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Showing posts with the label Reportage

Wenn 39 Grad im Rettungswagen zur Realität werden

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Wenn andere bei großer Hitze Schutz im Schatten suchen, beginnt für viele Einsatzkräfte die eigentliche Belastung erst. Die ZEIT hat Anfang August zwei Notfallsanitäterinnen des ASB Mannheim während einer hochsommerlichen Schicht begleitet. Bereits am Abend zeigte das Thermometer im Rettungswagen noch 39,2 Grad . Die Reportage macht deutlich, was viele Kolleginnen und Kollegen im Rettungsdienst seit Jahren erleben: Extreme Hitze ist längst kein Ausnahmeereignis mehr – sie gehört zunehmend zum Arbeitsalltag. Mich freut, dass dieses Thema inzwischen auch in den überregionalen Medien Aufmerksamkeit erhält. Denn Hitze bedeutet nicht nur mehr Einsätze. Sie fordert auch diejenigen, die anderen helfen – körperlich und psychisch. Genau darüber habe ich in den vergangenen Wochen mehrfach geschrieben. Nicht, weil Hitze ein neues Thema wäre, sondern weil sie sichtbar macht, wie sehr Rettungsdienst, Krankenhäuser und Pflege unter den Folgen des Klimawandels und des Personalmangels stehen. Wer si...

Geplantes Lebensende – über zwei Wege, die sich ähneln

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Es gibt Entscheidungen am Lebensende, die nicht plötzlich entstehen, sondern sich über Jahre entwickeln. Sie wachsen aus einer Krankheit heraus, aus Erfahrungen, aus dem schrittweisen Verlust körperlicher Freiheit – und aus der Frage, wann ein Leben für den betroffenen Menschen selbst nicht mehr als lebenswert empfunden wird. Wenn ich die aktuelle MDR-Berichterstattung über eine Leipzigerin lese, die ihren Weg der Freitodbegleitung in der Schweiz gegangen ist, sehe ich darin Parallelen zu einer sehr persönlichen Geschichte: dem Weg meiner Frau . Auch meine Frau litt an Multipler Sklerose – in einer besonders aggressiven Form, der primär progredienten Multiplen Sklerose (PPMS). Diese Verlaufsform ist dadurch geprägt, dass sie nicht in Schüben verläuft, sondern kontinuierlich fortschreitet. Genau dieses unaufhaltsame Fortschreiten hat über Jahre hinweg ihre Lebensrealität verändert. Der Gedanke an ein selbstbestimmtes Lebensende war dabei kein kurzfristiger Entschluss, sondern ein lange...

Zwischen Gesetz und Leid: Französische Patienten auf dem Weg zur Sterbehilfe - Letzte Reise nach Belgien

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Die ARTE-Reportage „Re: Letzte Reise nach Belgien – zur Sterbehilfe“  (Autor: Simon Wohlfahrt) begleitet französische Bürger, die aufgrund schwerer, unheilbarer Krankheiten in Belgien Hilfe beim selbstbestimmten Sterben suchen. Während Sterbehilfe in Belgien seit über zwanzig Jahren unter klaren gesetzlichen Voraussetzungen erlaubt ist, bleibt sie in Frankreich verboten und gesellschaftlich wie politisch stark umstritten. Diese rechtliche Kluft zwingt viele Betroffene dazu, ihr Land zu verlassen, um ihr Leiden selbstbestimmt zu beenden. (in diesem Kontext mein Artikel  Sterbehilfe in Belgien vom Juli 2025  und die zukünftige Änderungen die Ende 2026 in Frankreich in Kraft treten könnten Frankreichs Entscheidung zur Sterbehilfe von Mai 2025 ) Im Mittelpunkt steht unter anderem Valérie, die an der degenerativen Nervenkrankheit ALS leidet. Wie viele andere möchte sie nicht den fortschreitenden Verlust von Kontrolle und Würde erleben. Die Reportage zeigt ihren inneren K...

hr-Sendung „Die Ratgeber“ - Sterbehilfe

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In der Ausgabe der hr-Sendung „Die Ratgeber“ stellte DGHS-Präsident Robert Roßbruch die Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) vor und ordnete die aktuelle öffentliche Diskussion ein. Auslöser der erneuten Debatte war der Freitod der Kessler-Zwillinge , der vor drei Wochen bundesweit Aufmerksamkeit erregt hatte und Fragen zur Selbstbestimmung am Lebensende neu aufgeworfen hat. Roßbruch erläuterte in der Sendung, an wen sich Menschen mit Sterbewünschen wenden, wie die DGHS arbeitet und wie Freitodbegleitungen vermittelt werden. Dabei hob er hervor, dass auch psychisch erkrankte Menschen sowie Personen, die lebenssatt sind, ein Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende haben – ein Aspekt, der in der öffentlichen Diskussion häufig ausgeblendet wird. (siehe auch Q&A - Wie arbeiten Sterbehilfevereine? ) Kritisch fiel die Wortwahl der Sendung zu Beginn auf: Die Moderatorin sprach zunächst von „assistiertem Selbstmord“ – einem Begriff, den die DGHS als unwürdig u...

rbb24 - Was beim Sterbefasten und beim assistierten Sterben oft falsch dargestellt wird

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In der rbb-Berichterstattung über Uwe Korous, von heute, der Uwe Korous' Weg im Rahmen eines begleiteten Sterbefastens gewählt hat, wird vieles einfühlsam dargestellt – aber einige rechtliche Aspekte bleiben unvollständig oder falsch dargelegt. Deshalb möchte ich hier ein paar Dinge richtigstellen. Link zur Abendschau Beitrag des rbb24 vom 17.November  (7min) ardmediathek rbb24-abendschau Sterbefasten: Etabliert und medizinisch begleitet Richtig ist: Sterbefasten ist in Deutschland – wie auch in vielen anderen Ländern – ein etablierter, medizinisch begleiteter Weg , wenn Menschen am Ende ihres Lebens eine selbstbestimmte Entscheidung treffen. Ärztliche Betreuung, Aufklärung über Alternativen, Dokumentation und die Prüfung der Urteilsfähigkeit gehören immer dazu - bei Beiden Entscheidungen. Falsch ist: „Der Gesetzgeber müsse nach dem Bundesverfassungsgericht etwas neu regeln“ Oft wird behauptet, das Bundesverfassungsgericht habe den Gesetzgeber verpflichtet, Sterbehilfe neu zu ...

Artikel zur Reportage "Mein Recht zu sterben" (ARTE)

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Am 30. Oktober 2025 lief die Reportage „Mein Recht zu sterben“ auf Arte . Die Aufzeichnung von ca. 30 Minuten Länge ist auf Arte noch bis zum 29. Oktober 2030 verfügbar - in Deutsch und Französisch. Im Zentrum steht ein Einzelfall von Pascal Mertens, der allerdings exemplarisch die vielschichtige Problematik rund um das Thema Sterbehilfe in Deutschland aufzeigt. Susanne und Michael Mertens müssen seit Jahren mitansehen, wie ihr Sohn Pascal leidet. Der 37-Jährige ist durch eine fortschreitende Lähmung ans Bett gefesselt und kann inzwischen auch nicht mehr selbstständig atmen. Eine Aussicht auf Genesung gibt es nicht.   In dieser Lebenssituation wuchs bei Pascal der Wunsch, sein Leben selbstbestimmt zu beenden – mit Hilfe einer Form von Sterbehilfe. Für seine Eltern beginnt damit ein juristischer und moralischer Kampf: „Es ist unfassbar, wie schwer es einem gemacht wird“, sagt Pascals Mutter. „Das ist unmenschlich.“   Die Reportage zeigt, wie in diesem konkreten F...

„Bis der Tod uns schied“ Reportage des rbb

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„Bis der Tod uns schied“ – Zusammenfassung der  Reportage (Erstausstrahlung am 02.09.2025, Das Erste) Claudia und Uwe – Liebe bis zum Lebensende Im Mittelpunkt der einfühlsam erzählten Reportage des rbb stehen Claudia Finke und Uwe Korous , deren Leben sich im September 2023 durch die Diagnose ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) drastisch verändert. Die fortschreitende Nervenkrankheit lähmt nach und nach den Körper, während der Geist meist vollständig klar bleibt – eine dramatische, unheilbare Entwicklung. Trotz der schweren Umstände gestalten Claudia und Uwe die verbleibende gemeinsame Zeit mit großem Mut, Würde und bewundernswerter Entschlossenheit . Claudia begleitet ihren Mann nicht nur physisch, sondern auch emotional bei jedem Schritt: vom letzten Gleitschirmflug über gemeinsame Spaziergänge bis zur Entscheidung, den letzten Lebensabschnitt in einem Hospiz zu verbringen. Link zur Mediathek:  Echtes Leben: Bis der Tod uns schied - hier anschauen Video von 30min. Dauer u...

Bis zum letzten Moment: Marion von Helmolt hilft Menschen beim Sterben

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Unter dem Titel "Sie wollen sterben" und der Subline: "Wer bestimmt, wann ein Leben endet? Es gibt Menschen, die diese Entscheidung selbst treffen möchten. Ein Jahr mit einer Ärztin, die andere in den Tod begleitet." erschien bei Zeit Online eine sehr tolle und ausführliche Reportage von Jana Gioia Baurmann. Hier meine Zusammenfassung der Zeit-Online Reportage - über und zur Arbeit und Hilfe von Marion von Helmolt. Marion von Helmolt ist eine ehemalige Anästhesistin, die Menschen beim assistierten Sterben begleitet. Wie meine Leser meines Blog wissen, ist seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 ist es in Deutschland erlaubt, dass Menschen beim selbstbestimmten Sterben Unterstützung durch Dritte erhalten – solange sie den letzten Schritt selbst vollziehen. Marion von Helmolt hilft Sterbewilligen, legt ihnen den Zugang für das Narkosemittel, den sie dann selbst öffnen können. Marion von Helmolt hilft Menschen, die ihr Leben beenden wollen, indem...

'Ich mag nicht mehr · Der Umgang mit assistiertem Suizid'

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Wie so oft tun sich selbst Journalisten sich schwer mit einer guten Wortwahl. Es beginnt mit dem Titel in dem Bereits das Wort Suizid verwendet wird - was bei nahezu jedem Leser und Zuhörer die typischen Bilder' und das 'typische Verständnis' hervorruft, das Bild der typischen Brutalsuizide. Das Wort das ein selbstbestimmtes Sterben verbalisiert scheint dem BR fremd zu sein. ( Antonymie von Freitod und Suizid ) Auch wird der Castellucci Gesetzentwurf in seinen schweren, grundgesetzverletzenden Passage und Inhalten eigentlich gar nicht objektiv dargestellt, auch nicht, dass der Castellucci Gesetzentwurf die Informationsfreiheit einschränken will. In der Summe ist der Bericht des BR, aber ein sehr ordentlich gemachte Reportage. Der zirka 30 Minütige Filmbeitrag der Heute am 22.05.2024 ∙ in der Serie: STATIONEN im BR Fernsehen ausgestrahlt wurde ist noch bis zum 22.05.2026 in der Mediathek aufrufbar.  ARD - Mediathek

„Mein Tod. Meine Entscheidung?“ MDR - - "Selbstbestimmt sterben. Sterbehilfe auf dem Prüfstand" ARTE

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Die Dokumentation und Reportagen aus der Reihe „Echtes Leben“ des MDR beschäftigen mit Themen des religiösen und gesellschaftlichen Lebens. Die MDR Dokumentation (30min) „Mein Tod. Meine Entscheidung?“ zum Streitfall und Aspekte der Sterbehilfe ist ab 24. Oktober bis 25.10.2023 in der ARD Mediathek verfügbar. Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe gekippt.   In der neuen Dokumentation von MDR und rbb für das Erste kommen jetzt Menschen zu Wort, die aus persönlicher Betroffenheit oder beruflich mit der Frage nach einem selbstbestimmten Tod konfrontiert sind. Der Bundestag bzw parteiübergreifende Abgeordnetengruppen debattieren nun schon über 2 Jahre will aber noch 2022 eine Regelung für den assistierten Suizid finden, die das Selbstbestimmungsrecht des Menschen berücksichtigt.  " Echtes Leben: Mein Tod. Meine Entscheidung | ARD Mediathek (30min) " Und hier ein weitere Dokus und Reportagen auf und von ARTE (3...