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Showing posts with the label Hitzeschutzpläne

Wenn 39 Grad im Rettungswagen zur Realität werden

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Wenn andere bei großer Hitze Schutz im Schatten suchen, beginnt für viele Einsatzkräfte die eigentliche Belastung erst. Die ZEIT hat Anfang August zwei Notfallsanitäterinnen des ASB Mannheim während einer hochsommerlichen Schicht begleitet. Bereits am Abend zeigte das Thermometer im Rettungswagen noch 39,2 Grad . Die Reportage macht deutlich, was viele Kolleginnen und Kollegen im Rettungsdienst seit Jahren erleben: Extreme Hitze ist längst kein Ausnahmeereignis mehr – sie gehört zunehmend zum Arbeitsalltag. Mich freut, dass dieses Thema inzwischen auch in den überregionalen Medien Aufmerksamkeit erhält. Denn Hitze bedeutet nicht nur mehr Einsätze. Sie fordert auch diejenigen, die anderen helfen – körperlich und psychisch. Genau darüber habe ich in den vergangenen Wochen mehrfach geschrieben. Nicht, weil Hitze ein neues Thema wäre, sondern weil sie sichtbar macht, wie sehr Rettungsdienst, Krankenhäuser und Pflege unter den Folgen des Klimawandels und des Personalmangels stehen. Wer si...

Fünf Jahre nach der Flut: Bevölkerungsschutz beginnt lange vor der Katastrophe

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Wenn ich heute an die Flutkatastrophe im Juli 2021 denke, denke ich nicht zuerst an Bilder aus den Nachrichten. Ich denke an die Erft. Ich bin in Grevenbroich geboren und aufgewachsen. Die Erft gehört zu meiner Heimat. Auch wenn meine Heimatstadt selbst nicht zu den am stärksten betroffenen Orten gehörte, hat mich die Katastrophe an der Erft tief bewegt. Unstrittig ist, dass die Katastrophe  an der Ahr in jedem Fall jeden bewegt hat. Sie hat uns allen vor Augen geführt, wie schnell sich vermeintliche Sicherheit verändern kann. Vor allem aber hat sie gezeigt, was es zum Schutz der Bevölkerung wirklich braucht und ja es sind auch Fahrzeuge, Einrichtungen, Material und Equipment und auch Gebäude - aber in jedem Fall und für jeden Fall braucht es Menschen. Während der Flut waren es Zehntausende Helferinnen und Helfer, die über Tage und Wochen im Einsatz standen. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdien...

Hitze ist mehr als Wetter – was wir von Europas Hitzeschutz lernen können

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In diesem Artikel möchte ich gerne auf das eingehen, was wir von Europas Umgang mit Hitze lernen können Hitze als Gesundheitskrise verstehen – nicht erst, wenn Rettungsdienste an ihre Grenzen kommen. Die Hitzeperiode Ende Juni 2026 war eine der außergewöhnlichsten der vergangenen Jahre. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) führte sie nach aktuellen Modellschätzungen zu rund 5.100 hitzebedingten Todesfällen in Deutschland. Die tatsächlichen Auswirkungen könnten jedoch noch höher liegen: Das Statistische Bundesamt schätzt für die Kalenderwoche 26 (22.–28. Juni) eine Übersterblichkeit von etwa 6.800 Fällen – also deutlich mehr Todesfälle, als in diesem Zeitraum üblicherweise zu erwarten wären.  Wochenbericht zur Hitzemortalität des RKI   In meinen beiden vergangenen Artikeln habe ich darüber geschrieben, warum mich die aktuellen Außergewöhnlichen Einsatzlagen während der Hitzewelle nachdenklich machen. Nicht die hohen Temperaturen allein beschäftigen mich, sondern das, wa...