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Weg zur Freiverantwortlichkeit - Teil 3 - Wie prüfen Ärztinnen und Ärzte die Freiverantwortlichkeit?

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Nachdem ich in den beiden vorhergehenden Beiträgen erläutert habe, warum Freiverantwortlichkeit bereits lange vor einem möglichen Gutachten entsteht und worin sich eine ärztliche Bescheinigung von einem Gutachten unterscheidet, möchte ich nun die eigentliche Frage beantworten. Wie wird Freiverantwortlichkeit in der Praxis überhaupt geprüft? Viele Menschen stellen sich darunter ein einzelnes Gespräch oder einen kurzen psychiatrischen Test vor. Tatsächlich ist eine sorgfältige Prüfung deutlich umfangreicher, was meine Leser des zweiten Artikel sicherlich bereits erahnt haben. Sie besteht in der Regel aus mehreren Gesprächen, wenn mir auch einige Fälle die alle den Freitodweg gegangen sind die nur ein oder zwei Gespräche hatten, medizinischen Einschätzungen und einer nachvollziehbaren Dokumentation. Das Ziel ist dabei immer dasselbe: Nicht die Entscheidung eines Menschen zu bewerten, hier besteht bei den meisten Sterbewilligen ein Missverständnis, sondern festzustellen, ob diese Entscheid...

Sterben begleiten – Sterbehilfe, Sterbebegleitung, Palliativversorgung und Hospizarbeit

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Das Lebensende gehört zum Leben. Und trotzdem sprechen wir viel zu selten darüber. Oft werden die Begriffe Sterbehilfe, Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit  miteinander vermischt, obwohl sie sehr unterschiedliche Dinge beschreiben. Vielleicht braucht es deshalb gar nicht immer eine große philosophische Diskussion, sondern zunächst einmal ein gemeinsames Verständnis davon,  was was ist . Denn nur wenn wir die Begriffe kennen, können wir auch offen darüber sprechen, was wir für uns selbst wünschen. Und vielleicht kann genau das helfen, Angst zu nehmen und Selbstbestimmung zu ermöglichen. 1. Sterbehilfe und Freitodbegleitung Sterbehilfe ist ein Begriff, der sehr unterschiedlich verwendet wird und deshalb immer wieder zu Missverständnissen führt. Gemeint sein können zum Beispiel medizinische Entscheidungen am Lebensende, der Verzicht auf oder das Beenden bestimmter lebensverlängernder Maßnahmen, aber auch die Begleitung eines Menschen bei einem selbstbestimmte...

Selbstbestimmt leben, und über das Lebensende sprechen – 3 Szenarien / Erfahrungsbeispiele zur Sterbehilfe

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Wenn Menschen sich mit Freitod oder assistierter Sterbehilfe beschäftigen, geschieht das meist nicht plötzlich, sondern in einem längeren inneren Prozess. Am Anfang stehen oft grundlegende Fragen nach Leben, Würde und Selbstbestimmung. Es geht darum, die eigene Haltung zu verstehen, Möglichkeiten zu prüfen und Grenzen für sich zu definieren. Dieser Weg ist individuell, oft von Unsicherheit und Ambivalenz geprägt und verlangt Zeit sowie ehrliche Auseinandersetzung. Mit diesem Artikel möchte ich einen Einblicke in typische Gedanken, Gespräche und mögliche Verläufe anhand beispielhafter Szenarien / Erfahrungsbeispiele geben. Wenn Menschen über Freitod oder assistierte Sterbehilfe nachdenken, geht es selten um eine spontane Entscheidung. Vielmehr ist es ein Prozess, der oft leise beginnt – mit inneren Fragen, Zweifeln und dem Wunsch, das eigene Leben und dessen Ende bewusst zu verstehen und zu gestalten. Was ist Leben? Was ist mein Leben? Was bedeutet Würde – und was bedeutet meine ...

Sterbehilfe in Deutschland möglich und erlaubt ... Würdevoll und Respektvoll

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Sterbehilfe ist in Deutschland möglich dies zeigen die Zahlen über 1000 Freitoden im letzten Jahr 2024.  Mein Verständnis zum Sterbewunsch und Freitod entspringt und gründet auf einer sehr tiefen Auseinandersetzung mit mir, meiner Definition von Leben, Glück, Leidenschaft , und den Optionen "So will ich leben" "So ist für mich OK zu leben", "So kann ich akzeptieren zu leben" "So will ich nicht leben -weil es nur noch existieren wäre"  Wie sieht es im Detail aus: Sterbehilfe: Was ist erlaubt – und was bleibt verboten? Der Wunsch, selbstbestimmt sterben zu dürfen, betrifft viele Menschen, besonders in schweren Krankheitssituationen oder bei unerträglichem Leid. Das Bundesverfassungsgericht hat sich hierzu eindeutig geäußert: Jeder Mensch hat das Recht, selbst über sein Lebensende zu entscheiden. Dieses Recht umfasst auch die Freiheit, das eigene Leben zu beenden – und, wenn nötig, dabei auf freiwillige Hilfe Dritter zurückzugreifen. Dieses Grun...

Die Würde des eigenen Abschieds: Weg zum selbstbestimmten Sterben - "Unabhängigkeit bis zuletzt"

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Es ist mir ein großes Anliegen, Sterbewilligen – Menschen, die ihr Leben selbstbestimmt beenden möchten – eine Stimme zu geben. Ich möchte zeigen, wie durchdacht und wohlüberlegt ihre Entscheidung ist und war. Die Würde des eigenen Abschieds: Heinz M.s Weg zum selbstbestimmten Sterben. Heinz M.: "Unabhängigkeit bis zuletzt" (Selbstredend ist der Name Heinz M. ein Pseudonym, Name ist in Absprache mit dem Sterbewilligen geändert.) In seiner gemütlichen Wohnung auf der anderen Rheinseite gegenüber von Speyer empfängt mich Heinz M., ein Mann Mitte Achtzig - ich besuche ihn nun schon zum vierten Mal. Zufriedenheit strahlt aus seinen Augen, während er sein erfülltes Leben Revue passieren lässt.  Gesundheit, Familie, finanzielle Sicherheit – alles da.  Und doch macht er sich keine Illusionen über die nächste Zeit und Jahre, den letzten Abschnitt seines Lebensweges. Er erzählt mir von seinem Gesprächen mit seiner Ärztin, auch dass ein gemeinsamer Termin mit ihr und einem Psychiater s...

Gib jedem sein eigenes Leben und was danach kommt wird man sehen ...

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Die Angst vor dem Ungewissen im Leben ist etwas natürliches - erst recht die Angst vor dem, was keiner wissen kann, das was nach dem Tod kommt - es ist etwas sehr Natürliches - eine verständliche, weitverbreitete oder auch nur eine typische menschliche Erfahrung und Empfindung. Diese Empfindungen und Ängste können durch die  Unvorhersehbarkeit des Lebens kommen - durch die Unsicherheit was kommt oder nicht kommt, gelingt oder nicht gelingt, aber auch durch das Wissen der Endlichkeit und Unvermeidlichkeit des Todes. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Empfindungen und Ängste einen normalen Teil des menschlichen Daseins darstellen und dass es normal ist, sich darüber Sorgen zu machen. Es ist auch wichtig, dies anzuerkennen, sich der Tatsache bewusst zu sein, dass diese Ängste oft tieferliegende Fragen und Unsicherheiten über das Leben und den Sinn des Daseins reflektieren können. Es gibt verschiedene Wege, um mit der Angst vor dem Ungewissen und dem Tod umzugehen. Dazu gehört zum...

Über den Wunsch zu Sterben - Über Freitod und Suizidgedanken reden

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Äußert ein Mensch einen Gedanken zum Sterben ist dies in unserer Gesellschaft etwas 'nicht normales', aber Sprechen über Sterben und den Tod sollte wenn nicht normal so dann doch akzeptiert sein.  Sprechen über den eigenen Tod ebenso - Motivation dafür kann vielfältig sein. Über das Sterben und den Tod sprechen wir nicht gern. Dabei könnten wir genau damit helfen, dem Abschied, einer vorausgehenden Trauer und der Trauer einen Platz in unserem Leben einzuräumen und uns die Angst davor zu nehmen. Die allermeisten mit den ich dazu spreche, sind der Meinung, Gespräche über Tabuthemen wie dem Ende des Lebens würden sich wie eine bleierne Decke über einen sonnigen Tag legen, doch das Gegenteil ist der Fall, wie wieder rum die allermeisten recht schnell feststellen und äußern: Oft können führt es dazu, dem Tod seine Schwere zu nehmen. Der Tod gehört zum Leben. Wir alle müssen eines Tages sterben. Oder wie Heiner Geißler mal sagte: " Der Tod ist demokratisch. Von hundert Menschen ...

Wichtige Faktoren beim Umgang mit Sterbeerwartung, Sterben und Tod aber auch Freitodwunsch

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Wichtige Faktoren beim Umgang mit Sterbeerwartung, Sterben und Tod - Oder auch wie geht man mit dem Wunsch um, wenn man selber oder ein anderer Menschen sein eigene Leben beenden möchte. Umgang mit dem Sterbewunsch eines Menschen Auch wenn es manchmal schwer zu sehen und zu erkennen ist - Wenn Menschen sich Gedanken machen über das Sterben und den Tod geht es immer auch um Leben - sogar oft nur um Leben oder auch dem Sterben mehr Leben zu geben - sei es im Alter, bei schwerer Krankheit, bei der Palliativversorgung, Hospiz und auch bei der Sterbebegleitung und Sterbehilfe. Wenn jemand über „Sterben wollen“ reden will geht es immer um Leben - Definition von Leben - die Qualität die der jeweilige Mensch sieht, sehen will - die er oder sie einerseits erfährt und erlebt und andererseits erfahren und erleben will - und damit um Würde. Somit liegt der wesentliches Augenmerk bei der Person, dem Patienten, dem Sterbewilligen gegenüber Offenheit zu signalisieren und ihm zu ermöglichen, über sein...

Beweggründe für den Wunsch nach Sterbebegleitung des DGP - Eine retrospektive Auswertung

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Eine wenig aussagekräftige Studie der DGP Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin wurde kürzlich veröffentlicht. Hierzu ein im  Ärzteblatt , auch wenn nur einen kleinen Gruppe von 53 Menschen  mit Sterbewünschen dokumentiert wurden  (mehrfache Anrufe sind bei diesem Zeitraum nicht ausgeschlossen, für zum Beispiel Rückfragen) , die sich telefonisch an die DGP gewandt haben (zu dem waren es rechnerisch, etwa ein Anrufer pro Woche über ein Jahr) da muss man von Abweichungen bis hin zu Fehlern ausgehen. Zumal das Selbstverständnis und die Grundhaltung der Hospiz- und Palliativversorgung geprägt ist, die Existenz vor das Leben zu stellen und wie Hospiz- und Palliative-Mitarbeiter*innen und, -Ärzt*innen oft vehement herausstellen, und dass es um die  Aufgabe geht, „Leben bis zuletzt“ zu ermöglichen bis hin zum erzwingen. Der Zeitraum wärend dem die 53 telefonische Anfragen , bezüglich einem Freitod und Sterbehilfe vom DGP erfasst wurden, waren 12 Monate. Den A...

"Ermöglichen, nicht fördern"

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„Ermöglichen, nicht fördern“ drei einfach Worte - nach jahrelanger Arbeit konnte oder wollte eine Gruppe von Abgeordneten diesen selbstgewählten einfachen Worten nicht im Ansatz gerecht werden. Eine Gruppe Abgeordneter ( mehr dazu im Artikel:  Wider dem Grundgesetz, Wider dem BVerfG & Wider der Würde ) legt einen Gesetzentwurf zur Sterbehilfe vor. Ein Gesetzentwurf der Leidende und Helfer unter Druck setzen sollte, Informationsfreiheit einschränken und in letzter Konsequenz Haftstrafen und Berufsverbot bedeuten sollte. Mit diesem Artikel möchte ich den drei einfach Worte gerecht werden - „Ermöglichen, nicht fördern“  Suizid kann verhindert werden. Freitod kann ermöglicht werden. Begriffsklärung Begriffsklärung vorweg, und zur Klarstellung, dass es sich um zwei Welten dreht, die meiner Auffassung nach und der Wortgeschichte nach keine Schnittmenge hat. Begrifflichkeiten die sehr bewusst von vielen Hardlinern und Kritikern im falschen Kontext verwendet werden um im Vorhinein...