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Showing posts with the label Ethikrat

Selbstbestimmung am Lebensende – Wie gehen wir als Gesellschaft mit Leid um, das wir nicht vollständig lösen können?

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In wenigen Tagen jährt sich das Gehen meiner Frau zum fünften Mal, vor fünf Jahren konnte meine Frau nach elf Jahren dauerhafter, wohlerwogener und selbstbestimmter Auseinandersetzung mit ihrem Sterbewunsch ihren letzten großen Willen umsetzen. Im Kreis ihrer engsten Angehörigen und Freunde öffnete sie die Infusion, lächelte mich ein letztes Mal an und ging ihren eigenen Weg. Seit diesem Tag engagiere ich mich dafür, über Selbstbestimmung am Lebensende, über Suizidalität, über Sterbewünsche und über die Menschen zu sprechen, die von solchen Entscheidungen betroffen sind. Ich versuche Verständnis zu fördern, Informationen bereitzustellen und auch jene sichtbar zu machen, die häufig im Hintergrund bleiben: die Helfenden. Denn unabhängig davon, wie man persönlich zu diesen Themen steht – sie berühren Menschen auf eine Weise, die existenzieller kaum sein könnte. Und mit jedem Jahr, das seit dem Tod meiner Frau vergangen ist, beschäftigt mich eine Frage mehr als viele andere: Wie gehen wir ...

Rezension zu Alena Buyx: "Leben und Sterben – Die großen Fragen ethisch entscheiden"

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Alena Buyx, die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats , widmet sich in ihrem Buch "Leben und Sterben – Die großen Fragen ethisch entscheiden" ... der zentralen Frage, was es bedeutet, existenzielle Entscheidungen über unser Leben und Sterben zu treffen. In einer Mischung aus fachlicher Expertise und Zugänglichkeit gelingt es der Autorin, Orientierung in den komplizierten, oft überwältigenden ethischen Dilemmas zu bieten, die uns im Laufe des Lebens begegnen - begegnen können. Alena Buyx zeigt, dass ethische Fragen jeden von uns betreffen und in jedem Fall die Gesellschaft. Sie schafft eine Brücke zwischen der komplexen Welt der Ethik im Großen und oft Verkopften und den alltäglichen Entscheidungen, die Menschen in ihrem Leben treffen müssen.  Das Buch deckt eine große Bandbreite an Themen ab: Angefangen bei Fragen zu Beginn des Lebens, wie künstlicher Befruchtung, pränataler Diagnostik und Frühgeburten, bis hin zu den Herausforderungen am Lebensende, wie Sterbehilfe...

Ethikrat - Im Oktober 2024 wurden die neuen Mitglieder für vier Jahre berufen

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Der Ethikrat beschäftigte sich in den letzten Jahren mit Themen wie Sterbehilfe, Suizidalität, Klimagerechtigkeit, künstliche Intelligenz und Impfpflicht, wobei Letzteres in der Covid-19-Pandemie zu heftigen Kontroversen führte. Obwohl der Gesetzgeber unterschiedliche ethische Ansätze und ein plurales Meinungsspektrum fordert, wird dieser Anspruch in der aktuellen Besetzung nur unzureichend erfüllt.  Monatelang war der Deutsche Ethikrat nicht arbeitsfähig, weil die Bundesregierung versäumte, neue Mitglieder vorzuschlagen. Erst im Oktober 2024 wurden durch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas neue Mitglieder für vier Jahre berufen. Der Ethikrat, der auf Grundlage des Ethikratgesetzes von 2007 agiert, soll ethische, gesellschaftliche, naturwissenschaftliche, medizinische und rechtliche Fragen beraten. Die Mitglieder, je zur Hälfte vom Bundestag und der Bundesregierung berufen, sollen unabhängig sein, werden aber oft von den Parteien vorgeschlagen und vertreten deren Interessen. Auffällig...

Gedanken zur Sterbehilfe - März 2024

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Beim Verfolgen und Einlesen in die aktuellen Verfahren gegen Dr. Turowski und das Urteil welches vor kurzem gegen den Psychiater Johann Spittler erging, finden sich leider Parallelen die verschiedenste Gedanken bei mir auslösen. Am offensichtlichsten ist der Auslöser für die Verfahren: Beide Ärzte kamen vor Gericht, da sie Patienten mit psychischen Krankheiten, die den Wunsch zu sterben begründeten, bei ihrem Tod unterstützten. Im Fall von Spittler, der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie ist, entschied das Gericht, dass die psychische Krankheit Oliver H.'s, dem an Wahnvorstellungen litt, seinen „freien Willen“ aufhob. Daher hätte Spittler ihm keine Infusion zur Verfügung stellen dürfen, die Oliver H., wie das Gesetz es auch vorschreibt, selbst aktiviert, geöffnet hat. Dr. Turowski, 74, steht vor Gericht, weil er einer stark depressiven Patientin half, sich das Leben zu nehmen, ob durch deren Krankheit deren Fähigkeit zum „freien Willen“ eingeschränkt steht im Zentrum des Verfa...

Podcast / Interview zur Sterbehilfe mit Dr. med. Gerald Neitzke

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In dem Podcast / Interview zur Sterbehilfe geht Dr. med. Gerald Neitzke (Vorsitzender des Klinischen Ethik-Komitees (KEK) der MHH  (Institut für Ethik, Geschichte und Philosophie der Medizin)) auf viele Punkte und Aspekte der Sterbehilfe ein.  Wer sich mit dem Thema Sterbehilfe beschäftigt sollte sich diesen etwa 1 stündige Podcast anhören. dasletztegespraech.podigee.io  -  Sonderfolge "Sterbehilfe" mit Dr. Gerald Neitzke Gestört habe ich mich nur daran, dass Dr. med. Gerald Neitzke betont, dass Begriffe wie Suizidhilfe, assistierter Suizid, Sterbehilfe, Hilfe bei der Selbsttötung alles Synonym sind. Da der Begriff Synonym dafür steht, dass ein Wort, die gleiche Bedeutung wie ein anderes Wort hat. Das heißt, dass die beiden Wörter ausgetauscht werden können, ohne dass sich die Bedeutung verändert. Und dies ist nun einmal, wie ich in früheren Artikel erläutert habe, für mein Verständnis NICHT die gleiche Bedeutung haben. ( Antonymie - Freitod + Suizid ) Dr. med. Geral...

Bundespressekonferenz in Berlin - Ethikrat: Stärkung von Suizidprävention und Selbstbestimmung

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Heute am 22. September 2022 stellt der Deutsche Ethikrat in der Bundespressekonferenz in Berlin seine Stellungnahme „Suizid – Verantwortung, Prävention und Freiverantwortlichkeit“ vor.  Damit verfolgt der Ethikrat drei zentrale Anliegen:  ein angemessenes Bewusstsein für die Vielschichtigkeit von Suizidalität schaffen,  die Voraussetzungen freiverantwortlicher Suizidentscheidungen präzisieren die unterschiedlich gelagerten Verantwortungen verschiedener Akteurinnen und Akteure im Kontext von Suizidentscheidungen und -prävention aufzuzeigen Der vollständige Wortlaut der Stellungnahme  „Suizid – Verantwortung, Prävention und Freiverantwortlichkeit“  ist abrufbar unter: https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Stellungnahmen/deutsch/stellungnahme-suizid.pdf (pdf | 2 MB).

Sterbehilfe: Was bedeutet das? Film des NDR Kulturjournal

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Ein sehenswerter Beitrag des NDR  Im Kulturjournal vom 24. November gabe es einen recht ordentlichen Beitrag von Natscha Geier, Melanie Thun Die Story ist zum einen um das Urteil des Bundesverfassungsgericht aufgebaut und zum anderen um Hans-Jürgen Brennecke, einer der Kläger vor dem Bundesverfassungsgericht. Weiterhin kommen Bettina Schöne-Seifert, Expertin für Medizinethik zu Wort. Frau Bettina Schöne-Seifert war 2001 bis 2010 Mitglied im Deutschen Ethikrat.  Und wenn ich Frau Bettina Schöne-Seifert so zuhöre ich würde gerne wissen, wie diese Aussagen vom NDR zusammengeschnitten wurden - weil so wie die Aussagen fallen hat es mir mehrfach aus Gründen der Ethik den Magen herumgedreht, weil ich von individueller Normen und Würde nichts hörte, vielmehr ging es Frau Schöne-Seifert um kollektive Wünsche und gesellschaftliche Werte und Beurteilung. Aber was kann persönlicher sein als das Leben und der Tod. Sowie denn persönlichen und individuellen Werten im ganzen Leben ...