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Showing posts with the label Therapien

Plädoyer für ein offenes Gespräch über Sterbewünsche – Was hören wir, wenn jemand sagt: „Ich möchte sterben“?

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Vor wenigen Tagen wurde die neue S2k-Leitlinie „Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz“ veröffentlicht. In meinem Artikel „Zwischen Theorie und Praxis: Mein Blick auf neue Sterbehilfe-Leitlinie“ habe ich meine ersten Eindrücke dazu beschrieben. Die Leitlinie bietet eine wichtige fachliche Orientierung. Doch neben den Kriterien und Verfahren beschäftigt mich eine weitere Frage: Wie begegnen wir einem Menschen, der uns sagt, dass er sterben möchte? Was hören wir in diesem Satz? Und wie können wir einen Sterbewunsch ernst nehmen, ohne eine mögliche akute Suizidgefahr aus dem Blick zu verlieren? Mit diesen Fragen beschäftige ich mich seit vielen Jahren. In diesem Beitrag möchte ich Erfahrungen aus meinen Gesprächen und Begleitungen teilen – und aus dem Austausch mit Ärztinnen, Psychologinnen und Psychotherapeut*innen, die mich zu diesen Themen befragt haben und mit denen ich darüber gesprochen habe. Für viele medizinische und therapeutische Fachkräfte ist der Satz „Ich möchte sterben“...

Wenn Psychotherapie zum Luxus wird – warum die geplanten Kürzungen uns alle betreffen

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Erst vor wenigen Tagen habe ich darüber geschrieben, dass psychische Erkrankungen längst zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit gehören. ( Die stille Krise unserer Zeit? ) Die Daten zeigen seit Jahren einen steigenden Bedarf an Unterstützung, Therapie und Prävention. Gleichzeitig sprechen Menschen heute offener über ihre psychischen Belastungen und suchen häufiger professionelle Hilfe. Ausgerechnet die psychotherapeutische Versorgung könnte in den kommenden Jahren erheblich eingeschränkt werden. Ich musste die Nachrichten und  Bericht der letzten Zeit mehrmals lesen und auch das Kleingedruckte, was ja so oft im Leben entscheidend ist. Ich fragt mich, in welcher Gesellschaft wollen wir leben? Und JA mir sind die finanziellen Herausforderungen unseres Gesundheitssystems recht klar und ich unterschätze diese nicht. Während wir einerseits immer deutlicher erkennen, welche Bedeutung psychische Gesundheit für unsere Gesellschaft hat, diskutieren wir andererseits d...

Ausgerechnet bei der Hilfe für die Seele wird gespart – Kürzung bei Psychotherapeut*innen

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Ab dem 1. April sollen die Honorare für ambulante Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gekürzt werden – um rund 4,5 Prozent. Gleichzeitig wird argumentiert, dass an anderer Stelle Zuschläge steigen, etwa für Praxis- und Personalkosten. Unterm Strich soll das ein Ausgleich sein. Doch wer sich die Realität der psychotherapeutischen Versorgung anschaut, merkt schnell: Diese Rechnung geht nicht auf. Die Waagschalen sind nicht ausgewogen. Es ist eine politische Entscheidung. Und wie jede politische Entscheidung sendet sie ein Signal. Das Problem ist nicht neu. Seit Jahren wissen wir, dass die psychische Versorgung in Deutschland überlastet ist. Therapieplätze sind knapp. Wartezeiten von mehreren Monaten sind für viele Menschen längst Normalität. Manche warten ein halbes Jahr oder länger auf ein erstes reguläres Gespräch. Andere finden überhaupt keinen Platz. Und genau in dieser Situation entscheidet man sich, die Vergütung für die Menschen zu kürzen, die diese Versorgung überhaupt ers...

Engagement für die mentale Gesundheit: Ein Aufruf zur Veränderung - Psychreport 2024

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In den letzten Jahren ist das Thema psychische Gesundheit immer mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Dennoch muß ich , müssen wir feststellen, dass Institutionen und die Politik in vielen Fällen nicht adäquat auf die Herausforderungen reagiert, die mit psychischen Erkrankungen einhergehen. Die steigenden Fehltage, die durch psychische Erkrankungen verursacht werden, sind alarmierend – besonders, wenn man die neuesten Zahlen der DAK-Gesundheit betrachtet: Im vergangenen Jahr verursachten Krankschreibungen wegen Depressionen bereits rund 50 Prozent mehr Fehltage im Vergleich zu 2023. Doch warum bleibt die politische Debatte darüber so weitgehend aus? (  DAK Psychreport 2024: Erneuter Höchststand bei psychisch bedingten Fehltagen im Job ) Es ist schwer nachvollziehbar, dass während politische Entscheidungsträger, wie die CDU, ein höheres Rentenalter fordern und Wirtschaftsweisen die Streichung von Feiertagen ins Spiel bringen, die gravierenden Mängel in der Versorgung psychisch ...

Emotionalen Krise(n) - Mental Health First Aid - MHFA

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Wenn es einem nicht gut geht - man sich regelmäßig oder länger andauernd, oder massiv mies fühlt - ist es kein Zeichen von Schwäche, Hilfe in Anspruch zu nehmen!  Ganz im Gegenteil  Hilfe anzunehmen ist Stärke! Hilfe und auch Erste Hilfe bei körperlichen Erkrankungen zu leisten ist weit verbreitet. Hilfe und Erste Hilfe bei psychischen Erkrankungen ist weder verbreitet noch bekannt und erst recht nicht etablieren. Erste Hilfe bei psychischen Erkrankungen ist hilfreich, sinnvoll und erlernbar. Ich gehe nun dies Weg und absolviere den Kurs zum Mental Health First Aider / Ersthelfer für Mentale Gesundheit - danke dafür auch meinem Arbeitgeber der mich in allen erdenklichen Aspekten unterstützt und fördert. Was ist Mental Health First Aid - MHFA? MHFA Ersthelfer ist die deutsche Version des australischen Mental Health First Aid Programms. Zunächst wurde MHFA Ersthelfer am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim mit Unterstützung der Dietmar Hopp Stiftung GmbH ins Leb...