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Weltgesundheitstag 7. April 2026

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Heute ist Weltgesundheitstag. Ein Tag, der uns jedes Jahr daran erinnert, wie wertvoll Gesundheit ist – und wie verletzlich sie sein kann. Wenn wir über Gesundheit sprechen, denken viele zunächst an das Sichtbare: an Vorsorgeuntersuchungen, Bewegung, Ernährung oder medizinische Versorgung. All das ist wichtig. Und doch greift es zu kurz. Denn Gesundheit beginnt nicht nur im Körper. Sie beginnt im Kopf – und wirkt von dort aus in jeden Bereich unseres Lebens. Mentale Gesundheit ist keine Ergänzung zur körperlichen Gesundheit. Sie ist ihre Grundlage. Sie beeinflusst, wie wir denken, fühlen und handeln. Wie wir Entscheidungen treffen, Beziehungen gestalten und mit Belastungen umgehen. Besonders deutlich wird das in Extremsituationen. Bei Unfällen oder medizinischen Notfällen reagieren nicht nur Organe und Kreislauf. Auch Angst, Stress und Schock setzen unmittelbar ein. Diese Reaktionen sind nicht „nur psychisch“ – sie sind Teil unseres körperlichen Systems. Sie steuern, wie wir handeln, w...

Zwischen Struktur, Sekunden und Seele.

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Im Rettungsdienst zählt jede Sekunde. Entscheidungen fallen unter Druck, Handlungen müssen sitzen, Abläufe greifen. Klare Strukturen, Algorithmen, Handlungsempfehlungen und medizinische Standards sind das Fundament unserer Arbeit. Sie geben Halt, wenn Situationen chaotisch werden. Sie machen es möglich, Leben zu retten, Schaden zu begrenzen und Menschen sicher in weiterführende Versorgung zu bringen. Diese Strukturen sind kein Korsett – sie sind ein Schutz. Für die Patientinnen und Patienten. Und für uns selbst. Seit ein paar Tagen treibt mich der Gedanke um kann es so etwas wie eine 'den Menschen sehende' Notfallversorgung im Rettungsdienst geben? Am Einsatzort liegt der Fokus zunächst auf dem, was lebenswichtig ist: Atemwege sichern, Blutungen stoppen, Schmerzen lindern, Vitalfunktionen stabilisieren. Diese Maßnahmen haben Priorität, und das zu Recht. Sie entscheiden darüber, ob ein Mensch eine Chance hat, diesen Einsatz zu überleben. Und doch wissen wir alle: Damit ist noch ...

Gedanken zum Start ins Jahr 2026 - Haltung in unruhigen Zeiten: Warum Zuversicht zur Pflicht wird

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2025 war ein Jahr, das mich gelehrt hat, wie nah sich Erschöpfung, Verantwortung und Hoffnung begegnen können. Zwischen dem Druck im Beruf, den Einsätzen für Menschen und dem Schreiben auf meinem Blog sei es beruflich über die Veränderungen im Digitalen Raum und dem Design und meinem Mental Health Blog und wie wir alle den Umbrüchen, Zusammenbrechen im Weltgeschehen und Weltpolitik habe ich gespürt, wie zerbrechlich Stabilität sein kann – und wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen, wenn die Welt lauter, roher und unberechenbarer wird. Dieses Jahr hat mir vor Augen geführt: Menschlichkeit ist kein Luxus, sondern ein täglicher Akt – leise, entschieden und manchmal unbequem. Ein Jahr der Nähe und Verantwortung 2025 war für mich ein Jahr, in dem sich vieles verdichtet hat. Viel Arbeit, viel Verantwortung – im Beruf, im Sanitäts- und Rettungsdienst bei ASB und DRK, und im Schreiben über mentale Gesundheit, Verlust und Würde. Es war kein Jahr der Distanz, sondern eines der Nähe: zu Menschen i...

Zuversicht als Haltung – ein Gedanke zum Jahresende

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Es ist Dezember, und der Blick auf die Welt fühlt sich schwer an. Nachrichtenlagen überlagern sich, Krisen scheinen sich gegenseitig zu verstärken, und vielerorts gewinnen rechtsextreme und faschistische politische Strömungen an Einfluss. Was lange als überwunden galt, tritt wieder offen zutage: die Abwertung von Vielfalt, die Sehnsucht nach einfachen Antworten, die Bereitschaft, Freiheit gegen vermeintliche Sicherheit einzutauschen. In solchen Zeiten ist es nur allzu verständlich, dass viele erschöpft sind und müde werden, dagegenzuhalten. Und doch stellt sich gerade jetzt eine vielleicht unbequeme Frage: Wie bleiben wir innerlich und geistig beweglich, ohne die Realität zu verleugnen – und wie können wir präsent bleiben, für uns selbst und für die Gesellschaft? Der Satz „Wir haben die Pflicht zur Zuversicht.“ wirkt in diesem Zusammenhang zunächst ungewohnt scharf. Giovanni di Lorenzo hat ihn in den vergangenen Jahren immer wieder betont, nicht als moralischen Appell von oben herab, w...

PSNV zwischen Nähe, Struktur und Erfahrung

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Manche Erfahrungen verlieren mit den Jahren nicht an Gewicht. Sie verändern nur ihre Stimme. Ich bin Ende fünfzig, kurz vor den Sechzigern – scary –, und vieles, was mich geprägt hat, liegt rund vierzig Jahre zurück. Und doch ist es immer noch präsent, wie ein Schatten, der neben mir geht. Ich war Sanitätssoldat. Ich habe als Rettungssanitäter gearbeitet. Ich habe Kameraden verloren – auf viele Arten. Einen Kollegen aus dem Rettungsdienst fand ich nach seinem Suizid; dieses Erlebnis hat sich unausweichlich in mein Leben eingebrannt. Egal wie viel Ausbildung, Routine oder vermeintliche Stabilität man mitbringt, in solchen Momenten wird alles fragil. Und dann war da noch der Einsatz im Irak, wo ich einen US-Soldaten, exakt in meinem Alter, mental bis zu seinem Tod begleitete. Meine Ausbildung – unter anderem durch Trainings der US Army in Heidelberg – half mir damals, funktional zu bleiben, für andere da zu sein und mich selbst nicht zu verlieren. Heute weiß ich - Resilienz ist kein Schu...

4. Juli als Mahnung - Unabhängigkeit, Freiheit, ... ?

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Unabhängigkeit – damals und heute: Gedanken zum 4. Juli Am 4. Juli 1776, vor nahezu 250 Jahren,  wurde in Philadelphia ein Dokument unterzeichnet, das nicht nur den Grundstein für die Vereinigten Staaten von Amerika legte, sondern auch ein epochales Bekenntnis zu Freiheit, Selbstbestimmung und Menschenrechten darstellte: die Unabhängigkeitserklärung. Seither feiern die USA diesen Tag mit Feuerwerk, Patriotismus und dem festen Glauben an die Ideale von Freiheit und Demokratie. Doch während der 4. Juli für viele Amerikaner ein fröhlicher Feiertag ist, lädt er zugleich zur kritischen Reflexion ein – nicht nur über staatliche Souveränität, sondern auch über persönliche und gesellschaftliche Unabhängigkeit. Gerade in einer Zeit, in der Autokratie, Nationalismus und demokratiefeindliche Tendenzen weltweit zunehmen, stellt sich die Frage: Was bedeutet Unabhängigkeit heute – und für wen gilt sie wirklich? Die politische Dimension der Unabhängigkeit Die Vereinigten Staaten wurden in einem A...

5 Jahren im Einklang mit den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts - Sterbehilfe in Deutschland

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Es gibt keine Grauzonen, wenn es um das Thema Sterbehilfe geht. Ich diskutiere, betone und erläutere nun schon sehr lange, dass die Sterbehilfe, ein würdiger Freitod möglich ist - seit nun 5 Jahren im Einklang mit den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts stattfinden können. Ein neues Gesetz ist nicht notwendig, da Ärzte sich an die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts an das Urteil vom 26. Februar 2020 halten können, das die freie Verantwortlichkeit des Freitod-Suchenden, des Sterbewilligen als Voraussetzung für die Sterbehilfe betont. Diese Entscheidung muss selbstbestimmt getroffen werden, und die Betroffenen müssen die Folgen ihrer Wahl absehen können. Ein Arzt sollte den Sterbewilligen intensiv begleiten und gegebenenfalls einen Psychiater hinzuziehen, der die Einsichtsfähigkeit des Betroffenen prüft. Leider zeigen die aktueller Gerichtsfälle in Essen und Berlin , dass nicht immer diese Anforderungen beachtet werden, was zu rechtlichen Konsequenzen führt - da viell...

Weltgedenk-Tag für Sternenkinder - 15.Oktober

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Der Tag der Erinnerung an Sternekinder, Schwangerschafts- und Säuglingsverlust, der jährlich am 15. Oktober begangen wird, ist ein Tag der für mich überaus ergreifend ist. Ein Tag der den Kindern gewürdigt ist, den Mütter und Vätern, den Familien, den Menschen die Erinnerung an die Tausenden von Säuglingen würdigen soll, die durch Fehlgeburten, Totgeburten und den Tod von Neugeborenen kein Leben und Freude der Welt und deren Familien bringen konnten. Dieser Tag ist , wie ich empfinde so ergreifend ist, da er Erinnerung an die Trauer und den Verlust, die viele Familien erlebten. Da unzählige Menschen betroffen sind, sollte der Tag den Menschen einen sicheren Raum / Tag geben, um den Schmerz und die Trauer anzuerkennen. Bedeutung in meiner Wahrnehmung Im Kern geht es beim Schwangerschafts- und Säuglingsverlust-Gedenktag um Anerkennung des Verlust und der Trauer und dem Respekt und der Erinnerung. Der Tag sollte dazu dienen, dieses Thema / Schicksalsschlag zu beleuchten, das oft von Schwe...

Freiheit im Leben und Ableben

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Der Tod mag eine Misslichkeit sein, ein Fehler im Konzept des Lebens sein, den man aus dem Leben ausschließen möchte, doch was immer man auch anstellt, so wenig rational und nicht rational der Tod auch erscheint, es bleibt nichts anderes übrig, als den Tod rational zu akzeptieren, wahrzunehmen und anzunehmen - ob kommen zu lassen oder auch selbstbestimmt, selbstverantwortlich anzunehmen. Am Anfang und am Ende aller Überlegungen, wie zu leben und wie zu sterben sei, steht das Prinzip der Selbstwahrnehmung, der Wahrnehmung des Lebens und der individuellen Selbstbestimmung über sich und das eigene Leben ... Geboren in Freiheit und Selbstfindung  Gelebt in Freiheit und Selbstverantwortet Gestorben in Freiheit und Selbstbestimmt  Das Ideal des autonomen Menschen  Das Ideal des autonomen Menschen ist die Haupterrungenschaft der Aufklärung und der Welt in der ich aufgewachsen und gewachsen bin. Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung ist keine Selbstläufer, hat seine sonnigen ...

Ex-Hockey-Spielerin konnte Sterbehilfe in Anspruch - Nach 8 Jahren Kampf gegen Depression

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Die ehemalige Eishockey-Nationalspielerin Fleur van Dooren und ehemalige Spieler des Hockey Club Rotterdam war erst 35 Jahre alt.  Fleur van Dooren war schon in jungen Jahren ein herausragendes, technisch versiertes Talent im Eishockey. Schon im Alter von 7 Jahren bestritt sie ihr erstes Spiel beim Hockey Club Rotterdam und legte anschließend eine erfolgreiche Karriere hin, sowohl national als auch international. Mit 15 Jahren wechselte sie in die erste Mannschaft und reiste nach ihrem Abschluss nach Neuseeland, um dort an Wettbewerben teilzunehmen. Sie spielte zweimal erfolgreich für die niederländische Mannschaft.  Fleur gewann mit den niederländischen Junioren Gold bei der Weltmeisterschaft 2009 in Boston und spielte zweimal im niederländischen Team. Sie spielte nicht weniger als zwölf Jahre in der ersten Liga, die meisten davon bei Rotterdam „Trotz all dieser tollen Erfahrungen hat sie das Spitzenhockey nicht glücklich gemacht“, sagte ihr Vater.  Zurück in den Niederl...

Sterbehilfe - 4 Jahre nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.Februar 2020

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4 Jahre nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Verbot des §217 StGB (dem Gesetz welches für etwa 5 Jahre Sterbehilfe de facto verboten hat), welches am 26.Februar 2020 für Verfassungswidrig erkannte, ist wichtig, denke ich, um Missverständnisse und Fragen im Zusammenhang mit den Mitte 2023 im Bundestag vorgelegten Gesetzentwürfen für ein neues Regelungsgesetz für den Freitod, die begleiteten Lebensbeendigungen zu klären. Zumal nun ein dritter Gesetzentwurf von einer weiteren Gruppe Abgeordneter angedacht wird. Da es diesbezüglich wesentliche Punkte gibt, erachte ich es als notwendig, diesen erläuternden Artikel zu schreiben: Erstens war es in Deutschland seit der Reichsgründung im Jahr 1871 stets erlaubt, begleitete Sterbehilfe durchzuführen – das ging bis Dezember 2015 - und wie wir wissen und erdulden mussten bis Februar 2020. Gegner der Sterbehilfe erreichten damals ein Verbot der Sterbehilfe (§ 217 StGB). Dieses gegen das Grundgesetz verstoßende Gesetz wurde jedoch am 2...

Älter werden ist Pflicht, erwachsen werden ist freiwillig.

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Altern ist weder das verlieren von Jugend oder eine 'verlorene Jugend', sondern die nächste Phase, Chance und Stärke. Ich fühle mich nicht alt - ok doch, wenn's mir mal in den Rücken fährt 😉 Doch das Alter ist weitaus mehr als nur eine Ziffer – es ist ein Beweis für die Reise, die wir durch das Leben gemacht haben. Jeder Falte und jede 'chromfarbene' Strähne erzählt eine Geschichte über die einzelnen Kapitel unseres Lebens. Altern ist zwar ein unausweichlicher Prozess, aber es ist auch ein Prozess, der Weisheit und Erfahrung - Erfahrungen die wir nicht missen sollten und wollten. Das nebenstehende Bild von Ernie und Bert, die durch die 'Erfahrungen' gealtert sind - liebe ich da jede Narbe und jede Falte und die Tattoos eine Geschichte haben. (Das Bild ist ein Werk von Dan LuVisi). Die Veränderungen der Emotionalität des alternden Menschen werden leider oft verzerrt wahrgenommen , nämlich als unabänderlicher „Abbau“ in Richtung Depression, Traurigkeit und Un...