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Politische Debatten zur Sterbehilfe: Gesetzentwürfe, Unterstützer und Gegner

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Seit fünf Jahren begleite ich auf diesem Blog die Entwicklungen rund um Sterbehilfe und assistiertem und selbstbestimmten Sterben in Deutschland,  und in Teilen darüber hinaus. Vieles hat sich bewegt – doch die zentrale Frage bleibt offen: Wie soll ein verlässlicher Rahmen aussehen, der Betroffenen, Ärzt*innen und Angehörigen echte Rechtssicherheit bietet? Während das Bundesverfassungsgericht das Recht auf selbstbestimmtes Sterben gestärkt hat, fehlt es an Regelung zur Umsetzung. Die politischen Positionen gehen weit auseinander, und die gescheiterten Gesetzentwürfe von 2023 wirken bis heute nach. In 2025 lohnt sich daher ein genauer Blick auf die Haltungen der Parteien: Wer setzt auf mehr Selbstbestimmung, wer auf Restriktion, und wer sucht nach einem Kompromiss?  Grundsätzliche Lage in Deutschland Aktive Sterbehilfe (Tötung auf Verlangen) ist in Deutschland weiterhin verboten und im Strafgesetzbuch als „Totschlag auf Verlangen“ geregelt (Strafbarkeit bleibt bestehen). ...

Ein neuer Anlauf für ein Gesetz – und die unbequemen Fragen, die bleiben

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Drei Monate nach meinen Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten zur Neuregelung der Sterbehilfe bewegt sich die politische Landschaft erneut ein wenig. Am 5. November 2025 sprach Lukas Benner von Bündnis 90/Die Grünen bei einer Veranstaltung der Deutschen Krebsgesellschaft über einen neuen Gesetzesvorstoß. Benner betonte, dass die aktuelle Rechtslage zwar existiert – dass die Beihilfe zum frei verantworteten Sterben rechtlich möglich ist – sie sei dennoch nicht richtig , seiner Auffassung nach . Sein Ziel ist ein Gesetz, das Selbstbestimmung am Lebensende schützt , gleichzeitig aber Menschen vor übereilten Entscheidungen bewahrt . Innerhalb einer parlamentarischen Arbeitsgruppe laufen derzeit vertrauliche Gespräche über einen neuen Entwurf, der überparteilich mehrheitsfähig sein soll. Da ist Herr Benner mit mir ein weiten einer Meinung, bzw. ich mit ihm. Ziel muss ein Schutzkonzept, das Menschen vor nicht freiverantwortlichen Sterben, einem Suiziden bewahrt, zugleich aber das vom...

Gespräch mit Prof. Dr. Armin Grau - Entwurf zur Sterbehilfe

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Ich hatte heute (Worms 25.Mai 2024) ein gutes Gespräch mit Prof. Dr. Armin Grau. Meine Sorgen die ich durch bruchstückhafte Informationen hatte, zu dem Gesetzentwurf und einem Entwurfsversuch und einer dritten Sterbehilferegelung, sind weg. Als langjähriger Arzt (unter anderem, hatte er auch die Leitung der Neurologischen Klinik am Klinikum Ludwigshafen inne), Sozial-, Umwelt- und Gesundheitspolitiker sowie Kommunalpolitiker weiß er um die Notwendigkeiten und Herausforderungen, die alle Beteiligten für ein gute Setting und Rahmenbedingungen für die Sterbehilfe brauchen. Ich habe eine gute Zuversicht, dass ein einigungsfähigen Vorschlag entwickelt werden kann. Ob das gelingt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar, eventuell im Herbst. Er scheint und ich bin jedoch sehr optimistisch. Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass ich ein großer Freund und Helfer bin, dass die assistierte Sterbehilfe eigenständig organisiert werden kann, mit einem vertrauten Arzt vollzogen werden kann. Wobei...

Mehrheit der Deutschen für Sterbehilfe durch Ärzte

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Die Mehrheit der Deutschen findet, dass Ärzte straffrei bleiben müssen, wenn sie Schwerstkranke beim Sterben unterstützen. Das geht aus jeder repräsentativen Umfrage hervor. Das Bundesverfassungsgericht hat im Februar 2020 die bis dahin geltende Regelung zur Sterbehilfe §217 StGB gekippt. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht, welches unser Grundgesetz im Art. 2 beschreibt, umfasst ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Dieses Recht schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und hierbei auf die freiwillige Hilfe Dritter zurückzugreifen.  Umfrage in der Bevölkerung (Stand: Januar 2023) Immer wieder wird in Deutschland über die Gesetzeslage zur Sterbehilfe diskutiert. Eine  Mehrheit von 55% der Deutschen befürworten, wenn Ärzte und Sterbehilfeorganisationen beim Suizid assistieren, helfen und würdig ablaufen lassen würden. Und nur 15% der Befragten geben an, für ein vollständiges Verbot von Suizidassistenz zu sein. Jüngere sehen Suizidassistenz skeptischer als ältere Bef...

Debatte zum Thema „Sterbehilfe“ des Bundestag - Mai 2022

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Wie auch schon letztes Jahr ( April 2021 siehe Link am Ende diese Artikel ) gab es im Bundestag am Mittwoch, 18. Mai 2022, eine Vereinbarten Debatte mit dem Thema „Sterbehilfe“. Link zur Debatte zum Thema „Sterbehilfe“ Im folgenden habe ich die Redebeiträge auf Basis meiner ganz persönlichen Erfahrungen und auf Basis von Begleitungen und Unterstützungen und meinem ganz persönlichem Verständnis von Leben, Tod und Sterben und meinem Verständnis von Würde und Ethik bewertet. Die Website des Bundestag gibt die Möglichkeit die gesamte Debatte anzuhören 1:44 h  oder über Links auf der rechten Seite einzelne Redebeiträge sofort aufzurufen. Gute Redebeiträge Katrin Helling-Plahr - FDP Petra Sitte - Die Linke Martina Stamm-Fibich - SPD Renate Künast - B90/Grüne Till Steffen - B90/Grüne  Michael Kruse - FDP Nina Scheer - SPD  Erträgliche Redebeiträge Helge Lindh - SPD (der Beginn der Rede ist schwerertragbar die Schlussfolgerung akzeptabel) Thomas Seitz - AfD (gut auch wenn letztli...

Debatte zum Thema Suizidhilfe & Gesetzentwürfe vom April 2021

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Wie umgehen mit dem Suizidwillen von Menschen und mit der Unterstützung Dritter dabei? Die Abgeordneten lassen sich mehr als reichlich Zeit mit dieser Frage. Denn das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das diese Neuregelung erforderlich macht, ist bereits mehr als 2 Jahre alt. Vor einem Jahr gab es eine Debatte im Bundestag zur Suizidhilfe und bis dato drei Gesetzentwürfe. Was ist die aktuelle Situation? Das wichtigste vorweg: Sterbehilfe ist in Deutschland erlaubt! ( mehr dazu hier ) Aktive Sterbehilfe, also Tötung auf Verlangen, etwa durch eine Spritze die ein Arzt oder anderer Dritte setzt die zum Tode führt, bleib verboten. Was ist die Ausgangslage? Am 26. Februar 2020 verkündete das Bundesverfassungsgericht deren Urteil von großer gesellschaftlicher Tragweite und erklärte den entsprechenden Strafrechtsparagrafen 217 für nichtig. Das Bundesverfassungsgericht kippte damit das seit 2015 bestehende Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe und damit im Prinzip auch die Sterbehilfe in Gän...

Wer hilft mir beim Sterben? in der Reihe 'Die Story' des WDR

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In der dritten Episode mit dem Titel "Wer hilft mir beim Sterben?" in der Reihe Die Story des WDR - begleiten, berichten Erika Fehse und Renate Werner (Redaktion: Christiane Mausbach) anschaulich von zwei Sterbewilligen und deren Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Ende, dem Sterbewunsch und stellt die Frage: Welche politischen Entscheidungen sind notwendig, um Menschen einen würdevollen Tod zu garantieren.  Es kommen Politiker zu Wort wie Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Grüne), Ansgar Heveling (CDU) die mit deren Gesetzentwurf - einem Fraktionsübergreifender Vorschlag zur Neuregelung der Sterbehilfe (Stephan Pilsinger (CSU), Kathrin Vogler (Linke), Prof. Dr. Lars Castellucci (SPD), Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Grüne), Ansgar Heveling (CDU), Benjamin Strasser (FDP)) nun  das Urteil des Bundesverfassungsgericht aushöhlen und torpedieren wollen und in dem Filmbeitrag schönreden und verteidigen. Aber auch Frau Kathrin Helling-Plahr von der FDP die bereits 2021 an einem h...

Sterbehilfe - Gesetzesentwürfe verschiedener Parteien

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Mir sind nun 3 Gesetzentwürfe bekannt. In jedem der 3 Entwürfe ist von einer „Beratungspflicht“ die Rede ist, Ähnlich wie im Abtreibungsrecht und ähnlich wie es aktuell ist. Aktuell sind die Voraussetzungen die durch einen Arzt schriftlich zu dokumentieren sind, dass die / der Sterbewillige … wohlerwogen und freiverantwortlich handelt. Über alle medizinischen Angebote (z. B. Psychiatrie, Palliativmedizin, Intensivierung der Pflege, etc.) aufgeklärt ist und diese ablehnt. frei von krankhafter Störung den Entschluss zum Suizid gefasst hat. frei von nötigenden Einflüssen den Entschluss zum Suizid gefasst hat. den Entschluss zum Suizid ernstlich und nachhaltig gefasst hat und für eine längere Dauer und bestenfalls wiederholt kommuniziert hat. Aber nun die drei Entwürfe 1.: Gesetzentwurf der Abgeordneten  ... Katrin Helling-Plahr (FDP), Karl Lauterbach (SPD) und Petra Sitte (Linke) Voraussetzung für eine Beihilfe zum Suizid sollen laut dem Gesetzentwurf der drei Abgeordneten eine ver...

Patientenverfügungen - Vorsorgemappe

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Ich wünsche mir, dass sich Menschen mehr und früher Gedanken über ihr Leben, Alter, und auch Ableben machen und viel häufiger eine Patientenverfügung abfassen und auch bestens weitere Vorsorge zu treffen wie zum Beispiel Vollmachten für Angehörige. Sie ersparen damit ihren Angehörigen viele Sorgen, Probleme aber auch Kopfzerbrechen und Leid, und sich selbst auch. Wichtig zu wissen: Auch Ehe- und Lebenspartner benötigen eine Patienten­verfügung und eine Vorsorge­vollmacht. Eine Vorsorge­vollmacht stellt sicher, dass gewünschte Personen wie die Partner / der Partner Auskunft von Ärzten bekommt und für Sie medizinische, aber auch in anderen Bereichen Entscheidungen treffen darf. Die festgelegte(n) Person(en) können dann dem Wunsch des Ausstellers entsprechen handeln und entscheiden, wie auch über Aufenthaltsort bestimmen oder Bankgeschäfte erledigen -wobei bei Bank bankeneigene Vorsorge - und Vollmachten ausgestellt werden müssen da dies Banken verlangen. Mit der Patienten­verfügung besti...