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Selbstfürsorge im Rettungsdienst: Die Kraft für den Alltag finden

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Eigentlich hatte ich vor diesen Artikel an dem ich schon länger schreibe, Mitte dieses Jahres zu veröffentlichen, da s eit 2022 jedes Jahr am 8. Juli der  International Paramedics Day stattfindet, am Geburtstag von  Dominique-Jean Larrey , der oft als “Vater des modernen Rettungsdienstes” bezeichnet wird, aber die aktuellen Ereignisse haben meinen Plan geändert.  Darum heute schon meine Gedanken zur Selbstfürsorge für Kolleg*innen im Rettungsdienst. Wer, warum ... Als Sanitäter, ehemaliger Rettunsani, ehemaliger Sanitätssoldat, aber auch als Jemand der im Bereich der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) und als Mental Health First Aider arbeitet, kenne ich den Kampf hinter dem Gesicht und der Person des Helfenden. Es ist nicht nur notwendig Patienten zu helfen, nicht nur in akuten, körperlichen Notfällen zu helfen, sondern auch bei psychische Belastungen in Krisensituationen zu helfen, Betroffenen UND Helfenden. In der täglichen Arbeit erleben wir nicht nur d...

Bedeutung von Rettungsdienst, Feuerwehr, THW und Polizei und unsere Herausforderungen

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Der Rettungsdienst, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW) und die Polizei spielen eine zentrale Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Organisationen sind die Stützen unserer Gesellschaft, die in Not- und Krisensituationen für Sicherheit, Hilfe und Ordnung sorgen. Ihre Arbeit ist essenziell, um das Gefühl von Sicherheit und Gemeinschaft zu fördern. Rettungsdienst, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW), Polizei - alle diese Organisationen arbeiten eng zusammen und teilen gemeinsame Werte wie Hilfsbereitschaft, Solidarität und Verantwortung. Durch ihre Arbeit fördern sie ein starkes Gemeinschaftsgefühl und stärken das Vertrauen der Bürger in die Institutionen und ineinander. Die Gewissheit, dass es professionelle Helfer gibt, die in Notlagen zur Stelle sind, schafft ein stabiles Fundament für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Rettungsdienst, die Feuerwehr, das THW und die Polizei sind unverzichtbare Säulen unserer Gesellschaft. Ihre Arbeit trägt entscheidend...

Aufmerksamkeit für die Seele - Mahnung an Mensch und Gesellschaft am Welttag für psychische Gesundheit

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Die Abkürzungen ... WMHD und MHD stehen für World Mental Health Day bzw für MHD Mental Health Day aber für was steht dieser Welttag für psychische Gesundheit? Jeder dritte Mensch wird im Laufe seines Lebens psychisch krank, so die Zahlen, aber Menschen sind nicht Zahlen, sondern jeder ist die / der wer sie sind, und damit individuelle Schicksale. Bei diesem Drittel ist bekannt, dass diese Menschen ärztliche Unterstützung in Anspruch nehmen - für mich sagt dies, dass es mehr als jede/r Dritte ist, da viele nicht zu einem Arzt gehen. In der Arbeitswelt beruhen etwa zehn Prozent der Fehltage auf Erkrankungen der Psyche. Auch wieder Zahlen, und zeigt neben den individuelle Schicksalen, dass mentale Gesundheit Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft hat und damit Probleme im Ganzen und Individuellen hat. Die Formen von Herausforderungen und Erkrankungen der mentalen Gesundheit sind also extrem häufig, doch die Gründe und der Umgang damit dafür sind komplex. Es geht mir darum die Au...

Unsichtbare Krise: Belastungen bei Vätern und was Familien hilft nach der Geburt

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Der November gilt für viele als ein Monat der Schwere – dunkler, stiller und oft emotional fordernder als andere Zeiten im Jahr. Kein Wunder, dass gerade jetzt vermehrt über Depressionen gesprochen wird, über das, was sich leise in den Alltag schiebt und doch so viele betrifft. Die grauen Tage erinnern uns daran, wie wichtig es ist, diesen Blick zu erweitern und auch die psychische Gesundheit von Jeder und Jedem sichtbar zu machen – besonders dann, wenn sie in einer Lebensphase stehen, die ohnehin alles auf den Kopf stellt. Im Mai diesen Jahres habe ich in der Woche der mentalen Gesundheit in meinem Blog über Depressionen bei Müttern geschrieben. Etwa jede fünfte Frau leidet während der Schwangerschaft oder nach der Geburt an einer psychischen Erkrankung, beispielsweise Depressionen oder Angststörungen. Doch ebenso wird kaum darüber gesprochen, dass auch Väter nach der Geburt eines Kindes psychisch aus dem Gleichgewicht geraten können. Dabei zeigen Studien, dass etwa jeder zehnte V...

Zwischen Leistungsdruck und Mensch sein – Warum wir mentale Gesundheit neu denken müssen

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Ich versuche mich dem Thema, Psychosoziale Gesundheit und der kollektive Belastungen und Wege aus solchen Krisen heute widmen, im Rahmen meiner Möglichkeit und Erfahrung. Wichtig ist mir ... Wir müssen aufhören, über psychische Gesundheit erst dann zu sprechen, wenn die Seele bereits unter Druck geraten ist. So wie wir zur ärztlichen Vorsorge gehen, bevor Beschwerden entstehen, oder durch Bewegung unser Herz-Kreislauf-System stärken, braucht auch unsere Psyche regelmäßige Aufmerksamkeit, stärkende Routinen und präventive Fürsorge. Nicht erst in der Krise, sondern mitten im Alltag. Aktuell verspüren wir ggf mehr als zuvor Druck von allen Seiten und das dieser wächst Der Oktober rückt weltweit die psychische Gesundheit in den Fokus. Rund um den World Mental Health Day am 10. Oktober , den wir vor wenigen Tagen hatten, geht es um eine Frage, die angesichts der täglichen Herausforderungen immer wichtiger wird: Wie bewahren wir unser seelisches Gleichgewicht in einer Welt, die zunehmend von...

Monat zur Aufklärung über Co-Abhängigkeit / Co-Betroffenheit

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Wenn Geben zur Selbstaufgabe wird Manche Menschen geben so lange, bis kaum noch etwas von ihnen selbst übrig ist. Sie hören zu, halten aus, springen ein, übernehmen Verantwortung. Still. Verlässlich. Immer wieder. Von außen wirkt das wie Stärke oder besondere Fürsorge. Von innen fühlt es sich oft ganz anders an: erschöpfend, einengend, leer. Das ist kein persönliches Versagen. Es ist ein Signal. Der Januar gilt als Awareness-Monat für Co-Abhängigkeit / Co-Betroffenheit . Vielleicht braucht dieser Monat genau diese doppelte Benennung – weil sie sichtbar macht, dass es hier nicht um Schuld geht, sondern um Menschen, die mitleben, mittragen und häufig unsichtbar mitbetroffen sind. Warum „Co-Betroffenheit“ wichtig ist Der Begriff Co-Abhängigkeit beschreibt relevante Beziehungsmuster, trägt aber oft eine schwere, bewertende Bedeutung. Viele Menschen erleben ihn als Vorwurf – und reagieren mit Scham statt mit Verständnis. Co-Betroffenheit setzt einen anderen Fokus. Er macht deut...

Einsamkeit und Isolation: Wege zu mehr Verbindung und Lebensfreude

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Die Weihnachtszeit und das Jahresende, die für viele von uns mit Freude, Familie und Nähe verbunden ist, kann für andere eine besonders schwere Zeit der Einsamkeit und Isolation sein. Die Weihnachtszeit, Lichter leuchten und Silvesterfeiern, Feuerwerk -  Menschen kommen zusammen, kann das Fehlen noch schmerzhafter spürbar werden. Es ist wichtig zu wissen, dass es in Ordnung ist, sich manchmal einsam zu fühlen. Es ist wichtig zu wissen, man ist nicht alleine in diesem Gefühl, und es gibt immer Wege, sich wieder mit anderen zu verbinden – sei es durch ein einfaches Gespräch, eine kleine Geste oder sogar eine digitale Verbindung. Einsamkeit und Isolation betreffen Menschen unterschiedlich, je nach Alter, Geschlecht und kulturellem Hintergrund: Altersgruppen: Junge Menschen (16-30 Jahre) erleben Einsamkeit oft durch den Übergang in den Beruf oder das Fehlen tiefer Beziehungen. Erwachsene (30-60 Jahre) sind häufig durch berufliche und familiäre Verpflichtungen isoliert. Ältere Men...

Warum Sterbehilfe ein Akt der Menschlichkeit ist – Gedanken zum Fall von Hugo

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Wenn wir über mentale Gesundheit sprechen, sprechen wir oft über Selbstfürsorge, über Belastbarkeit und über Wege, gut durch das Leben zu gehen. Was wir jedoch viel zu selten ansprechen, ist das andere Ende dieses Weges: Die Frage, wie Menschen würdevoll leben – und würdevoll sterben dürfen. Der kürzlich erschienene Artikel, in der Westfalenpost , über Hugo, einen Mann aus Hagen, der sich nach vielen Jahren schwerer Erkrankungen für eine geplante Form der Sterbehilfe entschieden hat, bewegt mich tief. Seine Frau, Christiane, hat ihn begleitet – voller Liebe, Klarheit und Mut. Und gerade ihre Geschichte zeigt, warum wir über dieses Thema offener sprechen müssen. Sterbehilfe als Ausdruck von Würde und Selbstbestimmung Sterbehilfe oder Freitodbegleitung (FTB) wird oft missverstanden. Doch in Fällen wie dem von Hugo geht es nicht um den Wunsch, dem Leben zu entfliehen. Es geht um etwas ganz anderes: Es geht darum, dem Leid nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Menschen wie Hugo entsc...

Wege zum und Aspekte des Glück

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Wir erleben aktuell alle überaus turbulenten Zeiten und ich kann die zusätzlichen Herausforderungen bei  mir gar nicht mehr zählen. Gerade in diesen turbulenten Zeiten ist die Frage, was uns zufrieden macht, wichtiger denn je. Meiner Ansicht nach geht es im Leben eines Menschen um viel mehr als nur angstfrei zu leben oder eine 'Leistung' zu erfüllen oder gar im worst case nur zu existieren. Der Mensch will sich doch selber finden, denke ich wenigsten - und jeder Mensch will doch in guter Partnerschaft und Gemeinschaft leben - und auch persönliche oder berufliche Ziele sowie Erfüllung erreichen und diese genießen können.  Und hierzu geht es darum - Wege zu finden oder zu mindestens offen zu sein. Gerade in turbulenten und heftigen Zeiten, die von Negativ Ereignissen und dunklen Stunden der Unsicherheit begleitet werden, wird die Besinnung auf die eigenen Stärken und die Selbstfürsorge, Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit deshalb gut für einen sein. Die wenigsten Menschen, sprich ...

Weihnachten, Trauer und leisen Ritualen

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Die Tage rund um Weihnachten werden oft als Zeit der Ruhe, der Nähe und der Hoffnung beschrieben. Für viele Menschen, und auch für Einsatzkräfte, können diese Tage jedoch wie ein Verstärker wirken: für Belastungen, für Verluste, für innere Spannungen, die im Jahresverlauf kurzfristig oder länger getragen wurden, wie ein nicht bemerkter Rucksack. Feiertage unterbrechen Routinen. Sie schaffen Leerstellen, in denen Erinnerungen lauter werden. Das gilt für Trauernde ebenso wie für Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich Verantwortung für andere tragen. Trauer an Feiertagen – normal, nicht pathologisch Gerade frisch aus einem PSNV Ausbildungwoche zurückkommend, und gleich einen Tag darauf hatte ich ein kollegiales Gespräch, schreibe ich nun heute diese 'weihnachtlichen Gedanken' mit einem Schwerpunkt PSNV und Rettungsdienst. Aus psychosozialer Sicht ist es wenig überraschend, dass Trauer sich an Feiertagen intensiviert. Rituale, die früher Halt gegeben haben, fehlen oder schmerzen...