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Showing posts with the label Pflegebedürftig

Sterbehilfe zwischen Freiheit und Verantwortung – Was Quebec uns lehren kann

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Sterbehilfe zwischen Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Verantwortung – Was wir von Quebec lernen können Zwei Artikel der New York Times vom 23. Juni 2026, über die Entwicklung der Sterbehilfe in der kanadischen Provinz Quebec haben mich in den vergangenen Tagen besonders beschäftigt - Online konnte ich ich sie nicht finden. Die Berichte beleuchten Quebecs weltweite Vorreiterrolle beim assistierten Sterben und die wachsende gesellschaftliche Debatte darüber. Sie haben mich dazu angeregt, über Chancen, Grenzen und mögliche Folgen dieser Entwicklung nachzudenken – und schließlich diesen Artikel zu schreiben. Als Befürworter der Sterbehilfe halte ich es für richtig, dass Menschen selbst über ihr Leben und  Lebensende entscheiden dürfen. Das Recht auf ein würdevolles und selbstbestimmtes Sterben ist für mich Ausdruck menschlicher Freiheit und Würde. Gleichzeitig zeigt der Blick nach Quebec, dass jede gesellschaftliche Öffnung für Sterbehilfe neue Fragen aufwirft. Die dortige Entw...

Gesicht der Pflege zwischen Ideal und Überforderung - Internationaler Tag der Pflege und Unterstützung (2/3)

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Internationaler Tag der Pflege und Unterstützung -  Ein Tag, der uns alle betrifft / betreffen wird -  29. Oktober 2025 Pflege betrifft uns nicht erst, wenn wir selbst alt oder krank sind. Pflege ist mitten in unserer Gesellschaft, leise und oft unsichtbar – und sie geschieht jeden Tag, in Familien, in Wohnungen, in Pflegeeinrichtungen. Für mich ist dieser Tag besonders bedeutsam: Ich habe meine Frau elf Jahre lang täglich begleitet, unterstützt und gepflegt. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie viel Stärke, Mut und Liebe in Pflege steckt – aber auch, wie viele Entscheidungen, Sorgen und Herausforderungen damit verbunden sind. Wenn Menschen pflegebedürftig werden, verändert sich nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Angehörigen grundlegend. Eine der schwersten Entscheidungen ist oft die Frage:  Wie soll Pflege organisiert werden? Bleibt die Pflege zu Hause, ambulant unterstützt? Kommt ein Pflegedienst ins Haus? Oder ist eine stationäre Versorgung notwendig? Wie kann für ...

Internationaler Tag der Pflege und Unterstützung - Menschlichkeit darf kein Luxus sein (1/3)

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Der Internationale Tag der Pflege und Unterstützung am 29. Oktober ist für mich kein bloßes Datum im Kalender - darum auch gleich 3 Artikel zu diesem Tag - für unterschiedliche Zielgruppen / Leser*innen. Dieser Tag und das Thema berührt mich tief – weil ich weiß, was Pflege bedeutet. Ich habe selbst gepflegt: zuerst als Schüler, um mir etwas dazuzuverdienen, später über elf Jahre lang meine Frau – bis zu ihrem letzten Atemzug. Diese Zeit, oder viel viel mehr die Erfahrungen, haben mich geprägt. Ich habe erfahren, wie erfüllend es sein kann, für einen geliebten Menschen da zu sein – und zugleich, wie fordernd, einsam und zermürbend Pflege manchmal ist. Pflege hört nicht auf, wenn man das Bett neu bezieht oder Medikamente reicht. Sie geht viel tiefer. Sie bedeutet, Tag für Tag Kraft zu geben, auch wenn die eigene längst am Ende ist. Sie bedeutet, sich durch Papierberge und Anträge zu kämpfen, finanzielle Sorgen zu wälzen, den Alltag immer wieder neu zu organisieren – und dabei zusehen...

Betreuung und Pflege - Wenn alte Menschen oder Erkrankte schwierig werden ...

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Manchmal stellen ein schwerkranker Mensch, ein alternder Mensch, oder ein Mensch mit Blick auf ein Lebensende, sich selber und um so mehr Angehörige, Familie und andere Menschen vor Herausforderungen und Rätsel - Sie zeigen plötzlich ein Verhalten, das man von ihnen so gar nicht kannte. Beziehung die bisher gut oder auch sehr harmonisch verliefen, wandeln sich, es treten immer mehr Verhaltensweisen auf, die zu Konflikten führen - Dinge wie ... Stimmungsschwankungen, depressive Phasen oder Depression  Aggression und Ablehnung Misstrauen und / oder Altersstarrsinn ... Gut gemeinten Ratschläge stoßen auf taube Ohren Beratungsresistenz Konflikte und Streitigkeiten Kommunikation und Zusammenleben Betreuung und Hilfe funktionieren nicht, werden abgelehnt  ... Schreckgespenster wie Altersdepression und Demenz geistern herum, ziehen auf oder haben Fuss gefasst Sorgen anderer Art, wie um Zukunft, Lebensqualität, Würde, ... die Liste kann individuell lange weiter gehen und wird in jedem...

Umgang mit Schweren Erkrankungen - Tipps für Angehörige und Freunde

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Ob durch eine unerwartete Erkrankung wie einen Schlaganfall, Krebs oder schleichende Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Parkinson: Eine schwere Erkrankung stellt immer einen großen Einschnitt im Leben eines Menschen dar. Eine Schicksalsschlag, Unfall und die Diagnose einer schlimmen Krankheit stellt die Welt und das Leben auf den Kopf - für Betroffene, Partner, Familie, Freunde und Kollegen ist eine solche Nachricht ein Einschnitt. Die Reaktionen sind unterschiedlich und oft von Unsicherheit geprägt.  Oft startet es mit Chaos and Sprachlosigkeit. Sprachlosigkeit ist einer der häufigsten ersten Reaktionen und Gefühlen. Dies ist nicht nur wie ich zuvor schon beschrieb und mit Artikeln und Tipps beschrieben habe ( Trauerbewältigung - Wie man mit Trauer umgeht - Ein Artikel insbesondere für Angehörige, Freunde, Kollegen etc. ) aber genauso geht es Menschen beim Umgang mit schlimmen Diagnosen und Erkrankungen.  Sprachlosigkeit ist wie gesagt einer der ersten Reaktionen und das...

Zwei dystopische Zukunftsvision zu der Frage: Wo bleiben in der Zukunft eigentlich die Alten Menschen und Pflegebedürftigen?

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In Deutschland, Europa und vielen Staaten hat der demografische Wandel Auswirkungen auf verschiedene Bereiche, wie etwa die Umwelt, Sozialsysteme, Arbeitsmärkte, Gesundheitssysteme und Pflege. Es gibt große Parallelen zwischen der Verschleppung und Aufschieben beim Klimaschutz, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen, Sozialsystem und Arbeitsmarkt, Gesundheitssystem und Pflege, sowie Alterssicherung und  Rentendiskussion letztlich aller Parteien. Das liegt an der strukturellen Gegenwartspräferenz der Politik: Die großen Zukunftsthemen, die die Generation besonders belasten und belasten werden, die Parteien gehen diesen Themen nicht an, aus der Angst, wegen kurzfristiger Zumutungen Wählerstimmen zu verlieren.  Die gesellschaftlichen Folgen der Alterung wurden und werden intensiv in den Medien diskutiert. Teilweise wird ein Generationenkonflikt für die Zukunft prognostiziert, auch weil sich die Interessen zwischen jungen und alten Generationen hinsichtlich der Renten- und der Kli...

Pflegefall - Was ist zu tun?

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Ein/e Angehörige/r wird zum Pflegefall. Was ist zu tun? Wer sind Ansprechpartner? Wer übernimmt die Pflege oder bietet Unterstützung? Wie lässt sich die Versorgung finanzieren? Ich möchte in diesem Artikel pflegende Angehörige Antworten zum Thema Pflegefall geben Rechtlich definiert ist der Begriff eines Pflegefall und Pflegebedürftigkeit  im § 14 des 11. Sozialgesetzbuchs (§14 SGB XI) als wichtigstes Merkmal muss hierzu eine gesundheitlich bedingte Beeinträchtigung (körperlichen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen werden nicht mehr selbstständig kompensiert oder bewältigt) der Selbstständigkeit oder Fähigkeiten des / der Betroffenen vorliegen und diese Person muss auf Hilfe von anderen angewiesen sein. Um als Pflegefall anerkannt zu werden, muss die Pflegebedürftigkeit für voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen und unter eine der in §15 SGB XI festgeschriebenen Pflegegrade fallen.  Pflegebedürftigkeit bezeichnet einen Zustand, in dem eine Person mit...

Würde in der Pflege - „Wie wollen wir leben?“ und „Wie wollen wir nicht leben?“

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Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ So beginnt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ( Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (A/RES/217, UN-Doc. 217/A-(III)) oder kurz AEMR ).  Auch in Medizin- und Pflegeethik spielt die Berufung auf die Menschenwürde eine herausragende Rolle. Wir verbinden Würde mit der Vorstellung, dass sie dem Menschen als Menschen zukommt, und oft wird postuliert, dass Würde unverfügbar, unantastbar und unverlierbar ist - aber ist die Würde wirklich unverlierbar?  Zumal Menschen sagen, dass ihre Würde verletzt wird, ja diese Menschen sprechen von Würdeverlust - insbesondere bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit - darum geht es heute in meinem Artikel. Einleitung Verletzung und Verlust von Würde in Krankheit und Pflegesituation sind bzw waren durchgängige Worte und Gedanken meiner Frau gewesen über alle Jahre hinweg. Und nahmen auch an mehreren Abschnitten im Abschiedsbrief meiner Frau Platz ein. Waren auch ebenso i...