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Selbstbestimmung am Lebensende – Wie gehen wir als Gesellschaft mit Leid um, das wir nicht vollständig lösen können?

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In wenigen Tagen jährt sich das Gehen meiner Frau zum fünften Mal, vor fünf Jahren konnte meine Frau nach elf Jahren dauerhafter, wohlerwogener und selbstbestimmter Auseinandersetzung mit ihrem Sterbewunsch ihren letzten großen Willen umsetzen. Im Kreis ihrer engsten Angehörigen und Freunde öffnete sie die Infusion, lächelte mich ein letztes Mal an und ging ihren eigenen Weg. Seit diesem Tag engagiere ich mich dafür, über Selbstbestimmung am Lebensende, über Suizidalität, über Sterbewünsche und über die Menschen zu sprechen, die von solchen Entscheidungen betroffen sind. Ich versuche Verständnis zu fördern, Informationen bereitzustellen und auch jene sichtbar zu machen, die häufig im Hintergrund bleiben: die Helfenden. Denn unabhängig davon, wie man persönlich zu diesen Themen steht – sie berühren Menschen auf eine Weise, die existenzieller kaum sein könnte. Und mit jedem Jahr, das seit dem Tod meiner Frau vergangen ist, beschäftigt mich eine Frage mehr als viele andere: Wie gehen wir ...

Dank an alle, die dabei sind, wenn das Leben endet - Internationaler Tag der Pflege und Unterstützung (3/3)

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Heute ist nun der Internationaler Tag der Pflege und Unterstützung darum nun auch der dritte Artikel, primär für meine Kolleg*innen in den Blaulichtorganisationen. Es gibt Dinge, Ereignisse, und Entscheidungen, die tief ins Leben greifen. Das Sterben ist eine davon und die Unumkehrbarste. Wenn ein Mensch seinen letzten Weg geht, ob tragisch, unvermittelt und plötzlich, oder aber bewusst und begleitet geht, steht häufig die sterbende Person im Zentrum der Aufmerksamkeit – und vielleicht noch die engsten Angehörigen. Doch selten wird laut ausgesprochen, wie viele Menschen noch beteiligt sind. Im Hintergrund. Am Rande. Am Ort des Geschehens. Oder danach. Sie alle helfen – und tragen. Dieser Beitrag ist ihnen gewidmet: Den Ärzt innen, den Pflegekräften, Arzthelfer* innen. den Rettungskräften und Polizist*innen, und Feuerwehrleuten denen die beim Sterben dabei sind und nach dem Tod kommen / involviert sind. All denen, die sichtbar und unsichtbar, still begleiten. Gewidmet den oft Unsic...

Q&A - Wieso ist das Finden einer Freitodbegleitung oft so schwer?

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Über die Kommentare, über die Social Media Kanäle bekomme ich Fragen die ich nun seit ein paar Monaten abarbeite / beantworte. Mit den Antworten möchte ich mehrere Effekte in einem erledigen. a) Antworten liefern, b) meinen Standpunkt darlegt, aber auch c) im besten Fall meine Leser zum Reflektieren und Nachdenken anregt sowie d) auch Argumente an die Hand gibt. Diese Reihe ist mit Q&A getagt. Unter den top Ten ist die Frage ...  Wieso ist das finden einer Freitodbegleitung so schwer? Um ehrlich zu sein die Frage ist für mich immer wieder überraschend bis erschreckend, da es zeigt wie wenig die / der Fragende sich in die Schuhe auf die Seite der / des Helfenden stellt - da sonst diese Frage nicht kommen würde.Dies ist meist der erste Gedanke. Kurze schnelle Antworten, die von einem Helfenden kommen würden: Weil Leben das tollste ist was man hat. Weil Leben einzig und einzigartig ist. Weil man nur ein Leben hat. Und ... Weil Helfen zum und beim Sterben nicht einfach ist! ...