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Thiopental in der Freitodbegleitung: Off-Label-Use und rechtlicher Rahmen

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Die Begleitung eines freiwilligen Todesentschlusses stellt Ärztinnen und Ärzte vor ethische, medizinische und rechtliche Herausforderungen. In Deutschland kommt dabei  der Wirkstoff Thiopental zum Einsatz – allerdings im sogenannten Off-Label-Use, also außerhalb der offiziell zugelassenen Indikationen. Diese Anwendung ist rechtlich möglich, setzt jedoch eine besonders sorgfältige ärztliche Aufklärung sowie die freiwillige und informierte Einwilligung des Patienten voraus. Während der Off-Label-Use in der Medizin durchaus etabliert ist – etwa in der Onkologie oder Pädiatrie –, ist sein Einsatz im Rahmen der Freitodbegleitung besonders sensibel, da er mit irreversiblen Folgen verbunden ist. Dieser Beitrag soll einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, ärztlichen Pflichten und die praktische Anwendung von Thiopental in diesem Kontext geben. und ist ein Update zu meinem Artikel von 2022 Off-Label-Use in der Sterbehilfe Thiopental erfolgt im sogenannten Off-Label-Use...

Zahlen und Trend - DWDA - Oregon's Death with Dignity Act - 2023 und frühere

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Der Oregon Death with Dignity Act (deutsch: Gesetz des Staates Oregon über Sterben in Würde) ist ein Gesetz im US-Bundesstaat Oregon aus dem Jahr 1997. Es erlaubt einen ärztlich-assistierten Sterbehilfe und regelt die Voraussetzungen hierfür. Laut einem neu veröffentlichten Bericht (PDF) der Gesundheitsbehörde von Oregon starb im Jahr 2023 etwa eine Person pro Tag durch den Death with Dignity Act . Zusammenfassung der Studie Im Jahr 2023 erhielten 560 Personen Rezepte / Verordnungen für tödliche Dosen von Medikamenten gemäß den Bestimmungen des Oregon DWDA, im Jahr 2022 zuvor waren es 433 Fälle. Bis Ende Januar 2024 hatte die OHA Berichte über 367 Menschen erhalten, die im Jahr 2023 gestorben sind, nachdem sie die unter dem DWDA verschriebenen Medikamente eingenommen hatten, eine Steigerung von 304 im Jahr 2022. OHA steht für Oregon Health Authority - Die Oregon Health Authority kümmert sich, die Qualität zu verbessern und den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erhöhen, um die lebens...

Keine Erlaubnis zum Erwerb von Natrium-Pentobarbital

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Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute, am 7.November 2023 erneut bestätigt, dagegen gerichteten Klagen hatten bereits in den Vorinstanzen keinen Erfolg, und entschieden, dass das Untersagen der Erlaubnis des Erwerbs des Barbiturat Natrium-Pentobarbital zur Sterbehilfe bei einem Freitod, angesichts diverser anderen Barbiturate, das eigene Leben medizinisch begleitet mit anderen Mitteln (z.B. Off-Label-Gebrauch diverser anderer Barbiturate) zu beenden, mit dem durch das Grundgesetz geschützten Recht auf selbstbestimmtes Sterben vereinbar ist. Ich bin rechtlich, wie auch von der Anwendung und auch wirkweisen-technisch kein Befürworter von NaP Natrium-Pentobarbital. Beide Kläger leiden an schweren Erkrankungen, beide Kläger könnten problemlos deren Freitod, und die Freitodbegleitung durch einen Arzt organisieren - dementsprechend könnte die Verschreibung durch einen behilflichen Arzt oder Ärztin und die Verabreichung durch eine Infusion, problemlos zu einem gewünschten Zeit...

Information zu Pentobarbital ( Nembutal (Natrium Pentobarbital) und anderen Barbituraten

Wie bereits mehrfach erläutert, wird beim assistierten Suizid in vielen Ländern der Wirkstoff Pentobarbital verwendet. In Deutschland ist Pentobarbital ( Nembutal (Natrium Pentobarbital) wie alle anderen Barbituraten verschreibungsfähiges Betäubungsmittel unter das Betäubungsmittelrecht - siehe § 1 Abs. 1 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG)    "Die ärztliche Verschreibung ist in § 13 Abs. 1 BtMG geregelt und nur dann zulässig, wenn die Anwendung am oder im menschlichen Körper „begründet“ ist. Das therapeutische Ziel müsse nach gefestigter BGH-Rechtsprechung sein, Krankheiten zu heilen oder zu lindern, was bei einer letalen Dosis nicht der Fall ist." ( Quelle: Medikamente zur Selbsttötung - Deutscher Bundestag ) Es gibt daher auch kein zugelassenes Fertigarzneimittel. Der § 3 des BtMG  umfasst die Erlaubnis zur Herstellung, Verkehr, Verkauf von Betäubungsmitteln, wonach das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) diesem zustimmen muss. Der  § ...