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Plädoyer für eine gute Gesellschaft: Ein würdevoller Umgang mit Leben und dem Sterben

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In einer guten Gesellschaft sollten wir stets die Würde und Autonomie des Einzelnen respektieren, besonders in den dunkelsten und herausforderndsten Zeiten des Lebens. Menschen, die mit schweren Krankheiten oder intensivem Leid konfrontiert sind, verdienen unser tiefstes Mitgefühl und unsere unterstützende Begleitung. Es ist von zentraler Bedeutung, jedem Menschen die Freiheit und den Raum zu gewähren, ihre Entscheidungen über Leben und Sterben selbstbestimmt zu treffen. Wie Stephen Hawking und Terry Pratchett hervorgehoben haben, sollte das Recht bestehen, das eigene Leben in Würde und Frieden zu beenden, wenn einem unheilbares oder unerträgliches Leiden oder Krankheit auferlegt ist. Diese Entscheidung entsteht aus der intimsten und tiefsten Auseinandersetzung eines Menschen mit seiner eigenen Existenz und verdient unsere vollste Anerkennung und unseren Respekt. Es hat sich gezeigt, dass die Möglichkeit der selbstbestimmten Lebensbeendigung nicht nur eine Frage der medizinischen Verso...

Lauterbach stellt Strategie zu Suizidprävention vor

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Der Bundestag hatte im Juli 2023 mit überwältigender Mehrheit beschlossen, dass die Bundesregierung bis Ende Januar 2024 ein Konzept zur Vorbeugung und bis Ende Juni 2024 auch ein Suizidprävention Gesetz vorlegen soll - Siehe auch " Sterbehilfe-Gesetze durchgefallen " vom 6.Juli letzten Jahres. Im vergangenen Juli stimmten 688 Abgeordnete des Bundestages für einen Ausbau der Suizidprävention in Deutschland. Sie forderten, dass die Bundesregierung bis Ende Januar diesen Jahres eine Strategie vorlegen müsse, wie die hohe Zahl an Selbsttötungen vermindert werden kann. (Siehe Artikel zur Suizidprävention ) Den ersten Schritt dazu macht Lauterbach nun, wenn auch mit 3 Monaten Verspätung. Wie nötig das wäre, zeigen die aktuellen Statistiken: 2022 nahmen sich bundesweit 10.119 Menschen das Leben. Dies entspricht einem Anstieg um 9,8 Prozent oder 904 Fällen gegenüber dem Vorjahr. Erstmals seit acht Jahren liegt die Zahl wieder über 10.000; zudem ist der prozentuale Anstieg binnen ein...

Wirrwarr und Graubereiche wo keine sind - Sterbehilfe, Gesetzentwürfe und Regelansätze

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Wenn man diesen Artikel des Tagesspiegel liest, wenn man die Aussagen der Politiker*innen liest - kann man hoffen, dass bei diesem Wissensstand es keine Neuregelung gibt die es nicht braucht und die nicht zielführend sein wird. Heute gab es einen Artikel im Tagesspiegel unter dem Titel " Abgeordnete feilen an Entwürfen: Sterbehilfe-Wirrwarr – kommt eine Neuregelung noch 2024 durch den Bundestag? " a) Kann ich, auch besten Wohlwollen, ein 'feilen' nicht erkennen - das treffendste Verb wäre eher 'zusammenschustern' oder 'zusammenreimen b) Ein Wirrwarr ist nicht erkennbar, wenn man die bestehenden Gesetze beachtet und nutzt, dass die Gesetze vorhanden sind und Anwendung findet erkennt man an den neulichen Rechtsfällen. c) es ist eher zu Befürchten als zu Begrüßen eine Regelung durch diese Politiker und Interessenvertretern der Kirchen zu bekommen Den mangelnden Wissensstand zeigt wiederholt die Gesundheitspolitikerin Kirsten Kappert-Gonther (Grüne), wie im Ar...

Die Würde des Menschen ist unantastbar im Leben und in den schwersten Zeiten des Sterbens

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Ich bin der Auffassung, dass Menschen, die den Freitod wünschen, ein unerträgliches Leiden beenden wollen, sei es durch eine Krankheit oder Alter bedingt, oder anderweitig, auch die Möglichkeit dazu haben sollten. Es ist selbstredend, dass dieser Person verdeutlicht und freiverantwortlich für sich selbst (und nicht basierend auf Regeln und Weltbilder, Weltanschauung Dritter) und ernstlich begründet wieso sie selber sterben möchten. Und damit leidende Menschen, Sterbewillige, deren Angehörige, weitere Helfende und unterstützende Menschen und Ärzte, Apotheker, etc. einen klaren Rahmen und einen Rechtssicherheit brauchen, unter welchen Voraussetzungen Sterbehilfe in Anspruch genommen und geleistet werden darf und sollte.  Das gilt und sehe ich umso mehr vor dem Hintergrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgericht im Februar 2020. Das Bundesverfassungsgerichts hat vor über 1000 Tagen / fast drei Jahren über mehrere Verfassungsbeschwerden gegen § 217 StGB geurteilt. Wie sicher...

Sterbehilfe eine ethische Zwickmühle

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In jedem Fall in der Gesellschaft, in Politik und dem gesetzlichen Rahmen, in der Philosophie, Weltanschauung, Religionen finden die Problematiken der Sterbehilfe deren zentralen Themen in den ethischen Debatten. In der Debatte treffen die Betrachtungsweisen, Voraussetzungen und Bewertung menschlichen Handelns und das methodische Nachdenken über die Moral und Ethischen Betrachtungen aufeinander - auf der einen Seite die christlichen Ethiken und andere dogmatische geistige Korsetts -  zum anderen liberalere Auffassung - bis hin zu Personen und Gruppen die Relativität oder Subjektivität aller Werte proklamieren oder Leuten von unterschiedlichsten und persönlichen Meinungen, die die Debatte ebenfalls prägend und bereichern Die unterschiedlichen Ethisch / Moralischen Bewertungen und Ansichten beruhen, so nehme ich es wahr, auf einem unterschiedlichen Menschenbild, aus dem jeweils eine andere moralische Forderung erwächst.  Politische Debatte Diese Debatte bzw nicht vollzogene Deba...