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Fünf Jahre nach der Flut: Bevölkerungsschutz beginnt lange vor der Katastrophe

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Wenn ich heute an die Flutkatastrophe im Juli 2021 denke, denke ich nicht zuerst an Bilder aus den Nachrichten. Ich denke an die Erft. Ich bin in Grevenbroich geboren und aufgewachsen. Die Erft gehört zu meiner Heimat. Auch wenn meine Heimatstadt selbst nicht zu den am stärksten betroffenen Orten gehörte, hat mich die Katastrophe an der Erft tief bewegt. Unstrittig ist, dass die Katastrophe  an der Ahr in jedem Fall jeden bewegt hat. Sie hat uns allen vor Augen geführt, wie schnell sich vermeintliche Sicherheit verändern kann. Vor allem aber hat sie gezeigt, was es zum Schutz der Bevölkerung wirklich braucht und ja es sind auch Fahrzeuge, Einrichtungen, Material und Equipment und auch Gebäude - aber in jedem Fall und für jeden Fall braucht es Menschen. Während der Flut waren es Zehntausende Helferinnen und Helfer, die über Tage und Wochen im Einsatz standen. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdien...

Wer Bevölkerungsschutz ernst meint, muss in Menschen investieren

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Im vergangenen Artikel habe ich darüber geschrieben, warum mich die aktuellen Außergewöhnlichen Einsatzlagen während der Hitzewelle nachdenklich machen. Nicht die Hitze selbst hat mich beschäftigt, sondern das, was sie sichtbar gemacht hat:  Ein Gesundheitswesen und ein Bevölkerungsschutz, die vielerorts nur deshalb funktionieren, weil Menschen bereit sind, weit über das normale Maß hinaus Verantwortung zu übernehmen. In diesem zweiten Teil möchte ich den Blick etwas weiter richten. Denn dies alles entsteht nicht erst im Einsatz. Es entsteht lange vorher. In den vergangenen Jahren wurde viel über Bevölkerungsschutz gesprochen – und das ist gut so. Der russische Angriff auf die Ukraine, die Corona-Pandemie, Hochwasser, Waldbrände und die Folgen des Klimawandels haben deutlich gemacht, wie wichtig ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz ist. Es wurde investiert. Und ja es wurden auch neue Fahrzeuge wurden beschafft, Warnsysteme modernisiert, Ausstattung verbessert und Konzepte entwic...

Wenn das Helfen an seine Grenzen kommt

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In den vergangenen Tagen wurde in mehreren Regionen Deutschlands aufgrund der anhaltenden Hitzewelle eine Außergewöhnliche Einsatzlage (AEL) ausgerufen. Ehrenamtliche der Hilfsorganisationen unterstützten Krankenhäuser, Rettungsdienste und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens. Mir sind entsprechende Lagen unter anderem aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen bekannt. Solche Meldungen verschwinden oft schnell wieder aus den Nachrichten. Für viele sind sie kaum mehr als eine Randnotiz. Mich machen sie nachdenklich. Nicht, weil außergewöhnliche Einsatzlagen etwas Neues wären. Sondern weil sie immer häufiger sichtbar machen, was viele Menschen im Gesundheitswesen schon lange erleben: Unsere Systeme funktionieren – aber oft nur noch, weil Menschen weit über das hinausgehen, was eigentlich dauerhaft leistbar ist. Seit meinem 15. Lebensjahr engagiere ich mich im Ehrenamt. Vor rund vierzig Jahren war ich hauptamtlich als Rettungssanitäter tätig. Heute bin ich weiterhin als...

Bevölkerungsschutz stärken heißt auch: das Ehrenamt endlich ernst nehmen

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Mit dem neuen „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ setzt die Bundesregierung den Bevölkerungsschutz und die zivile Verteidigung endlich stärker auf die politische Agenda. Geplant sind Investitionen in moderne Krisenvorsorge, bessere Warnsysteme, Cyberabwehr, Klimaresilienz und die Sicherung kommunaler Versorgung in Krisensituationen. Das ist richtig und notwendig. Denn wer in den vergangenen Jahren Einsätze erlebt hat – sei es bei Hochwasserlagen, Extremwetter, Großschadensereignissen oder in psychosozialen Einsatzsituationen – weiß: Deutschland hat beim Bevölkerungsschutz erheblichen Nachholbedarf. Doch bei aller Diskussion über Technik, Infrastruktur und staatliche Strategien wird oft ein entscheidender Punkt vergessen: Der Bevölkerungsschutz in Deutschland steht und fällt mit dem Ehrenamt.  Dies betone ich , da morgen am 23. Mai 2026 zum ersten Mal ein oder der  Ehrentag stattfinden soll, Artikel folgt asap. Tausende Ehrenamtliche tragen das System Ob DRK, ASB, Johanniter, Mal...

Traumaberatung für Einsatzkräfte: PSNV-E erhält eigene Hilfsnummer - Traumazentrierten Fachberatung

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Die Bedeutung der mentalen Gesundheit für Einsatzkräfte – Ein unverzichtbares Angebot der Traumazentrierten Fachberatung Die Arbeit als Einsatzkraft, sei es im Rettungsdienst, in der Feuerwehr oder bei der Polizei, ist mit außergewöhnlichen physischen und psychischen Belastungen verbunden. Doch wer kümmert sich um die mentale Gesundheit der Helfer selbst? Wer sorgt dafür, dass die Menschen, die tagtäglich in Krisensituationen für andere da sind, auch in schwierigen Momenten Unterstützung erhalten? Eine neue Initiative bietet genau diese Hilfe – und das auf eine Weise, die hoffentlich eine nachhaltige Wirkung hat. Seit Februar 2026 gibt es für Einsatz- und Führungskräfte aller Einsatzorganisationen aber auch für alle Kräfte der PSNV-E und den Fachkräften der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte, ein wichtiges Angebot: die traumazentrierte Fachberatung. In Form einer vertraulichen Sprechzeit können sich Einsatzkräfte nun einmal wöchentlich Unterstützung holen, um über mögli...

Zwischen Struktur, Sekunden und Seele.

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Im Rettungsdienst zählt jede Sekunde. Entscheidungen fallen unter Druck, Handlungen müssen sitzen, Abläufe greifen. Klare Strukturen, Algorithmen, Handlungsempfehlungen und medizinische Standards sind das Fundament unserer Arbeit. Sie geben Halt, wenn Situationen chaotisch werden. Sie machen es möglich, Leben zu retten, Schaden zu begrenzen und Menschen sicher in weiterführende Versorgung zu bringen. Diese Strukturen sind kein Korsett – sie sind ein Schutz. Für die Patientinnen und Patienten. Und für uns selbst. Seit ein paar Tagen treibt mich der Gedanke um kann es so etwas wie eine 'den Menschen sehende' Notfallversorgung im Rettungsdienst geben? Am Einsatzort liegt der Fokus zunächst auf dem, was lebenswichtig ist: Atemwege sichern, Blutungen stoppen, Schmerzen lindern, Vitalfunktionen stabilisieren. Diese Maßnahmen haben Priorität, und das zu Recht. Sie entscheiden darüber, ob ein Mensch eine Chance hat, diesen Einsatz zu überleben. Und doch wissen wir alle: Damit ist noch ...

Internationale Tag der Feuerwehrleute - 4. Mai

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Der 4. Mai ist nicht nur für Star Wars-Fans ein besonderer Tag, die den Satz „May the Fourth be with you“ lieben. Vielmehr ist es auch der Internationale Tag der Feuerwehrleute, ein Anlass, der leider nur wenigen Menschen – selbst innerhalb der Feuerwehr – bekannt ist. Ursprünglich in Deutschland und Österreich, vor allem in Bayern und im Saarland, als der Tag des Heiligen Florian gefeiert, erinnert dieser Tag an einen der bekanntesten Schutzpatrone der Feuerwehr. Sankt Florian, der im Jahr 304 starb, seine Geschichte, geprägt von Mut und ein tiefes Verantwortungsgefühl, macht ihn zu einem Sinnbild für den Dienst am Mitmenschen unter oft lebensgefährlichen Bedingungen. Dieser Tag erinnert uns an all jene, die tagtäglich unermüdlich für die Sicherheit unserer Gesellschaft eintreten. Feuerwehrleute sind es, die zupacken, wo andere zurückweichen, die in brennende Gebäude gehen, um Leben zu retten, und die in den dramatischsten Momenten da sind, wenn Menschen in Not sind. Doch ihr Einsatz ...

Die Bedeutung von MHFA und PSNV: Unterstützung und Prävention

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Nach einem Einsatz in der letzten Nacht schreibe ich diesen Text, weil ich mir, wieder einmal für mich der Bedeutung klar wurde. Die psychosoziale Unterstützung von Menschen nach Notfällen und Katastrophen sowie die Förderung der psychischen Gesundheit von Einsatzkräften haben in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies ist ein sehr positiver Trend, der die Notwendigkeit einer professionellen Betreuung und Prävention erkennt. Zwei zentrale Konzepte in diesem Bereich sind die Mental Health First Aid (MHFA) und die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Beide Ansätze spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von Betroffenen und Einsatzkräften und tragen dazu bei, psychische Belastungen zu verringern und Folgeschäden zu vermeiden. Tätigkeitsfelder von MHFA und PSNV Mental Health First Aid (MHFA) MHFA zielt darauf ab, Menschen zu befähigen, erste Hilfe bei psychischen Problemen zu leisten, ähnlich wie bei körperlichen Notfällen. In einem MHFA Kurs lernt...

Bedeutung von Rettungsdienst, Feuerwehr, THW und Polizei und unsere Herausforderungen

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Der Rettungsdienst, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW) und die Polizei spielen eine zentrale Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Organisationen sind die Stützen unserer Gesellschaft, die in Not- und Krisensituationen für Sicherheit, Hilfe und Ordnung sorgen. Ihre Arbeit ist essenziell, um das Gefühl von Sicherheit und Gemeinschaft zu fördern. Rettungsdienst, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW), Polizei - alle diese Organisationen arbeiten eng zusammen und teilen gemeinsame Werte wie Hilfsbereitschaft, Solidarität und Verantwortung. Durch ihre Arbeit fördern sie ein starkes Gemeinschaftsgefühl und stärken das Vertrauen der Bürger in die Institutionen und ineinander. Die Gewissheit, dass es professionelle Helfer gibt, die in Notlagen zur Stelle sind, schafft ein stabiles Fundament für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Rettungsdienst, die Feuerwehr, das THW und die Polizei sind unverzichtbare Säulen unserer Gesellschaft. Ihre Arbeit trägt entscheidend...