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Traumaberatung für Einsatzkräfte: PSNV-E erhält eigene Hilfsnummer - Traumazentrierten Fachberatung

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Die Bedeutung der mentalen Gesundheit für Einsatzkräfte – Ein unverzichtbares Angebot der Traumazentrierten Fachberatung Die Arbeit als Einsatzkraft, sei es im Rettungsdienst, in der Feuerwehr oder bei der Polizei, ist mit außergewöhnlichen physischen und psychischen Belastungen verbunden. Doch wer kümmert sich um die mentale Gesundheit der Helfer selbst? Wer sorgt dafür, dass die Menschen, die tagtäglich in Krisensituationen für andere da sind, auch in schwierigen Momenten Unterstützung erhalten? Eine neue Initiative bietet genau diese Hilfe – und das auf eine Weise, die hoffentlich eine nachhaltige Wirkung hat. Seit Februar 2026 gibt es für Einsatz- und Führungskräfte aller Einsatzorganisationen aber auch für alle Kräfte der PSNV-E und den Fachkräften der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte, ein wichtiges Angebot: die traumazentrierte Fachberatung. In Form einer vertraulichen Sprechzeit können sich Einsatzkräfte nun einmal wöchentlich Unterstützung holen, um über mögli...

KI-Chatbots - Eine persönliche Einordnung aus MHFA- und PSNV-Sicht

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Vor einigen Wochen habe ich KI-Chatbots wie Therabot, Wysa, Woebot und Replika aus Design- und UX-Perspektive betrachtet. Heute möchte ich bewusst die Perspektive wechseln. Hier schreibe ich nicht als Designer – auch wenn ich diesen Blick nie ganz ablegen kann. Sondern als jemand, der sich mit mentalen, seelischen und psychosozialen Belastungen beschäftigt. Als MHFA-Ersthelfender. Mit Einblicken aus der PSNV. Die Frage ist nicht, ob diese Systeme technisch beeindruckend sind. Die Frage ist: Was bedeuten sie für Menschen in echten Krisen? Und noch grundlegender:  Verstehen wir KI als Ergänzung – oder als Ersatz? Warum KI-Chatbots relevant sind Psychische Belastungen nehmen zu. Gleichzeitig sind Versorgungsangebote überlastet. Wartezeiten auf Therapieplätze, Stigmatisierung, Unsicherheit im Umgang mit eigenen Symptomen – viele Menschen bleiben lange allein mit dem, was sie belastet. Hier setzen KI-Chatbots an. Sie sind: 24/7 verfügbar anonym nutzbar niedrigschwellig ohne Termin oder...

PSNV beginnt im Alltag - RETTUNGSDIENST

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Buchrezensionen gehören für mich inzwischen zur vertrauten Routine. Fachzeitschriften sind hingegen Neuland – zumindest für mich. Doch diesmal geht es nicht um die Zeitschrift selbst, sondern um ihren Schwerpunkt: die Psychosoziale Notfallversorgung im 'RETTUNGSDIENST' – Zeitschrift für präklinische Notfallmedizin . Wie im Einsatzdienst gibt es hier ein erstes Mal – und wenn ein Thema es verdient, näher betrachtet zu werden, dann ist es die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Sie betrifft uns alle, im Alltag wie in außergewöhnlichen Lagen. Wenn von PSNV gesprochen wird, denken viele zunächst an Großschadenslagen, Terroranschläge oder Naturkatastrophen. Ereignisse also, die außergewöhnlich erscheinen. Doch die Belastung entsteht im Einsatzdienst oft nicht im Ausnahmezustand – sondern im Alltag: Ein Rettungswagen fährt zur Reanimation eines Kindes. Die Feuerwehr wird zu einem Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang alarmiert. Die Polizei überbringt eine Todesnachricht. Das Techn...

Sterbehilfe – eine Frage der Menschenwürde und Freiheit - Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020

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Sterbehilfe und Freitodbegleitung sind keine rein juristischen oder medizinischen Themen. Sie betreffen zutiefst menschliche Fragen: Würde, Schutz, Nähe und Verantwortung. Es geht um Entscheidungen, die existenziell sind – Entscheidungen, die Außenstehende aus ihrer eigenen Sicht vielleicht nicht nachvollziehen können oder nicht mittragen würden. Dennoch bleiben es persönliche Entscheidungen. In diesem Artikel zum sechsten Jahr des Urteils, soll es mehr um die faktische und juristische Seite des Urteils gehen - in meinem anderen Artikel der heute online geht, geht es stärker um die emotionale und menschlichen Seiten und Ebenen - Sterbehilfe zwischen Selbstbestimmung und Verantwortung seit 6 Jahren wieder in Deutschland Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020 Am 26. Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht ein grundlegendes Urteil gefällt. Es hat damit klargestellt und wiederhergestellt, was in Deutschland lange galt und nur für fünf Jahre – von 2015 bis 2020 – durch § 2...

Sterbehilfe zwischen Selbstbestimmung und Verantwortung seit 6 Jahren wieder in Deutschland

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In 10 Tagen jährt es sich zum sechsten  Mal, dass die Begleitung eines selbstbestimmten Todes in Deutschland rechtlich wieder möglich ist. Damit wurde ein wichtiges Signal gesetzt: Das Lebensende gehört zur persönlichen Freiheit des Menschen. Doch mit dieser Freiheit sind neue Herausforderungen entstanden. In diesem Artikel soll es darum gehen, warum Freitodbegleitung Zeit, Beziehung und das Aushalten von Ambivalenz braucht. Aber auch, dass wo klare Regeln fehlen, Unsicherheit entsteht – für Betroffene, für Angehörige und für all jene, die Menschen in existenziellen Krisen begleiten. Nochmals meine Sicht es fehlt an Regeln und Leitlinien aber nicht ein neues Gesetz. Wer sich mehr, über die faktische und juristische Seite des Urteils vor 6 Jahren informieren will, ich habe heute einen zweiten Artikel dazu zusammengestellt:  Sterbehilfe – eine Frage der Menschenwürde und Freiheit - Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020 Sterbehilfe und Freitodbegleitung sind keine re...

20 Jahre Tag der Kinderhospizarbeit – Hinschauen, Zuhören, Mitfühlen

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Heute am 10. Februar 2026 begehen wir den 20. Jahrestag des Tags der Kinderhospizarbeit . Seit 2006 findet  dieser bundesweite Aktionstag statt und läd dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und Solidarität mit Familien zu zeigen, die lebensverkürzend erkrankte Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene begleiten. Initiiert vom Deutschen Kinderhospizverein e.V. , macht der Tag auf ein Thema aufmerksam, das oft im Verborgenen bleibt: das Leben und Sterben junger Menschen und die psychische wie praktische Begleitung ihrer Familien. Kinderhospizarbeit ist weit mehr als Trauerarbeit – sie ist Lebens- und Beziehungsarbeit in einer der schwierigsten Situationen, die eine Familie durchleben kann. Eine lebensverkürzende Diagnose verändert das gesamte Familienleben: Rollenverteilungen verschieben sich, Zeit gewinnt eine neue Dimension, Prioritäten verschieben sich, und innere Ressourcen werden auf die Probe gestellt. Diese Erfahrungen berühren emotional, kognitiv und körperlich tief. Die Hospiz...

Moral Ambition – Über Verantwortung, Erschöpfung und die leise Frage nach Sinn

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Ich habe Moral Ambition von Rutger Bregman nicht gelesen, weil ich motivierter oder produktiver werden wollte. Ich habe es gelesen, weil mich sein vorheriges Buch Im Grunde gut sehr berührt hat. Auch dieses Buch hat mich nicht losgelassen. Nach der Lektüre blieb vor allem eine Frage: Wie viel Verantwortung kann ein einzelner Mensch tragen, ohne innerlich müde zu werden? Und meine Antwort darauf ist überraschend klar geworden: wahrscheinlich mehr, als wir oft glauben – gerade weil Verantwortung nicht nur belastet, sondern auch trägt. Oder zumindest, weil es wichtig ist, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln. Mentale Gesundheit fühlt sich heute oft an wie ein persönliches Projekt: achtsam sein, Grenzen setzen, resilient bleiben. Und trotzdem bleibt bei vielen von uns ein diffuses Gefühl von Leere oder Überforderung zurück. Nicht, weil wir zu wenig an uns arbeiten – sondern weil wir in einer Gesellschaft leben, die Sinn verspricht, ihn aber selten wirklich erfahrbar macht. Dieses Buch ha...

Zahlen zu Freitodbegleitungen in Deutschland für das Jahr 2025 bzw. neuere Schätzungen

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Zusammenstellung der Zahlen zu Freitodbegleitungen in Deutschland für das Jahr 2025 bzw. neuere Schätzungen, basierend auf verfügbaren Quellen. Leider sind offizielle, amtliche Gesamtstatistiken bisher (Ende Januar 2026) nicht zentral veröffentlicht worden; die derzeit verfügbaren Daten stammen überwiegend aus Vereinsangaben, Pressekonferenzen und Presseberichten. Die Zahlen der letzten Jahre finden Sie hier: Zahlen und Fakten zur Sterbehilfe 2021 bis 2024 Nach Presseberichten finde ich nachfolgende Zahlen: Insgesamt etwa 1.287 assistierte Freitodbegleitungen sollen 2025 in Deutschland stattgefunden haben, wenn man alle Organisationen zusammenzählt. DGHS: 898 Fälle Dignitas Deutschland: ~213 Fälle Verein Sterbehilfe (Hamburg): ~176 Fälle Diese Zahl ist eine Schätzung aus journalistischen Quellen und nicht amtlich bestätigt, aber sie gibt einen breiteren Überblick über die Situation in 2025. 1. Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V. Die DGHS berichtete bei ihrer Presseko...

Pressekonferenz der DGHS vom 29.Jaunuar 2026

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Am 29. Januar 2026 stellte Präsident RA Prof. Robert Roßbruch auf einer Pressekonferenz in Berlin die neue Diskurs- und Informationskampagne der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben vor: „Humanes Sterben. Weil es mein Leben ist.“ Zu finden unter:  www.humanes-sterben.info Es ist eine Kampagne, die nicht laut sein will, aber Gehör und Öffentlichkeit bekommen soll, und einfach nur menschlich sein will. Keine abstrakten Debatten, keine juristischen Schlagworte – sondern Gesichter, Stimmen, Geschichten. Das Herzstück bilden sogenannte Testimonials: Mitglieder der DGHS erzählen in kurzen Videos von jeweils etwa zwei Minuten von ihrem Weg, ihren Gedanken, ihren Gründen. Sie sprechen über Sterbehilfe und Freitodbegleitung, über Selbstbestimmung, Angst, Würde und Verantwortung. Diese Stimmen sind auf www.humanes-sterben.info ebenso zu finden wie in den Social-Media-Kanälen der DGHS und auf YouTube. Sie richten sich ausdrücklich auch an jene Menschen, die sich mit dem Thema Freitodbe...

Einsamkeit im Alter - Das Silbertelefon

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Einsamkeit im Alter ist ein oft unterschätztes Thema – besonders im Zusammenhang mit dem Übergang in den Ruhestand. Aufmerksam geworden bin ich darauf durch einen Beitrag im MOMA des WDR -  Telefonieren gegen einsamkeit im Alter  . Wenn der Job endet, verändert sich mehr als nur der Tagesablauf. Für viele Menschen verschwinden soziale Kontakte, Routinen und das Gefühl von Zugehörigkeit. Was lange selbstverständlich war, fehlt plötzlich. Diese Form der Einsamkeit betrifft nicht nur Alleinlebende, sondern auch Paare. Sie hat direkte Auswirkungen auf die mentale Gesundheit und sollte nicht tabuisiert werden. Einsamkeit schleicht sich oft leise ins Leben. Besonders dann, wenn ein Lebensabschnitt endet, der viele Jahre getragen hat: der Job. Mit dem letzten Arbeitstag geht für viele Menschen mehr verloren als nur ein Einkommen. Es verschwinden Routinen, Aufgaben, Anerkennung – und vor allem tägliche Begegnungen. Gespräche auf dem Flur, gemeinsames Lachen, kleine Rituale. Dinge, die...

Durch Astrid Lindgren's Augen – ein stiller Appell in wahnwitzigen Zeiten „Die Menschheit hat den Verstand verloren“

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„Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren“ ist weit mehr als eine Dokumentation über eine weltberühmte Autorin. Der Film nähert sich Astrid Lindgren über ihre Kriegstagebücher aus den Jahren 1939 bis 1945. Texte, die sie in den Jahres des Zweiten Weltkriegs schrieb, als Mutter, als Frau, als frühe Feministin. 70 Jahre lang lagen diese Aufzeichnungen verborgen in einem Wäscheschrank. Es ist ein leiser, eindringlicher Film, der mich im Kino tief berührt hat – und der noch lange nachwirkt. Selten habe ich Geschichte so nah erlebt, so menschlich und zugleich so erschreckend aktuell. Heute hören wir darin, durch Astrid Lindgren's Auge und Wahrnehmung, von Angst, Ohnmacht und Fassungslosigkeit – aber auch von innerer Stärke und auch Dankbarkeit. Besonders berührend ist die Nähe, die der Film herstellt: die Gespräche zwischen ihrer Tochter Karin, ihrer Enkelin Annika und ihrem Urenkel Johan. Sie lesen, erinnern, halten inne. Dabei wird deutlich, wie sich Erfahrungen von ...

Zwischen Würde und Freiverantwortlichkeit – Gedanken zum BGH-Urteil im Fall Turowski

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Der Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen den Arzt Christoph Turowski bestätigt. Drei Jahre Haft wegen Totschlags in mittelbarer Täterschaft . Die FAZ beschreibt den Fall nüchtern und klar: Eine junge Frau, schwer depressiv, ein Arzt, der sich nach einem Gespräch zur Sterbehilfe bereit erklärt, eine tödliche Infusion – und am Ende die Feststellung der Gerichte, dass hier nicht von selbstbestimmtem Sterben gesprochen werden kann. Die   FAZ   zeigt sehr deutlich, worum es den Richtern ging: Nicht um eine Grundsatzabrechnung mit dem Recht auf Sterbehilfe – dieses Recht besteht seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020. Sondern um die Frage, wer in diesem Moment tatsächlich die Kontrolle hatte . Das Gericht kamen zu dem Schluss: Dass es in diesem Fall nicht die Frau, sondern der Arzt war. Die Analyse der Rechtsdepesche bringt dafür den entscheidenden Begriff ins Spiel: Freiverantwortlichkeit . Ein Sterbewunsch ist nur dann rechtlich geschützt, wenn er dauerhaf...