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Showing posts with the label MHFA

10. Oktober – Welttag der seelischen Gesundheit: Warum seelische Erste Hilfe dort anfangen muss, wo das Leben stattfindet

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Der 10. Oktober ist der Welttag der seelischen Gesundheit.   Ein Tag, der jedes Jahr daran erinnern soll, dass psychische Gesundheit kein Randthema ist, sondern ein Grundpfeiler unseres täglichen Zusammenlebens, Arbeitens und Fühlens. Unter dem diesjährigen Motto ... „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt“ ... geht es um weit mehr als um Diagnosen oder Therapieplätze. Es geht darum, wie wir einander begegnen, wie aufmerksam wir im Alltag sind und wie leicht oder schwer wir es Menschen machen, Hilfe zu finden, bevor eine Belastung zur Katastrophe wird. Eine Kultur der Achtsamkeit und Empathie braucht es, sowohl im privaten Umfeld als auch in der Gesellschaft. Dies bedeutet ... Hinschauen: Veränderungen im Verhalten von Mitmenschen wahrnehmen und Anzeichen von psychischem Leiden nicht ignorieren. Zuhören: Betroffenen ohne Vorurteile, Ratschläge oder Bewertung den Raum geben, über ihre Gefühle und Probleme zu sprechen. Nicht tabuisieren: Psy...

Suizidprävention beginnt nicht erst in der Krise - Warum wir niedrigschwellige Angebote brauchen

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Vor Kurzem wurde ich gefragt, wie ich mir niedrigschwellige Angebote in der Suizidprävention vorstelle. Die Frage hat mich dazu gebracht, einen Artikel fertigzustellen, der schon länger auf meiner Festplatte lag, oft angefangen aber nie beendet wurde. Durch meine Tätigkeit im Bereich Mental Health First Aid (MHFA) und in der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) erlebe ich immer wieder, wie sichtbar psychische Krisen werden können, oft wenn sie bereits eskaliert sind. In meinem Blog beschäftige ich mich mit mentaler Gesundheit von A bis Z – aber meist eher von D bis S von Depression bis Sterbehilfe und Suizid. Dabei möchte ich auch über jene Themen sprechen, bei denen uns die richtigen Worte besonders schwerfallen. Depression. Angst. Einsamkeit. Überforderung. Trauma. Psychische Krisen. Und irgendwann auch: Suizidgedanken, Suizidalität und Suizid. Und über meine Gruppen- und Einzelgespräche zum Freitod und Sterbehilfe erhöht sich die Zahl der die zu diesen nicht wohlerwogenen Sterb...

Wenn Hitze mehr ist als Sommerwetter (Serie zur Hitze 1/3)

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Draußen ist es heiß – über 36, 37 Gradam Wochenende oll die 4 vorne stehen, gefühlt oft noch mehr. Für viele bedeutet das Sommer, Sonne und Zeit im Freien. Ich selbst bin eher Wintermensch. Als ehemaliger Schlittenhundler liegt mir Kälte einfach näher. Der Sommer ist für mich in Ordnung – aber extreme Hitze hat immer auch eine andere Seite. Ich selbst nehme solche Tage auch aus der Perspektive des Rettungsdienstes wahr. Ich denke an solchen Tagen auch an meine Kolleginnen und Kollegen im Rettungsdienst und an die Einsätze, die bei diesen Temperaturen deutlich anstrengender werden. Denn im Einsatz zeigt sich schnell: Die Belastung durch Hitze ist nicht theoretisch. Sie ist körperlich spürbar – bei jedem Schritt, bei jeder Bewegung, bei jeder Minute im Einsatz. Seit vielen Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich im Rettungsdienst wieder, sowie in der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV). Außerdem bin ich Teil der Motorradstaffel des ASB Karlsruhe. Diese unterschiedlichen Aufgaben haben...

Was macht KI mit uns? Über Veränderung, Identität und Arbeit – was Menschen und Organisationen jetzt brauchen

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In letzter Zeit frage ich mich, überlege ich, was macht KI mit uns? Veränderung, Identität und Arbeit – was Menschen im Leben brauche und was Organisationen jetzt brauchen. Wenn über Künstliche Intelligenz gesprochen wird, drehen sich die Gespräche meist schnell um bekannte Fragen: was sie kann, wie sie Branchen verändert, welche Jobs sie ersetzt oder neu schafft und welche Chancen oder Risiken sie mit sich bringt. Diese Fragen sind berechtigt und wichtig. Je länger ich jedoch die Entwicklung dieser Technologie beobachte – von Machine Learning über Deep Learning bis zur aktuellen Welle generativer KI – desto mehr rückt für mich eine andere Frage in den Vordergrund.  Nicht, was KI für uns tun kann, sondern was sie mit uns macht. Ich stelle diese Frage nicht als Entwickler oder Technologe, sondern auch als Designer, der über Jahrzehnte hinweg beobachtet hat, wie digitale Systeme nicht nur Arbeitsprozesse verändern, sondern auch die gelebte Erfahrung von Arbeit selbst. Und ich stelle ...

PTBS Awareness Month – Warum dieser Monat so wichtig ist

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Es gibt Momente in einem Einsatz, die bleiben. Manchmal ein Geräusch. Manchmal ein Geruch. Manchmal ein Gesicht. Tage, Wochen, Jahre später kann ein einziger Reiz genügen, um einen Menschen zurück an einen Ort zu bringen, den er eigentlich längst hinter sich gelassen hatte. Genau hier beginnt das Thema, über das wir im Juni sprechen sollten: Posttraumatische Belastungsstörung – kurz PTBS . Aber um es gleich zum Start zu sagen NICHT NUR IM JUNI, dieser Monat und diese Tage sollen nur die Achtsamkeit für das Thema die BEachtung schärfen, zuhören und da sein müssen wir das ganze jahr, für uns, für unsere Lieben und unser Umfeld im Privaten wie im Job. Der Juni steht weltweit im Zeichen der Aufklärung über diese Erkrankung  – PTBS . Der PTBS Awareness Month soll Sichtbarkeit für eine Diagnose schaffen, die Millionen Menschen betrifft und dennoch häufig missverstanden, übersehen oder sogar stigmatisiert wird. Psychische Verletzungen sind nicht sichtbar wie ein gebrochener Arm oder eine ...

Moral Injuries – Wenn das eigene Gewissen Wunden davonträgt

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In der Psychologie und in der Notfallseelsorge sprechen wir oft von einer Moral Injury – moralischen Verletzung . Das ist was? Jeder von uns kennt den Schmerz, wenn man körperlich verletzt wird. Wir schneiden uns in den Finger,stolpern und verletzen ein Knie, oder ein Unfall hinterlässt Spuren. Doch was passiert, wenn nicht unser Körper, sondern unsere Seele verletzt wird – und zwar an einer ganz bestimmten Stelle: an unserem inneren Kompass für Richtig und Falsch? Vielleicht ist dieser Begriff für viele noch ungewohnt, doch gerade in der sogenannten Blaulichtfamilie – bei Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Hilfskräften – sowie bei Menschen, die in extremen Situationen stehen, ist er traurige Realität. Gerade in vielen Bereichen der medizinischen Berufe kommt das Thema sehr nahe. Einen offiziellen „Tag der moralischen Verletzungen" gibt es bisher nicht – zumindest nicht im deutschsprachigen Raum. Im englischsprachigen Raum hingegen, wo das zugrundeliegende psychologische Konz...

Traumaberatung für Einsatzkräfte: PSNV-E erhält eigene Hilfsnummer - Traumazentrierten Fachberatung

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Die Bedeutung der mentalen Gesundheit für Einsatzkräfte – Ein unverzichtbares Angebot der Traumazentrierten Fachberatung Die Arbeit als Einsatzkraft, sei es im Rettungsdienst, in der Feuerwehr oder bei der Polizei, ist mit außergewöhnlichen physischen und psychischen Belastungen verbunden. Doch wer kümmert sich um die mentale Gesundheit der Helfer selbst? Wer sorgt dafür, dass die Menschen, die tagtäglich in Krisensituationen für andere da sind, auch in schwierigen Momenten Unterstützung erhalten? Eine neue Initiative bietet genau diese Hilfe – und das auf eine Weise, die hoffentlich eine nachhaltige Wirkung hat. Seit Februar 2026 gibt es für Einsatz- und Führungskräfte aller Einsatzorganisationen aber auch für alle Kräfte der PSNV-E und den Fachkräften der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte, ein wichtiges Angebot: die traumazentrierte Fachberatung. In Form einer vertraulichen Sprechzeit können sich Einsatzkräfte nun einmal wöchentlich Unterstützung holen, um über mögli...

KI-Chatbots - Eine persönliche Einordnung aus MHFA- und PSNV-Sicht

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Vor einigen Wochen habe ich KI-Chatbots wie Therabot, Wysa, Woebot und Replika aus Design- und UX-Perspektive betrachtet. Heute möchte ich bewusst die Perspektive wechseln. Hier schreibe ich nicht als Designer – auch wenn ich diesen Blick nie ganz ablegen kann. Sondern als jemand, der sich mit mentalen, seelischen und psychosozialen Belastungen beschäftigt. Als MHFA-Ersthelfender. Mit Einblicken aus der PSNV. Die Frage ist nicht, ob diese Systeme technisch beeindruckend sind. Die Frage ist: Was bedeuten sie für Menschen in echten Krisen? Und noch grundlegender:  Verstehen wir KI als Ergänzung – oder als Ersatz? Warum KI-Chatbots relevant sind Psychische Belastungen nehmen zu. Gleichzeitig sind Versorgungsangebote überlastet. Wartezeiten auf Therapieplätze, Stigmatisierung, Unsicherheit im Umgang mit eigenen Symptomen – viele Menschen bleiben lange allein mit dem, was sie belastet. Hier setzen KI-Chatbots an. Sie sind: 24/7 verfügbar anonym nutzbar niedrigschwellig ohne Termin oder...

Zwischen Struktur, Sekunden und Seele.

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Im Rettungsdienst zählt jede Sekunde. Entscheidungen fallen unter Druck, Handlungen müssen sitzen, Abläufe greifen. Klare Strukturen, Algorithmen, Handlungsempfehlungen und medizinische Standards sind das Fundament unserer Arbeit. Sie geben Halt, wenn Situationen chaotisch werden. Sie machen es möglich, Leben zu retten, Schaden zu begrenzen und Menschen sicher in weiterführende Versorgung zu bringen. Diese Strukturen sind kein Korsett – sie sind ein Schutz. Für die Patientinnen und Patienten. Und für uns selbst. Seit ein paar Tagen treibt mich der Gedanke um kann es so etwas wie eine 'den Menschen sehende' Notfallversorgung im Rettungsdienst geben? Am Einsatzort liegt der Fokus zunächst auf dem, was lebenswichtig ist: Atemwege sichern, Blutungen stoppen, Schmerzen lindern, Vitalfunktionen stabilisieren. Diese Maßnahmen haben Priorität, und das zu Recht. Sie entscheiden darüber, ob ein Mensch eine Chance hat, diesen Einsatz zu überleben. Und doch wissen wir alle: Damit ist noch ...

Tag des Ehrenamts 2025 - Ehrenamt verändert Leben

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Tag des Ehrenamts 2025 – Ein persönlicher Blick auf Engagement, Gemeinschaft und mentale Stärke Der 5. Dezember, der internationale Tag des Ehrenamts , ist jedes Jahr ein Anlass, innezuhalten – und all jene zu würdigen, die einen Teil ihrer Zeit, ihrer Energie und ihres Herzens verschenken, um anderen zu helfen. Für mich ist dieser Tag seit vielen Jahrzehnten ein ganz besonderer. Denn ich engagiere mich seit meinem 15. Lebensjahr ehrenamtlich – und trage mittlerweile mehr als ein halbes Jahrhundert Erfahrung, Staub auf den Stiefeln und Wind auf dem Motorrad hinter mir. Und doch – oder vielleicht gerade deswegen – mache ich es immer noch. Mit großer Leidenschaft. Heute liegt mein Schwerpunkt verstärkt im Bereich der mentalen Gesundheit  ( MHFA ) und Psychosozialen Notfallversorgung ( PSNV ) . Aber auch als First Responder auf dem Motorrad oder bei Sanitätsdiensten bin ich weiterhin aktiv. Für mich ist Ehrenamt nicht etwas, das man „mal macht“ – es ist ein Teil meiner Identität ...