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Zwischen Helfen und Aushalten – wenn medizinisches Personal mit Suizidalität oder auch einem Sterbewunsch konfrontiert werden

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Seit dem Tod meiner Frau beschäftige ich mich intensiv mit Fragen rund um Freitod, Suizidalität und Selbstbestimmung am Lebensende. Dabei begegnen mir immer wieder Menschen, die um Informationen oder Orientierung bitten. Was mich dabei überrascht hat: Viele verwenden das Wort Suizid, obwohl sie über einen lange erwogenen Wunsch nach einem selbstbestimmten Lebensende sprechen. Andere sprechen von Freitod, meinen aber eine akute suizidale Krise. Die Unterscheidung ist wichtig. Ein Freitod stellt sich als eine wohlüberlegte, dauerhafte und frei verantwortete Entscheidung eines Menschen dar, sein Leben zu einem selbst gewählten Zeitpunkt zu beenden. Suizidalität hingegen als Ausdruck einer Krise: geprägt von Verzweiflung, Überforderung, Hoffnungslosigkeit oder dem Wunsch, einem unerträglichen inneren Zustand zu entkommen. Unabhängig davon, wie wir diese Begriffe verwenden, stehen medizinische Fachkräfte täglich vor einer großen Herausforderung. Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte, Psychotherape...

Wenn Sekunden alles verändern – Schienensuizid und die seelischen Folgen für Lokführer

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Schienensuizide sind ein elementarer aber auch bedrückender Teil der Realität im Eisenbahnbetrieb. Statistisch erlebt etwa jeder zweite Lokführer im Laufe seiner beruflichen Laufbahn mindestens einen solchen Vorfall . Für Außenstehende bedeutet das oft eine Streckensperrung oder Verspätungen. Für die Menschen im Führerstand jedoch ist es ein Ereignis, das sich unauslöschlich ins Leben einschreibt. Ich komme zu diesem Thema da ich durch einen Artikel in der lokalen Zeitung in der BNN - nochmals auf dieses Thema ein Auge und Gedanken geworfen habe. Heinz B, aus dem BNN Artikel, ist einer von vielen Lokführern, die einen Schienensuizid miterlebt haben. Auf der Strecke zwischen Karlsruhe und Heilbronn erkannte er in Sekundenbruchteilen, was passieren würde – und dass es nichts mehr gab, was er tun konnte. Bremswege von mehreren hundert Metern lassen keine Chance, ein solches Ereignis zu verhindern. Dieses Wissen ist rational nachvollziehbar – die emotionale Realität dahinter trifft di...

World Suicide Prevention Day – Why Staying Silent Is Not an Option

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This should be a Call for Compassion, Openness, and Change Every year on September 10 , we observe World Suicide Prevention Day – a global awareness day that reminds us of one vital truth: we must stop treating suicide like something we can’t talk about . It’s a day for survivors, for families, for friends — and for all of us. A day that calls us to break the silence, confront the stigma, and create real, lasting change. A day to say out loud: Mental health crises, tragedies related to mental health can be / might be averted — through listening, through empathy, through action - an open ear, open mind, and open heart.   The Reality – Quiet, but Devastating According to the World Health Organization (WHO) , over 1 billion people worldwide live with mental health conditions . Anxiety and depression are among the most common. Still, most people suffer in silence . Every 40 seconds , someone dies by suicide. That’s around 800,000 people a year — more than war, natural disaste...

Einsamkeit und Isolation: Wege zu mehr Verbindung und Lebensfreude

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Die Weihnachtszeit und das Jahresende, die für viele von uns mit Freude, Familie und Nähe verbunden ist, kann für andere eine besonders schwere Zeit der Einsamkeit und Isolation sein. Die Weihnachtszeit, Lichter leuchten und Silvesterfeiern, Feuerwerk -  Menschen kommen zusammen, kann das Fehlen noch schmerzhafter spürbar werden. Es ist wichtig zu wissen, dass es in Ordnung ist, sich manchmal einsam zu fühlen. Es ist wichtig zu wissen, man ist nicht alleine in diesem Gefühl, und es gibt immer Wege, sich wieder mit anderen zu verbinden – sei es durch ein einfaches Gespräch, eine kleine Geste oder sogar eine digitale Verbindung. Einsamkeit und Isolation betreffen Menschen unterschiedlich, je nach Alter, Geschlecht und kulturellem Hintergrund: Altersgruppen: Junge Menschen (16-30 Jahre) erleben Einsamkeit oft durch den Übergang in den Beruf oder das Fehlen tiefer Beziehungen. Erwachsene (30-60 Jahre) sind häufig durch berufliche und familiäre Verpflichtungen isoliert. Ältere Men...

Erste Professorin für Suizidologie und Suizidprävention in Deutschland

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Prof. Dr. Ute Lewitzka, die erste Professorin für Suizidologie und Suizidprävention in Deutschland, wird ab dem 1. November 2024 an der Goethe-Universität Frankfurt tätig sein.  Eines ihrer Ziele ist laut Mitteilung der Uni die systematische Erfassung und Auswertung von Suiziden und Suizidversuchen, um erfolgreiche Präventionsmethoden abzuleiten. Perspektivisch soll in Frankfurt ein Deutsches Zentrum für Suizidprävention entstehen. Suizide und Suizidversuche systematisch zu erfassen und auszuwerten, um wirksame Präventionsansätze zu entwickeln.  Prof. Dr. Ute Lewitzka ist Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention und bringt über 25 Jahre Erfahrung in diesem Bereich mit. Prof. Dr. Ute Lewitzka sieht die Professur als Chance, das Fachgebiet Suizidologie weiter zu entstigmatisieren und effektive Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Ziel ist der Aufbau eines Deutschen Zentrums für Suizidprävention in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, um Forschung, Be...

Welt-Suizid-Präventionstag 2024 - 10. September 2024

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Am Suizid Präventionstag stehen wir zusammen, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass das Leben wertvoll und jede einzelne Existenz unverzichtbar ist. Obwohl es zutiefst menschlich ist ... und was könnte bedeutender sein? ... den Wunsch zu haben, zu leben, erleben viele Menschen die quälende Realität von Suizidgedanken und -handlungen. Diese Belastungen verdienen unser Miteinander, Mitgefühl und unsere Sorge um die Menschen um uns und unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Zuversicht und Hoffnung ... Im Jahr 2023 haben sich tragischerweise 10.300 Menschen das Leben genommen. Diese Zahl mahnt uns daran, dass hinter jeder Statistik ein Mensch mit Hoffnungen, Träumen und Schmerzen steht. Besonders alarmierend ist der Anstieg der Suizide bei Frauen, der uns zeigt, dass kein Geschlecht von diesem Leid verschont bleibt und geschlechtsspezifische Lösungen dringend notwendig sind. Heute ist ein Tag, um innezuhalten, zuzuhören und Hoffnung zu schenken. Lasst uns Gemeinschaften aufbauen, in denen ...

Suizidalität ist keine Krankheit - Gedanken und Hinweise zu Suizidalität und Freitod-Gedanken

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Suizidalität ist keine Krankheit,, sondern ein Zeichen für ein tiefgreifendes, zugrunde liegendes Problem. Sie kann das Endresultat einer mentalen seelischen Entwicklung sein, in der Gefühle der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit überwiegen, in einer Spirale sich verwickeln und verknotet und absackt. Menschen mit Suizidgedanken fühlen sich oft innerlich zerrissen und haben gemischte Gefühle in Bezug auf ihren Wunsch zu sterben. Auf der einen Seite sehen sie ihr Leben als unerträglich schmerzhaft an und wünschen sich dessen Beendigung, auf der anderen Seite spüren sie einen Selbsterhaltungstrieb, haben Angst vor den möglichen Schmerzen eines Selbstmordversuchs und sind unsicher über die Folgen ihrer Handlungen. Für diese Menschen erscheint die Option einer Veränderung ihres aktuellen Lebens und eines Neuanfangs bei akuter Suizidalität oft nicht als realistisch; Selbstmord erscheint ihnen als der einzige Ausweg. Da Suizidalität sich auf viele verschiedene Arten – oder auch gar nicht – m...

Suizidprävention

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Menschlich ist es, leben zu wollen. Doch zur Kulturgeschichte der Menschheit gehört auch der die Intention, der Impuls, der Wunsch, oder auch die Entscheidung sich das Leben selbst zu nehmen - dies kann wohlerwogen, wohl abgewogen, wohldurchdacht sein wie es bei einem Freitod ist oder zum Anderen bei einem Suizid unkontrolliert, zwanghaft, oder bedingt durch ein anderweitig psychisches Erlebens und Verhalten. Die Suizidzahlen in Deutschland sind offenbar in 2022 erstmals seit langem wieder angestiegen. Im Jahr 2022 nahmen sich bundesweit 10.119 Menschen das Leben, wie das Nationale Suizidpräventionsprogramm und die Deutsche Akademie für Suizidprävention am Mittwoch in Kassel mitteilten. Dies entspricht einem Anstieg um 9,8 Prozent oder 904 Fällen. Die Anzahl liege erstmals seit acht Jahren wieder über 10.000; zudem sei der prozentuale Anstieg binnen eines Jahres der stärkste seit 1980. Die Auswertung bezieht sich auf die Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts. Auc...