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Showing posts with the label Seelsorge

Einsamkeit im Alter - Das Silbertelefon

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Einsamkeit im Alter ist ein oft unterschätztes Thema – besonders im Zusammenhang mit dem Übergang in den Ruhestand. Aufmerksam geworden bin ich darauf durch einen Beitrag im MOMA des WDR -  Telefonieren gegen einsamkeit im Alter  . Wenn der Job endet, verändert sich mehr als nur der Tagesablauf. Für viele Menschen verschwinden soziale Kontakte, Routinen und das Gefühl von Zugehörigkeit. Was lange selbstverständlich war, fehlt plötzlich. Diese Form der Einsamkeit betrifft nicht nur Alleinlebende, sondern auch Paare. Sie hat direkte Auswirkungen auf die mentale Gesundheit und sollte nicht tabuisiert werden. Einsamkeit schleicht sich oft leise ins Leben. Besonders dann, wenn ein Lebensabschnitt endet, der viele Jahre getragen hat: der Job. Mit dem letzten Arbeitstag geht für viele Menschen mehr verloren als nur ein Einkommen. Es verschwinden Routinen, Aufgaben, Anerkennung – und vor allem tägliche Begegnungen. Gespräche auf dem Flur, gemeinsames Lachen, kleine Rituale. Dinge, die...

Monat zur Aufklärung über Co-Abhängigkeit / Co-Betroffenheit

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Wenn Geben zur Selbstaufgabe wird Manche Menschen geben so lange, bis kaum noch etwas von ihnen selbst übrig ist. Sie hören zu, halten aus, springen ein, übernehmen Verantwortung. Still. Verlässlich. Immer wieder. Von außen wirkt das wie Stärke oder besondere Fürsorge. Von innen fühlt es sich oft ganz anders an: erschöpfend, einengend, leer. Das ist kein persönliches Versagen. Es ist ein Signal. Der Januar gilt als Awareness-Monat für Co-Abhängigkeit / Co-Betroffenheit . Vielleicht braucht dieser Monat genau diese doppelte Benennung – weil sie sichtbar macht, dass es hier nicht um Schuld geht, sondern um Menschen, die mitleben, mittragen und häufig unsichtbar mitbetroffen sind. Warum „Co-Betroffenheit“ wichtig ist Der Begriff Co-Abhängigkeit beschreibt relevante Beziehungsmuster, trägt aber oft eine schwere, bewertende Bedeutung. Viele Menschen erleben ihn als Vorwurf – und reagieren mit Scham statt mit Verständnis. Co-Betroffenheit setzt einen anderen Fokus. Er macht deut...

Die Bedeutung von MHFA und PSNV: Unterstützung und Prävention

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Nach einem Einsatz in der letzten Nacht schreibe ich diesen Text, weil ich mir, wieder einmal für mich der Bedeutung klar wurde. Die psychosoziale Unterstützung von Menschen nach Notfällen und Katastrophen sowie die Förderung der psychischen Gesundheit von Einsatzkräften haben in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies ist ein sehr positiver Trend, der die Notwendigkeit einer professionellen Betreuung und Prävention erkennt. Zwei zentrale Konzepte in diesem Bereich sind die Mental Health First Aid (MHFA) und die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Beide Ansätze spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von Betroffenen und Einsatzkräften und tragen dazu bei, psychische Belastungen zu verringern und Folgeschäden zu vermeiden. Tätigkeitsfelder von MHFA und PSNV Mental Health First Aid (MHFA) MHFA zielt darauf ab, Menschen zu befähigen, erste Hilfe bei psychischen Problemen zu leisten, ähnlich wie bei körperlichen Notfällen. In einem MHFA Kurs lernt...

Über den Wunsch zu Sterben - Über Freitod und Suizidgedanken reden

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Äußert ein Mensch einen Gedanken zum Sterben ist dies in unserer Gesellschaft etwas 'nicht normales', aber Sprechen über Sterben und den Tod sollte wenn nicht normal so dann doch akzeptiert sein.  Sprechen über den eigenen Tod ebenso - Motivation dafür kann vielfältig sein. Über das Sterben und den Tod sprechen wir nicht gern. Dabei könnten wir genau damit helfen, dem Abschied, einer vorausgehenden Trauer und der Trauer einen Platz in unserem Leben einzuräumen und uns die Angst davor zu nehmen. Die allermeisten mit den ich dazu spreche, sind der Meinung, Gespräche über Tabuthemen wie dem Ende des Lebens würden sich wie eine bleierne Decke über einen sonnigen Tag legen, doch das Gegenteil ist der Fall, wie wieder rum die allermeisten recht schnell feststellen und äußern: Oft können führt es dazu, dem Tod seine Schwere zu nehmen. Der Tod gehört zum Leben. Wir alle müssen eines Tages sterben. Oder wie Heiner Geißler mal sagte: " Der Tod ist demokratisch. Von hundert Menschen ...