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Fachliche Empfehlungen zur Suizidprävention: ein wichtiges Papier, das gehört werden sollte

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Über LinkedIn bin ich auf die „Fachlichen Empfehlungen für eine Verbesserung der Suizidprävention in Deutschland“ aufmerksam geworden, durch Ute Lewitzka , Expertin für Suizidologie und Suizidprävention sowie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Ich habe das Papier mit großem Interesse gelesen – und vor allem mit großer Wertschätzung für die Arbeit der beteiligten Fachleute. Denn dieses Empfehlungspapier macht wieder einmal so deutlich: Suizidprävention ist keine Randaufgabe, kein kurzfristiges Projekt und auch keine rein medizinische Frage. Suizidprävention ist eine gesamtgesellschaftliche, gesundheitspolitische und strukturelle Daueraufgabe. Hinter jedem Suizid stehen nicht nur Zahlen, sondern Menschenleben – und ein großes Umfeld aus Angehörigen, Freund*innen, Kolleg*innen und Helfenden, das häufig langfristig mitbetroffen ist. Das Papier benennt acht zentrale Baustellen, wenn ich mich nicht vertue, sehr klar: Es fordert unter anderem eine bundesweit koordinierte und ...

Lauterbach stellt Strategie zu Suizidprävention vor

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Der Bundestag hatte im Juli 2023 mit überwältigender Mehrheit beschlossen, dass die Bundesregierung bis Ende Januar 2024 ein Konzept zur Vorbeugung und bis Ende Juni 2024 auch ein Suizidprävention Gesetz vorlegen soll - Siehe auch " Sterbehilfe-Gesetze durchgefallen " vom 6.Juli letzten Jahres. Im vergangenen Juli stimmten 688 Abgeordnete des Bundestages für einen Ausbau der Suizidprävention in Deutschland. Sie forderten, dass die Bundesregierung bis Ende Januar diesen Jahres eine Strategie vorlegen müsse, wie die hohe Zahl an Selbsttötungen vermindert werden kann. (Siehe Artikel zur Suizidprävention ) Den ersten Schritt dazu macht Lauterbach nun, wenn auch mit 3 Monaten Verspätung. Wie nötig das wäre, zeigen die aktuellen Statistiken: 2022 nahmen sich bundesweit 10.119 Menschen das Leben. Dies entspricht einem Anstieg um 9,8 Prozent oder 904 Fällen gegenüber dem Vorjahr. Erstmals seit acht Jahren liegt die Zahl wieder über 10.000; zudem ist der prozentuale Anstieg binnen ein...

Freitod + Sterbehilfe vs Suizid + Prävention

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Ich möchte, in diesem Artikel, ein angemessenes Bewusstsein für die Viel­schichtigkeit von Suizidalität und dem Wunsch nach einem Freitod schaffen - die Voraussetzungen freiverantwortlicher Sterbeentscheidungen prä­zisieren und die unterschiedlich gelagerten Verantwortungen verschiedener Beteiligter und Helfer bis hin zu Ärzten im Kontext von Freitodwünschen + Freitodentscheidungen und Suizid­gedanken + Suizidprävention aufzeigen. In der Argumentation und in den parlamentarischen Debatten um ein Sterbehilfegesetz versucht eine fraktionsübergreifenden Gruppen­antrag um Dr. Lars Castellucci, Ansgar Heveling, Dr. Kirsten Kappert Gonther, Petra Pau, und weiteren ihren Gesetzentwurf als  eine Stärkung der Suizidprävention zu verkaufen - nach dem Slogan "Ermöglichen aber nicht fördern" - auch dieser Versuch scheitert auf allen Ebenen. Wie von Experten, Juristen und mir, mehrfach dargelegt, ist es dieser Gruppe nicht gelungen einen Gesetzentwurf der unserem Grundgesetz konform ist, ...

Erste Professorin für Suizidologie und Suizidprävention in Deutschland

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Prof. Dr. Ute Lewitzka, die erste Professorin für Suizidologie und Suizidprävention in Deutschland, wird ab dem 1. November 2024 an der Goethe-Universität Frankfurt tätig sein.  Eines ihrer Ziele ist laut Mitteilung der Uni die systematische Erfassung und Auswertung von Suiziden und Suizidversuchen, um erfolgreiche Präventionsmethoden abzuleiten. Perspektivisch soll in Frankfurt ein Deutsches Zentrum für Suizidprävention entstehen. Suizide und Suizidversuche systematisch zu erfassen und auszuwerten, um wirksame Präventionsansätze zu entwickeln.  Prof. Dr. Ute Lewitzka ist Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention und bringt über 25 Jahre Erfahrung in diesem Bereich mit. Prof. Dr. Ute Lewitzka sieht die Professur als Chance, das Fachgebiet Suizidologie weiter zu entstigmatisieren und effektive Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Ziel ist der Aufbau eines Deutschen Zentrums für Suizidprävention in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, um Forschung, Be...

In Würde gehen – Niki Glattauer – selbstbestimmtes Sterben und die Debatte um Freitod

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Der Tod des österreichischen Autors, Lehrers und Publizisten  Niki Glattauer  hat in unserem Nachbarland eine wichtige und zugleich sensible Debatte neu entfacht: Wie sprechen wir über das Lebensende – und was bedeutet ein selbstbestimmter Abschied? Glattauer, in Österreich eine prominente Stimme im Bildungsdiskurs und Bruder des bekannten Schriftstellers  Daniel Glattauer  ( "Gut gegen Nordwind" ), ist kürzlich seinem schweren Krebsleiden erlegen. Doch nicht einfach so. Er hat seinen Tod bewusst vorbereitet – begleitet, geplant, offen. In Interviews sprach er offen darüber, dass er sich für einen Freitod durch  assistiertes Sterben  entschieden hatte – mit einem konkreten Datum. Damit wollte er nicht nur für sich selbst einen gangbaren Weg finden, sondern auch ein Zeichen setzen: für Offenheit, Enttabuisierung und Menschlichkeit im Umgang mit einem Thema, das oft verschwiegen oder moralisch aufgeladen wird. Zwischen Suizidprävention und Selbstbestimmung Au...

Konzept - Sprechen über Freitod und Sterbehilfe

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Beim Sprechen über Gedanken zum Lebensende, den Überlegungen eines Freitod und der Hilfe zu einem guten Ableben und über eine assistierte Sterbehilfe im Sinne einer freien, selbstbestimmten Entscheidung und eines frei und autonom gebildeten Willens ist es schwer, für jeden schwer seine Gedanken, Überlegungen, zu Emotionen finden zu ordnen und damit auch mit und gegen die eigenen Werte, Moralvorstellungen und ethischen Maßstäbe in Balance zu bringen. Das Gespräch zu suchen ist schwer , überaus schwer, Hilfe anzufragen ist schwerer und als Helfender Hilfe anzubieten und womöglich, wenn man dern Wunsch verstehen und unterstützen kann, auch zu geben ist das schwerste. Unabhängig davon gilt, für die Gesellschaft, in meinem Verständnis, dass der freigebildete, wohlerwogene Wille eines Menschen, dem eigenen Leben ein Ende zu setzen und dafür die Hilfe anderer in Anspruch zu nehmen, unbedingt zu akzeptieren ist. Mein Konzept wie man zum Sprechen über Freitod und auch Sterbehilfe kommt Der erst...

Wenn Begriffe verschwimmen: Ein neuer Vorstoß zur Sterbehilfe und die problematische Rhetorik dahinter

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Am Mitte Februar wurde in der Stuttgarter - Zeitung ,  von einer fraktionsübergreifende Gruppe berichtet - von Bundestagsabgeordneten die einen neuen Gesetzentwurf zur Regelung der Sterbehilfe vorbereiten will. Öffentlich als zentrale Akteure genannt wurden  Kirsten Kappert-Gonther   und  Ansgar Heveling . Dies sind leider zwei Personen die in den letzte Jahre ausschließlich durch sehr restriktiven und einschneidende  Überlegungen und Äußerungen bekannt sind. Noch liegt kein Gesetzestext vor. Doch bereits die öffentliche Argumentation der Initiatoren wirft Fragen auf – vor allem wegen einer wiederkehrenden begrifflichen Vermischung, die alles andere als harmlos ist. Zwei völlig unterschiedliche Sachverhalte In den öffentlichen Stellungnahmen durch Frau  Kirsten Kappert-Gonther   und  Ansgar Heveling  wird regelmäßig von „Suizidprävention“ gesprochen – und im selben Atemzug von der Notwendigkeit, die assistierte Sterbehilfe stärker zu regulier...

Mutpost – kleine Worte, große Wirkung

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Am 11. Februar 2026 ist das Projekt Mutpost gestartet. Ein Datum, das symbolisch passt: der Europäische Tag des Notrufs 112 .  Notrufnummern retten Leben in akuten, sichtbaren Notlagen. Aber Suizidgedanken? Die kommen leise. Sie lassen sich nicht immer in Minuten messen. Sie brauchen keine Sirenen – sie brauchen Aufmerksamkeit, Zuwendung, ein offenes Ohr. Genau hier setzt Mutpost an. Die Plattform des Werner-Felber-Instituts für Suizidprävention in Dresden ist ein digitaler Ort, an dem Menschen anonym Briefe schreiben können – Worte der Hoffnung für Menschen, die mit dunklen Gedanken kämpfen. Jeder Brief wird fachlich geprüft, bevor er veröffentlicht wird. Ein Soforthilfe-Button und Hinweise auf Beratungsangebote ergänzen das Angebot. Was für mich so wertvoll an Mutpost ist: Es zeigt, dass Prävention oft klein beginnt. Nicht mit Therapiesitzungen oder Kriseninterventionen, sondern mit früher Aufmerksamkeit . Einem Satz, der sagt: „Du bist nicht allein.“ Einem Freund, der nach...

Suizidprävention

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Menschlich ist es, leben zu wollen. Doch zur Kulturgeschichte der Menschheit gehört auch der die Intention, der Impuls, der Wunsch, oder auch die Entscheidung sich das Leben selbst zu nehmen - dies kann wohlerwogen, wohl abgewogen, wohldurchdacht sein wie es bei einem Freitod ist oder zum Anderen bei einem Suizid unkontrolliert, zwanghaft, oder bedingt durch ein anderweitig psychisches Erlebens und Verhalten. Die Suizidzahlen in Deutschland sind offenbar in 2022 erstmals seit langem wieder angestiegen. Im Jahr 2022 nahmen sich bundesweit 10.119 Menschen das Leben, wie das Nationale Suizidpräventionsprogramm und die Deutsche Akademie für Suizidprävention am Mittwoch in Kassel mitteilten. Dies entspricht einem Anstieg um 9,8 Prozent oder 904 Fällen. Die Anzahl liege erstmals seit acht Jahren wieder über 10.000; zudem sei der prozentuale Anstieg binnen eines Jahres der stärkste seit 1980. Die Auswertung bezieht sich auf die Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts. Auc...