Zahlen zu Freitodbegleitungen in Deutschland für das Jahr 2025 bzw. neuere Schätzungen
Leider sind offizielle, amtliche Gesamtstatistiken bisher (Ende Januar 2026) nicht zentral veröffentlicht worden; die derzeit verfügbaren Daten stammen überwiegend aus Vereinsangaben, Pressekonferenzen und Presseberichten. Die Zahlen der letzten Jahre finden Sie hier: Zahlen und Fakten zur Sterbehilfe 2021 bis 2024
Nach Presseberichten finde ich nachfolgende Zahlen:
Insgesamt etwa 1.287 assistierte Freitodbegleitungen sollen 2025 in Deutschland stattgefunden haben, wenn man alle Organisationen zusammenzählt.
- DGHS: 898 Fälle
- Dignitas Deutschland: ~213 Fälle
- Verein Sterbehilfe (Hamburg): ~176 Fälle
Diese Zahl ist eine Schätzung aus journalistischen Quellen und nicht amtlich bestätigt, aber sie gibt einen breiteren Überblick über die Situation in 2025.
1. Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V.
Die DGHS berichtete bei ihrer Pressekonferenz am 29. Januar 2026, dass sie 898 Freitodbegleitungen im Jahr 2025 vermittelt hat – also Fälle, bei denen ärztlich assistierter Freitode vermittelt und begleitet wurde. (DGHS Humanes Sterben)
Damit stieg die Anzahl bei der DGHS gegenüber den 623 Fällen in 2024 erwartungsgemäß weiter an.
2. Dignitas Deutschland e. V. (Hannover)
Für 2024 liegen Daten vor: Laut Presseberichten führte Dignitas in Deutschland 183 Freitodbegleitungen durch.
Für 2025 finde ich in Presseartikeln eine Zahl von ungefähr ~213 Fälle – aber das stammt nicht aus einem offiziellen Jahresbericht der Organisation selbst. Offizielle Zahlen von Dignitas Deutschland e. V. für 2025 sind öffentlich noch nicht separat veröffentlicht worden (Stand: Jan 2026).
3. Verein Sterbehilfe (Hamburg)
Für 2024 meldete der Verein 171 Freitodbegleitungen, laut Jahresrückblick. (sterbehilfe.de)
Für 2025 werden in Presseberichten ca. 176 Fälle genannt.
Bundesweite Schätzung aller assistierten Freitodbegleitungen 2025
Freitodbegleitungen ohne Vereinszugehörigkeit / durch Einzelne Ärzt*innem
Laut Schätzungen (für 2024) gab die DGHS an, dass mehr als 200 Freitodbegleitungen direkt von Ärzt*innen oder Einzelpersonen durchgeführt wurden, ohne Vereinszugehörigkeit.
Für 2025 gibt es derzeit keine verlässliche offizielle Zahl, aber Experten gehen davon aus, dass dieser Anteil weiter existiert, wenngleich er im Verhältnis zu den organisierten Vereinen eher kleiner bleibt.
Wichtig: In Deutschland dürfen Ärzt*innen rechtlich assistierten Sterbehilfe leisten, wenn die Entscheidung der Patient*innen freiverantwortlich und sorgfältig geprüft ist.
Fazit
Die DGHS ist weiterhin die größte organisierte Struktur für Freitodbegleitungen in Deutschland mit 898 Fällen im Jahr 2025.
Dignitas Deutschland und Verein Sterbehilfe tragen zusätzliche Fälle bei, deren Summen im journalistischen Überblick bei mehreren Hundert liegen.
Freitodbegleitungen durch Ärzt:innen ohne Vereinsbindung gibt es ebenfalls – konkrete Zahlen dazu fehlen aber für 2025.
Eine zentrale, amtliche Gesamtstatistik ist bisher nicht verfügbar; Zahlen beruhen auf Vereinsangaben, Schätzungen und Presseberichten.
Weitere Informationen
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