Zwischen Gesetz und Leid: Französische Patienten auf dem Weg zur Sterbehilfe - Letzte Reise nach Belgien
Im Mittelpunkt steht unter anderem Valérie, die an der degenerativen Nervenkrankheit ALS leidet. Wie viele andere möchte sie nicht den fortschreitenden Verlust von Kontrolle und Würde erleben.
Die Reportage zeigt ihren inneren Konflikt, aber auch die organisatorischen und emotionalen Hürden dieser „letzten Reise“ über die Grenze.
Unterstützt werden die Betroffenen von Menschen wie Claudette Pierret, einer freiwilligen Vermittlerin für Freitodbegleitung, die den Kontakt zu belgischen Ärzten herstellt. Einer von ihnen ist Dr. Yves de Locht, der jedoch berichtet, dass ihn die stetig wachsende Zahl der Anfragen zunehmend überfordert. So hat sich die Zahl der Franzosen, die zwischen 2022 und 2024 in Belgien Sterbehilfe suchten, beispielsweise nahezu verdoppelt.
Die Reportage macht deutlich, wie groß der Leidensdruck vieler Patienten ist und wirft zugleich drängende ethische und politische Fragen auf: nach dem Recht auf Selbstbestimmung, nach Verantwortung – und nach den Grenzen nationaler Gesetze in einer zutiefst menschlichen Angelegenheit.
Link zu ARTE - ca. 30min Länge - Verfügbar über die Mediathek bis 15, Januar 2027
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