Suizidprävention beginnt nicht erst in der Krise - Warum wir niedrigschwellige Angebote brauchen

Vor Kurzem wurde ich gefragt, wie ich mir niedrigschwellige Angebote in der Suizidprävention vorstelle. Die Frage hat mich dazu gebracht, einen Artikel fertigzustellen, der schon länger auf meiner Festplatte lag, oft angefangen aber nie beendet wurde.

Durch meine Tätigkeit im Bereich Mental Health First Aid (MHFA) und in der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) erlebe ich immer wieder, wie sichtbar psychische Krisen werden können, oft wenn sie bereits eskaliert sind.
In meinem Blog beschäftige ich mich mit mentaler Gesundheit von A bis Z – aber meist eher von D bis S von Depression bis Sterbehilfe und Suizid. Dabei möchte ich auch über jene Themen sprechen, bei denen uns die richtigen Worte besonders schwerfallen.
Depression. Angst. Einsamkeit. Überforderung. Trauma. Psychische Krisen.
Und irgendwann auch: Suizidgedanken, Suizidalität und Suizid.
Und über meine Gruppen- und Einzelgespräche zum Freitod und Sterbehilfe erhöht sich die Zahl der die zu diesen nicht wohlerwogenen Sterbegedanken Gesprächs und Hilfebedarf haben

Dabei beschäftigt mich immer wieder eine Frage: Wie können wir mit Prävention viel früher beginnen?

  • Nicht erst dann, wenn jemand akut suizidgefährdet ist.
  • Nicht erst dann, wenn der Rettungsdienst gerufen wird.
  • Nicht erst dann, wenn eine Einweisung in eine Klinik notwendig wird.

Sondern viel früher.

Prävention darf never ever nicht erst bei Suizidgedanken beginnen

Suizidprävention wird häufig mit Krisenintervention verbunden. Natürlich gehört die unmittelbare Hilfe in einer akuten Krise ganz zentral dazu. Aber Prävention muss und kann weit früher beginnen. Ein Mensch muss / sollte nicht erst sagen müssen: Ich möchte nicht mehr leben, damit wir ihm zuhören. Vielleicht sagt jemand zunächst: „Ich kann einfach nicht mehr.“  oder: „Mir wächst alles über den Kopf.“  Vielleicht sagt die Person überhaupt nichts.
Genau hier liegt eine der großen Herausforderungen: Menschen in Krisen müssen nicht erst wissen, dass sie Hilfe brauchen, um Hilfe bekommen zu dürfen.
Ein Hilfesystem sollte deshalb nicht nur für Menschen funktionieren, die bereits wissen, welche Diagnose sie haben, welche Stelle zuständig ist und welchen Antrag sie ausfüllen müssen.
Es sollte auch für den Menschen funktionieren, der gerade einmal den Mut aufbringt, irgendwo anzuklopfen, es muss auch für die kleinen Signale offen sein. 
Nenne mich naiv - ggf bin ich es  - aber dies wäre mein Wunsch.

Niedrigschwellig bedeutet: Der erste Schritt muss klein sein

Niedrigschwellig bedeutet für mich nicht, dass sich eine Krise mit einem einzigen Gespräch lösen lässt. Das wäre eine gefährliche Vereinfachung. Es bedeutet vielmehr: Der erste Schritt zur Hilfe sollte möglichst leicht sein.
Das kann ein anonymer Chat sein, eine offene Sprechstunde oder ein Gespräch mit einer geschulten Person – ohne Diagnose, ohne Antrag und möglichst ohne bürokratische Hürden.
Auch Angehörige brauchen solche Zugänge. Zum Beispiel mit einer ganz einfachen Frage: „Ich mache mir Sorgen um einen Menschen. Was kann ich tun?“

Denn die Schwelle, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist für viele Menschen hoch. Scham spielt eine Rolle, Angst vor Stigmatisierung, die Sorge, nicht ernst genommen zu werden, oder die Befürchtung, sofort in eine Klinik eingewiesen zu werden. Manchmal ist es aber auch schlicht die Überforderung mit einem komplizierten Hilfesystem.
Wer Hilfe sucht, sollte nicht erst beweisen müssen, dass es ihm schlecht genug geht.


Von Awareness bis zur Krisenintervention

Ich stelle mir Suizidprävention deshalb weniger als einzelne Maßnahme vor, sondern eher als eine Kette:
Awareness → Gespräch → Beratung → Orientierung → Unterstützung → Krisenintervention → Behandlung → Nachsorge

Natürlich ist das eine Vereinfachung. Aus meiner Perspektive als Designer erinnert mich diese Darstellung sogar ein wenig an einen Designprozess: Auf dem Papier wirkt alles linear. In der Realität gibt es Schleifen, Umwege und Unterbrechungen.
Menschen kommen an unterschiedlichen Stellen in Kontakt mit Hilfe. Manche brauchen zunächst nur Informationen. Andere ein Gespräch. Wieder andere professionelle Behandlung oder unmittelbare Krisenintervention.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, dass einzelne Angebote existieren. Die Übergänge zwischen ihnen müssen funktionieren.
Das erste Kettenglied kann sehr klein sein: ein Plakat, ein Social-Media-Beitrag, ein Gespräch in der Schule, eine Informationsveranstaltung im Verein oder ein QR-Code auf einer kommunalen Website. Oder schlicht die Erfahrung: „Hier darf ich über psychische Herausforderungen oder auch gar Krisen sprechen.“
Awareness
allein reicht allerdings nicht. Wenn wir Menschen sagen, dass sie sich Hilfe holen sollen, müssen wir ihnen auch sagen können, wo diese Hilfe tatsächlich erreichbar ist.


Prävention dort, wo Menschen ohnehin sind

Warum müssen Menschen immer erst eine psychiatrische oder psychotherapeutische Einrichtung aufsuchen? Zumal die aktuelle Entwicklungen dies noch viel viel schwerer machen - siehe meine Gedanken von Anfang August Wenn Psychotherapie zum Luxus wird – warum die geplanten Kürzungen uns alle betreffen.
Psychische Gesundheit könnte viel stärker dort thematisiert werden, wo Menschen ihren Alltag verbringen: in Schulen und Hochschulen, in Betrieben und Vereinen, in Jugendzentren, Senioreneinrichtungen oder anderen Stätten der Begegnung, des Lebens und des Arbeitens und der Freizeit.
Damit würde Prävention ein Stück weit aus der Sonderwelt des Gesundheitssystems herausgeholt. Sie wäre Teil des Alltags. Gerade hier können Menschen erreicht werden, bevor aus Überforderung eine Krise und aus einer Krise eine akute Notlage wird. Und die kleinen Signale wahrgenommen werden.
Dafür braucht es nicht überall neue Spezialangebote. Oft braucht es zunächst Menschen, die hinschauen, zuhören und wissen, wohin sie weitervermitteln können.


Menschen befähigen, hinzuschauen

Lehrkräfte, Ausbilder, Führungskräfte, Rettungskräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Vereinsverantwortliche oder andere Menschen im direkten Umfeld bemerken häufig frühzeitig, dass sich jemand verändert. Dafür braucht es keine großen psychologischen Ausbildungen. Aber es braucht Wissen: Wie spreche ich jemanden an? Was sollte ich nicht sagen? Wann reicht Zuhören? Wann sollte ich weitervermitteln? Und wann muss professionelle Hilfe hinzugezogen werden?

Angebote wie Mental Health First Aid (MHFA) können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Entscheidend ist allerdings, dass das Wissen nicht mit einem Zertifikat endet, sondern im Alltag tatsächlich Anwendung findet.
Auch Angehörige und Freunde sollten wissen, dass sie sich Unterstützung holen dürfen - Denn Suizidprävention richtet sich nicht nur an Menschen mit ausgeprägten Depressionen oder gar Suizidgedanken. Auch Menschen, die sich um jemanden sorgen, brauchen einen niedrigschwelligen Zugang zu Hilfe. Die erinnert mich wiederum an die vielen Pflegenden Angehörigen - der ich selber 11 Jahre für meine Frau war.


Netzwerke statt einzelner Angebote

Ein einzelnes Angebot kann niemals alle Probleme lösen. Deshalb brauchen wir funktionierende Netzwerke: Beratungsstellen, Kliniken, niedergelassene Fachkräfte, Jugendhilfe, Selbsthilfe, Rettungsdienst, Krisendienste sowie Hospiz- und Palliativangebote müssen nicht alles selbst leisten können. Aber sie sollten wissen, wer den nächsten Schritt übernehmen kann.

  • Wer hilft weiter, wenn die erste Anlaufstelle nicht ausreicht?
  • Wohin kann vermittelt werden?
  • Wer kennt die regionalen Angebote?

Solche Strukturen gibt es beispielsweise bei den Angeboten des Arbeitskreises Leben (AKL), unter anderem in Freiburg, bei uns in BaWü und anderen Städten und anderen Regionen mit deren Angeboten.
Suizidprävention darf deshalb nicht ausschließlich als Aufgabe einzelner Fachstellen verstanden werden. Sie muss und sollte als gemeinschaftliche Infrastruktur gedacht werden.


Unterschiedliche Menschen brauchen unterschiedliche Zugänge
Ein 16-jähriger Jugendlicher braucht ganz selbstredend einen anderen Zugang als eine 72-jährige Person. Ein/e Student*in einen anderen als eine Handwerker*in. Ein Mensch auf dem Land andere Strukturen als jemand in einer Großstadt. Deshalb darf Suizidprävention nicht nur aus einem universellen Standardangebot bestehen.
Die entscheidende Frage ist nicht nur: „Welches Angebot haben wir?“
Sondern auch: „Für wen funktioniert dieses Angebot eigentlich – und für wen nicht?“
Ja da kommt wieder mein Job als User Experience Designer durch - weil es geht immer um Menschen und dies so individuell wie möglich.


Und abei sind in meiner Überzeugung  Peer-Angebot eine wichtige Ergänzung. Peer-Angebote ersetzen keine professionelle Hilfe. Aber sie können eine zusätzliche Brücke sein – vorausgesetzt, sie haben einen klaren Rahmen, gute Ausbildung und funktionierende Möglichkeiten zur Weitervermittlung.
Oder auch mit jemandem zu sprechen, der selbst eine schwere psychische Krise erlebt und überlebt hat, kann das Gefühl vermitteln: „Da ist jemand, der zumindest ansatzweise versteht, wie sich das anfühlen kann.“


Prävention beginnt und endet nicht mit der Krise

Ein weiterer Punkt wird meiner Meinung nach häufig unterschätzt: Die Zeit nach der Krise. Nach einer schweren Krise, einem Suizidversuch oder einem stationären Aufenthalt kann die Rückkehr in den Alltag besonders schwierig sein.

  • Wer begleitet den Menschen?
  • Wer ist erreichbar, wenn die nächste Krise kommt?
  • Wie wird die Verbindung zur ambulanten Versorgung hergestellt?
  • Und was passiert, wenn nicht sofort ein Therapieplatz verfügbar ist?

Auch diese Übergänge gehören zur Suizidprävention. Denn eine Entlassung ist nicht automatisch dasselbe wie eine stabile Situation. Und das ist meines Wissens immer eher die Regel - aber nochmals der Hinweis ich bon weder Psychotherapeut noch Psychologe aber das isrt das was ich aus Studien und Lehrbüchern und Lehrveranstaltungen mitgenimmen und gelernt habe.


Niedrigschwellig heißt nicht niedrigqualifiziert

Dabei ist mir ein Punkt besonders wichtig: Niedrigschwellig darf niemals mit unprofessionell verwechselt werden. Ein niedrigschwelliger Zugang kann sehr einfach sein. Die dahinterliegende Hilfe darf es nicht sein. Wenn ein Mensch den Mut aufbringt, über seine Suizidgedanken zu sprechen, braucht es Menschen und Strukturen, die damit umgehen können.
Das bedeutet qualifizierte Mitarbeitende, klare Zuständigkeiten, gute Vernetzung und eine funktionierende Weiterleitung. Ein einfacher Zugang ist nur dann wirklich niedrigschwellig, wenn dahinter auch eine tragfähige Hilfsstruktur steht.
Aber auch hier schaut auf die Sorgen die ích Anfang August niedergeschrieben habe  Wenn Psychotherapie zum Luxus wird – warum die geplanten Kürzungen uns alle betreffen.

Was ich mir wünsche

Durch meine Tätigkeit im Rettungsdienst und in der PSNV sehe ich auch die andere Seite: den Moment, in dem eine Situation bereits eskaliert ist. Den Moment, in dem aus einer psychischen Krise eine akute Einsatzsituation geworden ist. Natürlich ist es wichtig, dass Menschen dann kompetente Hilfe bekommen. Aber Rettungsdienst oder auch oft dort die Ehrenamtlichenkräfte können nicht die Antwort auf jedes gesellschaftliche Problem sein.
Wir kommen häufig sehr spät in eine Entwicklung hinein. Deshalb wünsche ich mir, dass Prävention nicht erst dort beginnt, wo Blaulicht notwendig wird. Vielleicht müssen wir viel häufiger fragen:
Was hätte dieser Mensch drei Wochen, drei Monate oder drei Jahre vorher gebraucht?
Vielleicht ein Gespräch. Vielleicht jemanden, der zuhört. Vielleicht soziale Unterstützung. Vielleicht eine Beratungsstelle oder Behandlung. Oder vielleicht einfach einen Ort, an dem es möglich war zu sagen: „Mir geht es gerade wirklich schlecht.“

Suizidprävention ist Beziehungsarbeit

Bei aller Diskussion über Strukturen, Hotlines, Apps, Kampagnen und Fachstellen sollten wir eines nicht vergessen: Suizidprävention findet auch zwischen Menschen statt.

  • Ein/e Freund*in, die / der fragt: „Wie geht es dir wirklich?“
  • Eine Kolleg*in, die bemerkt: „Du bist in letzter Zeit nicht du selbst.“
  • Ein Arzt / Ärztin, der nicht nur die körperlichen Beschwerden behandelt.
  • Ein/e Lehrer*in, die einen Jugendlichen ernst nimmt.
  • Ein/e Rettungssanitäter*in, Notfallsanitäter*in, der sich die Zeit nimmt zuzuhören.
  • Ein Angehörige*r, der nicht sofort versucht, eine Lösung zu präsentieren.

Manchmal beginnt Prävention mit einem einzigen Satz oder kann damit beginnen: „Ich sehe, dass es dir gerade nicht gut geht. Ich bleibe bei dir.“
Das ersetzt keine professionelle Hilfe. Aber es kann der Moment sein, in dem ein Mensch überhaupt bereit ist, Hilfe anzunehmen.


Wir müssen die Schwelle zur Hilfe senken

Die Frage sollte deshalb nicht nur lauten: „Wie erreichen wir Menschen in suizidalen Krisen?“
Vielleicht müssen wir vorher fragen: „Wie schaffen wir eine Gesellschaft, in der Menschen früher über ihre Krisen sprechen können?“
Wenn wir diese Frage ernst nehmen, beginnt Suizidprävention nicht erst bei akuter Suizidalität.

Sie beginnt bei Einsamkeit, Überforderung, Depression, Verlust, Angst und sozialer Isolation. Bei dem Gefühl, niemandem zur Last fallen zu wollen. Und manchmal beginnt sie bei einem ganz unspektakulären Angebot: „Komm vorbei. Wir hören dir zu.“

Genau solche kleinen Türen brauchen wir. Viele davon. Überall. Und möglichst so, dass niemand erst anklopfen muss.





Wenn du selbst oder jemand in deinem Umfeld akut gefährdet ist

Wenn eine unmittelbare Gefahr besteht oder du befürchtest, dass sich jemand etwas antun könnte, sollte nicht auf ein niedrigschwelliges Beratungsangebot gewartet werden. In einer akuten Notlage ist professionelle Hilfe erforderlich.

  • Kriseninterventionsdienste, Notaufnahme der nächsten Psychiatrie oder Hausarztpraxis

  • Im Notfall: 112 anrufen

Darüber hinaus können regionale Krisendienste, psychiatrische Notaufnahmen, ärztliche Bereitschaftsdienste sowie Telefon- und Onlineberatungen wichtige Anlaufstellen sein.

Wichtig ist vor allem: Eine akute Krise muss niemand allein bewältigen.








Hilfe - Du brauchst Hilfe hier und jetzt?


Du bist nicht allein. Es gibt Hilfe. Und es darf dir wieder besser gehen.

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichen Sie rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen Sie Ihre Sorgen und Ängste teilen können. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de

Die Telefonseelsorge hat eine gute und bewährte App entwickelt: den KrisenKompass.
Der KrisenKompass ist eine App, die dank ihrer Funktionsweise eine Art Notfallkoffer für Krisensituationen darstellt. In den Koffer können Sie positive Gedanken oder Fotos, Erinnerungen oder Lieder packen – Ihr persönliches Rüstzeug für schlechte Momente. Dazu dienen etwa die Tagebuchfunktion und die persönlichen Archive.
Darüber hinaus gibt es Materialien, die in Krisensituationen hilfreich sind, Hinweise zu beruhigenden Techniken, sowie direkte Kontaktmöglichkeiten zur TelefonSeelsorge und anderen professionellen Anlaufstellen. Was stabilisiert Sie, was hilft Ihnen jetzt gerade? Auf diese Fragen gibt die App Ihnen Antwort. KrisenKompass - App


Kinder- und Jugendtelefon: Das Angebot des Vereins „Nummer gegen Kummer“ richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis sonnabends von 14 bis 20 Uhr
unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333
Am Sonnabend nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ die Gespräche an. nummergegenkummer.de.


Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden
unter 030 - 443 509 821 zu erreichen. Ein Teil von ihnen spricht auch türkisch. mutes.de


Jüdische Bundesweite telefonische Hotline 

Hebräischsprachige Hotline "Matan": ‚Matan‘ ist ein Projekt der Beratungsstelle ‚OFEK‚ e. V. und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)
Telefonnummer: 0800  - 000 16 42  
Hotline-Zeiten: Jeden Tag der Woche 20:00-22:00 - Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Kirchlichen Telefonseelsorge (KTS) durchgeführt und durch die Deutsche Fernsehlotterie gefördert.


Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de





Akute Krisen & Psychische Probleme:

  • Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg Terminservicestelle (116 117) vermittelt zeitnah Therapieplätze (bundesweit, rund um die Uhr).
  • Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg Therapeutensuche nach Ort und Fachgebiet
  • Psychiatrische Institutsambulanz (PIA): Lokale Anlaufstellen in Krankenhäusern.
  • Sozialpsychiatrischer Dienst: Kostenlose Beratung durch Ämter, oft auch kurzfristig.


Für Kinder, Jugendliche & junge Erwachsene:


Für Senioren:

    Silbernetz: 0800 470 80 90 (anonymes Gesprächsangebot für Menschen ab 60).


Spezialisierte Beratung & Online-Hilfe:

  • KrisenKompass App: Hilfe zur Selbsthilfe App der Telefonseelsorge.
    • Der KrisenKompass ist eine App, die die Funktionsweise eine Art Notfallkoffer für Krisensituationen darstellt.
    • In den Notfallkoffer können Sie positive Gedanken oder Fotos, Erinnerungen oder Lieder packen.
    • Das Rüstzeug, der Notfallkoffer für schlechte Momente.
      • Dazu dienen etwa die Tagebuchfunktion
      • und die persönlichen Archive.
  • Caritas/Diakonie: Lokale Beratungsstellen (online oder persönlich).


Aus meiner Region:

    Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim    
    Klinik & Ambulanz für psychische Erkrankungen

    Universitätsklinikum Heidelberg in Heidelberg
    Psychiatrische und psychosomatische Ambulanzen - 06221 56-4466 24h geöffnet
    Gebäude 44 Ebene Haus 1   -   Voßstraße 4  -  69115 Heidelberg

    Caritasverband Rhein-Neckar Beratungsstelle für psychische Belastungen  -  06202 9314-26
    Psychosoziale Betreuung und allgemeine Lebensberatung
    Carl-Benz-Straße 3  -  68723 Schwetzingen

    Diakonie Baden  -  Psychosoziale Beratungs- und ambulante Behandlungsstelle  -  06221 / 149 - 820
    http://www.stadtmission-hd.de
    Plöck 16 - 18  -  69117 Heidelberg


Weitere Wege zur Therapeutensuche:

  • Online-Portale (z. B. über Krankenkassen oder Arztsuche-Dienste)
  • Empfehlung durch Hausarzt / Facharzt
  • Selbsthilfegruppen (oft lokal organisiert)




Und auch wenn ich mich wiederhole ...

Weitere Kontakte - Hilfe Im Fall von psychiatrischer Krisen

Notfall

Notaufnahme in der Akutpsychiatrie: In größeren psychiatrischen Kliniken existieren Notaufnahmen mit Fachärzt*innen, die ähnlich funktionieren wie die körperliche Notfallmedizin. Diese sind 24 Stunden täglich erreichbar.
Schnelle Hilfe im Notfall: 112 (Rettungsdienst)

Bei Vergiftungen:

Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen etc. rufen Sie bitte direkt den Notarzt – in Deutschland über die Nummer 112

Giftnotruf

Kostenfreie Informationen bei Verdacht auf Vergiftungen geben rund um die Uhr folgende Giftnotrufe:

Giftnotruf der Charité: 030 19240

Giftnotruf der TU München: 089 19240

Vergiftungs-Informations-Zentrale: 0761 19240



Hilfe - Rufnummern und Websites

Sozialpsychiatrische Dienste
Die Sozialpsychiatrischen Dienste unterstützen in der ambulanten Versorgung und Hilfe von Menschen mit chronischen psychischen Störungen. Sowohl Betroffene als auch Angehörige können sich beraten lassen. Die Psychiatrischen Dienste sind lokal organisiert und am besten durch eine Eingabe über eine Suchmaschine wie google.com mit den Suchbegriffe:
  • Sozialpsychiatrischer Dienst
  • eigenen Wohnort


SeeleFon/Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. (BApK)
Bundesweite Telefon- und Mail-Beratung für Angehörige von psychisch erkrankten Menschen. Die beratenden Personen, die selber Angehörige sind, können aus eigener Erfahrung viele nützliche Hilfestellungen geben und wissen, wie wichtig es ist, verständnisvoll zuzuhören. 
Telefon: 0228 71002424


Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummern
Die Telefonseelsorge bietet kostenfreie Beratung per Telefon, Mail, Chat oder vor Ort. Sie ist für jeden da, für alte und junge Menschen, Berufstätige, Nicht-Berufstätige, Auszubildende, Rentner, für Menschen jeder Glaubensgemeinschaft und natürlich auch Menschen ohne Kirchenzugehörigkeit. Die Gespräche sind anonym und die Mitarbeiter*innen rund um die Uhr erreichbar.
Telefon. 116 123

http://www.telefonseelsorge.de/

Evangelisch.: 0800  111 0 111 

Katholisch: 0800  111 0 222


Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche und Eltern
Nummer gegen Kummer e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern, Jugendlichen und Eltern ein kompetenter Ansprechpartner zu sein bei kleinen und großen Sorgen, Problemen und Ängsten. 
Telefon Beratung für Kinder und Jugendliche: 116 111
Elterntelefon: 0800 111 0 550

https://www.nummergegenkummer.de/


Nationale Kontakt- und Informationsstelle (NAKOS) zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen
Die NAKOS ist die zentrale bundesweite Anlaufstelle in Deutschland rund um das Thema Selbsthilfe. Als Knotenpunkt vernetzt NAKOS die relevanten Akteure. Interessierte, Betroffene und Angehörige finden hier alle notwendigen Informationen. Dabei zeigt NAKOS die Vielfalt und Möglichkeiten gemeinschaftlicher Selbsthilfe auf und fördert und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft.
Telefon: 
030 - 31 01 89 60

https://www.nakos.de/



Weitere Hilfe - Gesprächsangebote und Suizidprävention

Kinder- und Jugendtelefon: Das Angebot des Vereins „Nummer gegen Kummer“ richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis sonnabends von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Sonnabend nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ die Gespräche an. nummergegenkummer.de.

Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 - 443 509 821 zu erreichen. Ein Teil von ihnen spricht auch türkisch. mutes.de

Hebräischsprachige Hotline "Matan": ‚Matan‘ ist ein Projekt der Beratungsstelle ‚OFEK‚ e. V. und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST).  Telefonnummer: 0800  - 000 16 42  Hotline-Zeiten: Jeden Tag der Woche 20:00-22:00 - Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Kirchlichen Telefonseelsorge (KTS) durchgeführt und durch die Deutsche Fernsehlotterie gefördert.

Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de










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