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Showing posts with the label Gedenken

Fünf Jahre oder etwa 2300 Tage

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Fünf Jahre ... Heute jährt sich der Tod meiner Frau zum fünften Mal. Fünf Jahre sind vergangen. Und doch sind die Erinnerungen an ihre letzten Wochen und Tage lebendig geblieben. Meine Frau litt an einer sehr aggressiven Form der primär progredienten Multiplen Sklerose (PPMS). Als sie 2010 die Diagnose erhielt, wurde ihr schnell klar, dass es für ihre Erkrankung keine Heilung gab. Die verfügbaren Medikamente konnten den Verlauf allenfalls etwas verlangsamen. In ihrem Fall gelang nicht einmal das. Innerhalb weniger Jahre wurde aus einer kerngesunden, aktiven Frau ein Mensch mit schwersten Einschränkungen und schließlich Pflegegrad 5.' Wer sie kannte, wusste, wie schwer dieser Weg für sie war. Sie war immer eine Frau gewesen, die mitten im Leben stand. Mit ihrer Arbeit rund um das Pferd half sie vielen Menschen, einen ganzheitlichen Weg mit ihren Tieren und mit sich selbst zu finden. Sie liebte ihre Arbeit, ihre Selbstständigkeit und ihre Unabhängigkeit. Die Ergotherapeutinnen, Logop...

8. Mai: Weltrotkreuztag - Humanität leben statt nur erinnern

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Für mich ist der 8. Mai kein abstrakter Gedenktag. Am 8. Mai wird jährlich der Weltrotkreuztag begangen. Das Datum markiert den Geburtstag des Rotkreuz-Gründers Henry Dunant (geboren am 8. Mai 1828).  Dieser Tag ist Erinnerung und Mahnung zugleich. Erinnerung an das, was zählt: Menschen, die helfen. Und Mahnung daran, wie zerbrechlich unser Zusammenhalt sein kann, wenn wir einander nicht achten. Ich habe beides erlebt: Jahre im hauptamtlichen Rettungsdienst, zwei Jahre als Sanitätssoldat – darunter drei Monate in einem Kriegsgebiet – und heute bin ich im höheren Alter wieder ehrenamtlich unterwegs: auf dem Motorrad in der Einsatzstaffel, im Sanitätsdienst und zunehmend in der psychosozialen Notfallversorgung PSNV. Diese Mischung aus Erfahrung, Begegnungen und gelebtem Leben ist mein Kompass. Sie zeigt mir: Helfen ist nicht nur ein Job. Helfen ist Haltung. Und Anerkennung beginnt bei uns selbst. Oft denken wir, Anerkennung käme von außen: durch Applaus, Medien oder Politik. Doch vie...

„Sei ein Mensch“ - Jahrestages - Auschwitz-Befreiung der Opfer des Holocaust

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Marcel Reif erinnert im Bundestag an die Opfer des Holocaust. Marcel Reif läßt uns teilhaben an der bewegende Geschichte seines Vaters, der überlebte – und wie dessen Schicksal sein eigenes Leben prägte.  „ Nie wieder ist mitnichten ein Appell – und muss gelebte, unverrückbare Wirklichkeit sein “, beginnt Reif seine Rede. Was seinem Vater wichtig gewesen sei, was ihn gerettet habe, als Essenz aus der Unmenschlichkeit, die er erlebt habe, seien nur drei Worte gewesen. Wort, für die Reif seinem Vater Danke sagen und an die er sich stets erinnern möchte: „Sei ein Mensch“. Aufzeichnung  der Rede - 11:30min Der Bundestag gedenkt anlässlich des Jahrestages der Auschwitz-Befreiung der Opfer des Holocaust.  Im obrigen Video tritt auch als Redner Journalist Marcel Reif ans Pult, dessen Vater als polnischer Jude nur knapp der Deportation durch die Nazis entkam. 

Allerheiligen und Allerseelen - und der Totenmonat November

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Der heutige Feiertag Allerheiligen am 1. November stellt einen fließendem Übergang zu Allerseelen am 2. November dar. Traditionell gilt Allerheiligen dem Gedenken an Märtyrer und Heilige, während an Allerseelen für alle verstorbenen Gläubigen gebetet wird.  Allerheiligen und Allerseelen sind der Auftakt für den "Totenmonat November" mit dem Totensonntag am 20. November als evangelischem Gedenktag, dem Volkstrauertag am 13. November und dem Buß- und Bettag am 16. November. Inzwischen spielen diese Tage aber nur noch bei einer Minderheit eine Rolle. So gaben 60 Prozent der Befragten einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov an, dass sie weder Allerheiligen, noch Volkstrauertag oder Totensonntag begehen, indem sie zum Beispiel einen Friedhofsbesuch machen oder eines Verstorbenen gedenken. Aber über das Gedenken an Verstorbene ist es bezeichnend, dass mehr als jede/r fünfte Deutsche (21%) sagt, sie wollten überhaupt keine Trauerfeier für sich, 34 Prozent wünschten sic...