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Tipps für das Gespräch mit Ärztinnen und Ärzten (update zu 2023)

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In den vergangenen Artikeln habe ich beschrieben, warum Freiverantwortlichkeit nicht erst mit einem Gutachten beginnt, sondern das Ergebnis eines über längere Zeit dokumentierten Entscheidungsprozesses ist. Durch den Kommentar einer Leserin wurde ich daran erinnert, dass ich bisher einen wichtigen Aspekt noch nicht aufgegriffen habe: Wie beginnt man überhaupt ein solches Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt? Wie spricht man das Thema an, ohne Missverständnisse entstehen zu lassen? Das tat ich aber vor etwa 3 Jahren in einem eigenständigen Artikel ( Tipps für das Gespräch mit Ärztinnen oder Ärzte ) den ich heute ergänzen und durch drei Jahre Erfahrung anders schreiben würde und werde. Gerade das erste Gespräch ist oft wichtiger, als viele denken. Es kann den Grundstein für eine vertrauensvolle ärztliche Begleitung legen – oder zeigen, dass diese Ärztin oder dieser Arzt nicht der richtige Ansprechpartner für dieses Thema ist. Wie so oft im Leben prägt der erste Eindruck den weiteren...

Weg zur Freiverantwortlichkeit - Teil 2 - Bescheinigung oder Gutachten? Was ist der Unterschied – und wann ist was sinnvoll?

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Nachdem ich im ersten Beitrag erläutert habe, warum Freiverantwortlichkeit nicht erst am Tag einer Begutachtung entsteht, sondern idealerweise über einen längeren Zeitraum ärztlich begleitet und dokumentiert wird, stellt sich zwangsläufig die nächste Frage: Braucht es am Ende immer ein psychiatrisches Gutachten – oder kann auch eine ärztliche Bescheinigung ausreichen? Diese Frage beschäftigt viele Betroffene ebenso wie Ärztinnen und Ärzte. Die Antwort ist jedoch weniger einfach, als häufig angenommen wird. Das Ziel ist bei beiden identisch Ob Gutachten oder Bescheinigung – beide verfolgen letztlich denselben Zweck: Sie sollen nachvollziehbar dokumentieren, dass eine Person ihre Entscheidung frei, ernsthaft, informiert und eigenverantwortlich getroffen hat. Geprüft werden dabei dieselben wesentlichen Kriterien: Einsichts- und Urteilsfähigkeit, Freiheit von äußerem Druck, Dauerhaftigkeit und Stabilität des Sterbewunsches, informierte Entscheidung nach umfassender Aufklärung. Der Untersc...

Warum es Ärzt*innen oft schwerfällt, über ein selbstbestimmtes Lebensende zu sprechen

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In diesem Artikel versuche ich, meine Perspektiven und Erfahrungen darzulegen und zu beschreiben, warum es Ärzt*innen oft schwerfällt, über ein selbstbestimmtes Lebensende zu sprechen. Die Motivation, diesen Text zu schreiben, entstand nach der Lektüre des LinkedIn-Artikels Artikel  'Was lernen Medizinstudierende eigentlich über Suizidalität — und was nicht?' von Ute Lewitzka  . Der darin von Prof. Dr. med. habil. Ute Lewitzka referenzierte Artikel in  The Lancet Psychiatry: Are you suicidal?  war beziehungsweise ist für mich leider nicht zugänglich. Der Umgang mit Suizidalität und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Lebensende ist in der medizinischen Praxis bis heute von Unsicherheit, Zurückhaltung und emotionaler Distanz geprägt. Die Gründe dafür sind nicht nur individueller Natur, sondern liegen ebenso in historischen, ethischen und strukturellen Zusammenhängen. Gesellschaftlicher Hintergrund: Die Wirkung von §217 StGB Die gesellschaftliche Wahrnehmung vo...

Sterbehilfe in Deutschland - Erläutert in 3 bis 4 Minuten (Lesezeit)

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Sterben in Würde – das wünschen sich viele Menschen, besonders bei schwerem Leiden oder unheilbarer Krankheit. In Deutschland ist es seit 2020 wieder erlaubt, dass jemand einem anderen beim Freitod hilft. Doch es gibt klare Regeln dafür – und auch klare Grenzen. Dieser Artikel erklärt, was heute erlaubt ist, was verboten bleibt, und warum die sogenannte „freiverantwortliche Entscheidung“ dabei so wichtig ist. Da ich mich aber sehr kurz und knapp halten wollte. in 3-4 Minuten lesbar, bitte für weitere Details meine früheren Artikel lesen, Sterbehilfe in Deutschland ist erlaubt und möglich In Deutschland ist es seit dem Jahr 2020 wieder erlaubt, einem Menschen beim Sterben zu helfen, wenn dieser das freiwillig will. Das nennt man Beihilfe zum Sterben oder assistierte Sterbehilfe. Vor dem Jahr 2015 war diese Hilfe über viele Jahrzehnte erlaubt. Nur von 2015 bis 2020 war sie verboten. Das Verbot wurde 2020 vom Bundesverfassungsgericht aufgehoben. Jede Person darf einer anderen beim Sterben...

Q&A - Wieso ist das Finden einer Freitodbegleitung oft so schwer?

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Über die Kommentare, über die Social Media Kanäle bekomme ich Fragen die ich nun seit ein paar Monaten abarbeite / beantworte. Mit den Antworten möchte ich mehrere Effekte in einem erledigen. a) Antworten liefern, b) meinen Standpunkt darlegt, aber auch c) im besten Fall meine Leser zum Reflektieren und Nachdenken anregt sowie d) auch Argumente an die Hand gibt. Diese Reihe ist mit Q&A getagt. Unter den top Ten ist die Frage ...  Wieso ist das finden einer Freitodbegleitung so schwer? Um ehrlich zu sein die Frage ist für mich immer wieder überraschend bis erschreckend, da es zeigt wie wenig die / der Fragende sich in die Schuhe auf die Seite der / des Helfenden stellt - da sonst diese Frage nicht kommen würde.Dies ist meist der erste Gedanke. Kurze schnelle Antworten, die von einem Helfenden kommen würden: Weil Leben das tollste ist was man hat. Weil Leben einzig und einzigartig ist. Weil man nur ein Leben hat. Und ... Weil Helfen zum und beim Sterben nicht einfach ist! ...

Hilfe finden ...

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Sterbehilfe ist die ultimativste Hilfe die man von jemanden erbitten kann. Sterbehilfe ist in der Tat eine der schwierigsten und emotionalsten Entscheidungen, die jemand treffen kann, dies gilt zu gleichen Ausmaßen für die oder den Fragenden wie auch ebenso für die oder den Helfenden. Wer um Hilfe zum Sterben bittet muss dies wissen, erkennen und anerkennen. Es geht um das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben und die ethischen, moralischen und rechtlichen Fragen, die damit verbunden sind - für dejenigen die nach dieser Hilfe nicht mehr sind und die mit der Hilfe ein lebenslang leben müssen, und sich stehts sicher sein müssen das dies unzweifelhaft der ultimative Wille des Verstorbenen war. Dies vorweg da ich bei meinen Sterbebegleitungen lernte, dass dies vielen so nicht klar ist - darum stelle ich dies hier zum Anfang hervor. Wie vielfach schon angesprochen - Sterbehilfe ist in Deutschland gut möglich und Sie brauchen keinen Sterbehilfeverein. Den nach Sterbehilfe Suchenden rate i...

Vorgehensweise bei der ärztlichen Hilfe zu einem Freitod / Sterbewunsch

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Dieser Artikel geht zuallererst an Ärzte und Mediziner die entweder ... grundsätzlich bereit zur Hilfe bei einem freiverantwortlichen, wohlerwogenen Sterben,  einer assistierter Sterbehilfe sind oder Ärztinnen / Ärzte die offen für ein Gespräch zur Sterbehilfe sind aber auch Ärztin / Arzt die die Hilfe beim Beenden des Leidens durch eine freiverantwortliches Sterben grundsätzlich ablehnen Ich habe vor demnächst eine Reihe mit Fragen und Antworten zu starten - Q&A - da es so viele Fragen sind weiß ich aber noch nicht wann - aber da ich bei meinen Freitodbegleitungen nie wirklich dem Hausarzt oder anderen Arzt verbalisieren konnte was ich im Kopf habe habe ich mich an einem Flow versucht um dies zu 'Papier' zu bekommen. In diesen Gesprächen mit Hausärzt*innen oder anderen Ärzten, kam immer nach der Rechtlichen Seite, dem Verweis auf eine gute Rechtsanwältin auch von ärztlicher Seite häufig die Frage, Aussage: "...wie kann ich dies tun, ich habe Medizin als meinen Beruf ...

Über den Wunsch zu Sterben - Über Freitod und Suizidgedanken reden

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Äußert ein Mensch einen Gedanken zum Sterben ist dies in unserer Gesellschaft etwas 'nicht normales', aber Sprechen über Sterben und den Tod sollte wenn nicht normal so dann doch akzeptiert sein.  Sprechen über den eigenen Tod ebenso - Motivation dafür kann vielfältig sein. Über das Sterben und den Tod sprechen wir nicht gern. Dabei könnten wir genau damit helfen, dem Abschied, einer vorausgehenden Trauer und der Trauer einen Platz in unserem Leben einzuräumen und uns die Angst davor zu nehmen. Die allermeisten mit den ich dazu spreche, sind der Meinung, Gespräche über Tabuthemen wie dem Ende des Lebens würden sich wie eine bleierne Decke über einen sonnigen Tag legen, doch das Gegenteil ist der Fall, wie wieder rum die allermeisten recht schnell feststellen und äußern: Oft können führt es dazu, dem Tod seine Schwere zu nehmen. Der Tod gehört zum Leben. Wir alle müssen eines Tages sterben. Oder wie Heiner Geißler mal sagte: " Der Tod ist demokratisch. Von hundert Menschen ...