Hitze ist nicht nur unangenehm – sie kann lebensgefährlich werden (Serie zur Hitze 3/3)
Wer zu wenig trinkt, dessen Blut wird konzentrierter und fließt weniger gut. Dadurch steigt das Risiko für Kreislaufprobleme, Blutgerinnsel, Schlaganfälle und Herzinfarkte. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Menschen mit Demenz, Schwangere und Haustiere.
Gerade ältere Menschen und Menschen mit Demenz verspüren häufig weniger Durst. Deshalb trinken sie oft zu wenig, ohne es selbst zu bemerken.
So schützt ihr euch und andere
💧 Trinkt regelmäßig Wasser – auch ohne Durstgefühl.
🥗 Esst lieber mehrere kleine, leichte Mahlzeiten statt schwerer Speisen.
🚫 Verzichtet möglichst auf Alkohol und stark zuckerhaltige Getränke.
☀️ Meidet die direkte Sonne, besonders zwischen 11 und 17 Uhr.
👒 Tragt helle, luftige Kleidung und schützt euren Kopf.
🏠 Lüftet früh morgens und nachts. Haltet tagsüber Fenster, Rollläden und Vorhänge geschlossen.
🏃 Verlegt körperliche Aktivitäten möglichst in die frühen Morgen- oder Abendstunden.
Achtet auf Andere
Kinder können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren. Lasst sie regelmäßig trinken, sorgt für Schatten und Sonnenschutz und lasst sie niemals – auch nicht für wenige Minuten – alleine im Auto.
Ältere Menschen und Menschen mit Demenz benötigen oft Unterstützung. Fragt nach, ob genügend getrunken wurde. Bietet Getränke aktiv an und achtet auf Schwindel, Schwäche oder Verwirrtheit. Ein kurzer Besuch oder ein Anruf kann im Ernstfall Leben retten.
Haustiere nicht vergessen Auch Tiere leiden unter der Hitze. Sorgt immer für frisches Wasser, ermöglicht Schattenplätze und verlegt Spaziergänge in die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Tiere dürfen niemals im Auto zurückgelassen werden.
Warnzeichen einer Überhitzung – Nehmt diese Symptome ernst:
- Starke Kopfschmerzen
- Schwindel
- Übelkeit oder Erbrechen
- Ungewöhnliche Müdigkeit
- Verwirrtheit
- Kreislaufprobleme
- Heiße, gerötete Haut
- Bewusstseinsstörungen
- bewusstlos wird,
- nicht mehr richtig ansprechbar ist,
- Krampfanfälle entwickelt,
- Atemnot hat,
- Anzeichen eines Schlaganfalls zeigt,
- starke Brustschmerzen oder Beschwerden entwickelt, die auf einen Herzinfarkt hindeuten.
Bis der Rettungsdienst eintrifft:
- bringt die Person an einen kühlen Ort,
- lockert enge Kleidung,
- kühlt den Körper mit feuchten Tüchern oder Luftzug,
- gebt kleine Schlucke Wasser, sofern die Person wach ist und sicher schlucken kann.
Auch wenn es den Meisten klar sein sollte ,,, Bewusstlosen Menschen dürfen niemals Getränke eingeflößt werden.
Doch sie trifft nicht alle gleich. Deshalb lohnt es sich, in diesen Tagen besonders aufmerksam zu sein. Ein Glas Wasser, ein kurzer Anruf oder die Nachfrage beim Nachbarn sind oft kleine Gesten – sie können jedoch einen großen Unterschied machen.
Passt auf euch auf. Und achtet aufeinander.
Wenn Hitze mehr ist als Sommerwetter (Serie zur Hitze 1/3)

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