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Showing posts with the label Filmrezension

Ein leiser Film über große Fragen: „La Grazia“, Würde und das Recht auf den eigenen Abschied

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La Grazia – ein italienischer neuer Kinofilm von Regisseur Paolo Sorrentino; der Titel bedeutet auf Deutsch „Die Anmut“ oder „Die Gnade“ und demnächst auch in Deutschland in den Kinos anläuft. Das fiktive Drama schildert die letzten Tage eines  fiktiven  italienischen Staatspräsidenten im Amt, in denen er sich mit einem Gesetz zur Sterbehilfe sowie zwei zweifelhaften Gnadengesuchen auseinandersetzen muss. Toni Servillo verkörpert die Hauptfigur. Premiere feierte der Film als Eröffnungsfilm der Internationalen Filmfestspiele von Venedig. Paolo Sorrentinos „La Grazia“ ist auf den ersten Blick ein politisches Drama: Ein Präsident steht vor Entscheidungen, die moralisch, juristisch und gesellschaftlich kaum schwerer sein könnten. Doch wer den Film, ggf, so sieht wie ich es tat, merkt, dass Politik hier nur die Oberfläche ist. In Wahrheit erzählt Sorrentino etwas viel Grundsätzlicheres – über Menschlichkeit , über Zweifel und darüber, wie schwer es ist, über Leben, das Le...

Durch Astrid Lindgren's Augen – ein stiller Appell in wahnwitzigen Zeiten „Die Menschheit hat den Verstand verloren“

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„Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren“ ist weit mehr als eine Dokumentation über eine weltberühmte Autorin. Der Film nähert sich Astrid Lindgren über ihre Kriegstagebücher aus den Jahren 1939 bis 1945. Texte, die sie in den Jahres des Zweiten Weltkriegs schrieb, als Mutter, als Frau, als frühe Feministin. 70 Jahre lang lagen diese Aufzeichnungen verborgen in einem Wäscheschrank. Es ist ein leiser, eindringlicher Film, der mich im Kino tief berührt hat – und der noch lange nachwirkt. Selten habe ich Geschichte so nah erlebt, so menschlich und zugleich so erschreckend aktuell. Heute hören wir darin, durch Astrid Lindgren's Auge und Wahrnehmung, von Angst, Ohnmacht und Fassungslosigkeit – aber auch von innerer Stärke und auch Dankbarkeit. Besonders berührend ist die Nähe, die der Film herstellt: die Gespräche zwischen ihrer Tochter Karin, ihrer Enkelin Annika und ihrem Urenkel Johan. Sie lesen, erinnern, halten inne. Dabei wird deutlich, wie sich Erfahrungen von ...

„Grünes Licht“ und der letzte Weg - Zwischen Verantwortung, Mitgefühl und Gesetz

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In diesen Artikel geht es um den Dokumentarfilm  „Grünes Licht“ von Pavel Cuzuioc – den ich mit "Zwischen Verantwortung, Mitgefühl und Gesetz" gelabelt habe - da es in der Doku um Dr. Johann Spittler geht, der wegen seinem Mitgefühl / Mitleid aktuell in Haft ist. Es ist kein leichter Weg, den der Regisseur Pavel Cuzuioc in seinem Dokumentarfilm  „Grünes Licht“  beschreitet. Und es ist erst recht kein leichter Weg für jene Menschen, denen der Film begegnet: Menschen, die seit Jahren mit schwersten körperlichen oder psychischen Erkrankungen leben, deren Leid kaum noch zu ertragen ist und für die jede Hoffnung auf Besserung längst verloren scheint. Im Zentrum des Films steht ein Mann, auf dem für viele dieser Menschen die letzte Hoffnung ruhte  Dr. Johann Spittler . Dr. Spittler führt Gespräche mit Menschen, die einen assistierten Sterbehilfe erwägen oder diesen bereits entschieden haben. In Zusammenarbeit mit Sterbehilfe-Organisationen in der Schweiz un...

Filmkritik & Gesellschaftskritik: Momo (2025)

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Meine Filmkritik & Gesellschaftskritik zur neuen Verfilmung von  Momo Wenn Zeit zur Ware wird – und Menschlichkeit zur Unwirtschaftlichkeit Die neue Verfilmung von Momo bringt Michael Endes zeitlose Geschichte mit eindrucksvoller Bildsprache und spürbarem Engagement in die Gegenwart. Ein Buch, das mir immer schon viel bedeutete – und noch immer viel bedeutet. Im Gegensatz zur Verfilmung von 1986 ist das Setting modernisiert, die Symbole sind neu kontextualisiert – und die zentrale Botschaft, so finde ich, tritt heute sogar noch klarer hervor: Es geht um Zeit. Um Menschlichkeit. Und um den stillen Widerstand gegen ein System, das beides entwertet. Momo lebt, wie bei Ende, am Rand der Gesellschaft – hier in den Ruinen eines alten Amphitheaters, das wie ein Denkmal vergangener Lebendigkeit wirkt. Um sie herum: eine Welt, die sich um Effizienz dreht. Ein Konzern verspricht durch technische Armbänder „mehr Zeit“ – eine scheinbare Innovation, die sich schnell als Falle entpuppt. Zei...

Mein persönlicher Blick auf den Dokumentarfilm „Der Tod ist ein Arschloch“

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Als jemand, der der eher unbewusst, nicht durch eine 'Philosophie', eher durch das Leben zum Stoiker wurde, sehe ich den Tod nicht als Arschloch.  Der Tod ist kein Arschloch. Aber das Sterben manchmal schon. Der Tod selbst – dieser letzte Übergang, das mögliche Nicht-mehr-Sein oder vielleicht ein neues Sein – ist für mich eher ein Mysterium. Vielleicht sogar ein Abenteuer. Sicher ist nur: Er gehört zum Leben dazu. Unausweichlich. Und vielleicht gerade deshalb nicht zu fürchten, sondern zu verstehen, anzunehmen. Was ich allerdings sehr wohl als Arschloch empfinde, ist das Sterben – wenn es entwürdigt, isoliert oder ignoriert wird. Wenn Menschen in einem Zustand verharren müssen, der für sie nicht mehr lebenswert ist, weil ihnen ein selbstbestimmtes Ende verweigert wird. Wenn Angehörige, Pflegende und Sterbende allein gelassen werden – emotional, gesellschaftlich, manchmal auch politisch. In diesem Spannungsfeld – zwischen Tod als natürlicher Teil des Lebens und Sterben als oft...

Filmrezension: "Das Meer in mir" - ein eindeutiges Plädoyer für das Leben

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"Das Meer in mir" erzählt die bewegende Geschichte von Ramon Sampedro, einem Mann, der nach einem Badeunfall vom Hals abwärts gelähmt ist und sich in einem langen, verzweifelten Kampf um einen würdevollen Tod befindet. Der Film basiert auf der wahren Geschichte des galizischen Seemanns Ramon Sampedro (1943–1998), der über zwei Jahrzehnte hinweg versuchte, vor Gericht das Recht auf aktive Sterbehilfe zu erstreiten. Ramon Sampedro liegt nahezu bewegungslos in seinem Bett, abhängig von der Fürsorge seiner Familie, und doch wächst in ihm der Wunsch, seinem Leben ein Ende zu setzen. Der Film zeigt seinen langen und erschütternden Kampf um Selbstbestimmung und Würde, der schließlich darin gipfelt, dass er mit Hilfe einer Freundin seinem Leben ein Ende setzt. Regisseur Alejandro Amenábar plädiert in "Das Meer in mir" dafür, dass jedem Menschen das Recht zustehen sollte, über sein Leben und seinen Tod frei zu entscheiden. Gleichzeitig formuliert der Film ernsthafte Gegenpos...

Filmrezension: "Heldin"

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Heute versuche ich mich wieder einmal an einer Filmrezension zum Kinofilm: "Heldin" – Ein authentischer und emotional packender Blick hinter die Kulissen des Pflegealltags „Heldin“, der neue Film der Schweizer Regisseurin Petra Volpe, zeigt die Herausforderungen des Pflegeberufs durch die Augen von Floria (Leonie Benesch), einer Pflegekraft, die in einer unterbesetzten Nachtschicht im Krankenhaus arbeitet. Der Film begleitet Floria durch eine lange Nacht, in der sie trotz ihrer unerschütterlichen Hingabe an ihre Patienten immer wieder an ihre Grenzen stößt. Grenzen, die viele von uns, die in der Pflege und ähnlichen Formen der Hilfe am Menschen arbeiten/arbeiteten, leider nur zu gut nachempfinden können. Volpe gelingt es, eine authentische Atmosphäre zu schaffen, die die Überforderung und den täglichen Kampf der Pflegekräfte realistisch darstellt. Die Kamera fängt die chaotische und sterile Umgebung der Station ein, während Floria zwischen Patientenpflege, Kollegen und ihrem ...

Leben, Tod und Selbstbestimmung: Die berührende Geschichte von Lea in 'Und morgen mittag bin ich tot'

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"Und morgen mittag bin ich tot" erzählt die bewegende Geschichte der 20-jährigen Lea, die sich auf den Weg nach Zürich macht, um dort an ihrem Geburtstag zu sterben. Lea leidet an der unheilbaren Krankheit Mukoviszidose, die so weit fortgeschritten ist, dass kein Arzt ihr mehr helfen kann. Ihre Mutter, die bereits ihren Sohn an die gleiche Krankheit verloren hat, und ihre Schwester Rita werden von Leas Entschluss überrascht und versuchen alles, um sie umzustimmen. Doch Lea, ein Sturkopf mit einem festen Willen, hat ihre Entscheidung sorgfältig überlegt. Regie: Frederik Steiner Hauptdarstellerin: Lea wird gespielt durch Liv Lisa Fries - Mir und einem breiten Publikum wurde sie in der Rolle der ‚Charlotte Ritter‘ in der Serie Babylon Berlin und als zentrale Figur in dem NS-Drama In Liebe, Eure Hilde bekannt. Der Film thematisiert die Sterbehilfe in Form des assistierten Sterbens und stellt dabei die Frage nach der Selbstbestimmung und der Würde des Menschen in den Vordergru...

Ein Meisterwerk der Empathie: 'The Father' über Demenz und menschliche Verbindung

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"The Father" ist unbedingt sehenswert. Er besticht nicht nur durch seine eindringliche Erzählweise, sondern auch durch sein tiefes Verständnis und Mitgefühl für die Herausforderungen im Umgang mit den Veränderungen des Lebens und der psychischen Gesundheit. Florian Zeller präsentiert mit diesem Film mehr als nur eine Geschichte über Demenz – er nimmt uns mit auf eine erschütternde und tief bewegende Reise in die komplexe Welt des menschlichen Geistes und der damit verbundenen Herausforderungen. In der Hauptrolle sehen wir Anthony Hopkins, dessen Darstellung als Anthony einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Mit einer Sensibilität und Tiefe, die nur wenige Schauspieler erreichen können, verdeutlicht er, was es bedeutet, in einem ständigen Kampf gegen die Realität gefangen zu sein. Florian Zeller gelingt es, durch die brillante Darstellung von Anthony Hopkins den Zuschauern einen zutiefst berührenden und authentischen Einblick in das Leben eines Menschen mit Demenz zu gewähren....

Filmbericht/Beitrag des BR - Grauzone Sterbehilfe: Undurchsichtige Praxis statt Tod in Würde

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Der BR sendete gestern am 20.11.2024 um 21:15 Uhr einen Filmbericht unter dem Titel: Grauzone Sterbehilfe: Das undurchsichtige Geschäft mit Todkranken | Die Story | Kontrovers | BR24 ( Link: Grauzone Sterbehilfe: Das undurchsichtige Geschäft mit Todkranken | Die Story | Kontrovers | BR24 - YouTube ) Hier eine Zusammenfassung: Der Filmbeitrag sagt: „Sterbehilfe in Deutschland befindet sich in einer gesetzlichen Grauzone“. Sagt richtigerweise, dass das Bundesverfassungsgericht 2020 ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben bestätigte aber fälschlich, dass das BVerfG den Bundestag zu einem gesetzlichen Rahmen aufgefordert hätte. Und von verschiedener Seite wird dargelegt, dies führt dazu, dass Sterbehilfevereine unreguliert arbeiten. Es werden zwei Fälle beleuchtet der der Familie Beer und der der Familie Loske. Lauritz Loske stand 2021 vor einer dramatischen Wendung, als sein Vater Karl-Heinz an einer unheilbaren Krankheit erkrankte und um Sterbehilfe bat. Die Familie trat dem „Verein Ster...

My Review - "The Room Next Door" by Pedro Almodóvar

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The movie "The Room Next Door" by Almodóvar offers a captivating story that captivates the viewer from beginning to end - at least it did for me - by the way, I watched the movie in its original version - but this will not make a difference for the German version. With a phenomenal cast including Tilda Swinton and Julianne Moore, impressive visuals, and a gripping plot, this movie is an unforgettable cinema experience, which I had. From Almodóvar's "The Room Next Door," I take away the essence that life is fleeting, fragile, but can also be 'breaking,' full of beauty and connections to things, experiences, and above all to other people. This movie invites us and everyone to become aware of our own vulnerability and to appreciate the importance of deep human relationships. It also reminds us, at least it does for me, that it is never too late to seek reconciliation and restore connections with old friends or loved ones. It reminds us to appreciate the pre...

Kinokritik - Kritik zu "The Room Next Door" - Mitgefühl kein Mitleid - eine 'gute' Traurigkeit

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Almodóvars Kinofilm "The Room Next Door" bietet eine fesselnde Geschichte, die den Zuschauer von Anfang bis Ende in ihren Bann zieht - zumindest mir ging es so - by the way ich habe den Film im Original gesehen - dies wird aber zur Deutschen Version keinen Unterschied machen. Mit einer phänomenalen Besetzung durch Tilda Swinton und Julianne Moore, beeindruckender Bildsprache und einer mitreißenden Handlung ist dieser Film ein unvergessliches Kinoerlebnis, welches ich auch hatte. Aus Almodóvars Kinofilm "The Room Next Door" nehme ich die Bestätigung und Quintessenz mit, dass das Leben vergänglich ist, zerbrechlich ist aber auch 'zerbrechend' sein kann, voller Schönheit und Verbindungen zu Dingen, Erlebnissen und so sehr zu anderen Menschen. Der Film lädt uns dazu ein, uns unserer eigenen Verletzlichkeit bewusst zu werden und die Bedeutung tiefer menschlicher Beziehungen zu schätzen. Zudem erinnert uns, jedenfalls bei mir tut dies der Film, dass es nie zu spät...

„Die Ironie des Lebens“ - Meine Rezension (Kinobesuch zur Premiere)

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Meine Eindrücke und Meinung zu ein recht gut gemachter Film - der Film „Die Ironie des Lebens“ bildet recht ordentlich die Aspekte der menschlichen Facetten ab die Betroffene, Partner und Kinder in Zeiten eines bevorstehenden Sterben durchleben , bewältigen müssen und versucht sie so gut es ein Film in 110 Minuten schafft ohne dabei das Thema zu leicht und oberflächlich zu behandeln - man darf nie vergessenes das Genre des Film ist nun mal eine Komödie ! Die Ausgangssituation der Hauptpersonen die zum einen Eva ist (Corinna Harfouch), Ex-Frau von Edgar, die unheilbar an Krebs erkrankt ist. Und Edgar ( Uwe Ochsenknecht) einem erfolgreicher Comedian, der sich über alles und jeden seine Jokes macht, womit sich Menschen mit etwas oder etwas mehr Lebenserfahrung täglich herausgefordert fühlen - Herausforderungen wie Beziehungsproblemen, Kinder mit völlig anderen Werten und Vorstellungen, und dem klassischen Thema älter werdenden Menschen der verschlechternden Gesundheit, Sinnsuche und den ...

Filmtipps - 2 Neue Filme zum Thema Sterben / Selbstbestimmt Sterben

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Heute geht es um zwei Filme die neu im Kino anlaufen. Beide sehenswert. Erste Empfehlung ist „The room next door“ / „Das Zimmer nebenan“ von Pedro Almodóvar , auf den ich näher eingehen möchte. Und im Zweiten " Die Ironie des Leben " von Markus Goller, ein guter Film wenn auch hier und da flach und easy- aber was ich besonders mag ist auch die Leichtigkeit und den Humor. „The room next door“ / „Das Zimmer nebenan“ von Pedro Almodóvar Ich liebe die Filme von Pedro Almodóvar. Für diejenigen, die seine Karriere von Beginn an begleitet haben, ist die Vorstellung, dass Pedro Almodóvar älter wird—und zunehmend seine Filme nutzt, um über Krankheit und Tod nachzudenken, oder zumindest über das unvermeidliche Nachlassen, das die meisten von uns betrifft—eine bittere Pille. Niemand von uns denkt gerne über die eigene Sterblichkeit nach. Doch manchmal fühlt es sich noch schlimmer an, über den Verlust eines geliebten Künstlers nachzudenken, insbesondere eines so vitalen und zeitlosen wi...

„Ein ganzes halbes Jahr“ – Liebe, Leben und die Freiheit zu bleiben oder zu gehen

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Die britische Regisseurin Thea Sharrock brachte mit Ein ganzes halbes Jahr die gleichnamige Romanvorlage von Jojo Moyes in Filmform – eine gefühlvolle Liebesgeschichte, die zugleich ein intensives Licht auf ein gesellschaftliches Tabuthema wirft: dem selbstbestimmten Sterben - der Sterbehilfe. Worum geht’s? Will Traynor (Sam Claflin) war ein lebenshungriger, erfolgreicher junger Mann, bis ein Unfall sein Leben für immer veränderte. Seit zwei Jahren sitzt er querschnittsgelähmt im Rollstuhl. Gefangen im eigenen Körper, seiner Selbstständigkeit beraubt, trägt er einen Entschluss in sich: Er möchte sein Leben in der Schweiz mithilfe von Sterbehilfe beenden. In diese innere Ausweglosigkeit platzt Louisa „Lou“ Clark (Emilia Clarke) – eine bunte, lebensfrohe junge Frau, die als seine Pflegerin eingestellt wird. Zwischen Lou und Will entwickelt sich eine Beziehung, die weit über das hinausgeht, was man eine klassische Romanze nennen würde. Sie lachen miteinander, streiten, wachsen – und s...