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Showing posts with the label Patientenverfügungen

Wenn Worte fehlen – warum Gespräche über den eigenen Willen so wichtig sind

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Eine aktuelle Simulationsstudie zur Einwilligung in intensivmedizinische Behandlungen („Consent in intensive care“) wirft ein eindrückliches Licht auf eine Frage, die viele lieber vermeiden: Wie gut kennen Angehörige eigentlich den Willen eines Menschen – wenn es wirklich darauf ankommt?  Oft fehlen einem die Worte – und ja nahezu immer sind Gespräche über den eigenen Willen oder gar was soll im Fall der Fälle sein und geschehen, aber dies ist so wichtig. Die Ergebnisse der Studie sind überraschend – und zugleich nachdenklich stimmend. Einerseits zeigt die Studie: In über 80 Prozent der Fälle stimmen die Einschätzungen von Angehörigen mit dem tatsächlichen Patientenwillen überein. Auch Vorstellungen zur gewünschten Lebensqualität werden erstaunlich häufig richtig getroffen. Und doch bleibt eine entscheidende Erkenntnis: Aber 80% heißt auch, dass in etwa jeder fünften Situation die Einschätzung daneben  liegt  . Und genau diese Fälle können im Ernstfall alles verändern. Z...

Was ein DNR-Tattoo wirklich bedeutet – und was nicht

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Vor rund zwei Jahren habe ich mich erstmals mit dem Thema „DNR – Do Not Resuscitate“ beschäftigt und darüber geschrieben , wie wichtig es ist, seinen letzten Willen klar zu kommunizieren. Inzwischen hat sich an der rechtlichen Lage nichts geändert – aber es gibt neue Beispiele, neue Diskussionen und leider auch immer noch viele Missverständnisse. Ein aktueller Fall aus Bayern hat das Thema erneut in die Öffentlichkeit gerückt: Eine Frau ließ sich ein „DNR“-Tattoo auf die Brust tätowieren, um im Notfall nicht wiederbelebt zu werden. Doch was wie ein klares Statement aussieht, wirft rechtlich und medizinisch viele Fragen auf. 1. Kritisch - Ein Tattoo ist rechtlich keine gültige Patientenverfügung Ein „DNR“-Tattoo, oder ein Armband,Halskette etc.  mag eindrucksvoll sein – aber es hat keine juristische Bindung . Es ersetzt keine schriftliche Patientenverfügung. Für Rettungskräfte und Notärzte ist es kein ausreichender Hinweis, um auf lebensrettende Maßnahmen zu verzichten. Tattoos k...

Einwilligungsfähigkeit, Einsichts- und Urteilsfähigkeit, und Freiverantwortlichkeit

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Voraussetzung für die Wirksamkeit eines Patientenwillen ist die Einsichts- und Urteilsfähigkeit, Einwilligungsfähigkeit, und Freiverantwortlichkeit der betreffenden Person zum Zeitpunkt der Entscheidung. Dazu zählt auch schon die Erstellung einer Patientenverfügung und mehr als dies im Falle des Wunsches eines Freitod. Ärztinnen und Ärzte müssen Patienten hinsichtlich der Einwilligungsfähigkeit beurteilen Die Helfer, und Ärztinnen und Ärzte müssen den Patienten hinsichtlich der Einwilligungsfähigkeit beurteilen. Daraus ergeben sich rechtliche und ethische Probleme. Dies kann sein, wenn die Patientin / der Patient fälschlicherweise als nicht einwilligungsfähig eingestuft wird. Denn dann setzen sich Ärztin, Arzt, Betreuer oder Vertreter über den Willen des Patienten hinweg. Aber auch der Gegenfall kann der Fall sein, dass der Patient fälschlicherweise für einwilligungsfähig gehalten wird, ist problematisch. Denn möglicherweise willigt er in etwas ein, das er gar nicht erfassen konnte. Be...

Do-Not-Resuscitate - DNA

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Im Privaten, als Rettungssanitäter und als Sanitätssoldat - habe ich wieder und wieder Ärzt*innen und Notärzt*innen oft in der Situation erlebt und begleitet, wenn es darum ging über lebenserhaltende Maßnahmen entscheiden zu müssen.  Was ist zu tun - was ist der Wille des / der Patientin? Es gibt aber Möglichkeiten diese Momente / Entscheidungen zu erleichtern / zu regeln. Ich habe schon mehrfach detailliert über Patientenverfügung (PV), Vorsorgevollmacht (VV) etc. geschrieben. Und für den Einen oder die Andere mag es nach einem unüberwindbaren, urlaubsfüllenden, bürokratischen Aufwand klingen. Aber a) das ist es nicht und b) ist es so wichtig wenn man seinen Willen äußern kann und c) dann auch erhalten kann. Heute will ich auf DNR - Do-Not-Resuscitate - Nicht Wiederbelebung eingehen. Vorab zur Klarstellung ein paar Worte zur Patientenverfügung   Ich habe bereits mehrfach Einiges zur Patientenverfügung geschrieben ...  Mit einer Patientenverfügung bestimmt man, welch...

Patientenverfügung und Sterbehilfe

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Das Wichtigste vorweg - Jeder kann eine Sterbehilfe in der Patientenverfügung festlegen. In einer Patientenverfügung können Sie demnach erlaubte Formen der Sterbehilfe festlegen. Ganz ganz wichtiger .- noch wichtiger als für alle anderen Passagen einer Patientenverfügung gilt ... Passgenauigkeit -  Seien sie sehr konkret und eindeutig was sie wann und wie wollen. Neben der Passgenauigkeit ist die Selbstbestimmungsfähigkeit, Einwilligungsfähigkeit, und  Urteilsfähigkeit (siehe unbedingt einer der letzten Absätze diese Artikels) des Einzelnen bei der Abfassung der Patientenverfügung Voraussetzung für deren Gültigkeit sehr wichtig - wenn nicht unabdingbar. Sprich sie müssen konkrete Situationen und konkrete medizinische Maßnahmen beschreiben, in denen sie auf lebenserhaltende Geräte oder Behandlungen verzichten möchten.  Sie nicht nur zum Beispiel eine Wiederbelebung oder künstliche Ernährung im Endstadium einer tödlichen Krankheit ablehnen sondern die ei...

Der Tod - Ein natürlicher Teil des Lebens - Wichtigkeit einer Patientenverfügung

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Der Tod ist etwas Natürliches – er gehört zum Leben – aus meiner Sicht ein Übergang ins Jenseits. Wer den Tod als wesentlichen Teil des Lebens begreift, lebt viel intensiver, so denke ich schon lange, und seit demn Tod meiner Frau um so mehr, räumt dem Leben Liebe, Freundschaft und Freude den Raum ein, der dem Leben auch gebührt. Unsere moderne Medizin hat ein sehr breites Spektrum an Methoden und Optionen entwickelt, um Menschen am Leben zu erhalten. Aber manchmal werden Menschen am Leben erhalten, wo man sich fragen kann, ist das noch ein Leben? Daher sollte jeder eine Patientenverfügung und idealerweise weiteren Dokumenten aufsetzen oder jemand anderen damit beauftragen, wenn man nicht mehr selber schreiben kann. Jeder kann und soll selbst entscheiden, was ein menschenwürdiges Leben ist. Du kannst und wirst unzählige Vorlagen finden – aber keine sollte einfach übernommen werden – es ist dein Leben, deine Würde, deine Art zu leben und auch nicht mehr zu leben. Aber - ohne jede Vorlag...

Bis wohin reicht mein Leben, und wo beginnt die Nacht

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" Bis wohin reicht mein Leben, und wo beginnt die Nacht? “ Diese Zeile ist aus dem Gedicht "Die Liebende" von Rainer Maria Rilke Es ist für mich die Frage was ist 'Leben' - was macht Leben aus - was bereichert das eigene Leben. Und wann umfängt die Dämmerung den Einzelnen - wo beginnt die Nacht? Wann umfängt einen ein 'schlechtes Leben' eine düstere Zukunftsaussicht. Wie definiert der Einzelne dies und inwieweit jeder Einzelne sich innerlich und äußerlich darauf vorbereiten will und kann. Und es geht weiter zu den Überlegungen, inwieweit auch das Sterben Teil eines selbstbestimmten Lebens sein sollte und wie diese Selbstbestimmung in der Sterbebegleitung berücksichtigt werden kann. Bei Entscheidungen für oder gegen lebenserhaltende medizinische Maßnahmen sollte immer der Wille und die Willenserklärung des Patienten im Mittelpunkt stehen. Wenn es um diese Willenserklärung geht, denke ich und spielt für mich und in meinem Verständnis eine wichtige Roll...

Patientenverfügungen - Vorsorgemappe

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Ich wünsche mir, dass sich Menschen mehr und früher Gedanken über ihr Leben, Alter, und auch Ableben machen und viel häufiger eine Patientenverfügung abfassen und auch bestens weitere Vorsorge zu treffen wie zum Beispiel Vollmachten für Angehörige. Sie ersparen damit ihren Angehörigen viele Sorgen, Probleme aber auch Kopfzerbrechen und Leid, und sich selbst auch. Wichtig zu wissen: Auch Ehe- und Lebenspartner benötigen eine Patienten­verfügung und eine Vorsorge­vollmacht. Eine Vorsorge­vollmacht stellt sicher, dass gewünschte Personen wie die Partner / der Partner Auskunft von Ärzten bekommt und für Sie medizinische, aber auch in anderen Bereichen Entscheidungen treffen darf. Die festgelegte(n) Person(en) können dann dem Wunsch des Ausstellers entsprechen handeln und entscheiden, wie auch über Aufenthaltsort bestimmen oder Bankgeschäfte erledigen -wobei bei Bank bankeneigene Vorsorge - und Vollmachten ausgestellt werden müssen da dies Banken verlangen. Mit der Patienten­verfügung besti...