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Wenn Psychotherapie zum Luxus wird – warum die geplanten Kürzungen uns alle betreffen

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Erst vor wenigen Tagen habe ich darüber geschrieben, dass psychische Erkrankungen längst zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit gehören. ( Die stille Krise unserer Zeit? ) Die Daten zeigen seit Jahren einen steigenden Bedarf an Unterstützung, Therapie und Prävention. Gleichzeitig sprechen Menschen heute offener über ihre psychischen Belastungen und suchen häufiger professionelle Hilfe. Ausgerechnet die psychotherapeutische Versorgung könnte in den kommenden Jahren erheblich eingeschränkt werden. Ich musste die Nachrichten und  Bericht der letzten Zeit mehrmals lesen und auch das Kleingedruckte, was ja so oft im Leben entscheidend ist. Ich fragt mich, in welcher Gesellschaft wollen wir leben? Und JA mir sind die finanziellen Herausforderungen unseres Gesundheitssystems recht klar und ich unterschätze diese nicht. Während wir einerseits immer deutlicher erkennen, welche Bedeutung psychische Gesundheit für unsere Gesellschaft hat, diskutieren wir andererseits d...

Q&A - Orientierung im Dschungel der Fachkräfte: Wer hilft bei psychischen Belastungen

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Bei der Suche nach Unterstützung bei psychischen Problemen oder in Krisenzeiten taucht schnell eine Vielzahl von Fachbegriffen auf: Psycholog in, Psychotherapeut* in, Psychiater *in, Neurolog* in, Heilpraktiker *in... Aus der Perspektive der psychische Gesundheit ( Mental Health First Aid / MHFA, PSNV, und meiner Sterbehilfe-Beratung und -Unterstützung ) stellt sich in Orientierungsgesprächen oft als Erstes die Frage: Wer hat welchen Ausbildungshintergrund? Wer darf diagnostizieren, behandeln, Medikamente verschreiben oder Gutachten erstellen? Dieser Beitrag ist Teil meiner  Q&A Reihe Diese Zusammenstellung soll eine strukturierte Übersicht zur Orientierung. 1. Psycholog*in Ausbildung:  Mindestens fünf Jahre Universitätsstudium der Psychologie (Master- oder Diplomabschluss). Tätigkeitsfeld:  Erforschung des menschlichen Erlebens und Verhaltens sowie Arbeit in Bereichen wie ... Coaching, Wirtschaftspsychologie, Beratung oder Wissenschaft. Wichtig zu wissen:  Ein a...

Zwischen Schutz und Selbstbestimmung: Die Rolle psychiatrischer Gutachten – Warum Urteilsfähigkeit so zentral ist

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Bevor ich mich den konkreten Fragen zu Gutachten und Urteilsfähigkeit zuwenden, lohnt es sich, einen Moment innezuhalten. Entscheidungen über das eigene Leben – sei es in Fragen der Gesundheit, des Sterbewunsches oder der Patientenverfügung – sind weitreichend. Sie fordern nicht nur Mut, sondern auch Klarheit: tragfähige Gedanken, die gründlich durchdacht, reflektiert und innerlich nachvollzogen sind, bilden die Grundlage dafür, dass Entscheidungen wirklich selbstbestimmt und verantwortungsvoll getroffen werden können. Ohne diese innere Stabilität drohen Entscheidungen, egal wie gut gemeint, leicht unter äußeren Umständen oder emotionalen Drucklagen zu leiden. Seit annähernd fünf Jahren schreibe ich auf diesem Blog über Themen rund um Sterbehilfe, Freitodbegleitung und das Recht auf ein selbstbestimmtes Lebensende. Der Anlass dafür war der Freitod meiner Frau, ein Tag der sich in 4 Wochen zum fünften Mal jährt, ein Einschnitt, der vieles verändert hat oder eher erweitert hat: meinen Bl...

Psychische Gesundheit im Fokus: Verstehen, erkennen, handeln – Der Monat Mai: Mental Health Awareness Month

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Psychische Gesundheit betrifft uns alle Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Auch wenn in Deutschland und Europa der Mai kein offiziell festgelegter Aktionsmonat ist, der Mai als „Mental Health Awareness Month“ vor allem in den USA ins Bewusstsein gerückt wird, mache ich es trotzdem, auch wenn es in Deutschland (noch) wenig offiziell verankert ist. (da kommt der Punk in mir durch 😎). Aber es gibt auch diese Woche vom 4.bis 8.Mai die europäische Woche der seelischen Gesundheit mit dem Motto – Stronger Together – Stärker Zusammen – Diese erinnern uns daran, mich darn, wie wichtige Gemeinschaft und Verbindungen für unsere psychische Gesundheit, mentale Gesundheit ist. Aktuelle Zahlen im Überblick: Deutschland: ca. 8–10 % der Bevölkerung leiden jährlich an einer Depression Frauen: etwa 10–13 % Männer: etwa 5–7 % Europa und USA:  hat ähnliche Zahlen wie Deutschland Weltweit: etwa 5 % der erwachsenen Bevölkerung Auch Angststörungen, Burnout oder belasten...

Vorschläge des DGPPN zur Sterbehilfe - Kritik am Eckpunktepapier des DGPPN

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Ich bin erst heute, auf die Pressemeldungen aus Juli 2024 gestossen, da ich wegen meiner Arbeit beim DRK und ASB weithäufiger gute Vorschläge zur Reform der Notfallversorgung (NotfallGesetz – NotfallG) lese. Wie gesagt ich habe nun die Pressemeldung des  DGPPN - mit dem Thema Assistierte Sterbehilfe und den aktualisierten Vorschlägen für die Regelung der Sterbehilfe gelesen. Quelle:  https://www.dgppn.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2023/dgppn-aktualisiert-vorschlaege-fuer-die-gesetzliche-regelung-der-suizidassistenz.html Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). fordert: „ Wir brauchen ein Gesetz zur Suizidassistenz und wir brauchen es schnell “ ... „ Denn die Zahl der assistierten Suizide steigt, ihre Durchführung ist aber unreguliert. “ Prof. Dr. Thomas Pollmächer, Past President und Vorsitzender der DGPPN-Kommission „Ethik und Recht“ sagt ...

Assistierter Sterbehilfe in Deutschland: Interview mit Frau Dr. Anna Landis

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Ein gut geführtes Interview durch Jasmin Kosubek mit Frau Dr. Anna Landis.  Frau Dr. Anna Landis ist Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie. Nach vielen Jahren praktischer Erfahrung als Psychiaterin erstellt Frau Landis mittlerweile Gutachten für Personen, die Sterbehilfe für einen Freitod erhalten möchte.  Frau Dr. Anna Landis steht voll und ganz hinter der Idee und dem Wunsch des selbstbestimmten Sterbens. Wie sie zu dieser Arbeit gekommen ist und wie der Prozess bis hin zum Sterbebett abläuft, erläutert Frau Dr. Anna Landis in diesem Interview: 01:46 Gutachten für sterbewillige: Wie kommt man zu dieser Arbeit?  04:57 Assistierter Suizid: Welche Medikamente werden verabreicht?  10:40 Sterbehilfe-Gutachten: Wie läuft dieser Prozess ab?  19:47 Was passiert am Sterbebett?  24:00 Wie bewusst kann man sich für das Sterben entscheiden?  30:00 Verlieren wir die Wertschätzung für das Leben?  32:33 Sterbeh...

Psychiatrisches Gutachten - Inhalt und Kriterien

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Grundsätzlich gilt für jeden, dass beim Erstellen einer Willenserklärung oder auch ‚nur‘ der Patientenverfügung ist eine erhaltene Urteilsfähigkeit erforderlich - dies wird selbstredend notwendig bei Personen die eine psychischen Erkrankungen haben im Falle des Wunsches eines Freitod. Und somit ein 'Psychiatrisches Gutachten über Urteilsfähigkeit' unabdingbar wenn es um einen Freitod, Sterbebegleitung und Sterbehilfe gehen soll. Das Gutachten und die psychologische Bestätigung soll verhindern, dass eine entsprechende Willenserklärung nicht später infolge vermuteter psychischer Störung als nichtig angezweifelt werden könnten ( Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 104 Geschäftsunfähigkeit ).  Somit liegt im Falle von einer psychischen Erkrankung die Aufwände nun einmal höher – letztlich geht es aber um die Urteilsfähigkeit – die im Zweifelsfall jeder haben muss und sollte, dem geholfen werden soll. Wer kann ein Gutachten ausstellen: Ein psychiatrisches Gutachten kann jeder Psychiater ...

Sterbehilfe - Der Mensch ist immer mehr als die Krankheit

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Ich habe in den letzten Monaten aus den verschiedensten Perspektiven die Sterbehilfe und die damit verbundene Freiverantwortlichkeit, Urteilsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Einwilligungsunfähigkeit recherchiert, für mich durchdacht, beleuchtet und beschrieben. Ich habe oder musste den Artikel im Ärzteblatt lesen, sowie die Pressemitteilung des DGPPN - in beiden Publikationen vermisse in erster Linie über den Tellerrand schauende und interdisziplinäre Wissensverknüpfung - aber als Designer und Researcher habe ich lernen müssen, das viele Experten sich oft verrennen - und wie in diesen Publikationen - und damit oft vergessen für wen wir im Design und mehr noch in der Medizin arbeiten nicht für unseren Fachbereich oder das was wir gerne wollen sondern für Menschen, Menschen und deren Erwartungen, deren Nöte und deren Würde. Es ist unzweifelhaft, dass die Fähigkeit zur Einwilligung, Urteilsvermögen etc. unabdingbar ist. Und in Deutschland wie in den meisten Ländern ist es so, dass Ei...

Zwischen Leistungsdruck und Mensch sein – Warum wir mentale Gesundheit neu denken müssen

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Ich versuche mich dem Thema, Psychosoziale Gesundheit und der kollektive Belastungen und Wege aus solchen Krisen heute widmen, im Rahmen meiner Möglichkeit und Erfahrung. Wichtig ist mir ... Wir müssen aufhören, über psychische Gesundheit erst dann zu sprechen, wenn die Seele bereits unter Druck geraten ist. So wie wir zur ärztlichen Vorsorge gehen, bevor Beschwerden entstehen, oder durch Bewegung unser Herz-Kreislauf-System stärken, braucht auch unsere Psyche regelmäßige Aufmerksamkeit, stärkende Routinen und präventive Fürsorge. Nicht erst in der Krise, sondern mitten im Alltag. Aktuell verspüren wir ggf mehr als zuvor Druck von allen Seiten und das dieser wächst Der Oktober rückt weltweit die psychische Gesundheit in den Fokus. Rund um den World Mental Health Day am 10. Oktober , den wir vor wenigen Tagen hatten, geht es um eine Frage, die angesichts der täglichen Herausforderungen immer wichtiger wird: Wie bewahren wir unser seelisches Gleichgewicht in einer Welt, die zunehmend von...