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Showing posts with the label Lebenssattheit

Käthe Nebel - Kämpferin für Selbstbestimmung - ist selbstbestimmt verstorben

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Käthe Nebel ist selbstbestimmt aus dem Leben gegangen. Ruhe in Frieden! Vor einer Woche am Samstag, dem 20.07.2024 konnte Käthe Nebel selbstbestimmt im Alter von 94 Jahren, ihr Leben so beenden wie sie es lebte: Selbstbestimmt. Sie wurde hierbei von einem Arzt unterstützt und konnte zu Hause, im Kreis ihrer Lieben, aus dem Leben scheiden. Es waren zahlreiche Freunde anwesend, so auch mehrere Mitstreiter unseres Arbeitskreises, um Käthe auf diesem letzten Weg zu begleiten. Nachdem der Arzt ihr eine Infusion anlegte, was zu den straffreien helfenden Handlungen für jede/n Helfenden zählt, ob Ärztin/Arzt, oder andere Person, öffnete Käthe Nebel eigenständig den Drehregler des Infusionsbesteck und schlief binnen kürzester Zeit friedlich ein.  Käthe Nebel war Mitbegründerin des "Arbeitskreises Selbstbestimmtes Sterben Oldenburg", eine engagierte, zielbewusst häufig gesellschaftlich oder politisch handelnde Frau und Aktivistin der Sterbehilfe. Käthe Nebel war eine sehr aktive Frau -...

Antonymie und Gegensätzlichkeit von Lebenssattheit und Lebensmüdigkeit

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Vor etwa einem halben Jahr habe ich bereits zur  Antonymie von Freitod versus Suizid geschrieben. Beim Suizid, einem Selbstmord, ist als Wortbestandteil das Wort Mord sehr tragend und ruft, dem entsprechend, ein Verständnis von Gewalt, Verbrechen und Vorwurf auf. Viele Menschen vergegenwärtigen damit ebenso ein Gefühl und Verständnis von 'Flucht'. Ganz im Gegenteil dazu wenn es um einen Freitod geht. Spricht man mit diesen Menschen die einen Freitod erwägen, erkennt man, so meine Erfahrung, dass es immer um einen wohlerwogenen Weg des Ablebens geht. Zudem trägt das Wort und auch der Gedanke an einen Freitod Freiheit in sich. Und damit kann man eigentlich gar nicht anders entsprechend einen selbstbestimmter, kontrollierter Weg und Entscheidung zu sehen.  Genau um das zuvor Formulierte geht es mir, wenn ich diese Worte verwende und ich bin mir sicher, dies geht vielen Menschen so. Diesmal soll es in meinem Artikel um die ... Antonymie und Gegensätzlichkeit von Lebenssattheit un...

Ambivalenz hinsichtlich des Wunsches zu leben oder zu sterben ist ein grundlegendes Merkmal eines Jeden

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Menschen, die über ihren eigenen Tod nachdenken, haben meist eine beträchtliche Geschichte von Krankheit, Ängsten, Hoffnungen, Trauer und Verlust hinter sich. Sich das Leben zu nehmen ist unwiderruflich - es gibt keine Möglichkeit, sich danach anders zu entscheiden. Es muss klar sein, dass es nach dem biologischen Tod keinen Weg zurück gibt. Und diesen schweren Entscheidungsprozess machen Gegner zu einem Vorwurf, wird oft von Kritikern kritisiert.  Die Entscheidungen eines Menschen sowie seine Ansichten, Äußerungen und Verhaltungen basieren auf vielen verschiedenen Faktoren. Das gilt auch für die letzte Lebensphase und kann auch in der letzten Lebensphase nicht anders sein. Doch eine Situation am Ende des Lebens, die Endphase des Lebens stellt eine bisher unbekannte Grenzsituation dar, die in völliges Neuland, in etwas völlig Unbekanntes führt. Individuelle Werte und Bewältigungsmuster, die sich in der Vergangenheit bewährt haben und ein Leben lang gewachsen sind, tragen plötzlich ...

Gedanken zur Lebenssattheit - „Menschsein“ und "Leben" vs "Existieren"

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Ich gestehe ich habe den Faust ohne schulischen Druck gelesen und genossen. Und beginne diesen Artikel mit einem Zitat - als Goethe seinen Faust sagen lässt ... „ Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust; Zu den Gefilden hoher Ahnen “ ... und für mich offenbart sich das Dilemma von „Menschsein“ und "Leben" vs "Existieren" mit Würde und Gefühl.. Wir können und sollten uns über unsere Schwächen und Stärken, die Täler und Höhen des Lebens, die wie Ebbe und Flut sich oft anziehen, einhergehend mit Sog und Dynamiken und Kräften die auf uns und unser Umfeld einwirken, gewahr werden und gleichzeitig Verantwortung übernehmen und selbstbestimmt, eigenverantwortlich Dinge überdenken, planen und handeln. Es ist unsere Entscheidung, was wir denken und wie wir handeln - in allen Konsequenzen und mit diesen. Es liegt an...