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Sterbehilfe bei psychisch kranker Studentin - Berlin 2024

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Mit Dr. Turowski (74) muss sich ein weiterer Arzt vor Gericht verantworten. Dr. Turowski überließ einer jungen Frau tödliche Medikamente. Die Studentin litt seit Jahren an schweren Depressionen. Sie nahm sich das Leben. Nun muss sich der Arzt vor dem großen Landgericht Berlin / Schwurgerichtssaal 500 des Berliner Kriminalgerichts verantworten.  Seit dem 20. Februar steht nun Dr. Turowski in Berlin vor Gericht. Ich schreibe oben 'weiterer Arzt' da ja erst kürzlich ein erstes Urteil im Fall von Dr. Spittler in NRW gesprochen wurde. (Siehe: Arzt leistete einem psychisch kranken Mann Sterbehilfe - Totschlag in „minderschweren Fall“ ). Es geht es nun auch in Berlin um eine Anklage wegen Totschlags. Turowski war jahrelang für eine Sterbehilfeorganisation tätig mit dort strengsten Vorsichtsmaßnahmen der DGHS. In der Anklageschrift steht dazu: „Der Angeschuldigte entschied sich bewusst dafür, die von der DGHS aufgestellten Standards zum assistierten Suizid nicht einzuhalten“, damit er...

Urteil gegen Dr. Turowski - Haftstrafe

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Das Berliner Landgericht hat in einem aufmerksamkeitserregenden Prozess am Montag den 8.April 2024  gegen den Arzt Dr. Christoph Turowski ein Urteil gefällt. Dr. Turowski wurde wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Richter Mark Sautter sagte, der Arzt habe "die Grenzen des Zulässigen überschritten". Das Urteil ist nicht rechtskräftig.   Dr. Turowski wurde vom Gericht vorgeworfen, Isabell R. dazu gebracht zu haben, ein Instrument ihrer eigenen Tötung zu sein. Der verurteilte Arzt und sein Anwalt, haben angekündigt, gegen das Urteil vorzugehen. Er hatte auf Freispruch plädiert, da die betroffene Frau 16 Jahre lang psychiatrisch behandelt worden war und aus diesem Grund nicht mehr leben wollte. Vor der Urteilsverkündung hatte Turowski gehofft, dass das Prinzip "im Zweifel für den Angeklagten" zu seinen Gunsten angewandt werden würde. Er begründete dies damit, dass der psychiatrische Gutachter im Verfahren nicht definitiv ausschließen konnte, ...

Dr. Johann Spittler erneut wegen Totschlags vor Gericht - Jan 2025

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Dr. Johann Spittler wird erneut, in Essen, wegen Totschlags vor Gericht stehen. Das Verfahren wird wieder großes öffentliches Interesse wecken, da es sich um einen prominenter Fall handelt, der bereits in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt hat. Die Details des aktuellen Falls sind noch nicht vollständig bekannt, das Gericht wird neue Beweise und Zeugenaussagen prüfen. Was ist im Fall Dr. Spittler bekannt? Im Jahr 2023 soll Dr. Spittler einem schwerkranken Mann eine tödliche Infusion zur Verfügung gestellt haben. Der Patient hat sich das Mittel, wie es die assistierte Sterbehilfe vorsieht, selbst verabreicht und ist daraufhin gestorben. Die Staatsanwaltschaft wirft Dr. Spittler jedoch aktive Sterbehilfe vor. Die Anklage geht davon aus, dass der Patient aufgrund einer schweren Depression nicht frei über seinen Sterbewunsch entscheiden konnte. Eine Aussage des Pressesprechers des Landgerichts Essen "Der Geschädigte soll psychisch erkrankt gewesen sein und in der Situation der...

Gedanken zur Sterbehilfe - März 2024

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Beim Verfolgen und Einlesen in die aktuellen Verfahren gegen Dr. Turowski und das Urteil welches vor kurzem gegen den Psychiater Johann Spittler erging, finden sich leider Parallelen die verschiedenste Gedanken bei mir auslösen. Am offensichtlichsten ist der Auslöser für die Verfahren: Beide Ärzte kamen vor Gericht, da sie Patienten mit psychischen Krankheiten, die den Wunsch zu sterben begründeten, bei ihrem Tod unterstützten. Im Fall von Spittler, der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie ist, entschied das Gericht, dass die psychische Krankheit Oliver H.'s, dem an Wahnvorstellungen litt, seinen „freien Willen“ aufhob. Daher hätte Spittler ihm keine Infusion zur Verfügung stellen dürfen, die Oliver H., wie das Gesetz es auch vorschreibt, selbst aktiviert, geöffnet hat. Dr. Turowski, 74, steht vor Gericht, weil er einer stark depressiven Patientin half, sich das Leben zu nehmen, ob durch deren Krankheit deren Fähigkeit zum „freien Willen“ eingeschränkt steht im Zentrum des Verfa...

Sterbehilfe - Herausforderungen - Psychische Störungen

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Im April in Berlin wird nun das Urteil zu Dr. Turowski gesprochen werden. Im Februar endete das Verfahren gegen Dr. Spittler in Essen ( Arzt leistete einem psychisch kranken Mann Sterbehilfe – Urteil: Totschlag in „minderschweren Fall“ ) -  Beide Ärzte kamen vor Gericht, da sie Patienten mit psychischen Krankheiten, die den Wunsch zu sterben begründeten, bei ihrem Tod unterstützten. Beide sollen gegen den Facharztstandard zur Sicherung der Freiverantwortlichkeit verstoßen haben. Im Fall von Spittler, der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie ist, entschied das Gericht, dass die psychische Krankheit Oliver H.'s, dem an Wahnvorstellungen litt, seinen „freien Willen“ aufhob. Daher hätte Spittler ihm keine Infusion zur Verfügung stellen dürfen, die Oliver H., wie das Gesetz es auch vorschreibt, selbst aktiviert, geöffnet hat. Dr. Turowski, 74, steht vor Gericht, weil er einer stark depressiven Patientin half, sich das Leben zu nehmen, ob durch deren Krankheit deren Fähigkeit zum „fr...

Freiverantwortlichkeit und Sterbewunsch bei Depressionen

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Sterbehilfe bei Menschen mit psychischen Erkrankungen sind und müssen möglich sein.  Ich sehe die individuelle und persönliche Urteilsfähigkeit eines jeden Menschen als die Richtschnur  gepaart mit einer autonomen, dauerhaften und wohlerwogenen Wunsch und Wünschen für ein Leben, dem Leben in schweren Zeiten bis hin zum Lebensende und wenn gewünscht auch dem Sterbewunsch. Dies sehen auch die Länder so, die wie Deutschland, die Niederlande, Belgien und viele anderen Ländern dies den Bürgern ermöglicht. Die individuelle und persönliche Urteilsfähigkeit eines jeden Menschen sollte die Richtschnur sein – diese Urteilsfähigkeit wird auch darüber dann die Waagschalen bestimmen einen Arzt oder anderen Helfer zu finden der eine Freitodbegleitung machen und unterstützen würde. Diese Autonomie, Dauerhaftigkeit und insbesondere die Wohlerwogenheit wird ja auch jeder anderen Person abverlangen müssen, um nicht später in Situationen und rechtlichen Konflikten wie die Drs. Spittler und Turow...

Wirrwarr und Graubereiche wo keine sind - Sterbehilfe, Gesetzentwürfe und Regelansätze

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Wenn man diesen Artikel des Tagesspiegel liest, wenn man die Aussagen der Politiker*innen liest - kann man hoffen, dass bei diesem Wissensstand es keine Neuregelung gibt die es nicht braucht und die nicht zielführend sein wird. Heute gab es einen Artikel im Tagesspiegel unter dem Titel " Abgeordnete feilen an Entwürfen: Sterbehilfe-Wirrwarr – kommt eine Neuregelung noch 2024 durch den Bundestag? " a) Kann ich, auch besten Wohlwollen, ein 'feilen' nicht erkennen - das treffendste Verb wäre eher 'zusammenschustern' oder 'zusammenreimen b) Ein Wirrwarr ist nicht erkennbar, wenn man die bestehenden Gesetze beachtet und nutzt, dass die Gesetze vorhanden sind und Anwendung findet erkennt man an den neulichen Rechtsfällen. c) es ist eher zu Befürchten als zu Begrüßen eine Regelung durch diese Politiker und Interessenvertretern der Kirchen zu bekommen Den mangelnden Wissensstand zeigt wiederholt die Gesundheitspolitikerin Kirsten Kappert-Gonther (Grüne), wie im Ar...

Podcast über Sterbehilfe, Selbstbestimmung und die Kunst, über das Ende zu sprechen

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Es gibt Podcasts, die man hört, weil sie unterhalten – und solche, die man hört, weil sie aufrütteln. „Lebensmüde?! Gespräche über Suizid und Todeswünsche“ gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.  Schon nach wenigen Minuten spürt man, dass hier etwas geschieht, was in unserer Gesellschaft noch immer viel zu selten vorkommt: Es wird offen, ehrlich und respektvoll über den Tod gesprochen – und über den Wunsch, selbst über das eigene Lebensende zu bestimmen. Ja, die Folgen sind mitunter etwas lang geraten. Aber wer sich wirklich mit dem Thema auseinandersetzen möchte, bekommt hier einen umfassenden, feinfühligen und fundierten Einstieg. Gerade für Menschen, die bislang keinen Zugang zur Sterbehilfe-Debatte hatten, bietet der Podcast einen unschätzbar wertvollen Überblick. Zwischen Autonomie und Tabu Die Episode vom  22. Oktober  ist besonders bemerkenswert. Gastgeber  Philipp Martens  und  Dr. Oliver Dodt  sprechen mit  Dr. Sarah Kölzer  und...

Zustimmung zur Sterbehilfe trotz schwerer Depression - Zoraya ter Beek - Niederlande

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Die Niederländerin Zoraya ter Beek, 29, körperlich gesund, erhielt trotz schwerer Depression die Zustimmung zur Sterbehilfe, durch die Beamten der RTE , aufgrund unerträglichem psychischen Leiden. Die einst angehende Psychiaterin leidet unter chronischer Depression, Angstzuständen, Traumata und einer Persönlichkeitsstörung. Die junge Niederländerin hat sich, aufgrund ihrer Lebens- und Leidensumstände für das Sterben und die Sterbehilfe entschieden , hat nun die Genehmigung erhalten, ihr Leben zu beenden. Zoraya ter Beek beantragte Ende 2020 erstmals Sterbehilfe. Und nun 2024 hat die niederländische Behörden der 29-jährigen Zoraya ter Beek aufgrund unerträglicher seelischer Leiden die endgültige Genehmigung zur Sterbehilfe gegeben. Es ist nie eine leichte Entscheidung, weder ist es leicht oder es wird leichtfertig gemacht, um Sterben und Sterbehilfe zu bitten, diese zu beantragen und auch nicht leicht dies zu genehmigen und damit beim Sterben zu helfen. Bei Gegnern und Befürwortern der ...