Freiheit braucht auch Orientierung
Ich habe den Beitrag von Werner H. Ritter gelesen, in dem er sechs Jahre nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Februar 2020 auf die Situation des selbstbestimmten Sterbens und insbesondere auf die Haltung der Kirchen zurückblickt. Ich stimme Ritter in sehr vielen Punkten zu – teilweise uneingeschränkt. Besonders seinem Plädoyer für Selbstbestimmung, Menschenwürde und Freiheit kann ich mich anschließen. Zum vollständigen Artikel von Werner H. Ritter auf schoepfblog.at Ritter ist Theologe und schreibt bewusst aus seiner evangelisch-kritischen Perspektive. Seine Kritik an der Haltung der Kirchen ist deutlich. Auch ich frage mich, ob die Kirchen die Chance genutzt haben, nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts einen offenen und differenzierten gesellschaftlichen Dialog zu fördern – oder ob zu sehr der eigene Standpunkt verteidigt wurde. Bei einem Punkt würde ich allerdings etwas anders formulieren: Ob tatsächlich eine „historische Chance“ verspielt wurde, weiß ...