Posts

Showing posts with the label Thiopental

Rezept, Off-Label-Use und die Realität in der Praxis (Update 2026) - Thiopental in der Freitodbegleitung

Image
Als ich früher, über Thiopental in der Freitodbegleitung geschrieben habe, lag der Fokus vor allem auf dem Off-Label-Use und den ärztlichen Pflichten. Inzwischen zeigt sich immer deutlicher, was ich auch rund um die Freitodbegleitung beobachte: Die eigentliche Herausforderung liegt weniger im Recht, diese ist recht klar – sondern in der praktischen Umsetzung. Ein aktueller Fall aus der Fachdebatte / des Magazin der DGHS Ausgabe 2026-2 macht genau das sichtbar: Ein Arzt erhält trotz ordnungsgemäßen Rezepts das benötigte Medikament nicht von einer Versandapotheke. Die Begründungen wechseln – von regulatorischen Vorgaben bis hin zu „Sicherheitsgründen“. Bei allem Verständnis und Sicherheitsbedenken die ich auch habe bei der Herausgabe - dies wirft eine zentrale Frage auf: Was braucht es tatsächlich, um Thiopental rechtmäßig zu verordnen – und warum scheitert es trotzdem so oft in der Praxis? Aber eine vorweg, Dieser Beitrag spiegelt meine persönliche Auseinandersetzung mit dem T...

Thiopental in der Freitodbegleitung: Off-Label-Use und rechtlicher Rahmen

Image
Die Begleitung eines freiwilligen Todesentschlusses stellt Ärztinnen und Ärzte vor ethische, medizinische und rechtliche Herausforderungen. In Deutschland kommt dabei  der Wirkstoff Thiopental zum Einsatz – allerdings im sogenannten Off-Label-Use, also außerhalb der offiziell zugelassenen Indikationen. Diese Anwendung ist rechtlich möglich, setzt jedoch eine besonders sorgfältige ärztliche Aufklärung sowie die freiwillige und informierte Einwilligung des Patienten voraus. Während der Off-Label-Use in der Medizin durchaus etabliert ist – etwa in der Onkologie oder Pädiatrie –, ist sein Einsatz im Rahmen der Freitodbegleitung besonders sensibel, da er mit irreversiblen Folgen verbunden ist. Dieser Beitrag soll einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, ärztlichen Pflichten und die praktische Anwendung von Thiopental in diesem Kontext geben. und ist ein Update zu meinem Artikel von 2022 Off-Label-Use in der Sterbehilfe Thiopental erfolgt im sogenannten Off-Label-Use...

Zahlen und Trend - DWDA - Oregon's Death with Dignity Act - 2023 und frühere

Image
Der Oregon Death with Dignity Act (deutsch: Gesetz des Staates Oregon über Sterben in Würde) ist ein Gesetz im US-Bundesstaat Oregon aus dem Jahr 1997. Es erlaubt einen ärztlich-assistierten Sterbehilfe und regelt die Voraussetzungen hierfür. Laut einem neu veröffentlichten Bericht (PDF) der Gesundheitsbehörde von Oregon starb im Jahr 2023 etwa eine Person pro Tag durch den Death with Dignity Act . Zusammenfassung der Studie Im Jahr 2023 erhielten 560 Personen Rezepte / Verordnungen für tödliche Dosen von Medikamenten gemäß den Bestimmungen des Oregon DWDA, im Jahr 2022 zuvor waren es 433 Fälle. Bis Ende Januar 2024 hatte die OHA Berichte über 367 Menschen erhalten, die im Jahr 2023 gestorben sind, nachdem sie die unter dem DWDA verschriebenen Medikamente eingenommen hatten, eine Steigerung von 304 im Jahr 2022. OHA steht für Oregon Health Authority - Die Oregon Health Authority kümmert sich, die Qualität zu verbessern und den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erhöhen, um die lebens...

Medikament - Freitod

Image
Zur Medikation für den Freitod werden Arzneimittel aus verschiedenen Gruppen eingesetzt. Zu den wichtigsten Wirkstoffen gehören Barbiturate wie Pentobarbital-Natrium und Thiopental sowie neuromuskuläre Blocker wie Rocuroniumbromid.  Die Medikament werden peroral (über den Mund mit anschließendem Herunterschlucken) eingenommen oder parenteral (direkte Injektion oder Infusion in den Blutkreislauf ) verabreicht. Da eine Injektion zu den aktive Sterbehilfe**** gehört ist in den meisten Ländern nur die Infusion die Option. Wobei der Sterbewillige die Infusion selbstständig starten / öffnen muss. Recht auf selbstbestimmtes Sterben in Deutschland Für die ärztlich assistierte Sterbehilfe werden zugelassene Arzneimittel aber auch Magistralrezepturen eingesetzt. Magistralrezepturen sind Arzneimittel, die in Apotheken für die Patienten individuell auf ärztliche Verordnung hergestellt werden. Off-Label-Use Bei den zugelassenen Arzneimittel handelt es sich dann beim Freitod um einen sogenannten...