Posts

Showing posts with the label DGP

Zwischen Theorie und Praxis: Mein Blick auf neue Sterbehilfe-Leitlinie

Image
Ich habe einen Blick und mehr auf die etwa 81 Seiten der neuen Sterbehilfe-Leitlinie getan. Nach dem ich ja schon am Freitag davon berichtet ( Siehe: Erste wissenschaftliche Leitlinie zur Freitodbegleitung in Deutschland ) habe. Das Wochenende war somit mit viel Lesen beschlagnahmt - in weiten Teilen hat es sich gelohnt. Aber ich sehe da Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis. Diese Leitlinien soll eine Empfehlungen zum Umgang mit Anfragen nach  Sterbehilfe sein. Link zur Leitlinie (Veröffentlichung Ende Oktober 2026): Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) (Hrsg.). S2k-Leitlinie Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz, Version 1.0, 22.10.2026, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/096-001    Ganz am Anfang (Seite 16)  ist dieser Text und Schemata zu finden: Im Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz setzt die Beurteilung der Freiverantwortlichkeit eine vorherige Information und Beratung voraus. Im gesamten Prozess muss immer die Möglichkeit besteh...

Eine erste wissenschaftliche Leitlinie zur Freitodbegleitung in Deutschland - S2k-Leitlinie „Umgang mit Anfragen nach Assistenz bei der Selbsttötung“

Image
Wer sich intensiv mit den Themen Lebensende, Selbstbestimmung und Freitod auseinandersetzt, weiß: Die Entscheidung für eine Freitodbegleitung ist niemals ein spontaner Entschluss. Sie steht fast immer am Ende eines langen, schmerzhaften Kampf mit sich selbst, aber auch mit anderen Menschen und oft auch mit Ärzten. Ein langer heftiger Weg, geprägt von Nöten, meist schweren Krankheiten oder einem Zustand, in dem das Leben für die betroffene Person schlicht unerträglich geworden ist. Seit das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben in Deutschland wieder klar verankert ist, war ein zentrales Problem im Versorgungsalltag spürbar: Es fehlte an einem klaren, wissenschaftlich fundierten und ethisch Standards für Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte und Berater, wie sie mit Anfragen nach einer Freitodbegleitung professionell, respektvoll und sicher umgehen sollen. Am Freitag den 22. Oktober 2026 wurde eine fundamentale Lücke geschlossen: Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fac...

FVNF Sterbefasten - "Sterbefasten – Nichts essen und trinken bis zum Tod“

Image
Vielen Menschen erscheint das Sterbefasten als etwas ganz Normales, Natürliches. Ein Irrglaube, betont die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin Prof. Claudia Bausewein in diesem Beitrag des SWR, vom 14. März 2024  (31min) - meine Erfahrungen beim Begleiten des Sterbefasten und bei der Recherche zum Freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken (FVET) / Sterbefasten . Ich habe in früheren Artikel mehrfach meine Haltung und Wissen zum Sterbefasten dargelegt. In jedem Fall ist das Sterbefasten ein möglicher Weg des selbstbestimmten, freiverantwortlichen  Lebensende. Aus juristischer Sichtweise und Juristen ist einzig und allein die Frage entscheidend: Handeln der Mensch der ein selbstbestimmtes und freiverantwortliches Lebensende wünscht aus eigener, reiflicher und wohlerwogenenen Überlegung, ohne Druck von außen und ohne krankhafte Störung. Und wenn sie oder er frei verantwortlich nicht mehr isst und trinkt, um dem Leiden und Leben ein Ende zu setzen, dann ...

Beweggründe für den Wunsch nach Sterbebegleitung des DGP - Eine retrospektive Auswertung

Image
Eine wenig aussagekräftige Studie der DGP Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin wurde kürzlich veröffentlicht. Hierzu ein im  Ärzteblatt , auch wenn nur einen kleinen Gruppe von 53 Menschen  mit Sterbewünschen dokumentiert wurden  (mehrfache Anrufe sind bei diesem Zeitraum nicht ausgeschlossen, für zum Beispiel Rückfragen) , die sich telefonisch an die DGP gewandt haben (zu dem waren es rechnerisch, etwa ein Anrufer pro Woche über ein Jahr) da muss man von Abweichungen bis hin zu Fehlern ausgehen. Zumal das Selbstverständnis und die Grundhaltung der Hospiz- und Palliativversorgung geprägt ist, die Existenz vor das Leben zu stellen und wie Hospiz- und Palliative-Mitarbeiter*innen und, -Ärzt*innen oft vehement herausstellen, und dass es um die  Aufgabe geht, „Leben bis zuletzt“ zu ermöglichen bis hin zum erzwingen. Der Zeitraum wärend dem die 53 telefonische Anfragen , bezüglich einem Freitod und Sterbehilfe vom DGP erfasst wurden, waren 12 Monate. Den A...