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Beisetzung, Trauer- und Gedenkfeier frühzeitig überdenken

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Trauer ist nie einfach, man kann sich auf Trauer nicht vorbereiten egal wie sehr man es auch könnte. Aber eine Sache kann man frühzeitig besprechen, ggf auch planen und auch Organisieren - es ist die Beisetzung, Trauer- und Gedenkfeier.  Was Sie wirklich vorbereiten können, ist die Beerdigung, die Zeremonie und Feierlichkeiten oder wie ich es lieber nannte Zusammenkunft nach der Beisetzung.. Meine Empfehlung - Planen und besprechen Sie Ihre Beerdigung zu Lebzeiten Ich schlage vor und es ist ratsam, sich ein Dokument mit Anweisungen für die eigene Beerdigung oder wenn Sie es Wunschliste oder Weisung nennen wollen festzulegen, um Ihre Wünsche, was nach dem eigenen Tod geschehen soll, rechtzeitig schriftlich festzuhalten. Damit lässt sich bestimmen, wie das eigene Grab aussehen soll, ob Sie eine Erd- oder Feuerbestattung wünschen, eine Beisetzung im Sarg oder Urne, Friedhof, Friedwald, See- oder wie in manchen Ländern erlaubt auch Luftbestattung oder wer die Trauerfeier organisieren s...

Was tun bei einem Sterbefall?

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Nach dem Tod eines Menschen und in der Regel ja eines geliebten Menschens, ist es schwer, klare Gedanken zu fassen. Jedoch gewisse Schritte der Bürokratie und gewisse organisatorische Dinge müssen einfach gemacht werden. Auch wenn es ungewöhnlich klingt, oder unangenehm sich anfühlt - gut wäre es wenn man das eine oder andere zumindestens frühzeitig bespricht oder gar definiert - ansonsten bleibt viel an den Hinterbliebenen hängen - die nun von der Trauer eingenommen oder gar gefangen oder gehemmt sind. Stirbt ein Mensch zu Hause und wird von Angehörigen tot aufgefunden, ist das eine emotionale Ausnahmesituation. Dennoch müssen unmittelbar nach dem Todesfall gewisse Dinge getan werden beginnend mit dem Arzt der zu rufen ist bishin zu den Dingen danach und Tage danach - von A wie in Arzt zu V wie in Versicherungen. Eine kurze Vorabbemerkung ... Tritt der Todesfall in einer Pflegeeinrichtung ein, werden die ersten organisatorischen Angelegenheiten von der Einrichtung geregelt und die Ang...

Fünf Jahre Sommersonnenwende

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Fünf Jahre Sommersonnenwende. Heute vor fünf Jahren wurde meine Frau beigesetzt. Der 21. Juni '21 war kein zufälliges Datum. Sie hatte sich die Sommersonnenwende gewünscht. Den längsten Tag des Jahres. Das Licht. Fünf Jahre sind vergangen. Vieles hat sich verändert. Das Leben ist weitergegangen, wie das Leben es immer tut. Und doch gibt es Tage wie diesen, an denen die Zeit für einen Moment anders fließt. Trauer ist seltsam - Trauer ist normal. Trauer verschwindet nicht einfach. Sie wird nicht irgendwann abgeschlossen, nicht abgelegt wie ein Buch, das man zu Ende gelesen hat. Sie verändert ihre Form. Aus den großen Wellen werden kleine (vielleicht deshalb sitze ich gerne Sonntagmorgens am Rhein und schau den Wellen zu). Aus dem Schmerz, aus der ‚dunklen Wolke‘ werden einzelne Momente, werden Schwaden. Ein Lied. Ein Geruch. Ein Gedanke. Ein Datum im Kalender. Auch nach fünf Jahren gibt es diese kleinen Stücke von Trauer noch. Und das ist in Ordnung. Denn Trauer ist nichts anderes al...

Wünsche, Vorkehrungen und Verfügungen zum Leben und Sterben

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Eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder eine Betreuungsverfügung, aber auch Ergänzende Dokumente und Wille - diese Dokumente sind wichtig, insbesondere sollte man eine besondere Art der Versorgung oder Pflege für den Fall der Fälle wünscht, aber auch wenn man einen Freitod und Sterbehilfe wünschen sollte, und sollte es zu einem persönlichen zu definierenden inakzeptablen Fall und Situation kommen, und man nicht mehr selbst seine Wünsche äußern kann. In diesem Zusammenhang empfehle ich mit Familie, Freunden und Ärzten über die Wünsche und Sichtweisen zu sprechen - auch wenn es um das Sterben, den Tod und Beisetzung geht.  Dies alles ist gut für jeden Betroffenen und Beteiligten. Es gilt so früh wie möglich über den Sinn und Vorstellung des Lebens nachzudenken, zu sprechen und sich mit Leben, Sterben und Tod auseinanderzusetzen.  Wünsche, Vorkehrungen und Verfügungen Ein Unfall, eine plötzlicher Erkrankung, ein Schlaganfall oder eine unerwartete Schicksalsschlag können ...

Q&A - Wie fühlt es sich an, im Moment des Sterbens bei einem Freitod dabei zu sein?

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Auch eine Frage die oft kam und kommt und kaum beantwortbar ist: Wie fühlt es sich an, im Moment des Sterbens bei einem Freitod dabei zu sein? Ich habe es immer als sehr intim und berührend wahrgenommen,  dies haben auch durch die Bank jeder andere Beteiligter mir bestätigt. Die Situation ist oft sehr traurig, wenn ein junger Mensch schwer krank ist und sich im Sterbeprozess befindet. Gleichzeitig kann man jedoch auch Dankbarkeit empfinden, dass die Person auf humane Weise von ihrem Leiden erlöst wird. Bei hochbetagten Personen, die auf ein langes und erfülltes Leben zurückblicken dürfen, ist die Stimmung hingegen eher friedlich und entspannt. Als Angehöriger, aber auch als Helfer, im Moment des Sterbens dabei zu sein, kann eine sehr emotionale und berührende Erfahrung sein.   Viele berichten, dass es eine Mischung aus tiefer Traurigkeit, aber auch einer gewissen Ruhe und Frieden sein kann, wenn ihr geliebter Mensch friedlich geht. Dies kann jedoch auch mit starken Gefühlen de...

Mehr Menschlichkeit im Abschied – Rheinland-Pfalz reformiert das Bestattungsrecht

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Wenn ein Mensch stirbt, beginnt für Angehörige ein Weg des Abschieds, der Trost, Halt – und oft auch neue Entscheidungen braucht. Mit dem neuen Bestattungsgesetz geht Rheinland-Pfalz einen mutigen Schritt in Richtung individueller Trauerkultur. Erstmals öffnet ein deutsches Bundesland in diesem Ausmaß den Raum für neue Formen des Gedenkens – und stellt dabei den Willen der Verstorbenen konsequent in den Mittelpunkt. Ein Gesetz, das Nähe zulässt Der klassische Friedhof verliert seit Jahren an Bedeutung. Immer mehr Menschen wünschen sich eine andere Form des Abschieds – stiller, persönlicher, naturverbundener. Das neue Bestattungsgesetz trägt diesem Wandel Rechnung: Künftig darf Totenasche – unter Auflagen – im Rhein, der Mosel oder der Lahn beigesetzt werden. Auch die Aufbewahrung der Urne zu Hause wird erlaubt, ebenso das Verstreuen der Asche im eigenen Garten. Voraussetzung: Der verstorbene Mensch hat dies zu Lebzeiten schriftlich festgelegt. Rheinland-Pfalz geht mit diesen Regel...

Sterbebegleitung - Lebensende-Begleitung

In den letzten Monaten, Wochen, Tagen und für die letzten Momente wünschen sich die meisten Menschen eine gute Begleitung - welche oft gelabelt wird unter Sterbebegleitung, wobei ich mit dem Wort meine Probleme habe da es in meinem Augen um das noch verblieben von Leben und den Resten von Lebensfreude geht, und nicht um Existieren oder dem finalen Schritt des Sterbens - ich würde es gerne LebensendeBegleitung nennen - oder einfach Menschlichkeit. Es geht um Unterstützung, Mitgefühl und Nähe, am besten in einer guten und bestenfalls vertrauter, geliebter Umgebung. Gleichzeitig fürchten viele Angehörige diese Aufgabe: Zu gering die Erfahrung mit Sterben und Tod, zu groß die Angst vor Fehlern. Dabei braucht es gar nicht viel für einen liebevollen Sterbebeistand. Was helfen kann sind ' Letzte Hilfe ' Kurse. Beim Begleiten am Lebensende geht es nicht um Perfektion oder gar um richtig oder falsch. Solch eine Begleitung bedeutet zunächst, einfach nur da zu sein. Alleine damit wird sch...

Fünf Jahre oder etwa 2300 Tage

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Fünf Jahre ... Heute jährt sich der Tod meiner Frau zum fünften Mal. Fünf Jahre sind vergangen. Und doch sind die Erinnerungen an ihre letzten Wochen und Tage lebendig geblieben. Meine Frau litt an einer sehr aggressiven Form der primär progredienten Multiplen Sklerose (PPMS). Als sie 2010 die Diagnose erhielt, wurde ihr schnell klar, dass es für ihre Erkrankung keine Heilung gab. Die verfügbaren Medikamente konnten den Verlauf allenfalls etwas verlangsamen. In ihrem Fall gelang nicht einmal das. Innerhalb weniger Jahre wurde aus einer kerngesunden, aktiven Frau ein Mensch mit schwersten Einschränkungen und schließlich Pflegegrad 5.' Wer sie kannte, wusste, wie schwer dieser Weg für sie war. Sie war immer eine Frau gewesen, die mitten im Leben stand. Mit ihrer Arbeit rund um das Pferd half sie vielen Menschen, einen ganzheitlichen Weg mit ihren Tieren und mit sich selbst zu finden. Sie liebte ihre Arbeit, ihre Selbstständigkeit und ihre Unabhängigkeit. Die Ergotherapeutinnen, Logop...

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht - Infos in Kürze

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Mit einer Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und weiteren Verfügung kann jeder und sollte jeder frühzeitig für den Fall einer Einwilligungsunfähigkeit für Extremsituationen und Lebensabschnitte vorsorglich festlegen, dass in einer bestimmten Situation bestimmte medizinische Maßnahmen durchzuführen oder zu unterlassen sind, wer welche Entscheidungen fällen soll. Damit wird sichergestellt, dass der Wille, die Würde und die persönlichen Vorstellungen und Wünsche umgesetzt werden können oder werden, auch wenn der Betroffene diese in der aktuellen Situation nicht mehr äußert kann. Eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder eine Betreuungsverfügung, aber auch Ergänzende Dokumente und Wille - diese Dokumente sind wichtig, insbesondere sollte man eine besondere Art der Versorgung oder Pflege für den Fall der Fälle wünscht, aber auch wenn man einen Freitod und Sterbehilfe wünschen sollte, und sollte es zu einem persönlichen zu definierenden inakzeptablen Fall und Situation kommen, und m...

Freiheit im Leben und Ableben

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Der Tod mag eine Misslichkeit sein, ein Fehler im Konzept des Lebens sein, den man aus dem Leben ausschließen möchte, doch was immer man auch anstellt, so wenig rational und nicht rational der Tod auch erscheint, es bleibt nichts anderes übrig, als den Tod rational zu akzeptieren, wahrzunehmen und anzunehmen - ob kommen zu lassen oder auch selbstbestimmt, selbstverantwortlich anzunehmen. Am Anfang und am Ende aller Überlegungen, wie zu leben und wie zu sterben sei, steht das Prinzip der Selbstwahrnehmung, der Wahrnehmung des Lebens und der individuellen Selbstbestimmung über sich und das eigene Leben ... Geboren in Freiheit und Selbstfindung  Gelebt in Freiheit und Selbstverantwortet Gestorben in Freiheit und Selbstbestimmt  Das Ideal des autonomen Menschen  Das Ideal des autonomen Menschen ist die Haupterrungenschaft der Aufklärung und der Welt in der ich aufgewachsen und gewachsen bin. Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung ist keine Selbstläufer, hat seine sonnigen ...

Ein Gutes Leben - ein gutes Ableben - "Adieu, man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"

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Heute jährt sich die Beisetzung meiner Frau zum dritten Mal. An ihrem Todestag, in diesem Jahr, schrieb ich über das Recht auf Sterbehilfe versus Anspruch auf Sterbehilfe , etwas was ich mit meiner Frau wieder und wieder diskutierte und viel von ihr lernte. Heute nun möchte ich der Lebensfreude, der Würde, Freiheit, und der Selbstbestimmung eines Jeden Raum geben und mir Gedanken machen. Lebensfreude, Würde, Freiheit, und Selbstbestimmung - alles Aspekte des Lebens, des Älter werden, in der Krankheit und zum Lebensende - sind für mich keine abstrakten Begriffe, sondern Themen, die jeden Menschen betreffen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Hautfarbe. Wer aber wägt ab, wie wägt man ab, auch für sich selbst, wenn es zu Konflikten kommt? Wer entscheidet zum Beispiel, wann die Würde des Ungeborenen anfängt und die des Todkranken endet? Ein Gutes Leben - ein gutes Ableben Ein erfülltes Leben ist, so denke ich,  gekennzeichnet durch starke Verbindungen zu loyalen Freunden, die auch in...