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Sterbehilfe zwischen Selbstbestimmung und Verantwortung seit 6 Jahren wieder in Deutschland

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In 10 Tagen jährt es sich zum sechsten  Mal, dass die Begleitung eines selbstbestimmten Todes in Deutschland rechtlich wieder möglich ist. Damit wurde ein wichtiges Signal gesetzt: Das Lebensende gehört zur persönlichen Freiheit des Menschen. Doch mit dieser Freiheit sind neue Herausforderungen entstanden. In diesem Artikel soll es darum gehen, warum Freitodbegleitung Zeit, Beziehung und das Aushalten von Ambivalenz braucht. Aber auch, dass wo klare Regeln fehlen, Unsicherheit entsteht – für Betroffene, für Angehörige und für all jene, die Menschen in existenziellen Krisen begleiten. Nochmals meine Sicht es fehlt an Regeln und Leitlinien aber nicht ein neues Gesetz. Wer sich mehr, über die faktische und juristische Seite des Urteils vor 6 Jahren informieren will, ich habe heute einen zweiten Artikel dazu zusammengestellt:  Sterbehilfe – eine Frage der Menschenwürde und Freiheit - Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020 Sterbehilfe und Freitodbegleitung sind keine re...

Ambivalenzen rund um die Sterbehilfe

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Zu Sterben, sich das Leben zu nehmen, jemanden zu helfen zu sterben ist unwiderruflich - es gibt keine Möglichkeit, sich danach anders zu entscheiden.  Ich wünschte ich könnte dies so schreiben und dafür zu sorgen, sicher zu stellen, dass Sie als Leser nun zunächst einen Moment oder länger über genau diese Aussage nachzudenken. Bitte tun Sie es. < Denkpause Bitte> Ambivalenz - das Erleben von inneren Konflikten Die Bedeutung von Ambivalenz ist weitreichend und beeinflusst unser tägliches Leben auf vielfältige Weise. Der Begriff „Ambivalenz“ beschreibt den Zustand, in dem wir zwiegespalten sind und gleichzeitig positive und negative Reaktionen oder Emotionen gegenüber einer Person, Situation, einem Objekt oder einer Idee empfinden. Dieses Konzept spiegelt die komplexen und vielschichtigen Aspekte unserer menschlichen Gedanken und Emotionen wider. Als Ambivalenzkonflikt bezeichnet einen Konflikt, bei dem ein angestrebtes Ziel sowohl positive als auch negative Aspekte aufweist. ...

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist unser aller Verpflichtung

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Ich habe in den letzten Wochen intensiver als in den letzten drei Jahren mit verschiedensten Abgeordneten und Politikern aus der Bundesregierung zu Pflege, Palliativversorgung, Hospizeinrichtungen sowie intensiv zu Freitod und Sterben gesprochen - und damit auch immer über Würde. Die Würde des Menschen ist unantastbar  Die Würde des Menschen ist unantastbar und ist das höchste und unantastbare Gut im Sinne unseres Grundgesetzes. Die Rechtfertigung für die Inanspruchnahme einer professionellen Freitodbegleitung ist daher nicht Krankheit oder Lebenssattheit, sondern die Freiheit - dies ist menschlich, dies ist würdevoll.dies ist respektvoll, dies ist das was auch unser Bundesverfassungsgericht gesagt hat. Das Leben ist ein verdammt hohes Gut, von höchstem Wert - aber wenn Leben nur noch existieren ist. wenn Leben keine selbsterlebte Würde mehr hat  steht nicht mehr der Schutz des Lebens vorne an sondern der Schutz und Respekt und Achtung der Würde. Um die persönliche Würde wird ...