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Sterbehilfe in Frankreich: Macron setzt Gesetz für Schwerkranke in Kraft

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Ein guter Tag für die Selbstbestimmung am Lebensende. Der 19. August 2026 ist für mich ein guter Tag. Nicht nur weil der 19.August der Welttag der humanitären Hilfe ist. An diesem Mittwoch wurde das französische Gesetz zur „Aide à mourir“ – zur Hilfe beim Sterben – offiziell im französischen Amtsblatt veröffentlicht. Damit tritt das Gesetz, von dem ich Mitte Juli bereits im Detail berichtete habe, so in Frankreich nun in Kraft. (Siehe: Frankreich beschließt Gesetz zur Sterbehilfe – Nationalversammlung stimmt mit Mehrheit zu )  Frankreich gehört damit zu den Ländern, die schwer und unheilbar kranken Menschen unter bestimmten und streng geregelten Voraussetzungen die Möglichkeit geben, selbst über das Ende ihres Lebens zu entscheiden. Ich sage ganz bewusst: Ich freue mich darüber. Ich weiß, dass dieser Satz bei manchen Menschen Widerspruch hervorrufen wird. Sterbehilfe ist ein Thema, bei dem es um Leben und Tod geht, um Krankheit, Verzweiflung, Hoffnung und menschliche Würde. E...

Sterbehilfe – eine Frage der Menschenwürde und Freiheit - Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020

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Sterbehilfe und Freitodbegleitung sind keine rein juristischen oder medizinischen Themen. Sie betreffen zutiefst menschliche Fragen: Würde, Schutz, Nähe und Verantwortung. Es geht um Entscheidungen, die existenziell sind – Entscheidungen, die Außenstehende aus ihrer eigenen Sicht vielleicht nicht nachvollziehen können oder nicht mittragen würden. Dennoch bleiben es persönliche Entscheidungen. In diesem Artikel zum sechsten Jahr des Urteils, soll es mehr um die faktische und juristische Seite des Urteils gehen - in meinem anderen Artikel der heute online geht, geht es stärker um die emotionale und menschlichen Seiten und Ebenen - Sterbehilfe zwischen Selbstbestimmung und Verantwortung seit 6 Jahren wieder in Deutschland Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020 Am 26. Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht ein grundlegendes Urteil gefällt. Es hat damit klargestellt und wiederhergestellt, was in Deutschland lange galt und nur für fünf Jahre – von 2015 bis 2020 – durch § 2...

Assistierter Freitod in Österreich – Sterbeverfügung – Ablauf, Voraussetzungen und Grenzen

Österreich hat seit dem 1. Januar 2022 einen gesetzlich geregelten Weg für Menschen geschaffen, die unter bestimmten schweren oder unheilbaren Erkrankungen selbstbestimmt aus dem Leben scheiden möchten. Das österreichische Sterbeverfügungsgesetz ermöglicht unter engen Voraussetzungen die Hilfe bei einem assistierten Sterben. Die betroffene Person muss ihren Entschluss selbstbestimmt, dauerhaft und frei von unzulässigem Druck treffen. Die letzte, zum Tod führende Handlung muss sie selbst vornehmen. In diesem Artikel lege ich den Weg Schritt für Schritt dar  –  so wie es mir möglich ist  –  wie immer gilt als w ichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche, rechtliche oder persönliche Beratung. Die gesetzlichen Regelungen können sich ändern. Für eine konkrete Entscheidung sollten immer die aktuellen Informationen der zuständigen österreichischen Stellen eingeholt werden. Weder Ärztinnen und Ärzte, Notarinnen und Notare...

Politische Debatten zur Sterbehilfe: Gesetzentwürfe, Unterstützer und Gegner

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Seit fünf Jahren begleite ich auf diesem Blog die Entwicklungen rund um Sterbehilfe und assistiertem und selbstbestimmten Sterben in Deutschland,  und in Teilen darüber hinaus. Vieles hat sich bewegt – doch die zentrale Frage bleibt offen: Wie soll ein verlässlicher Rahmen aussehen, der Betroffenen, Ärzt*innen und Angehörigen echte Rechtssicherheit bietet? Während das Bundesverfassungsgericht das Recht auf selbstbestimmtes Sterben gestärkt hat, fehlt es an Regelung zur Umsetzung. Die politischen Positionen gehen weit auseinander, und die gescheiterten Gesetzentwürfe von 2023 wirken bis heute nach. In 2025 lohnt sich daher ein genauer Blick auf die Haltungen der Parteien: Wer setzt auf mehr Selbstbestimmung, wer auf Restriktion, und wer sucht nach einem Kompromiss?  Grundsätzliche Lage in Deutschland Aktive Sterbehilfe (Tötung auf Verlangen) ist in Deutschland weiterhin verboten und im Strafgesetzbuch als „Totschlag auf Verlangen“ geregelt (Strafbarkeit bleibt bestehen). ...

Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten zu einem neuen Anlauf der Sterbehilferegelung

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Einblick nach zwei Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten zu einem neuen Anlauf der Sterbehilferegelung aus der Kalenderwoche 33 2025. Im Juli 2025 berichtete ich über die neue parlamentarische Initiative zur Neuregelung der Sterbehilfe – ein weiterer Versuch, nachdem 2023 zwei konkurrierende Entwürfe im Bundestag gescheitert waren. Inzwischen konkretisiert sich der politische Wille, mit einem überparteilichen, mehrheitsfähigen Gesetzentwurf das Recht auf selbstbestimmtes Sterben gesetzlich abzusichern – ohne eine Rückkehr ins Strafrecht. ( Artikel aus Juli 2025 - Ein neuer Anlauf für ein Gesetz – Hoffnung oder Gefahr für die Selbstbestimmung? ) In zwei Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten unterschiedlicher Parteien fragte ich gezielt nach dem Stand der Initiative. Dabei wurde deutlich, wie intensiv derzeit an einem Kompromiss gearbeitet wird, der sowohl individuelle Autonomie als auch den Schutz vulnerabler Menschen in den Mittelpunkt stellt. In diesem Zusammenhang sprach ich auch ...

Ein neuer Anlauf für ein Gesetz – Hoffnung oder Gefahr für die Selbstbestimmung?

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Nach über fünf Jahre nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, dass das Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe aufhob und das Recht auf selbstbestimmtes Sterben als Grundrecht festschrieb hat, ringt der Bundestag erneut um eine gesetzliche Regelung. 2023 scheiterten zwei konkurrierende Gesetzentwürfe – ein restriktiver Vorschlag aus der Gruppe um Lars Castellucci (SPD) und ein liberaler von Abgeordneten wie Katrin Helling-Plahr (FDP) und Renate Künast (Grüne). Nun will eine neue, parteiübergreifende Initiative – unter anderem mit Lukas Benner (Grüne) und Matthias Mieves (SPD) – einen dritten Versuch unternehmen: Ein einzelner, mehrheitsfähiger Gesetzentwurf soll es diesmal richten. Doch was steht auf dem Spiel – und was haben wir aus dem Scheitern der Vergangenheit gelernt? Zwischen Freiheit und Schutz: Das Spannungsfeld Das Bundesverfassungsgericht hat klar formuliert: Der Staat darf die assistierten Sterbehilfe regulieren, muss es aber nicht. Er darf Verfahren zur ...

Sterbehilfe in Deutschland - Erläutert in 3 bis 4 Minuten (Lesezeit)

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Sterben in Würde – das wünschen sich viele Menschen, besonders bei schwerem Leiden oder unheilbarer Krankheit. In Deutschland ist es seit 2020 wieder erlaubt, dass jemand einem anderen beim Freitod hilft. Doch es gibt klare Regeln dafür – und auch klare Grenzen. Dieser Artikel erklärt, was heute erlaubt ist, was verboten bleibt, und warum die sogenannte „freiverantwortliche Entscheidung“ dabei so wichtig ist. Da ich mich aber sehr kurz und knapp halten wollte. in 3-4 Minuten lesbar, bitte für weitere Details meine früheren Artikel lesen, Sterbehilfe in Deutschland ist erlaubt und möglich In Deutschland ist es seit dem Jahr 2020 wieder erlaubt, einem Menschen beim Sterben zu helfen, wenn dieser das freiwillig will. Das nennt man Beihilfe zum Sterben oder assistierte Sterbehilfe. Vor dem Jahr 2015 war diese Hilfe über viele Jahrzehnte erlaubt. Nur von 2015 bis 2020 war sie verboten. Das Verbot wurde 2020 vom Bundesverfassungsgericht aufgehoben. Jede Person darf einer anderen beim Sterben...