Wenn das Helfen an seine Grenzen kommt
In den vergangenen Tagen wurde in mehreren Regionen Deutschlands aufgrund der anhaltenden Hitzewelle eine Außergewöhnliche Einsatzlage (AEL) ausgerufen. Ehrenamtliche der Hilfsorganisationen unterstützten Krankenhäuser, Rettungsdienste und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens. Mir sind entsprechende Lagen unter anderem aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen bekannt. Solche Meldungen verschwinden oft schnell wieder aus den Nachrichten. Für viele sind sie kaum mehr als eine Randnotiz. Mich machen sie nachdenklich. Nicht, weil außergewöhnliche Einsatzlagen etwas Neues wären. Sondern weil sie immer häufiger sichtbar machen, was viele Menschen im Gesundheitswesen schon lange erleben: Unsere Systeme funktionieren – aber oft nur noch, weil Menschen weit über das hinausgehen, was eigentlich dauerhaft leistbar ist. Seit meinem 15. Lebensjahr engagiere ich mich im Ehrenamt. Vor rund vierzig Jahren war ich hauptamtlich als Rettungssanitäter tätig. Heute bin ich weiterhin als...