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Q&A – Freiverantwortlichkeit trotz psychischer Erkrankung?

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Welche psychischen Erkrankungen oder Störungen sind im Zusammenhang mit Freiverantwortlichkeit relevant? Immer wieder wird gefragt, welche psychischen Erkrankungen bei der Prüfung der Freiverantwortlichkeit eine Rolle spielen und auch ob es einen Unterschied zwischen einer „psychischen Erkrankung“ und einer „psychischen Störung“ gibt. Der Artikel schließt an früheren Artikel an ... Freiverantwortlichkeit und assistierte Sterbehilfe psychisch Erkrankter Sterbehilfe in Deutschland - Aspekt der Freiverantwortlichkeit Ich möchte nochmals darlegen, dass eine  psychische Erkrankungen weder pauschal als Ausschlussgrund anzusehen ist - noch den Eindruck erweckt, jede Diagnose sei automatisch mit Freiverantwortlichkeit vereinbar. Dieser Artikel ist Teil meiner Q&A Reihe und soll Fragen beantworten wie ... Bedeutet eine psychische Erkrankung automatisch fehlende Freiverantwortlichkeit? Kurz geantwortet: Nein, nicht automatisch, aber ... ! und Macht die Unterscheidung zwischen Erkra...

Psychisch erkrankte Menschen mit freiverantwortlichem Sterbewunsch - Ein schwieriger Grenzbereich

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Dies ist ein weiterer Artikel zu psychisch erkrankte Menschen mit freiverantwortlichem Sterbewunsch -    Es ist und wird immer ein schwieriger Grenzweg und Grenzbereich sein. Ein Aspekt, der besondere Aufmerksamkeit verdient, ist der Umgang mit freiverantwortlichen Sterbewünschen bei psychisch erkrankten Menschen. Hier ist vor allem eines gefragt, was immer unbeschreiblich wichtig ist, aber noch um einiges mehr: Zuhören – und zwar genau, sorgfältig und empathisch. Besonders herausfordernd wird es, wenn Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen – etwa chronischen Depressionen, bipolaren Störungen oder komplexen Traumafolgestörungen – über einen längeren Zeitraum hinweg den Wunsch äußern, ihr Leben selbstbestimmt zu beenden. Nicht aus einem impulsiven Moment oder einer akuten Krise heraus, sondern als stabiler, reflektierter Entschluss, dem oft viele Jahre des Leidens und zahlreiche erfolglose Behandlungsversuche vorausgegangen sind. Hier verschwimmen die Grenzen: Wann ...

Wenn Erkrankungen, wie z.B. neurologische Erkrankungen, unerträglich werden

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"Leben in Würde – Sterben in Würde: Wenn Erkrankungen, wie z.B. neurologische Erkrankungen, unerträglich werden" Ein Beitrag über selbstbestimmte Entscheidungen am Ende eines langen Leidenswegs – und ein Appell an Gesellschaft, Mediziner, Ärzte, Forschung und Politik. In der öffentlichen Diskussion über Suizid und Freitod, Würdigem Leben und Sterben, Pflege, und Sterbehilfe wird häufig zu wenig über jene gesprochen, deren Leidensdruck weder psychisch "einfach behandelbar" noch körperlich „sichtbar“ ist. Es sind Menschen, die an schweren, oft unheilbaren neurologischen Erkrankungen leiden – wie z. B.  Primär progrediente Multiple Sklerose ( PPMS )  oder  ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) . Erkrankungen, die in ihrer Schwere und im Alltagsimpact selbst von medizinischen Fachkräften oft unterschätzt werden. Ich schreibe diesen Beitrag nicht theoretisch – sondern aus persönlicher Erfahrung. Meine Frau lebt mit PPMS, einer langsam, aber...

Leben und Sterben in Würde – Der Wunsch nach Selbstbestimmung bei schwerer chronischer Krankheit

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In der Märkischen Oderzeitung (MOZ) ist am 18. August 2025 ein bewegender und einfühlsam geschriebener Artikel über Marc Kirch aus Brandenburg erschienen. Der 51-Jährige ist an ME/CFS erkrankt – einer Krankheit, die oft übersehen und doch so viele Menschen in die Isolation und Verzweiflung treibt. Offen und mutig spricht er mit der MOZ über sein Leiden und seinen Wunsch nach einem selbstbestimmten Lebensende. Der Artikel würdigt nicht nur Marc Kirchs persönliche Geschichte, sondern macht auch auf das stille Leiden vieler ME/CFS-Betroffener aufmerksam. Er erschien in der Montagsausgabe und ist auch online lesbar unter dem Titel:  Leben in Dunkelheit und Stille Der Artikel in der Märkischen Oderzeitung (MOZ) inspirierte mich meinen Artikel zu schweren, fortschreitenden Erkrankungen fertigzustellen. In einer Gesellschaft, die das Ideal vom aktiven und selbstständigen Leben hochhält, werden Menschen mit schweren, fortschreitenden Erkrankungen wie ME/CFS, Primär Progredienter Multipler ...

Suizidalität ist keine Krankheit - Gedanken und Hinweise zu Suizidalität und Freitod-Gedanken

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Suizidalität ist keine Krankheit,, sondern ein Zeichen für ein tiefgreifendes, zugrunde liegendes Problem. Sie kann das Endresultat einer mentalen seelischen Entwicklung sein, in der Gefühle der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit überwiegen, in einer Spirale sich verwickeln und verknotet und absackt. Menschen mit Suizidgedanken fühlen sich oft innerlich zerrissen und haben gemischte Gefühle in Bezug auf ihren Wunsch zu sterben. Auf der einen Seite sehen sie ihr Leben als unerträglich schmerzhaft an und wünschen sich dessen Beendigung, auf der anderen Seite spüren sie einen Selbsterhaltungstrieb, haben Angst vor den möglichen Schmerzen eines Selbstmordversuchs und sind unsicher über die Folgen ihrer Handlungen. Für diese Menschen erscheint die Option einer Veränderung ihres aktuellen Lebens und eines Neuanfangs bei akuter Suizidalität oft nicht als realistisch; Selbstmord erscheint ihnen als der einzige Ausweg. Da Suizidalität sich auf viele verschiedene Arten – oder auch gar nicht – m...

Sterbehilfe bei psychisch kranker Studentin - Berlin 2024

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Mit Dr. Turowski (74) muss sich ein weiterer Arzt vor Gericht verantworten. Dr. Turowski überließ einer jungen Frau tödliche Medikamente. Die Studentin litt seit Jahren an schweren Depressionen. Sie nahm sich das Leben. Nun muss sich der Arzt vor dem großen Landgericht Berlin / Schwurgerichtssaal 500 des Berliner Kriminalgerichts verantworten.  Seit dem 20. Februar steht nun Dr. Turowski in Berlin vor Gericht. Ich schreibe oben 'weiterer Arzt' da ja erst kürzlich ein erstes Urteil im Fall von Dr. Spittler in NRW gesprochen wurde. (Siehe: Arzt leistete einem psychisch kranken Mann Sterbehilfe - Totschlag in „minderschweren Fall“ ). Es geht es nun auch in Berlin um eine Anklage wegen Totschlags. Turowski war jahrelang für eine Sterbehilfeorganisation tätig mit dort strengsten Vorsichtsmaßnahmen der DGHS. In der Anklageschrift steht dazu: „Der Angeschuldigte entschied sich bewusst dafür, die von der DGHS aufgestellten Standards zum assistierten Suizid nicht einzuhalten“, damit er...

Assistierter Sterbehilfe bei Depressionen ... ein Rechtsfall

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Ein Fall von Sterbehilfe, den es zu diskutieren gilt und dem Beachtung gehört.  Mitte 2021 hatte ein Berliner Hausarzt, im Ruhestand, einer Sterbewilligen zunächst ein tödlich wirkende Tabletten zur Verfügung gestellt. Wie so oft bei oral einzunehmenden Medikamenten kam es dabei zu Problematiken und Erbrechen, und ein würdiges Sterben war nicht erfolgreich. Wenige Wochen später konnte die Sterbewillige, durch eine Infusion, ihren Wunsch zu sterben, erfüllen. Da die Sterbewillige unter einer Depressionen gelitten hat, hat die die Staatsanwaltschaft Berlin den Hausarzt wegen der Unterstützung der Selbsttötung angeklagt.  Einen umfangreichen und gut lesbaren Artikel dazu ist in der TAZ zu finden. Es könnte ein Präzedenzfall werden und darum erwähne ich diesen in meinem Blog hier und werde ihn verfolgen. taz artikel - Wie frei entscheiden psychisch Kranke? - vom 21. 5. 2023 Es gibt O-Töne des Arztes in einem etwa 8 minütigem  Interview "Suizidhilfe oder Tötung – Ein Berl...

Wir müssen einander mit Menschenwürde und Respekt begegnen

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Es gibt viele Kräfte, die uns in der Welt unterscheiden: Politik, Religion, Überzeugungen, um nur einige zu nennen. Was uns eint, ist der Wunsch, in Würde zu leben. Aber nicht alle politischen und religiösen Überzeugungen geben allen die identischen, gleichen oder ähnlichen Möglichkeiten oder erlauben diese - so viele Menschen auf unserem Planeten kämpfen dafür, dass sie sich selbst und ihren Lieben ein würdiges Leben haben und führen können und in letzter Konsequenz auch selbstbestimmt zu einem würdigen Ende führen können.. Würde ist eines der wichtigsten Dinge für den menschlichen Geist. So zumindest meine feste Überzeugung auch wenn einige religiösen und politischen Ansichten dies anders sehen. Jeder Mensch hat das Recht, ein würdiges Leben zu führen und sein Potenzial auszuschöpfen und sein persönliches Lebensfreude und Glück finden. Jung, alt, reich, arm – überall auf der Welt haben wir alle das Recht, mit Würde behandelt zu werden. Wir behandeln andere jedes Mal mit...