was Mythos? Matthias Thöns setzte sich in seinem Vortrag kr...