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Sterbehilfe in Frankreich: Macron setzt Gesetz für Schwerkranke in Kraft

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Ein guter Tag für die Selbstbestimmung am Lebensende. Der 19. August 2026 ist für mich ein guter Tag. Nicht nur weil der 19.August der Welttag der humanitären Hilfe ist. An diesem Mittwoch wurde das französische Gesetz zur „Aide à mourir“ – zur Hilfe beim Sterben – offiziell im französischen Amtsblatt veröffentlicht. Damit tritt das Gesetz, von dem ich Mitte Juli bereits im Detail berichtete habe, so in Frankreich nun in Kraft. (Siehe: Frankreich beschließt Gesetz zur Sterbehilfe – Nationalversammlung stimmt mit Mehrheit zu )  Frankreich gehört damit zu den Ländern, die schwer und unheilbar kranken Menschen unter bestimmten und streng geregelten Voraussetzungen die Möglichkeit geben, selbst über das Ende ihres Lebens zu entscheiden. Ich sage ganz bewusst: Ich freue mich darüber. Ich weiß, dass dieser Satz bei manchen Menschen Widerspruch hervorrufen wird. Sterbehilfe ist ein Thema, bei dem es um Leben und Tod geht, um Krankheit, Verzweiflung, Hoffnung und menschliche Würde. E...

Frankreich beschließt Gesetz zur Sterbehilfe – Nationalversammlung stimmt mit Mehrheit zu

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Frankreich hat einen historischen Schritt vollzogen. Die französische Nationalversammlung hat das Gesetz zur sogenannten aide à mourir  (Hilfe zum Sterben) mit 295 Ja-Stimmen gegen 232 Nein-Stimmen  verabschiedet. Nachdem sich Nationalversammlung und Senat zuvor nicht auf einen gemeinsamen Text einigen konnten, hatte die Nationalversammlung nach der französischen Verfassung das letzte Wort. Mit dem Beschluss erhält Frankreich erstmals eine gesetzliche Grundlage für die ärztlich begleitete Sterbehilfe. In eng begrenzten Ausnahmefällen soll künftig auch die Verabreichung einer tödlichen Substanz durch medizinisches Personal möglich sein. Damit geht Frankreich in einzelnen Punkten weiter als Deutschland und nähert sich den Regelungen in Belgien und den Niederlanden an. Das Gesetz ist zwar nun parlamentarisch beschlossen, tritt jedoch noch NICHT unmittelbar in Kraft . Zunächst müssen die vorgesehenen formellen Schritte abgeschlossen werden, bevor die neue Regelung tatsächlich ange...

Hitze ist mehr als Wetter – was wir von Europas Hitzeschutz lernen können

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In diesem Artikel möchte ich gerne auf das eingehen, was wir von Europas Umgang mit Hitze lernen können Hitze als Gesundheitskrise verstehen – nicht erst, wenn Rettungsdienste an ihre Grenzen kommen. Die Hitzeperiode Ende Juni 2026 war eine der außergewöhnlichsten der vergangenen Jahre. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) führte sie nach aktuellen Modellschätzungen zu rund 5.100 hitzebedingten Todesfällen in Deutschland. Die tatsächlichen Auswirkungen könnten jedoch noch höher liegen: Das Statistische Bundesamt schätzt für die Kalenderwoche 26 (22.–28. Juni) eine Übersterblichkeit von etwa 6.800 Fällen – also deutlich mehr Todesfälle, als in diesem Zeitraum üblicherweise zu erwarten wären.  Wochenbericht zur Hitzemortalität des RKI   In meinen beiden vergangenen Artikeln habe ich darüber geschrieben, warum mich die aktuellen Außergewöhnlichen Einsatzlagen während der Hitzewelle nachdenklich machen. Nicht die hohen Temperaturen allein beschäftigen mich, sondern das, wa...

Zwischen Gesetz und Leid: Französische Patienten auf dem Weg zur Sterbehilfe - Letzte Reise nach Belgien

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Die ARTE-Reportage „Re: Letzte Reise nach Belgien – zur Sterbehilfe“  (Autor: Simon Wohlfahrt) begleitet französische Bürger, die aufgrund schwerer, unheilbarer Krankheiten in Belgien Hilfe beim selbstbestimmten Sterben suchen. Während Sterbehilfe in Belgien seit über zwanzig Jahren unter klaren gesetzlichen Voraussetzungen erlaubt ist, bleibt sie in Frankreich verboten und gesellschaftlich wie politisch stark umstritten. Diese rechtliche Kluft zwingt viele Betroffene dazu, ihr Land zu verlassen, um ihr Leiden selbstbestimmt zu beenden. (in diesem Kontext mein Artikel  Sterbehilfe in Belgien vom Juli 2025  und die zukünftige Änderungen die Ende 2026 in Frankreich in Kraft treten könnten Frankreichs Entscheidung zur Sterbehilfe von Mai 2025 ) Im Mittelpunkt steht unter anderem Valérie, die an der degenerativen Nervenkrankheit ALS leidet. Wie viele andere möchte sie nicht den fortschreitenden Verlust von Kontrolle und Würde erleben. Die Reportage zeigt ihren inneren K...

Frankreichs Entscheidung zur aktiven Sterbehilfe

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Heute am 27. Mai 2025 hat Frankreich einen bedeutenden Schritt in der medizinischen Ethik und der Patientenautonomie gemacht, indem es nun unter strengen Bedingungen auch aktive Sterbehilfe legalisierte. Diese Entscheidung stellt einen ethischen Fortschritt dar, der den Respekt vor der Selbstbestimmung von unheilbar kranken Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die französische Nationalversammlung hat mit 305 zu 199 Stimmen einen Gesetzesentwurf zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe verabschiedet. Das Gesetz sieht vor, dass volljährige französische Staatsbürger oder dauerhaft in Frankreich lebende Personen unter bestimmten Voraussetzungen das Recht auf medizinisch assistierten Sterbehilfe erhalten können. Der Gesetzesentwurf muss nun vom französischen Senat geprüft werden. Sollte er dort ebenfalls verabschiedet werden, könnte das Gesetz voraussichtlich Ende 2026 in Kraft treten Ein Entscheidung der Menschlichkeit Präsident Emmanuel Macron bezeichnete das neue Gesetz als ein „Gesetz d...

Françoise Hardy sprach sich für Sterbehilfe aus

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Wer sich mit französischen Chansons beschäftigt hat kennt Edith Piaf , Charles Aznavour, Serge Gainsbourg, Juliette Gréco und auch Françoise Hardy. Die Chansonnière Françoise Hardy ist nun gestorben, sie setzte sich immer wieder für das Thema Sterbehilfe ein. Sie war seit 2004 an unheilbarem Krebs erkrankt und meldete sich immer wieder zu diesem Thema zu Wort. „Jemanden, der unheilbar krank ist, unerträglich leiden zu lassen, bis er stirbt, ist unmenschlich,“ sagte sie in einem Interview mit der dpa. Im Herbst 2018 war bei Françoise Hardy zum zweiten Mal Krebs diagnostiziert worden. Heute fühlt sich die 77-Jährige „dem Ende nah“ und denkt aufgrund extremer Schmerzen an Sterbehilfe. Ihr Sohn Thomas Dutronc postete die Todesmeldung „Maman est partie …“ (Mama ist weg) in Instagram. ( https://www.instagram.com/thomas.dutronc/p/C8Fw4bDoQBu/ ) Jahrelanger Kampf mit dem Krebs Für die 77-jährige Sängerin war es bereits die zweite Krebsdiagnose. Seit Mitte der 2000er Jahre kämpfte Hardy mit der...

In Planung - Gesetz könnte die Möglichkeit von Sterbehilfe in Frankreich unter bestimmten Bedingungen eröffnen.

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Präsident Macron hatte ursprünglich bereits im vergangenen Jahr 2023 vor bzw  angekündigt einen Gesetzentwurf zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe zu erarbeiten, nachdem es zuvor einen langen Prozess mit Bürgerbeteiligung gegeben hatte (siehe Artikel aus August 2023  "Sterbehilfe was ist wo erlaubt" ). Eine Mehrheit in einem Bürgerkonvent hatte sich für die Legalisierung von aktiver Sterbehilfe ausgesprochen. Der französische Ethikrat hatte sich ebenfalls für die Möglichkeit aktiver Sterbehilfe unter strengen Bedingungen ausgesprochen. Wie zu erwarten gab es und gibt es Kritik an dem geplanten Gesetz von Pflegeverbänden und vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz. Sie argumentieren, dass die Vorschläge des Präsidenten nicht den Realitäten und Bedürfnissen der Patienten und des Pflegepersonals entsprechen. Hier sollten diese Verteter von Kirchen und Pflegeverbänden unbedingt deren eigene Realitäten prüfen und die eigenen Bedürfnisse nicht mit denen anderen Menschen vermen...

"Going to Switzerland" Statistik nach dem Urteil des BVerfG

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"Going to Switzerland"  (In die Schweiz reisen) ist in Englisch sprachigen Ländern wie Großbritannien, den USA eine beschönigende oder verschleiernde Formulierung für das Vorhaben, in die Schweiz zu fahren um den Weg der Sterbehilfe zu gehen. Heute erst bin ich auf eine Statistik gestoßen die deutlich aufzeigt wie deutlich die Entscheidung unsere Bundesverfassungsgericht auf das Ausweichen den Sterbehilfe-Tourismus von Deutschland in die Schweiz nahe zu um ca. 89 % reduziert hat. Veröffentlichungsdatum war März 2023 und der  Erhebungszeitraum 1998 bis 2022. In den letzten Jahren haben sich Durchschnittlich ca. 35 Briten, ca. 40 Franzosen und ca. 80 Deutsche zur Sterbebegleitung in der Schweiz begeben. Im ersten Jahr nach dem Urteil ist die Zahl der Deutschen von 84 auf 34 Menschen zurück gegangen und dann in 2022 auf nur noch 9 Menschen die in die Schweiz gereist sind um den Freitod annehmen zu können. Da man nun seit Anfang 2020 auch endlich wieder in Deutschland seinen Frei...