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Showing posts with the label Erfahrungsberichte

Warum Sterbehilfe ein Akt der Menschlichkeit ist – Gedanken zum Fall von Hugo

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Wenn wir über mentale Gesundheit sprechen, sprechen wir oft über Selbstfürsorge, über Belastbarkeit und über Wege, gut durch das Leben zu gehen. Was wir jedoch viel zu selten ansprechen, ist das andere Ende dieses Weges: Die Frage, wie Menschen würdevoll leben – und würdevoll sterben dürfen. Der kürzlich erschienene Artikel, in der Westfalenpost , über Hugo, einen Mann aus Hagen, der sich nach vielen Jahren schwerer Erkrankungen für eine geplante Form der Sterbehilfe entschieden hat, bewegt mich tief. Seine Frau, Christiane, hat ihn begleitet – voller Liebe, Klarheit und Mut. Und gerade ihre Geschichte zeigt, warum wir über dieses Thema offener sprechen müssen. Sterbehilfe als Ausdruck von Würde und Selbstbestimmung Sterbehilfe oder Freitodbegleitung (FTB) wird oft missverstanden. Doch in Fällen wie dem von Hugo geht es nicht um den Wunsch, dem Leben zu entfliehen. Es geht um etwas ganz anderes: Es geht darum, dem Leid nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Menschen wie Hugo entsc...

In Würde gehen – Niki Glattauer – selbstbestimmtes Sterben und die Debatte um Freitod

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Der Tod des österreichischen Autors, Lehrers und Publizisten  Niki Glattauer  hat in unserem Nachbarland eine wichtige und zugleich sensible Debatte neu entfacht: Wie sprechen wir über das Lebensende – und was bedeutet ein selbstbestimmter Abschied? Glattauer, in Österreich eine prominente Stimme im Bildungsdiskurs und Bruder des bekannten Schriftstellers  Daniel Glattauer  ( "Gut gegen Nordwind" ), ist kürzlich seinem schweren Krebsleiden erlegen. Doch nicht einfach so. Er hat seinen Tod bewusst vorbereitet – begleitet, geplant, offen. In Interviews sprach er offen darüber, dass er sich für einen Freitod durch  assistiertes Sterben  entschieden hatte – mit einem konkreten Datum. Damit wollte er nicht nur für sich selbst einen gangbaren Weg finden, sondern auch ein Zeichen setzen: für Offenheit, Enttabuisierung und Menschlichkeit im Umgang mit einem Thema, das oft verschwiegen oder moralisch aufgeladen wird. Zwischen Suizidprävention und Selbstbestimmung Au...

Leben und Sterben in Würde – Der Wunsch nach Selbstbestimmung bei schwerer chronischer Krankheit

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In der Märkischen Oderzeitung (MOZ) ist am 18. August 2025 ein bewegender und einfühlsam geschriebener Artikel über Marc Kirch aus Brandenburg erschienen. Der 51-Jährige ist an ME/CFS erkrankt – einer Krankheit, die oft übersehen und doch so viele Menschen in die Isolation und Verzweiflung treibt. Offen und mutig spricht er mit der MOZ über sein Leiden und seinen Wunsch nach einem selbstbestimmten Lebensende. Der Artikel würdigt nicht nur Marc Kirchs persönliche Geschichte, sondern macht auch auf das stille Leiden vieler ME/CFS-Betroffener aufmerksam. Er erschien in der Montagsausgabe und ist auch online lesbar unter dem Titel:  Leben in Dunkelheit und Stille Der Artikel in der Märkischen Oderzeitung (MOZ) inspirierte mich meinen Artikel zu schweren, fortschreitenden Erkrankungen fertigzustellen. In einer Gesellschaft, die das Ideal vom aktiven und selbstständigen Leben hochhält, werden Menschen mit schweren, fortschreitenden Erkrankungen wie ME/CFS, Primär Progredienter Multipler ...

Podcast-Tipp: Ärztlich assistierter Sterbehilfe – Erfahrungsbericht

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Freitod ist ein sensibles Thema, das viele Fragen aufwirft – emotional, rechtlich und ethisch. In einem Podcasts von Katharina Weil erzählt Birte Viermann eindrucksvoll von der letzten Lebensphase ihrer schwerkranken Schwester Silja. Offen, reflektiert und bewegend berichtet sie von Siljas Weg zur selbstbestimmten Entscheidung und dem gemeinsamen Prozess dorthin. Dieser Podcast bietet nicht nur Einblick in persönliche Erfahrungen, sondern auch Orientierung und Aufklärung für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen. Todesmutig – Der Podcast rund ums Lebensende , Folge 36 In dieser intensiven und bewegenden Podcast-Folge berichtet Birte Viermann über die letzte Lebensphase ihrer Schwester Silja , die an ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) erkrankt war. Silja entschied sich – nach einem langen und bewussten Prozess – für den Weg des ärztlich assistierten Sterben . Die Folge gewährt tiefe Einblicke in die emotionale, medizinische und rechtli...

Sterbehilfe mit Seele – Ein ehrlicher Erfahrungsbericht

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Die Sterbehilfe in Deutschland bewegt sich rechtlich und gesellschaftlich in Spannungsfeldern – doch jenseits der Gesetze und der Regelungen bleibt das Persönliche: Wie fühlt es sich an, einen geliebten Menschen auf seinem Weg in den selbstgewählten Tod zu begleiten? Diese Frage beantwortet Carola Gehrke in ihrem auf Sein.de erschienenen Artikel „Montag um zehn“ auf eine selten berührende Weise. Ihr Bericht handelt von den letzten Tagen mit einem Mann, den sie als „Vater ihres Herzens“ beschreibt – und der in einer Berliner Wohnung, nach sorgfältiger Vorbereitung, durch ärztlich begleitete Suizidassistenz aus dem Leben ging. Carola Gehrke beschreibt darin die letzten Tage mit ihrem 97-jährigen „Vater des Herzens“, der sich in Berlin für einen selbstbestimmten Tod entschied – begleitet von, so wie man es aus dem Kontext entnehmen kann durch die DGHS,  in Begleitung eines Arzt und einer Juristin, Familie, und ihr. Was das Besondere an diesem Text ist? Seine Ehrlichkeit. Gehrke ver...

Zwei lesenswerte Artikel zum Thema assistierte Sterbehilfe aus der BNN aus dem Juni 2025

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In der  Badischen Neuesten Nachrichten (Badische Neueste Nachrichten (BNN) ist der Name der einzigen gedruckten regionalen Tageszeitung im Stadt- und Landkreis Karlsruhe)  sind am 7. Juni und am 20. Juni 2025 zwei lesenswerte Artikel erschienen, die sich differenziert, respektvoll und tiefgründig mit dem Thema der assistierten Sterbehilfe in Deutschland auseinandersetzen – mit besonderem Bezug zur Region Karlsruhe. Der Beitrag vom 7. Juni trägt den Titel   „Assistierter Suizid: Pünktlich kommt der geplante Tod“  (Autor: Wolfgang Voigt). Auch wenn der Titel das Wort „Suizid“ verwendet, widmet sich der Artikel einfühlsam dem selbstbestimmten Freitod der 67-jährigen Clara T., einer an Multiplen Sklerose erkrankten Frau aus Karlsruhe. Sie entschied sich nach langer Auseinandersetzung und sorgfältiger Planung für einen begleiteten, friedvollen Abschied. Der Artikel beschreibt ihre Beweggründe, den bewussten Entscheidungsprozess, ihre geistige Klarheit in den letzten Tagen...

Die Würde des eigenen Abschieds: Weg zum selbstbestimmten Sterben - "Unabhängigkeit bis zuletzt"

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Es ist mir ein großes Anliegen, Sterbewilligen – Menschen, die ihr Leben selbstbestimmt beenden möchten – eine Stimme zu geben. Ich möchte zeigen, wie durchdacht und wohlüberlegt ihre Entscheidung ist und war. Die Würde des eigenen Abschieds: Heinz M.s Weg zum selbstbestimmten Sterben. Heinz M.: "Unabhängigkeit bis zuletzt" (Selbstredend ist der Name Heinz M. ein Pseudonym, Name ist in Absprache mit dem Sterbewilligen geändert.) In seiner gemütlichen Wohnung auf der anderen Rheinseite gegenüber von Speyer empfängt mich Heinz M., ein Mann Mitte Achtzig - ich besuche ihn nun schon zum vierten Mal. Zufriedenheit strahlt aus seinen Augen, während er sein erfülltes Leben Revue passieren lässt.  Gesundheit, Familie, finanzielle Sicherheit – alles da.  Und doch macht er sich keine Illusionen über die nächste Zeit und Jahre, den letzten Abschnitt seines Lebensweges. Er erzählt mir von seinem Gesprächen mit seiner Ärztin, auch dass ein gemeinsamer Termin mit ihr und einem Psychiater s...

Filmbericht/Beitrag des BR - Grauzone Sterbehilfe: Undurchsichtige Praxis statt Tod in Würde

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Der BR sendete gestern am 20.11.2024 um 21:15 Uhr einen Filmbericht unter dem Titel: Grauzone Sterbehilfe: Das undurchsichtige Geschäft mit Todkranken | Die Story | Kontrovers | BR24 ( Link: Grauzone Sterbehilfe: Das undurchsichtige Geschäft mit Todkranken | Die Story | Kontrovers | BR24 - YouTube ) Hier eine Zusammenfassung: Der Filmbeitrag sagt: „Sterbehilfe in Deutschland befindet sich in einer gesetzlichen Grauzone“. Sagt richtigerweise, dass das Bundesverfassungsgericht 2020 ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben bestätigte aber fälschlich, dass das BVerfG den Bundestag zu einem gesetzlichen Rahmen aufgefordert hätte. Und von verschiedener Seite wird dargelegt, dies führt dazu, dass Sterbehilfevereine unreguliert arbeiten. Es werden zwei Fälle beleuchtet der der Familie Beer und der der Familie Loske. Lauritz Loske stand 2021 vor einer dramatischen Wendung, als sein Vater Karl-Heinz an einer unheilbaren Krankheit erkrankte und um Sterbehilfe bat. Die Familie trat dem „Verein Ster...

Ein Brief - Brief einer Frau die in Würde gehen möchte

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In aller erster Linie teile ich über meinen Blog Hilfe, Unterstützung, aber ich denke hier und da ist es wichtig den Betroffenen eine Stimme zu geben. Vor eineinhalb Jahren durfte ich die Geschichte einer Sterbebegleitung veröffentlichen und nun diesen Brief. Ohne lange Vorworte und ohne eine Schlusswort, nur weiterführenden Informationen zu im Brief genannten Aspekten der Brief einer Frau, die in Würde gehen möchte. ----------------------------------------------------------- Sehr geehrter Herr Maassen, Ich bin eine 49-jährige Frau und leide an zwei der schmerzhaftesten Krebsarten, die man sich vorstellen kann. Ich habe Rippenfellkrebs, der sich an der Lungenschleimhaut festsetzt und unvorstellbare Schmerzen verursacht. Vor drei Wochen erhielt ich die Nachricht, dass sich der Krebs auf meine Rippe ausgebreitet hat, sodass ich nun auch an Knochenkrebs erkrankt bin. Bevor bei mir 2015 Lungenkrebs diagnostiziert wurde, war ich Ballettlehrerin und eine sehr aktive, gesellige Person. Ich mu...

Videotip - Sollte man über das eigene Lebensende bestimmen dürfen? 'Die Frage'

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Seit einiger Zeit produziert 'funk', welches ein Gemeinschaftsangebot der ARD und ZDF ist, den YouTube Channel 'Die Frage'. 'Die Frage' beschäftigt sich mit kniffligen Fragen des Lebens - aber auch des Sterbens diesmal ging 'Die Frage' auf die Sterbehilfe ein - leider war es in Wort und Text wieder so, dass ein 'schlechtes Deutsch' verwendet wurde. Wieder wurden Suizid und Freitod, Suizidhilfe und Sterbehilfe nicht auseinandergehalten. Gerade von jungen Journalist*innen hätte ich einen guten und themengerechte Sprache erwartet. ( Antonymie - Freitod + Suizid und  semantisch und wortgeschichtlich die Deutung von Suizid und Freitod  ) Wenn man über dieses Manko hinwegblickt ist der etwa 24minütige Beitrag sehenswert. Sollte man über das eigene Lebensende bestimmen dürfen? | Wann ist Töten moralisch okay? #3 In diesem Kontext ein früherer Beiträge in dieser Reihe ... Depression: Leben mit Suizidgedanken | Warum sind psychische Krankheiten noch imme...

Anton’s Weg - Geschichte eines Sterbewilligen: "Sterben ist für mich der Weg der Würde und Erlösung"

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Seit Jahren ist es erlaubt, auch in Deutschland, den Freitod zu wählen und dafür Hilfe in Anspruch nehmen zu dürfen und zu geben. Jedoch war es von 2015 bis 2020 nahezu unmöglich. Dank des Urteils vom Februar 2020 sind die Türen wieder deutlich offener, die Diskussionen werden breiter und ehrlicher und gesellschaftlich akzeptierter. Aber auch die Gegner die auch schon 2015 über andere bestimmen wollten, eigene Weltbilder anderen aufzwingen wollen, und durch neue, nahezu unüberwindbare Hürden aufbauen wollen - wie einer der Gesetzentwurf aus einer fraktionsübergreifenden Abgeordnetengruppe - hier auch ein Link zu den drei aktuellen Gesetzentwürfen  https://deathwithdignity-wx-widowexperience.blogspot.com/2023/02/gedanken-zu-drei-gruppenantragen-von.html  - wollen wieder durch Zwang und Verbote ‚Hilfe‘ ermöglichen- nach dem Motto ‚Ermöglichen jedoch nicht Fördern‘ – man könnte sich nur wundern und mit dem Kopf schütteln - wenn das Leid nicht so groß wäre. Anton's Geschich...

Podcast zur Sterbehilfe - Jetzt geht's ans Sterben

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Ein sehr guter Podcast - gut gemacht und zu mindestens für mich sehr berührend, da meine Frau einen ähnlichen Weg hatte. Liebe Leser hört euch den Podcast des rbbKultur an. Neben dem Verständnis des Todes von Renates Schwester hört ihr wie nötig es ist sich vorzubereiten. Erscheinungsdatum 12.11.2021 in der Rubrik Gesellschaft des Sender rbbKultur  und Henrike Möller aus der Sendereihe Jetzt geht's ans Sterben Jetzt geht's ans Sterben · Renate leistet Sterbehilfe für ihre Schwester (7/10) · ARD Audiothek Auch ich habe erfahren müssen, dass sowohl die zu erst erschienen Polizisten als auch der Kriminaldauerdienst / Kriminalpolizei nicht wirklich über die Rechtslage bezüglich Sterbehilfe informiert oder vertraut waren - eher sogar gänzlich unsicher waren. Wir hatten das Glück sympathische und verständnisvolle Polizisten zu haben, im Rahmen der Möglichkeiten - man darf nie die Situation der Beamten vergessen. In unserem Fall hatten wir aber das Glück, dass Krimin...