Suizidzahlen 2025 – Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis)

Das entspricht einem Anstieg von 9,3 % gegenüber dem Vorjahr (2024: ca. 10.369 Fälle; 2023: 10.300 Fälle) und liegt 15,6 % über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.
Einsame Suizide: Die amtliche Statistik des Bundesamtes
Gesamtzahl: 11.334 Menschen starben durch Suizid (ca. 1,1 % aller Todesfälle in Deutschland).
Geschlechterverteilung: Die Verteilung bleibt prinzipiell konstant – Männer machen mit 69,2 % weiterhin den Großteil der Fälle aus, Frauen 30,8 %.
Und auch niederschwellig Angebote.
Siehe hierzu meine Gedanken von vor zwei Monaten - Suizidprävention beginnt nicht erst in der Krise - und warum wir niedrigschwellige Angebote brauchen
Ich schreibe heute diesen Artikel weil ich auf so vielen Kanälen lesen muss wie selbst Expert*innen aus der Palliativmedizin Suizid (einsam/gewaltsam vollzogene Selbsttötung) und Freitodbegleitung (assistierte Sterbehilfe) vermengen. Ehrlich gesagt ich verstehe es nicht, wenn es von Fachpersonen kommt.
Darum dieser Artikel in dieser Form.
Angesichts dieser Entwicklung, der stark steigenden Suizidzahlen, und moderat steigenden Zahlen der Freitode, ist eine präzise Differenzierung wichtiger denn je. In öffentlichen Diskussionen – aber noch viel viel mehr von Fachkreisen,
Oft mag dies geschehen aus Mangels sprachlicher und begrifflicher Klarheit. Wenn wir jedoch wirksame Prävention betreiben, Versorgungslücken schließen und Selbstbestimmung wahren wollen, und Hilfe für beide Gruppen bieten wollen, was wir sollen, müssen wir Begrifflichkeiten und Daten streng voneinander trennen.
Siehe hierzu meine Befragung zum Sprachgebrauch - Begrifflichkeit Suizid und Freitod – Sprache, Bilder und die Wirkung einzelner Begriffe
Freitodbegleitungen (Assistierter Freitod / Sterbehilfe)
- Gesamtzahl (Schätzung 2025): Die Zahl der organisierten assistierten Freitodbegleitungen wird für 2025 auf etwa 1.287 Fälle geschätzt.
- DGHS (Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben e. V.): Vermittelte und begleitete 2025 insgesamt 898 Freitodbegleitungen (nach 623 Fällen im Jahr 2024).
- Dignitas Deutschland e. V.: Verzeichnete schätzungsweise ~213 Fälle (nach 183 Fällen in 2024).
- Verein Sterbehilfe (Hamburg): Führte ca. 176 Freitodbegleitungen durch (nach 171 Fällen in 2024).
- Dunkelziffer: Ergänzend existiert eine nicht exakt erfasste Zahl von Freitodbegleitungen durch Ärztinnen und Ärzte außerhalb von Vereinsstrukturen sowie durch gewerbliche Anbieter.
Siehe hierzu Zahlen und Fakten zur Sterbehilfe - Diagnosen und Gründe - 2021-2024
Mein Fazit: Warum die begriffliche Trennung entscheidend ist
- Suizide erfordern den Ausbau eine bessere Vernetzung der psychosozialen Notfallversorgung, gesellschaftliche Achtsamkeit und zielgerichtete Prävention. Und dass eine Struktur undGesellshaft die für einander da ist , auch finanziell - siehe hierzu meine Gedanken aus dem August - Wenn Psychotherapie zum Luxus wird
- Freitodbegleitungen erfordern rechtliche Klarheit, Transparenz und die Wahrung der Selbstbestimmung am Lebensende unter ethischer sowie medizinischer Aufsicht. Siehe hierzu - Sterbehilfe in Deutschland
Wichtige Hilfeangebote & Anlaufstellen
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenfrei, 24/7 erreichbar)
- Krisenchat:
(Chat-Beratung für Kinder und junge Erwachsene)krisenchat.de - Info-Telefon Depression: 0800 33 44 533
- Notruf: 112 (in akuten lebensbedrohlichen Notfällen)
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