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Eine Stimme der Menschlichkeit – Elisabeth Kübler-Ross (8. Juli 1926 – 24. Aug. 2004)

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Am 8. Juli 2026 wäre Elisabeth Kübler-Ross 100 Jahre alt geworden. Für viele Menschen ist sie die Begründerin der modernen Sterbeforschung. Für mich ist sie jedoch weit mehr als das: Sie war eine Frau, die den Mut hatte, dorthin zu schauen, wo andere wegsahen – zu sterbenden Menschen. Heute sprechen wir selbstverständlich über Palliative Care, Hospizarbeit, Patientenautonomie und würdevolle Begleitung am Lebensende. Doch das war nicht immer so. Elisabeth Kübler-Ross gehörte zu den ersten Ärztinnen, die nicht nur Krankheiten behandelten, sondern den Menschen hinter der Diagnose sahen. Sie hörte zu. Sie fragte nach den Ängsten, Hoffnungen und Bedürfnissen Sterbender – zu einer Zeit, in der Sterben in Krankenhäusern häufig hinter verschlossenen Türen stattfand. Ihre berühmten fünf Phasen der Trauer werden bis heute oft zitiert. Leider werden sie manchmal zu stark vereinfacht oder als starres Modell verstanden. Dabei wollte Kübler-Ross nie Menschen in Schubladen stecken. Sie wollte vielmeh...

20 Jahre Tag der Kinderhospizarbeit – Hinschauen, Zuhören, Mitfühlen

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Heute am 10. Februar 2026 begehen wir den 20. Jahrestag des Tags der Kinderhospizarbeit . Seit 2006 findet  dieser bundesweite Aktionstag statt und läd dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und Solidarität mit Familien zu zeigen, die lebensverkürzend erkrankte Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene begleiten. Initiiert vom Deutschen Kinderhospizverein e.V. , macht der Tag auf ein Thema aufmerksam, das oft im Verborgenen bleibt: das Leben und Sterben junger Menschen und die psychische wie praktische Begleitung ihrer Familien. Kinderhospizarbeit ist weit mehr als Trauerarbeit – sie ist Lebens- und Beziehungsarbeit in einer der schwierigsten Situationen, die eine Familie durchleben kann. Eine lebensverkürzende Diagnose verändert das gesamte Familienleben: Rollenverteilungen verschieben sich, Zeit gewinnt eine neue Dimension, Prioritäten verschieben sich, und innere Ressourcen werden auf die Probe gestellt. Diese Erfahrungen berühren emotional, kognitiv und körperlich tief. Die Hospiz...

Würde im Leben – Würde im Sterben: Warum Selbstbestimmung bis zuletzt zählt

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„Jedem Tag Leben geben“ – dieser Leitsatz begleitet viele von uns in der hospizlichen und palliativen Arbeit. Er richtet den Blick nicht auf das Ende, sondern auf das Leben, das bis zum letzten Atemzug gelebt werden will – mit Würde, mit Fürsorge, mit Selbstbestimmung. In ihrem eindrücklichen Artikel »Unheilbar krank: Wie kann man würdevoll sterben?« (Spektrum, August 2025) beschreibt die Ärztin Marisa Kurz , wie schwerkranke Men schen durch palliative Begleitung ein Sterben in Würde erfahren können – oder eben auch nicht, wenn Strukturen fehlen. Sie erzählt von einer alten Dame, die anonym, einsam und hektisch in einer Notaufnahme verstarb. Und sie stellt eine Frage, die uns alle etwas angeht: Wie wollen wir sterben? Die meisten wollen zu Hause sterben – die wenigsten können es Die meisten Menschen äußern den Wunsch, im eigenen Zuhause zu sterben – begleitet, schmerzfrei, in vertrauter Umgebung. Doch die Realität sieht oft anders aus: Krankenhausflure, grelle Beleuchtung, technische A...

Q&A: Warum Sterbehilfe und Freitod? Ein Plädoyer für Freiheit und Würde

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Über die Kommentare, über die Social Media Kanäle bekomme ich Fragen die ich oft, gerne generell für jede und jeden beantworten möchte. Da dies nicht nur meinen Standpunkt darlegt - sondern besten Falls dem Interessierten zum Reflektieren und Nachdenken anregt oder auch Argumente an die Hand gibt. Ich werde daraus eine Neue Reihe machen die ich mit Q&A taggen werde. Hier nur die beiden häufigsten Fragen / Fragengebiete. Warum stehen Sie so für Sterbehilfe ein? Warum begleiten Sie Menschen an ihrem Lebensende? Das hat vor allem mit Freiheit, Selbstbestimmung und mit Würde zu tun – Begriffe, die zwar immer wieder genannt werden, in der gesellschaftlichen Diskussion, wie auch auf politischen Ebene, aber in der Realität aber meist keine ernsthafte Rolle spielen - Wenn es nicht direkt die eigene Person betrifft - die eigene Selbstbestimmung und eigene Würde. Dies muss ich leider wieder und wieder wahrnehmen. Für mich ist überaus wichtig - Anzuerkennen, dass der Mensch sich selbst gehört...

Filmtipps - 2 Neue Filme zum Thema Sterben / Selbstbestimmt Sterben

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Heute geht es um zwei Filme die neu im Kino anlaufen. Beide sehenswert. Erste Empfehlung ist „The room next door“ / „Das Zimmer nebenan“ von Pedro Almodóvar , auf den ich näher eingehen möchte. Und im Zweiten " Die Ironie des Leben " von Markus Goller, ein guter Film wenn auch hier und da flach und easy- aber was ich besonders mag ist auch die Leichtigkeit und den Humor. „The room next door“ / „Das Zimmer nebenan“ von Pedro Almodóvar Ich liebe die Filme von Pedro Almodóvar. Für diejenigen, die seine Karriere von Beginn an begleitet haben, ist die Vorstellung, dass Pedro Almodóvar älter wird—und zunehmend seine Filme nutzt, um über Krankheit und Tod nachzudenken, oder zumindest über das unvermeidliche Nachlassen, das die meisten von uns betrifft—eine bittere Pille. Niemand von uns denkt gerne über die eigene Sterblichkeit nach. Doch manchmal fühlt es sich noch schlimmer an, über den Verlust eines geliebten Künstlers nachzudenken, insbesondere eines so vitalen und zeitlosen wi...

Ein gutes Ende - Menschen in der letzten Phase begleiten

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Ein paar Sätze im vorab, Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie benötigen. Dies ist eine bedeutende und einmalige Zeit - Wenn der Tod bevorsteht der Tod eintritt  -  Vollkommen gegenwärtig sein - im Hier und Jetzt sein. Wird der Tod plötzlich konkret, ist kaum jemand vorbereitet. Ein gutes Ende ist wichtig - es bildet eine gute Basis für das Trauern. Voraus Planen für die Krise und 'Situation' Es ist auch wichtig, dass Sie sich selbst gut auf solche Krisensituationen vorbereiten. Informieren Sie sich über die Symptome und Anzeichen von möglichen Krisen, damit Sie diese frühzeitig erkennen können. Nehmen Sie an Schulungen oder Kursen teil, die Ihnen helfen, die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse für die Betreuung von schwerkranken oder sterbenden Menschen zu erlangen. Zusätzlich sollten Sie sicherstellen, dass Sie alle notwendigen Hilfsmittel und Medikamente griffbereit haben. Besprechen Sie mit dem Arzt oder der Ärztin, welche Medikamente im Notfall gegeben werden können und w...

Ambivalenz hinsichtlich des Wunsches zu leben oder zu sterben ist ein grundlegendes Merkmal eines Jeden

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Menschen, die über ihren eigenen Tod nachdenken, haben meist eine beträchtliche Geschichte von Krankheit, Ängsten, Hoffnungen, Trauer und Verlust hinter sich. Sich das Leben zu nehmen ist unwiderruflich - es gibt keine Möglichkeit, sich danach anders zu entscheiden. Es muss klar sein, dass es nach dem biologischen Tod keinen Weg zurück gibt. Und diesen schweren Entscheidungsprozess machen Gegner zu einem Vorwurf, wird oft von Kritikern kritisiert.  Die Entscheidungen eines Menschen sowie seine Ansichten, Äußerungen und Verhaltungen basieren auf vielen verschiedenen Faktoren. Das gilt auch für die letzte Lebensphase und kann auch in der letzten Lebensphase nicht anders sein. Doch eine Situation am Ende des Lebens, die Endphase des Lebens stellt eine bisher unbekannte Grenzsituation dar, die in völliges Neuland, in etwas völlig Unbekanntes führt. Individuelle Werte und Bewältigungsmuster, die sich in der Vergangenheit bewährt haben und ein Leben lang gewachsen sind, tragen plötzlich ...

Sterben, Tod und Trauer - Zweiteilige Doku im 3sat

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3sat zeigt zum Sterben, Tod und Trauer unter dem Titel "Tabu Tod" eine zweiteilige Dokumentation (von Daniela Agostini und Jana von Rautenberg). Die Dokumentation geht unter anderem auf den gesellschaftlichen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer ein.  Was passiert beim Sterben? Wie steht es um die Kultur der Sterbebegleitung? Wie hat sich der Umgang mit dem Tod gewandelt?   ... und setzt sich mit der aktuellen Debatten um die Sterbekultur in Deutschland, Österreich und in der Schweiz auseinander. Beide Teile werden am Mittwochabend 27.März 2024 ausgestrahlt ... Mittwoch, 27. März 2024, 20.15 Uhr - "Tabu Tod: Sterben heute" Mittwoch, 27. März 2024, 21.00 Uhr - "Tabu Tod: Abschied und Trauer" Hier der Link zur Programmvorschau 3sat Wenn die Sendungen in der Mediathek verfügbar ist / sind werde ich diese verlinken. Nun verweise ich auf meinen letzten Artikel " Andere haben keinen Anspruch auf das eigene Leben "

Das Leben bis zuletzt in Würde leben – Sterben in Würde

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Die Entscheidung eines Menschen, aus dem Leben gehen zu wollen, ist in unserer Gesellschaft nicht respektiert auch oft nicht toleriert. Wer Leid oder Schmerz nicht mehr ertragen kann, wer seine Würde derart verletzt sieht, wer auch bei bester Pflege und Hilfe wohlerwogen sagt, dass das eigene Leben abgelebt ist, dass man Lebenssatt ist, muss endlich mit Respekt behandelt werden - darf und sollte Andere um Hilfe bitten können. Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ So beginnt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ( Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (A/RES/217, UN-Doc. 217/A-(III)) oder kurz AEMR ).   " Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. " Dieser Leitsatz unseres Grundgesetzes (Art. 1, Satz 1) ist unser gemeinsamer Auftrag für alle Situationen menschlichen Lebens, der unverzichtbare Kompass für eine menschenwürdige Zukunft. Zitate / Aussagen von Sterbewillig...

Wenn 'Leben' sich verändert - Wenn Krankheit oder das Alter das Leben verändert

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Leben und Sterben - Leben und Existieren Heutzutage haben Viele die Option und die Chance, alt zu werden, mit Erkrankung viele Jahre zu leben - vielfach auch dank lebenslanger medizinischer Behandlungen. Doch bei allen Optionen, ab dem Zeitpunkt der Diagnose hat das Leben andere Perspektiven, Perspektiven die oft unwiderruflich sind, Gewohntes und Geliebtes hindern, schwerer machen oder blockieren und oftmals für immer aus den Fugen und aus der Balance bringen. Dies gilt für den / die Betroffenen, Älterwerdenden, Erkrankten ebenso wie für ihre Familien und Freunde. Das ist insbesondere so wenn es in jungen Jahren des Lebens geschieht - Lebens- und Zukunftsplanung. Berufswunsch, Partnerschaft, Kinderwunsch und und und – alles wird plötzlich nun aus der Balance gebracht oder nicht mehr erreichbar sein. Bei allen medizinischen, pflegerischen, technischen oder auch durch KI oder AI unterstützten Optionen und Chancen - es bleibt Hilflosigkeit, Angst und das Wissen um die eigene wom...

Gedanken zur Lebenssattheit - „Menschsein“ und "Leben" vs "Existieren"

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Ich gestehe ich habe den Faust ohne schulischen Druck gelesen und genossen. Und beginne diesen Artikel mit einem Zitat - als Goethe seinen Faust sagen lässt ... „ Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust; Zu den Gefilden hoher Ahnen “ ... und für mich offenbart sich das Dilemma von „Menschsein“ und "Leben" vs "Existieren" mit Würde und Gefühl.. Wir können und sollten uns über unsere Schwächen und Stärken, die Täler und Höhen des Lebens, die wie Ebbe und Flut sich oft anziehen, einhergehend mit Sog und Dynamiken und Kräften die auf uns und unser Umfeld einwirken, gewahr werden und gleichzeitig Verantwortung übernehmen und selbstbestimmt, eigenverantwortlich Dinge überdenken, planen und handeln. Es ist unsere Entscheidung, was wir denken und wie wir handeln - in allen Konsequenzen und mit diesen. Es liegt an...

Leben oder Sterbenlassen - Individuelle Schicksale, Lebens- und Leidenswege

Heute am 13.November publizierte das Bildungswerk der Erzdiözese Köln e.V. auf deren Website Domradio.de eine Reihe von individuelle Schicksalen, Lebens- und Leidenswegen. Nicht nur bin ich dem Bildungswerk der Erzdiözese Köln dankbar diese zusammengetragen und veröffentlicht zu habe - vielmehr diese, weitestgehend unkommentiert zu lassen und so jedem Leser Raum und Zeit zu geben. Ich bitte jeden sich diese Fälle, Fall für Fall, Schicksal für Schicksal, jedes für sich zu lesen, zu reflektieren, empathisch ... mit der Offenheit und Fähigkeit, sich in die Gedanken und Gefühle der einzelnen Personen hineinzuversetzen und diese stellvertretend nachempfinden zu können. Und dann Fall für Fall neu und empathisch sich zu überlegen wie hätte ich gehandelt - als Betroffene/r, als Partner*in, als Helfer*in ... Quelle: https://www.domradio.de/artikel/prominente-rechtsstreitigkeiten-um-leben-oder-sterbenlassen-0?fbclid=IwAR2FVhpIC6HbEbjwycDGDeJ0SI3sVZngoZjPeEdn9RIkkq2-eSWC7TGQGCc  - -...

Trauer ist Natürlich und Normal - Trauer zulassen

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Trauer ist natürlich und normal. Traurigkeit gehört zu den ersten Emotionen, die schon Kinder im Kindergartenalter erleben. Bedauerlich ist es, dass die Trauer in unserer Gesellschaft ein oft verdrängter Gefühlszustand ist. Menschen trauern verschieden, jede Trauer ist verschieden, es gibt keine Norm - Verschieden und ohne Norm weil Individuell - weil die- und derjenige wer trauert stetig veränderlich ist, die Beziehung, das Verhältnis, die Nähe und Relationen von und zu einander oder zur Sache (man kann um Menschen, Tiere, Dinge, Ereignisse, Gegebenheiten, .. etc trauern) veränderlich und anders ist. Aber was helfen kann ist Wissen über Trauer. Dies kann und wird Sicherheit oder Halt im Umgang mit sich und Trauernden geben, und Sicherheit zusätzliche Belastungen und Verletzungen der Betroffenen zu vermeiden. Trauer ist oft wie ein Ocean Trauer ist mir in ganz unterschiedlichen Formen begegnet. Mal kommt es wie ein böse Strömung die einen auf das offene Meer rauszieht / rausreißt. Manc...